The Surge 2 (PS4) REVIEW

Zwei Jahre hat The Surge nun schon auf dem Buckel. Da wird es auch doch endlich mal Zeit für einen Nachfolger oder? Genau das dachte sich wohl auch Deck 13 und präsentiert uns nun den Nachfolger The Surge 2. Kann der zweite Teil nun genauso überzeugen wieder der überraschend gute erste Teil? Das und noch viel mehr erfahrt ihr wie immer in unserem Test.

Schnipp Schnapp Arme ab

Das Spiel beginnt an Bord eines Jets der das Ziel Jericho City ansteuert. Natürlich läuft auf dem Trip dahin einiges schief und schlussendlich stürzt das Flugzeug ab. Nach dieser Sequenz bleibt uns ein Moment um durchzuatmen und wir haben Zeit, unseren Charakter unseren Vorstellungen entsprechend anzupassen.

Ist auch diese Aufgabe geschafft, erwachen wir Monate später in einem Krankenbett. Doch wir befinden uns zu unserer Verwunderung nicht im reinen Krankenhaus, sondern in einem Gefängniskrankenhaus. Warum wir hier sind und wieso es in Jericho City zum Ausbruch einer Naniten-Seuche kam, versuchen wir im Laufe des Spieles herauszufinden. Was ist hier nur passiert?

Finish him!

Das Tutorial ist anwenderfreundlich und führt uns in gewohnte Gameplaymechaniken ein. Die Grundaufgabe ist klar! Wie im ersten Teil visieren wir unterschiedliche Körperteile der Gegner an, um diese dann mit Angriffen zu bearbeiten. Hat man ein bestimmtes Limit erreicht, kann man zur Fatality ansetzten. Hier wird in einem aufwendigen kurzen Zeitlupenclip genau gezeigt, wie sich das Körperteil von eurem Gegner verabschiedet.

Doch neben der unterhaltsamen Animation, hat dies in The Surge 2 auch noch einen tieferen Sinn. Sobald ihr den Arm, das Bein oder den Kopf vom Körper getrennt habt, könnt ihr diesen einsammeln und damit neue Waffen oder Rüstungen für euren Charakter freischalten. Dadurch erhält der Begriff Farmen eine ganz neue Bedeutung! Aber hier liegt gleichzeitig die größte Schwierigkeit in The Surge 2. Die Kämpfe sind sehr anspruchsvoll und wenn ihr nichts gegen zahllose Bildschirmtode habt und Fans der Dark Souls Reihe seid, werdet ihr diesen Titel lieben. Stellt man nun einen Vergleich der Schwierigkeitsgrade an, ist The Surge 2 um einiges einsteigerfreundlicher, braucht sich aber beim Herausforderungsgrad keinesfalls hinter seiner Konkurrenz verstecken.

Auch das Kontern, bzw. Abwehren funktioniert nicht mehr so einfach wie im Vorgänger. In The Surge 2 müsst ihr nun multidirektional kontern. Das bedeutet, dass ihr nicht nur die Abwehrtaste drücken müsst, sondern zum richtigen Zeitpunkt auch die entsprechende Richtung auf eurem Analogstick, sonst landet euer Charakter ganz schnell im Altmetall. Zusätzlich zum bekannten Nahkampf hat man im zweiten Teil nun auch die Hilfe von Drohnen. Diese bekommt man schon ziemlich am Anfang des Spiels und erleichtern so manche Situation. Als Bewaffnungen tragen sie Laser oder auch Granaten bei sich, was eine Erfassung des Gegners aus der Ferne ermöglicht. Gerade in den vereinzelten Bosskämpfen ist die neue Methode des Fernkampfes sehr erfrischend und hilfreich.

Sammelwütige sollten ebenfalls einen genaueren Blick auf The Surge 2 werfen. Es gibt unzählige Waffen und Rüstungen zu entdecken. Die Möglichkeit ganze Rüstungssets mit unterschiedlichen Boni freizuschalten, ist im zweiten Teil vorhanden. So könnt ihr Stunden mit dem Farmen oder Aufwerten eurer Ausrüstung verbringen, was eine Langzeitmotivation garantiert.

