The Last Story REVIEW

Lange dauerte es, bis die Rollenspiele auf der Wii Anklang fanden. Doch jene Games, die seinerzeit auf der Heimkonsole von Nintendo platziert wurden, hinterließen Spuren im Gedächtnis der Spieler. Einer dieser besagten Titel war The Last Story, welches erst gar nicht den Weg nach Europa finden sollte. Doch glücklicherweise kamen wir doch noch in den Genuss des JRPG, welches als Vorbild die Final Fantasy Saga nahm. Und wie es sich gehört bietet jedes Rollenspiel mit Tiefe, eine ganz besondere Geschichte, in der wieder ein Held geboren wird, der eher unfreiwillig als Weltenretter fungiert.

Ihr übernehmt in The Last Story die Rolle des Zael, einem Söldner, der zusammen mit seinen Gefährten durch gefährliche Aufträge sein Lebensunterhalt bestreitet. Das Dasein eines Ritters ist sein größter Traum, der jedoch in weiter Ferne liegt. Und so stürzt sich Zael in Abenteuer, bis die Situation ausartet und er sich an einem Punkt seines Lebens wiederfindet, den er längst verdrängt hatte. In größter Not und dem Tod eines Gefährten, ereilt ihm eine seltsame Macht, die ihm fortan begleitet. Doch diese Macht scheint mehr zu sein und so trachtet ein Edelmann nach seiner Gunst, mit dem Versprechen, ihm zum Ritter zu schlagen, wenn sich Zael in seine Dienste stellt.

 

Auf den Spuren von Final Fantasy

 

Das eigentlich Abenteuer beginnt natürlich schon an einem früheren Punkt, in dem ihr nicht nur mit eurer Kraft vertraut werdet, sondern auch die Grundlagen eines guten Kampfes erlernt. Schlägen verteilt euer Hauptprotagonist dabei von selbst, sofern ihm im Kampfgebiet ein Gegner zu Nahe kommt. Dies ist zwar Anfangs recht ungewöhnlich, erweist sich aber sehr schnell als durchaus praktisch. Statt immer eine Taste zu drücken, könnt ihr euch gleich um taktische Angriffe kümmern, denn das Spiel ist eine Mischung aus Echtzeit und Strategie.

Mit aufsteigenden Level erlernt ihr und eure Kameraden immer neue und stärkere Angriffe, die ihr gezielt verwenden könnt. Diese bieten gerade bei Bossgegnern einige Vorteile, denn diese lassen sich nicht mit wenigen Schwerthieben abspeisen. So müsst ihr im Kampf gegen eine Riesenspinne, den Fokus auf die Magie setzen, die hauptsächlich von Gruppenmitgliedern verwendet wird. Das heißt für euch, den tapferen Recken immer den Rücken freihalten, denn die Spinne trachtet nicht nur nach eurem Leben. Vernachlässigt ihr den Schutz der Mitstreiter, spinnt die Bestie eure Gefährten in einem Netz ein, dessen Befreiung euch auferlegt ist. Ein kleines Zeitfenster macht die Angelegenheit zur reinsten Qual eure Freunde rechtzeitig zu befreien, bevor die Spinne sie verspeist.

Mit Wandsprüngen, Kraftschlägen, Sturmattacken, oder Geschwindigkeitszunahme ist es aber auch nicht immer getan, sodass ihr gelegentlich auf eure geliebt Armbrust zurückgreifen müsst. Diese ist aber nicht nur eine Waffen, sondern kann auch zur Belustigung sorgen, wenn ihr mit Scherzbananen auf Passanten feuert. Alleine gelassen werdet ihr aber nicht in der Defensive, denn auch einige Mitstreiter tragen eine Armbrust mit sich herum. Dank dem Besitz von Schlafpfeile oder anderen praktischen Geschossen, werden sie euch ebenso den Rücken freihalten.

Neben dem Aufstufen des Charakters, könnt ihr euch aber auch mit den richtigen Utensilien für den Kampf wappnen. Selbstverständlich ist die richtige Ausrüstung für euch und eure Kameraden relativ wichtig. Bei den ansässigen Händlern dürft ihr euch mit jedwede Körperpanzer ausstatten, Utensilien sowie Waffen ankaufen und selbige natürlich wieder verkaufen. Aber auch besiegte Gegner werfen gelegentlich starke Items ab, mit denen ihr sogleich eure Heldenrunde ausstatten dürft. Um die getragenen Waffen und Rüstungen zu verstärken, hilft euch der Schmid gegen ein kleines Entgelt und der Zugabe von Utensilien, die euch anfänglich als unnütz erscheinen.

