Blacksad: Under the Skin REVIEW

Mit Blacksad: Under the Skin melden sich die Runaway-Macher wieder zurück. Pendulo Studios möchte aber mit dem neusten Titel andere Wege gehen und legt den Fokus auf eine interessant erzählte Story. Kann man mit Blacksad: Under the Skin trotzdem an alte Adventure-Erfolge anknüpfen oder geht der Schuss nach hinten los? Das und noch viel mehr erfahrt ihr hier bei uns im Test.

Die 50er waren tierisch gut

In Blacksad: Under the Skin befinden wir uns in den 50er Jahren in New York. Der 2. Weltkrieg ist nun schon ein paar Jahre her und der Privatdetektiv Blacksad betreibt ein eher nicht so lukratives Geschäft mit seiner eigenen Detektei. Die Bezahlung ist mehr schlecht als recht und über zu viel Auslastung kann sich unser Held der Geschichte auch nicht beklagen.

Wenn man Blacksad beschreiben müsste, könnte man sagen, er entspricht genau den Vorstellungen eines Privatdetektivs aus den 50er Jahren. Langer Mantel, rauchige Stimme und immer für eine Prügelei zu haben.

Das Erste was dem Spieler aber auffallen wird ist nicht die tolle musikalische Untermalung, sondern die Tatsache, dass alle Darsteller in diesem Spiel Tiere mit menschlichen Eigenschaften sind. Unser Held ist ein schwarzer Kater und der erste Fall zu dem wir gerufen werden handelt von einem Luchs, der angeblich Selbstmord begangen haben soll. Eine wirklich interessante Art eine Detektivgeschichte zu erzählen.

Wie bereits erwähnt, müssen wir bei unserem ersten Fall einen Selbstmord aufklären. Oder war es sogar Mord? Wir erhalten diesen Auftrag von einer sehr eleganten Dame namens Sonia Dunn. Diese kommt völlig aufgelöst in unser Büro gestürmt und erzählt uns ihre Leidensgeschichte. Sie ist die Tochter des verstorbenen Box-Club Besitzers und nach dem angeblichen Selbstmord ist auch noch das beste Pferd im Stall Bobby Yale verschwunden.

Das Dilemma ist, dass Bobby in ein paar Tagen einen wichtigen Kampf absolvieren muss, bei dem es um sehr viel Bares geht. Sollte dieser Kampf nicht stattfinden, muss der Box-Club von Sonias Vater schließen und das wäre das Ende seines Vermächtnisses. Natürlich nehmen wir als braver sowie gewissenhafter Detektiv den Fall an und starten damit das Abenteuer in Blacksad: Under the Skin.

Viel Geschichte, wenig Rätsel

Gleich vorweg, eure Entscheidungen im Spiel beeinflussen die Geschichte merklich. Bei unserem ersten Fall können wir bereits entscheiden, ob wir mehr Wert auf die Bezahlung oder die Probleme der jungen Frau legen. Auch die Konfrontation kurz vor dem Besuch von Frau Dunn hat Einfluss auf den weiteren Verlauf der Geschichte. So können wir uns entscheiden, ob wir die Bestechung eines untreuen Nashorns annehmen oder wir lieber auf das Geld verzichten und seiner Frau die Wahrheit sagen.

Wie in den bekannten Telltale Spielen werden alle Entscheidungen in eurem Notizbuch festgehalten. So habt ihr jederzeit einen Überblick auf welchem Pfad ihr euch befindet. Durch die sich ändernden Situationen, gibt es auch einige unterschiedliche Enden, die auf den Spieler warten. So macht es gleich noch mehr Spaß, Blacksad: Under the Skin noch ein weiteres mal durchzuspielen.

Auch die Änderungen die die Pendulo Studios vorgenommen haben, werden sehr schnell im Spielverlauf spürbar. Das typische Point-n-Click-Feeling will einfach nicht aufkommen. Dies ist aber gewollt, denn in Blacksad: Under the Skin geht es viel mehr um die Story als um das bekannte rätseln und kombinieren. Man geht den Weg der bekannten Telltale Spiele und bietet den Spielern eher einen interaktiven Film, als ein Oldschool-Adventure. Natürlich wird das die alten Hasen abschrecken, aber ebenfalls viele neue Fans gewinnen. Uns persönlich hat die Art und Weise wie das Spiel Rätsel und Geschichte miteinander kombiniert sehr gut gefallen und durch die sich ändernden Gegebenheiten, was die Entscheidungen angeht, wirkt jeder Durchgang frisch und spannend.

