No More Heroes REVIEW

Fast die gesamte Lebensdauer war die Wii von Nintendo als Kinderkonsole verschrien. Und dies nicht ganz grundlos, denn die meisten Spiele der Konsole waren tatsächlich einem jüngeren Publikum gewidmet. Dabei tanzten aber einige wenige Spiele aus der Reihe, die den deutlich erwachsenen CoreGamer ansprechen sollen. Eines dieser Schmuckstücke ist No more Heros, dessen Hauptprotagonist ein Auftragskiller ist, der mit einem Laserschwert bewaffnet sich fiesen Gegnern annimmt. Zudem ist Trevis, wie sich der gute Mann nennt, mit einigen Tricks ausgestattet und kennt sich gar im Wrestling aus. Genug Möglichkeiten, um daraus ein absurdes wie auch gutes Spiel zu machen, hinter dessen die Brandmarkung von Suda 51 steckt.

 

Laser statt Lichtschwert

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Aber erst einmal auf Anfang zurück…Denn nur kurze Zeit vergeht, bis euer erster Auftrag wartet und um Erfüllung bittet. Dementsprechend verlasst ihr eure Wohnung, geht die Treppe herunter und werdet auch schon in den ersten Kampf verwickelt. Gekonnt führt ihr nun ein Duell, dessen Sieg für euren Protagonisten Trevis das Überleben sichert. Aufgrund der speziellen Steuerung, die euer Laserschwert benötigt, ist es jedoch fraglich, ob gleich euer Debüt siegreich sein wird. Doch ist der Gegner am Ende, dürft ihr mit einer gekonnten Bewegung dem ein Ende setzen und weiter euren Aufgaben nachkommen. Jedoch wird schon jetzt klar, warum die Altersfreigabe aus 18 Jahren festgesetzt wurde, denn euer Antiheld ist alles andere als zimperlich.

Und ohne lange Pause, geht es dem zweiten Auftrag entgegen, der sich sogleich in seinen Forderungen steigert, denn No More Heroes ist alles andere als ein leichtes Spiel und wird einige Geduld und vor allem vermehrte Versuche von euch fordern. Also verlasst ihr abermals eure Wohnung und setzt euch auf euer cooles Motorrad, welches euch quer durch die offene Welt führt. Selbstverständlich müsst ihr euch auch nicht strickt an die Aufträge halten, sondern könnt die eigenwillige Kulisse in aller Ruhe eurem Auge vorstellen. Natürlich darf Trevis auch ohne Bike die Areale abgehen und die skurrile Welt erkunden.

Lüstert es euch nach dem nächsten Auftragsmord, müsst ihr nur den markierten Punkt auf eurer kleinen Karte folgen. Zumeist findet ihr euch gut bewaffnet in einer Art Lagerhalle wieder, die mit bösen Gestalten bevölkert ist, die wiederum euer Ableben beschleunigen möchten. Mithilfe eures Laserschwertes könnt ihr euch nun durch die Massen an Gesindel kämpfen und ein wahres Hack n’ Slay erleben. Um besser und ohne größere Blessuren voranzukommen, können zu bestimmten Zeiten sogar Spezial-Moves ausgeführt werden, die Gegner enthaupten oder gar spalten. Um so einen Move heraufzubeschwören, müsst ihr die Remote und den Nunchuck in die vorgegebene Richtung bewegen, was einem Quick-Time-Event gleicht.

 

Taten mit Tücken

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Doch Vorsicht, das so mächtige Schwert hat auch seine Schwächen, denn die Energie des Lasers ist nur begrenzt. Wenn der Energiestrahl plötzlich erblasst, stellt die Waffe keine große Gefahr mehr für eure Gegner dar, was sie erbittert ausnutzen werden. Für euch heißt dies, eine Deckung aufsuchen und die Wunderwaffe wieder aufladen. Um dies so schnell wie möglich zu vollziehen, greift abermals die Bewegungssteuerung, die euch ein kräftig aber manchmal auch Nerv raubendes Schütteln abverlangt. Zumeist habt ihr auch gar keine wirkliche Zeit, in eurer Deckung zu verharren und so müsst ihr das Schwert in mehreren Intervallen aufladen. Ist das Laserschwert wieder mit Energie versorgt, erklingt ein Ton und die Schlacht kann ungehindert weitergehen.

