Vambrace: Cold Soul REVIEW

Mit Vambrace: Cold Soul ist ein neues Rougelike Fantasy-Abenteuer erschienen, das sich erneut in eisbedeckte Gefilde wagt und euch in eine Geschichte katapultiert, die mit drei tapferen Gefährten startet. Nicht viel später und nach einigen Instruktionen wird das Dreiergespann um einen Charakter ergänzt. Dabei handelt es sich um eine mysteriöse Frau, die viele Fragen hat, wie zum Beispiel den Verbleib ihres Vaters. Sie wird zum Mittelpunkt des Spiels und ihre Kontrolle wandert in eure Obhut. Nun ist es an euch, die Herrschaft des Schattenkönigs zu beenden und die verfluchte Stadt Icenaire zu befreien, denn die Frau scheint vom Schicksal genau zur richtigen Zeit gerufen worden zu sein.

Erste Schritte in der Kälte

Vambrace: Cold Soul ist laut den Entwicklern von Devespresso Games inspiriert von Spielen wie Castlevania oder The Elder Scrolls, versucht aber dennoch einen ganz eigenen Weg zu gehen. Dementsprechend erleben ihr die Geschichte zuerst aus einer zweidimensionalen Ansicht, in der es langsamen Schrittes vorangeht.

Wenngleich eigentlich die fremde Evelia Lyric als Fokus der Geschichte fungiert, bleibt es euch trotzdem überlassen, auch die andere Mitstreiter an die Spitze eures Teams zu setzen. Zumal jeder der Recken ganz eigene Talente vorweist, die in Perfektion eingebracht werden können. So kann beispielsweise eine Kiste bessere bzw. mehr Inhalte vorweisen, wenn sie mit einer hohen Gabe an Geschicklichkeit geplündert wird. Personen mit hoher Wahrnehmung spüren wiederum Fallen auf, die für gesundheitliche Defizite sorgen können. So ist ein ständiger Anführerwechsel im Team der Garant für ein längeres Überleben, denn wenn die Leiste der Lebensenergie auf den Nullpunkt sinkt, ist der Tod im Besitz einer neuen Seele.

Evelia, wie sich die Frau nennt, die fortan euer Team bereichert, tut sich hier als perfekte Unterstützung hervor. Dank ihrer mysteriösen Armschiene kann sie den Eissturm durchqueren und Icenaire betreten, wo die Geschichte aufblüht und euch viele verschiedene Handlungsstränge eröffnet. Nichtsdestotrotz bedarf es seine Einarbeitungszeit, bis all die Storys zusammenfinden, die euch zugetragen werden. Das heißt aber zugleich, dass ihr euch mit viel Text anfreunden müsst, um alle Informationen aufzusaugen.

Aktiv statt passiv

Um nicht das Gefühl zu bekommen, in einem Text-Adventure festzustecken, versucht Vambrace: Cold Soul in mehreren Kapiteln einen Rollenspielanteil zu verbauen. Gerade in den rundenbasierten Kämpfen könnt ihr euch beweisen und die Abwechslung etwas auflockern. Je nach Zug dürft ihr entscheiden, ob ihr einen oder mehrere Gegner angreift, oder gar in Abwehrposition verharrt. Strategisch handeln solltet ihr dennoch, denn die Feinde sind nie zu unterschätzen.

Lasst während der gefährlichen Reise aber nie das Wohlbefinden oder die Motivation eurer Mitstreiter außer acht. Eine Ruhepause am Lagerfeuer oder ein stärkender Snack hält das Team bei Laune. Wer dennoch seine Fähigkeiten überschätzt, findet sich ferner in einer Krankenstation wieder, in der eure Recken neue Kräfte sammeln müssen. Einige Fehlversuche solltet ihr auch einplanen, wenn eure Ausrüstung und euer Inventar nicht den Gegebenheiten ständig angepasst werden. Stellt dafür Gegenstände und Rüstungen aus wertvollen Materialien her, die auf euren Reisen gesammelt wurden.