Doch ganz wollte der Entwickler dann wohl doch nicht auf das Adventure-Feeling verzichten und so findet man viele bekannte Gameplayelemente aus bekannten Klassikern in Blacksad: Under the Skin. Beispielsweise bleibt es euch nicht erspart, dass ihr alle Orte sehr genau absuchen müsst, um nicht einen wichtigen Hinweis zu verpassen. So ist es unter anderem eure Aufgabe Indizien zu finden, Beweisstücke mit Zeugenaussagen zu kombinieren oder habt die Möglichkeit, euren Sammelwahn in Form von 100 verschiedenen Klebebildern zu befriedigen. Die Beweisführung ist an die Sherlock Holmes Spiele angelehnt. Ihr verbindet in euren Gedanken verschiedene Aussagen und Beweise und Blacksad wird daraufhin Schlussfolgerungen ziehen, die euch im Spielverlauf weiter voranbringen.

Neben dieser Möglichkeit gibt es auch vereinzelte Quick-Time-Events, die es zu absolvieren gilt. So müsst ihr in einigen Schlägereien die Oberhand behalten oder versuchen wichtige Protagonisten vor dem virtuellen Tod zu bewahren. Schafft ihr das Quick-Time-Event nicht, kann es sein, dass einige Charaktere im Spiel unwiederbringlich sterben und auch das hat Einfluss auf die Geschichte von Blacksad: Under the Skin.

Neben Tieren auch kleine Bugs vorhanden

Viele Spieler freuen sich, wenn die Steuerung in Spielen direkt reagiert. In Blacksad: Under the Skin ist das aber leider nicht sehr von Vorteil und so kann es passieren, dass in einem wichtigen Quick-Time-Event auf einmal der Stick in eine andere Richtung schlägt als eigentlich gewollt. Die Steuerung ist so sensibel, dass es uns beim Testen nicht gewundert hätte, wenn wir nur durch das bloße anschauen der Tasten Aktionen ausgeführt hätten. Natürlich könnte man die Sensibilität runterschrauben, aber hier besteht dann leider die Gefahr, dass manche Befehle vom System zu spät erkannt werden. Ein Teufelskreis!

Dazu kommen noch einige Fehler im Spiel, die uns ein paar Hotspots einfach nicht anklicken lassen. Hierzu muss dann ein Neustart des Spieles vollzogen werden. Dies störte uns bei der Anspiel-Session genauso und trübte ein wenig die sonst gelungene Stimmung, die grafisch in bester Manier abgerundet wurde.

Der Soundtrack zeigt sich wie die deutsche Synchronisation von seiner besten Seite. Tolle Stücke und passende Klänge kommen aus den Boxen. Man fühlt sich direkt zurückversetzt und alles zusammen baut eine unglaubliche Atmosphäre auf. Hier kann Blacksad: Under the Skin wirklich punkten und macht dieses Spiel zu einem wirklich tollen Erlebnis für alle Adventure-Fans.

Dennoch hat das Spiel leider auch mit einigen Sprachaussetzern zu kämpfen. Neben der wirklich guten deutschen Synchro, muss man ab und an damit leben, dass die Charaktere auf einmal Englisch sprechen und man in diesen Szenen auf die Untertitel angewiesen ist. Das trübt den Spielfluss und holt einen eher unsanft aus der tollen 50er Jahre Stimmung.

Pro & Kontra

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Pro
  • tolle Story
  • einzigartige Charaktere
  • gute Optik

thumbs-down-icon

Kontra
  • zu wenig Rätsel
  • kein klassisches Adventure

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Spiel Bewertung
Singleplayer
85
85
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Mit Blacksad: Under the Skin könnt ihr eigentlich nichts falsch machen, wenn ihr auf Spiele wie Sherlock Holmes oder Telltale steht. Tolle Charaktere, spannende Geschichte und eine sehr gute Optik laden zu einem Besuch nach New York in den 50er Jahren ein. Wer gerade nach einem neuen Adventure sucht, sollte einen Blick riskieren und auch alte Hasen werden auf ihre Kosten kommen.

- Von  Timo

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Blacksad: Under the Skin REVIEW

USK 16 PEGI 16

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