Während sich die Lage zuspitzt, dürft ihr auch andere Figuren aus dem Heldenteam steuern. Setzt ihr mehr auf Taktik, wird es euch ermöglicht, die Spielzüge aller gerade im Team befindlichen Charakter festzulegen und so über passive und aktive Rollen zu entscheiden. Verliert ihr einmal bei den unzähligen Attacken und Befehlen die Übersicht, könnt ihr im Menü alles nachlesen. Dort stattet ihr auch eure Spielhelden mit neuen Waffen und Rüstungen aus und könnt ihren Status begutachten.

Doch das Spiel lebt nicht nur von der spannenden Hauptstory, die mit viel Action, Romantik und Drama gepaart ist. Besondere Feinheiten bieten die Charaktere rund um die fiktive Welt des JRPGs. Die Mimik und Gestik lassen euch jede Minute des Spieles genießen und immer tiefer ins Geschehen eintauchen, sodass ihr jede Nebenquest erleben wollt. Nichtsdestotrotz umfasst The Last Story gerade einmal 30 Stunden Spielspaß, was für das Genre doch recht ungewöhnlich ist, aber nicht zwangsweise zu knapp ausfällt. Damit es euch aufgrund der nicht sonderlich üppigen Spielzeit zu schnell langweilig wird, bietet The Last Story noch einen Online Modus, indem ihr Vs. – Bosskämpfe, oder Coop Matches bestreiten dürft. Mit diesem Anschneiden einige technischen Facetten, wollen wir sogleich zur Grafik, Steuerung und dem Sound übergehen.

 

Technik

 

Sicherlich ist nicht nur die liebevoll erzählte Story das einzige Highlight des Spieles, nein, gerade wenn man sich die grafische Raffinesse anschaut, kommt man ins Grübeln, ob wirklich die Wii von Nintendo die verwendete Konsole ist. Es ist optisch eines der besten Games auf der inzwischen veralteten Heim-Konsole. Leider hat diese Ausreizung einen kleinen unangenehmen Nebeneffekt, denn oftmals kommt es zu Rücklern, die sich gerade in den Videosequenzen bemerkbar machen. Doch abseits von den kleinen technischen Problemen, bietet das Spiel viele andere Faktoren, die von mir als wichtiger empfunden werden. Im Spiel will ich beispielsweise einfach mit jeder Person reden, jeden Winkel erkunden, dabei die Dialoge gespannt verfolgen und beobachten, wie schön die Charaktere miteinander agieren. Nach einigen Spielstunden fühlt man sich mittendrin und möchte, dass das Abenteuer nicht mehr endet.

Der Sound ist passend zur Atmosphäre gewählt und wertet das Spiel weiter auf. Mit eine englischen Sprachausgabe, bei der man gerne lauscht und gelegentlich vergisst, die deutschen Untertitel mitzulesen, setzt das Spiel in Richtung Perfektion an. Natürlich wäre eine deutsche Sprachausgabe wünschenswert gewesen, die die Augen dem Bildschirmtext entziehen.

Die Steuerung bedarf eurer Entscheidung. Ihr könnt via Classic Controller zocken, oder alles per Remote und Nunchuck steuern. Die Steuerung ist dabei gut und praktisch gelegt, sodass ihr schnell den richtigen Befehl ausführen könnt. Nachteile werdet ihr keine erleben, was den Echtzeit-Schlachten zugute kommt.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
95
90
Super
85
Multiplayer

FAZIT

Für mich als RPG Fan ist The Last Story wunderschön, atemberaubend und ein Spiel, das man mehrfach erleben muss. Leider hat es das JRPG dank Bildrucklern und nur 30Stunden Spielzeit (inkl. Nebenquest) nicht zur Perfektion gebracht. Nichtsdestotrotz muss der Titel mit einer besonderen Wertung hervorgehoben werden, denn er bietet einen unverwechselbaren Charme, der viele andere Genre-Vertreter überrollt. Und selbst auf der Wii U macht The Last Story noch einen optisch hochwertigen Eindruck, sodass der Titel auch jetzt noch eine klare Kaufempfehlung bekommt.

- Von  Rena

Nintendo Wii

The Last Story REVIEW

USK 16 PEGI 16

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