Es erwarten euch inmitten des skurrilen Abenteuers zehn Hauptmissionen, in denen ihr jeweils eine Person zur Strecke bringen sollt. Ferner bewandert ihr beispielsweise eine Villa, ein Baseballstadion oder ein Filmstudio und macht die Oberschurken ausfindig. Doch stellen sind teilweise recht knackige Gesellen vor, die ihre ganz eigenen Tricks und fiesen Angriffe auf Lager haben. Und trotz ausgeklügelter Taktik, guter Waffe und tollen Wrestling-Moves, schafft ihr es selten auf Anhieb, Herr über die verzwickte Lage zu werden. Wenn ihr die Künste der Gegner aber ausspäht und eine eigene Mechanik entwickelt, sollte es nach einigen Fehlversuchen mit dem Sieg klappen.

Abseits der bockschweren Schurken könnt ihr euch auch an Nebenquests austoben und euch somit noch ein paar Scheinchen verdienen, die ihr wiederum in Kleidung oder Wrestling-Videos investieren dürft. Dort geht es auch definitiv friedfertiger zu und ihr müsst nicht ständiger Begleiter der Verzweiflung werden. Denn so sollt ihr zum Beispiel Kokosnüsse pflücken, die gegenüber dem kompletten Spiel einen Umbruch des Genres darstellen, dennoch aber sehr unterhaltsam eingebracht sind. Darüber hinaus punktet auch die Idee, wie in No More Heroes der Spielstand gesichert wird, denn dazu begeht Travis die Toilette.

 

Visuell mit Wums

Die Grafik geht bei No More Heros einen ganz eigenwilligen Stil nach, der direkt auf Suda 51 deuten lässt, ohne dies bestätigt zu bekommen. Die Optik ist weder an der Realität angesiedelt, noch gleicht sie einer comichaften Darstellung, die man auch als Cel-Shading bezeichnet. Irgendwie ist es eine Mischung aus beiden Elementen, die einen ganz eigenen Stil schaffen, der versteht zu begeistern. Dadurch wirken die Szenen mit Gewaltauswirkungen aber auch weniger ernst und zeigen eher die gewünschte Satire. Gleichzeitig bietet der Titel aber noch einen großen Kontrast und bringt Retro Inhalte in Bilderform mit ein.

Weniger Kontroverse gibt es bei der Akustik. Der Sound ist genau richtig gewählt worden und gibt einen Ansporn zum Spielgeschehen bei. Somit werden verhängnisvolle Situationen bestmöglich untermalt und passend zur Optik ausgestaltet. Zudem spielt der Titel ebenso in der Akustik mit verschiedenen Elementen aus Moderne und Vergangenheit. Dennoch ist der Sound überwiegend gut und passt dadurch perfekt zu diesem doch sehr ungewöhnlichen Spiel.

Nicht zu vergessen bleibt die Steuerung, die hier auf Remote und Nunchuck zurückgreift. Gerade die Schwertkämpfe gestalten sich spannend und mit viel Eigeninitiative. Ist die Laserkraft eures Schwertes aufgebraucht, könnt im mit Schütteln dank Remote die Waffe wieder zu voller Kraft verhelfen. Allgemein arbeitet No Nore Heros aber mit vielen Quick-Time-Events, die nacheinander abverlangt werden und nicht wenig fordern. Lediglich einen Knopf zu drücken reicht diesem Spiel bei Weitem nicht aus und so werden eure Reflexe und eure Auffassungsgabe komplett gefordert. Gelegentlich kann dies aber auch eure Geduld in Beschlag nehmen, da anteilsmäßig doch sehr übertrieben wird.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
87
87
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

No More Heros ist ein durchaus gelungenes Spiel, was sicher nicht jeden ansprechen wird. Jedoch versteht es, endlich einmal erwachsene Spieler zu begeistern, dessen Wii bzw. Wii U schon lange eingestaubt ist. Und auch wenn die Brutalität etwas zu übertrieben ist, schmälert die eigenwillige Optik diesen Effekt wieder. Und das Leben von Trevis bietet einiges mehr, wie Fahrten auf dem Motorrad oder einige Nebenaufgaben, die genau so verrückt sind, wie das gesamte Setting. Nur die Schwierigkeit einiger Auftragsmorde stellt sich als Geduldsprobe dar und könnte Neueinsteiger dementsprechend überfordern. Nichtsdestotrotz ist No More Heros ein gelungenes Spiel, das sich fernab vom Massenmarkt beweisen kann.

- Von  Rena

Nintendo Wii

No More Heroes REVIEW

USK 18 PEGI 18

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