Beyond Senses REVIEW

Mit Beyond Senses startete im Dezember 2019 ein neuer Survival-Horror-Titel im Early Access auf Steam. Die Besonderheit die der Titel mitbringt ist wohl der Multiplayer-Modus, der sogar die tragende Säule sein soll. Daher haben wir das Spiel im Single-, wie Multiplayer-Modus gespielt und düstere Gefilde währenddessen erkundet. Zudem hat der Titel kürzlich die Early Access Phase verlassen, wodurch wir uns alle Spielmodi angucken konnten.

Erste Anläufe

Eine atemberaubende Story bekommt ihr in Beyond Senses nicht geliefert und werdet stattdessen schnell mit dem konfrontiert, was das Gameplay ausmacht – Horror. Bevor ihr euch jedoch in der grautönige Welt umsehen könnt, bedarf es die Einstellung einiger Punkte. Soll das Spiel eher leicht zu bewältigen sein, oder giert es euch nach einer Herausforderung? Möchtet ihr alleine gegen die CPU bestehen, oder mit menschlichen Mitspielern eine Partie teilen. Soll euer Protagonist männlich oder weiblich sein? Oder wollt ihr gleich das unbekannte Wesen spielen, das Jagd auf Menschen macht und so nicht zwangsläufig die Opferrolle übernehmen.

Sind alle Optionen gewählt und das Spiel gestartet, könnt ihr euch auf einem begrenzen und vor allem dunklen Areal frei bewegen. Seid ihr in der Rolle des Jägers unterwegs, heißt es immer darauf zu achten, nicht mit dem Monster die Wege zu kreuzen. Hat euch dieses einmal erfasst, was mit einer anderen Musik akustisch hervorgehoben wird, ist die Flucht nahezu unmöglich. Selbst wenn ihr eure knappe Ausdauer ausreizt, kann sich eines der Geschöpfe in Windeseile teleportieren und steht plötzlich wieder vor euch. Letztlich gibt es nur eine Chance das Unheil zu überstehen – gesegnete Energiekristalle aufzuladen. Klingt verrückt, aber so hat jedes Wesen wohl sein eigenes Kryptonit.

Um das Spiel auf eure Bedürfnisse anzupassen, könnt ihr die Anzahl der Kristalle, die Lebensenergie des Monsters und die Zeit einer Partie einstellen. Ist diese Zeit abgelaufen, gilt das Spiel aber nicht als verloren, sondern eröffnet euch eine neue Möglichkeit der Gegenwehr. Die besten Chancen habt ihr jedoch, wenn ihr euch mit Mitspielern im Koop online zusammenschließt und euch via VoiceChat absprecht. Wir hatten hier ein paar lustige und spannende Momente.

Drei Spielmodi

Beyond Senses umfasst drei verschiedene Spielmodi. Als „Jäger „ist eure Aufgabe wie eben beschrieben, die Energiekristalle aufzuladen und damit das unheimliche Wesen nachhaltig zu schwächen. Je mehr Energie ihr den Kristallen zuführt, desto leichter wird es, den Exitus zu vollziehen. Mit einer bloßen Waffe und ein paar Treffern (je nach eingestellter Schwierigkeit) könnt ihr ihm ein Ende setzen. Jenen Modi dürft ihr im Übrigen im Singleplayer starten.

Spielt ihr hingegen den Modus „Egoist“, benötigt ihr weitere aktive Mitspieler. Diese werden fortan eure Gegner. Euer Ziel besteht nun darin, so viele Energiekristalle wie nur möglich zu erobern. Nur wer genügend Kristalle aufladen konnte, entgeht dem Tod durch das Monster. Derjenige, der am Wenigsten erobert hat, wird seinem Ende nicht entkommen können. Zudem ist nicht nur das Monster als Gegner ernst zu nehmen, denn die Mitspieler können sich gegenseitig mit Elektroschockern kurzzeitig außer Gefecht setzen und so wertvolle Zeit verlieren.

Wer sich an die „Verbannung“ traut, muss einen verfluchten Gegenstand ausfindig machen und ihn ferner in ein Pentagramm platzieren. Wer den ersten Schritt erfolgreich beendet hat, muss nur noch das Monster in das Pentagramm locken, was natürlich nervenaufreibend werden kann. Auch hier ist der Singleplayer anwählbar.

Wer alleine spielt, wird selbst bei diversen Einstellungen ein paar Probleme haben, alle Aufgaben zu lösen und dem Monster Einhalt zu gebieten. Wer mit mehreren Mitstreitern auf Mission geht, wird es etwas leichter haben, sofern ihr nicht gleich auf max. 5 Monster wechselt, die euch Hölle heiß machen wollen. Hauptsächlich ist das Spiel mehr an Fortgeschrittene und Profis gerichtet, was ihr schnell merken werdet.

Misserfolge mit Vorteil

Es ist davon auszugehen, dass ihr in den ersten Spielsession recht schnell Misserfolge erleben werdet. Es bedarf einiges an Zeit, um die Steuerung zu verinnerlichen, sowie die Aufgaben des Spieles zu erfüllen. Doch selbst wenn euch der Tod ereilt, hat dies ein paar Vorteile. Jeder Exitus lässt Erfahrungspunkte zurück, statt euch diese wie in anderen Spielen zu streichen. Und wer genügend Punkte einheimst, kann seine Skills ferner erweitern.

Unsichtbar sein, Wiederbelebung, Teleport und andere Fähigkeiten kommen mit einem Levenaufstieg hinzu, der aber ohne besiegtes Monster in den Matches recht langwierig sein kann. Als weitere Hilfestellung erhalten hartnäckige Spieler neues Arsenal, welches ebenfalls dringend benötigt wird. Im Übrigen bringen auch die Monster ein paar Vorteile mit, die ihr mit Sicherheit nicht selten anwenden wertet, wenn ihr in ihre Rolle schlüpft.

