Sniper: Ghost Warrior Contracts REVIEW

Vor zwei Jahren kam mit Sniper: Ghost Warrior 3 der letzte der Teil der Sniper-Spielereihe auf den Markt. Damals konnte das Spiel eher mit einem mittelmäßigen Eindruck überzeugen. Nun zwei Jahre später erscheint der nächste Teil der bekannten Franchise. Mit Sniper: Ghost Warrior Contracts versuchen die Entwickler von CI Games nun aus der Mittelmäßigkeit zu verschwinden und einen überzeugenden Action-Titel abzuliefern. Funktioniert dies auch in der Realität und handelt es sich hierbei nur um einen Wunschtraum? Das und noch viel mehr wie immer in unserem ausführlichen Test zu Sniper: Ghost Warrior Contracts.

Eine eher unspektakuläre Story

Alles beginnt mit der Befreiung Sibiriens. Das Volk wurde jahrelang unterjocht und klein gehalten. Nun hat sich ein heldenhafter Unbekannter erhoben und das Volk von seinen Ketten befreit. Die Freude ist groß und die Menschen blicken einer erfolgreichen Zukunft entgegen. Doch es ist nicht alles Gold was glänzt!

Nach kurzer Zeit entpuppt sich der goldene Retter als noch schlimmerer Tyrann und fängt wieder damit an. die Menschen in Sibirien zu unterdrücken. Unser großer Auftritt naht und ein unbekannter Auftraggeber schickt uns als Sniper auf die Mission, das Land vor seinem Unterdrücker zu befreien.

Die Aufgabe ist einfach. Wir als Sniper sollen diesem Tyrannen das Handwerk legen und seine Gefolgsleute gleich mit ausschalten. Unter diesen Komplizen befinden sich einige sehr dunkle Gestalten und somit wird es einfach sein ihnen das Lebenslicht auszublasen. Zusätzlich dazu müssen wir noch Beweise sicherstellen und verhindern, dass die bösen Jungs Biowaffen einsetzten können. Viel zu tun für einen einfachen Sniper!

Umfang überschaubarer als im Vorgänger

Die komplette Story wird in mehr als 20 Missionen erzählt. Wer nun glaubt, dies würde alles wieder in einer langweiligen Open-World-Umgebung stattfinden, der irrt sich. Dies ist wohl die offensichtlichste Änderung in Sniper: Ghost Warrior Contracts. Die Entwickler haben das Spiel nun auf 5 weitläufige Sandbox-Level aufgeteilt in denen es mehrere Missionsziele zu erfüllen gilt. Wir besuchen daher abwechslungsreiche Ort wie beispielsweise einen Hafen oder die verschneiten Wälder Sibiriens.

Neben der vielfältigen Spieleumgebung hat Sniper: Ghost Warrior Contracts ein ansehnliches Arsenal zu bieten, welches zum Experimentieren einlädt. So seid ihr nicht nur auf euer Scharfschützengewehr angewiesen, sondern könnt auch auf Pistolen, Maschinengewehre und Granaten zurückgreifen. Minen können ebenfalls im Spielverlauf genutzt werden. Um beispielsweise an zusätzliche Informationen zu gelangen wird es ermöglicht, mit dem Messer bewaffnet auf Gegnersuche zu gehen, um diese mit Androhung von Gewalt zu befragen. Dadurch erfährt man als Spieler so manches interessante Geheimnis und kann die Spielumgebung zu seinem Vorteil nutzen.

Neben einem wirklich sehr umfangreichen Arsenal darf man auch auf eine hochtechnisierte Maske in Sniper: Ghost Warrior Contracts zurückgreifen. Diese gibt euch die Möglichkeit, allerhand Sachen im Spiel zu markieren oder interessante Orte in der Spielumgebung hervorzuheben. Ferner ist ein Fernglas in die Hightech-Maske eingebaut.

Durch erfolgreich abgeschlossene Aufträge können wir uns ein kleines Taschengeld verdienen und erhalten zusätzlich Erfahrungspunkte gutgeschrieben. Mit diesen zusätzlichen Errungenschaften können wir neue Gadgets freischalten und erhalten im Spielverlauf weitere Fähigkeiten, die uns den Spielfortschritt erleichtern. Dadurch erhöht sich der Wiederspielwert enorm, da durch oftmaliges durchspielen der verschiedenen Abschnitte immer wieder zusätzliche Erfahrung und Geld auf das virtuelle Konto fließen. Auch die unterschiedliche Herangehensweise erlaubt es euch die zahlreichen Missionen immer wieder neu zu erleben.