Technik

Die Grafik hat einen schönen Anime-Look, der mit interessanten Figuren ausgestaltet ist. Dies ist jedoch kein Zufall, denn das Spiel verbindet die wunderschönen handgefertigten Illustrationen des koreanischen Künstlers Minho Kim mit einer interessanten Erzählung des amerikanischen Schriftstellers und Spieledesigners T.L. Riven. Die Schauplätze wirken weniger detailliert, sind dafür jedoch in ihrer Düsternis sehr authentisch. Dies erschafft ein recht beklemmendes Gefühl, welches wiederum perfekt zur Geschichte passt, die so einige Wendungen bereithält. In den Dialogen werden uns die handgezeichneten Charaktere, die verschiedene Rassen vertreten, in deutlicher Präsenz dargeboten, da sie den halben Bildschirm einnehmen. Der komplette grafische Umbruch zeigt sich wiederum, wenn ihr mit Evelia von Haus zu Haus wandert, denn hier öffnet sich eine übersichtliche Vogelperspektive, die vor zugänglichen Bereichen noch einen entsprechenden Hinweis aufploppen lässt.

Der Sound macht es den grafischen Elementen gleich und hebt die düstere Atmosphäre hervor. Die Klangkulisse ist fordernd wie abwechslungsreich zugleich und bleibt immer dem Ohr angenehm gesonnen. Spieler die sich an Vambrace: Cold Soul wagen dürfen sich zudem auf eine gute englische Sprachausgabe freuen, die den deutschen Bildschirmtext begleitet.

Die Steuerung besinnt sich mit einer klaren Linie auf die Grundeigenschaften. Hauptsächlich wird über die Tastatur agiert, die die Bewegung der Protagonisten über die Pfeiltasten anweist und verschiedene Menüs über zugewiesene Tasten öffnet bzw. schließt. Die Maus darf optional für die Anwahl der Menüs genutzt werden, was vielleicht manchen Spielern eine angenehmere Orientierung ermöglicht. Die Konsolenportierungen bleiben selbstverständlich dem Controller treu, der ebenfalls die Befehle mit Leichtigkeit überträgt und das Spiel zu keiner Zeit verkompliziert.

Vambrace: Cold Soul braucht definitiv seine Einarbeitungszeit, bevor ihr in den 7 Kapiteln eure ganzen erlernten Skills bestmöglich einbringen könnt. Bis es soweit ist, dürft ihr euch aber an interessanten wie geheimnisvollen Charakteren erfreuen und noch mehr Text, der euch mit Informationen nur so flutet. Dank der guten Mischung aus Dialogen und rundenbasierten Kämpfen, hält der Rougelike-Titel aber die nötige Balance, um bis zum Ende bei Laune zu halten. Die flüssigen Bewegungs-Animationen gehen mit einer unkomplizierten Steuerung einher, der Sound und die englische Sprachausgabe zeichnen sich als weitere Pluspunkte aus.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Tolle düstere Atmosphäre
  • Schönes Charakter-Design
  • Gute und anspruchsvolle Genre-Mischung

thumbs-down-icon

Kontra
  • Sehr viel Text
  • Für Anfänger schwere Kost

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Spiel Bewertung
Singleplayer
72
72
-
Multiplayer

FAZIT

Vambrace: Cold Soul braucht definitiv seine Einarbeitungszeit, bevor ihr in den 7 Kapiteln eure ganzen erlernten Skills bestmöglich einbringen könnt. Bis es soweit ist, dürft ihr euch aber an interessanten wie geheimnisvollen Charakteren erfreuen und noch mehr Text, der euch mit Informationen und spannenden Wendungen nur so flutet. Dank der guten Mischung aus Dialogen und rundenbasierten Kämpfen, hält der Rougelike-Titel aber die nötige Balance, um bis zum Ende bei Laune zu halten. Die flüssigen Bewegungs-Animationen gehen mit einer unkomplizierten Steuerung einher, der Sound und die englische Sprachausgabe zeichnen sich als weitere Pluspunkte aus. Vambrace: Cold Soul wird vielleicht nicht jeden begeistern, anspruchsvolle Spieler werden aber ihre Freude an dem Titel haben.

- Von  Rena

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USK 12 PEGI 12

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