Optik

Beyond Senses bietet derzeit drei Maps. Das klingt recht wenig, reicht aber dennoch um sich zu gruseln. Die knappen Farben, in denen die Schauplätze gehüllt sind, bereichern bestmöglich die angespannte Atmosphäre. Wer dann beispielsweise noch im Horrorhaus die engen Gänge und seltsamen Gebilde erkundet, wird jeden Winkel mit Respekt behandeln.

Das Spiel ist aber nicht auf eine schwarz/weiss Optik ausgelegt, sondern nur recht sparsam mit anderen Farben. Kommt ihr dem Monster beispielsweise sehr nahe, seht ihr mehr farbliche Facetten. Auch gewisse Elemente und die Ausleuchtung der Lampe bringt etwas Farbe ins Spiel. Apropos Facetten, die vier anwählbaren Charaktere scheinen keinem Modelcontest entsprungen zu sein und versuchen eher mit der Realität anzubandeln. Zwar sind die Gesichter nicht im HighEnd Bereich ausgestaltet, da ihr aber in der Ego-Perspektive unterwegs seid, ist dies nicht weiter von Belang.

Technik

Die Musik begleitet die oft kurzweilige Reise mit optimalen Klängen, die die Stimmung bestmöglich einfängt, sich aber nie wirklich in den Vordergrund drängen. Der Wechsel vom Jäger zum gejagten drängt hingegen mit einer akustischen Neugestaltung der Musik in den Vordergrund. Das schwere Atmen der Jäger, die kaum noch Ausdauer haben trägt zum beklemmenden Setting bei. Storylastige Textpassagen gibt es hingegen keine, weswegen eine Lokalisation unnötig ist. Die Menüs sind aber in deutsch, können ggf. aber auch auf englisch eingestellt werden.

Die Steuerung macht es mir als Konsolenspieler nicht unbedingt leicht. Zwar synchronisiert sich mein GamePad mit dem Spiel, schafft es aber nicht die Bewegungen der Spielfigur komplett umzusetzen. So bleibt mein Protagonist an derselben Stelle stehen und wird schnell zum Opfer, statt zum Jäger. Dies bedeutet sich mit der Tastatur zu arrangieren, die aufgrund all der Manöver, manchmal etwas verkompliziert wirkt. Eine Neubelegung der Tasten ist aber natürlich in den Optionen möglich. Grafik wie Soundeinstellungen dürfen ebenfalls angepasst werden.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Spaßiger Multiplayer-Modus
  • Monster oder Mensch spielbar
  • Gelungene Atmosphäre
  • Weitere Inhalte kommen kostenlos

thumbs-down-icon

Kontra
  • Kein GamePad-Support
  • Hoher Schwierigkeitsgrad im Singleplayer
  • Levelaufstieg dauert

 

Fazit:

Beyond Senses ist zwar kein Meisterwerk, erreicht aber das, was es möchte – Grusel zu vermitteln. Die abgeschlossene Early Access Phase bietet genügend Inhalte, um sich ein paar Stunden zu vergnügen. Drei Maps, vier anwählbare Jäger und zwei Monster sind nur der Anfang. Die Spielmodis, die teils alleine im Singleplayer-Modus oder gar im Multiplayer erlebt werden können, bringen illustere Partien mit sich, die vielleicht mit dem ein oder anderen Schreckmoment einhergehen. Ich persönlich hatte den meisten Spaß in der Rolle der Monster, die rücksichtslos auf Menschen losgehen. Wir sind auf jeden Fall gespannt, was uns die nächsten Wochen und Monaten noch erwartet, denn das was wir gespielt haben, war erst der Start eines größeren Vorhabens. Geplant sind zum derzeitigen Zeitpunkt zumindest mehr als 10 Spielmodis, 15 Schauplätze, 8 Monster, 10 Gadgets, 8 unterschiedliche Waffen und über 10 Jäger-Fähigkeiten! All diese Inhalte sollen als kostenloses Update ganz automatisch den Käufern zur Verfügung stehen. Letztlich wäre noch ein guter GamePad Support wünschenswert gewesen, der mir so manche Spielpartie erleichtert und Beyond Senses für weitere Spieler vielleicht interessant gemacht hätte.

Facebook
Twitter
Google+
Spiel Bewertung
Singleplayer
70
73
76
Multiplayer

FAZIT

- Von  Rena

MS Windows

Beyond Senses REVIEW

USK 1 PEGI 1

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Partner:

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogli.de - Blog-Verzeichnis Webverzeichnis - Webkatalog www.inetcomment.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste Blog Button
GACC  |  Games-Mag  |  Gameplay Gamers  |  Game 2  |  Gamer83  |  Heavenly-Mangas  |  MarioFans  |  PixelOr  |  TrueGamer  |  XBox-Home  |  AlphaOmegagaming  |  Gameplaynews  |  Nintendo Switch Forum  |  Spielkritik  |  Videospielgeschichten  |  N-Mag  |  NAT-Games  |  Indieflock  |  GamingNerd  |  KodyBits  |  Zockerheim  |  twitch/noviiq  |  TVGC  |  RLC-Gamer  |  Zockwork Orange  |  Collect a Box  |  Gametainment.at  |  


NEWS:

Allgemein  |  Handhelden  |   Indie  |   Kickstarter  |   Microsoft  |  Nintendo  |  PC Gaming  |  Sony

  +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++