Ferner ist die Charakterentwicklung wieder mit an Bord und so kann man sich erneut Gedanken darüber machen, welche Mod man am besten in seinen Exo-Suit einbauen soll. Da die Steckplätze begrenzt sind, kommt hier eine weitere taktische Komponente von The Surge 2 zum Vorschein. Durch die zahlreichen unterschiedlichen Mods, verändert sich auch das Spielgefühl und kein Spieldurchgang gleicht dem anderen.

Neben einer Vielzahl von Ausrüstungsgegenständen, erhalten Spieler mit The Surge 2 auch viele neue NPCs mit dazugehörigen Quests. Diese sind nicht durch Ausrufezeichen oder ähnliches gekennzeichnet, sondern stehen einfach in der Welt rum und warten darauf von euch angesprochen zu werden. Solltet ihr einen dieser NPCs übersehen, schafft ihr es vielleicht bei einem erneuten Durchgang seine Aufgabe zu erfüllen. Die Nebenaufgaben sind eher einfach gestrickt, wissen aber zu unterhalten und bieten neben der Hauptstory eine gute Abwechslung.

Auch einen Online-Modus hat The Surge 2 zu bieten und dieser erinnert sehr stark an den Multiplayer Part von Dark Souls. Man findet Graffitos von anderen Spielern, kann sich gegenseitig bewerten, selbst Hinweise in der Spielwelt hinterlassen oder aber auch von anderen Spielern angegriffen werden. Dies fügt sich flüssig in das Hauptspiel ein und erweitert die Spielerfahrung. Es macht Spaß in der Spielwelt die verschiedensten Nachrichten anderer Spieler zu lesen. Auch die Möglichkeit jederzeit von feindlichen Spielern angegriffen werden zu können, erhöht den Nervenkitzel zusätzlich. Einen reinen Multiplayer-Part gibt es aber nicht, daher lassen wir dort die Bewertung außen vor.

Abwechslungsreiche Spielwelt & angenehmer Soundtrack

Die Grafik von The Surge 2 ist solide. Die unterschiedlichen Bereiche und Level sind abwechslungsreich und bieten stimmungsvolle Beleuchtung. Auch die zahlreichen NPCs sind gut platziert und lassen den Spieler noch tiefer in die Story rund um Jericho City eintauchen. Schaut man hier und da aber einmal genauer hin, kann man schon einige Texturen erkennen die Unschärfe aufzeigen. Auch das Nachladen einzelner Gegenstände oder Umgebungen ist leider an der Tagesordnung. Leider hat das Spiel an manchen Stellen mit Frameeinbrüchen zu kämpfen und ungewollt entstehen hier und da Zeitlupenmomente.

Ferner lässt die KI in einigen Situationen zu wünschen übrig und so reagieren diese manchmal nicht auf Beschuss oder laufen gegen Wände oder andere Gegenstände. Dies stört den Spielfluss und hätte einfach nicht sein müssen.

Der Soundtrack ist angenehm und passt sich an die Unterschiedlichen Situationen sehr gut an. Auch die Waffensounds können begeistern und man hat immer das Gefühl, sehr wuchtige Waffen zu tragen. Leider ist der Hauptcharakter ungewohnt stumm und daher in den zahlreichen Zwischensequenzen nicht zu hören. Das wirkt komisch, denn im ersten Teil hat der Protagonist bereits mit den unterschiedlichen NPCs kommuniziert. Da stellt man sich an dieser Stelle die Frage, wieso dies nicht im Nachfolger ebenfalls übernommen wurde.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • innovatives Kampfsystem
  • fordernde Kämpfe
  • zahlreiche Rüstungen & Waffen
  • fesselnde Story

thumbs-down-icon

Kontra
  • teilweise KI-Aussetzer
  • kleinere Frameeinbrüche

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Spiel Bewertung
Singleplayer
85
85
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Mit The Surge 2 machen die Entwickler vieles besser. Das Kampfsystem ist gewohnt flüssig und es macht Spaß den Gegnern die Waffen- und Rüstungsteile stylisch abzuschlagen. Auch die Story ist solide und kann gerade zum Ende hin mit spannenden Höhepunkten punkten. Neben ein paar grafischen Schwächen handelt es sich bei The Surge 2 um einen soliden Nachfolger, denn wir ohne Bedenken empfehlen können. Gerade Dark Souls Fans sollten sich diesen Titel nicht entgehen lassen.

- Von  Timo

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

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