Leider sind die Gegner im Spiel nicht sehr hell und so hat man mit zahlreichen KI-Aussetzern zu kämpfen. Oft werden wir nicht wahrgenommen und die Kontrahenten melden erst einen Eindringling, wenn wir ihnen direkt vor der Nase stehen. Andererseits verhält sich die KI sehr aggressiv sobald leblose Körper gefunden werden. Ab diesem Zeitpunkt sind sie alarmiert und ihre Schüsse treffen mit einer Wahrscheinlichkeit von 99,9 %. Hier hätten wir uns eine klare Linie gewünscht und ein gleichbleibendes Level an Intelligenz.

Dagegen sehr nah an der Realität ist das Handling des Scharfschützengewehres ausgefallen. Sobald man einige Gegner auf der Karte markiert hat, erhält man von dem Spiel die Information, wie weit der Kontrahent entfernt steht. Ab diesem Zeitpunkt gilt es dann, mithilfe der Schwerkraft und der Windgeschwindigkeit die optimale Flugbahn zu berechnen. Sobald sich der Gegner dann auch noch bewegt, gehört schon sehr viel Können dazu einen Volltreffer zu landen. Habt ihr es dennoch geschafft, belohnt euch das Spiel mit der passenden Bullet-Cam. Trifft die Kugel beim Ziel ein, spritzt eine Unmenge an Blut. Ab und zu verabschiedet sich sogar der Kopf des Gegners komplett vom Körper, was die entsprechende Altersfreigabe des Spiels rechtfertigt.

Eine X-Ray Funktion suchen wir in Sniper: Ghost Warrior Contracts leider vergeblich. Gerade diese Art der Bullet-Cam hätte bei diesem Titel sehr viel zur Atmosphäre beigetragen.

Technisch eher Durchschnitt

Gameplaytechnisch kann Sniper: Ghost Warrior Contracts überzeugen, wenngleich es einige KI-Aussetzer gibt. Auch das realistische Handling des Gewehres konnte uns begeistern. Leider lässt an manchen Stellen die Steuerung zu wünschen übrig und so macht das virtuelle Alter Ego nicht immer das, was man gerade von ihm verlangt. Leider stört das den Spielfluss und holte uns zu oft aus der sonst spannenden Atmosphäre.

Grafisch hingegen fällt Sniper: Ghost Warrior Contracts eher durch. Überall wo man hinblickt sieht man matschige und unscharfe Texturen. Das trübt die Atmosphäre schon sehr und auch die fehlende 4K-Auflösung, sowie der nicht vorhandene HDR-Modus, fallen sehr schnell auf. Für die aktuelle Konsolengeneration, die sich langsam zum Ende neigt, sollten diese beiden Grafikoptionen Standard sein.

Etwas weniger negativ fallen die unterschiedlichen Witterungsbedingen im Spiel auf. Gerade Licht und Schatten können an manchen Stellen wirklich überzeugen.

Die Waffensounds wirken sehr realistisch und beim Soundtrack kann man auch nicht meckern. Dieser trägt in manchen Situationen passend zur Atmosphäre bei und konnte im Test überzeugen. Ebenfalls merkt man hier, dass sich die Entwickler Mühe gegeben haben. Leider wurde dafür an anderen wichtigen Stellen eher weniger hingeschaut und das merkt man gerade in der grafischen Präsentation. Da kann eine noch so spannende und gute Soundkulisse nicht ablenken und Fehler genügend ausgleichen.

Leider war der Multiplayer-Modus nicht spielbar. Dieser soll noch im Dezember als kostenloses Update nachgereicht werden. Daher konnten wir diesen zum Zeitpunkt des Tests nicht für euch ausprobieren und entsprechend bewerten.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • realistische Scharfschützenerfahrung
  • umfangreiches Arsenal
  • verschiedene Wege führen zum Ziel

thumbs-down-icon

Kontra
  • Grafik nicht mehr aktuell
  • nebensächliche Story
  • KI-Aussetzer

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Spiel Bewertung
Singleplayer
65
65
-
Multiplayer

FAZIT

Zusammenfassend handelt es sich bei Sniper: Ghost Warrior Contracts um einen soliden Action-Titel. Hätten die Entwickler mehr Augenmerk auf eine fesselnde Story und eine überzeugende Grafik gelegt, hätten man mit diesem Teil endlich den Sprung aus der Mittelmäßigkeit geschafft. So erhält man nur einen weiteren Sniper Titel, der nur für einige Stunden begeistern kann aber nicht wirklich beeindruckt um den Spieler länger an den Bildschirm zu fesseln. Vielleicht schafft man es beim nächsten Titel die Spielereihe auf ein neues Level zu heben. Viel Luft nach oben wäre in jedem Fall vorhanden!

- Von  Timo

Playstation 4
Xbox One
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