BADLAND Game of the Year Edition REVIEW

Nach langer Wartezeit bringt Frogmind den erfolgreichen 2D-Side-Scroller BADLAND endlich auch auf die heimischen Konsolen und den PC. Die Version für unterwegs wurde millionenfach heruntergeladen und mehrfach ausgezeichnet. Die Konsolenportierung wurde sogar um einige Zusatzinhalte erweitert. Wie sich BADLAND in der „Game of the Year Edition“, mit allen DLCs, auf Microsofts Xbox One schlägt und ob sich der Titel auf dem großen Markt behaupten kann, erfahrt ihr in unserem Test.

Das Abenteuer beginnt in einem dunklen Waldstück. Der Ort ist düster, kalt und gespickt mit allerlei Fallen. Als einer der Waldbewohner begebt ihr euch auf den gefährlichen Weg durch diesen Wald. Das Ziel ist es, den Tag möglichst unbeschadet zu überleben. Müsste man den ulkigen spielbaren Waldbewohner beschreiben, würde eine Kreuzung aus Vogel und Igel dessen Aussehen am Nächsten kommen, ein Flugigel, wenn man so will. Dieser, mit Flügeln bestückte Igel, hat anscheinend weder einen Namen noch eine erkennbare Herkunft und begibt sich ganz allein auf eine lange, gefährliche Reise.

 

Ein fliegender Igel auf einer gefährlichen Reise

Baldland3

Wie von einem Smartphone-Titel erwartet, gestaltet sich das Gameplay denkbar einfach. Der Igel muss so schnell wie möglich die Spielwelt durchqueren. Dabei scrollt das Bild gleichmäßig von rechts nach links durch. Verlässt das Waldwesen den linken Bildschirmrand, ist das Spiel vorbei und man startet wieder am letzten Checkpoint. Die Levels sind gespickt mit heimtückischen Fallen und Hindernissen, ein klassischer Side-Scroller eben. Der kleine Igel lässt sich zudem leicht navigieren. Mit einem Analog-Stick und wahlweise einer Schultertaste oder einem Aktionsbutton rollt, fliegt und hüpft er von Level zu Level. Die Steuerung ist für Anfänger leicht zu erlernen, jedoch schwer zu meistern und erfordert gutes Timing und ein Fünkchen Feingefühl.

Auf dem Weg zum Ziel erwarten euch viele Power-Ups, die euch verschiedene Fähigkeiten bzw. Eigenschaften verleihen. Ein Power-Up lässt den Igel wachsen, ein anderes lässt ihn schrumpfen und wieder ein anderes macht ihn zu einer Art Gummiball. Das interessanteste Feature ist jedoch das Klon-Power-Up, mit dem sich das Tier vervielfältigen lässt. Das Ziel ist es, so schnell wie möglich das Level-Ende zu erreichen und nebenbei so viele Klone wie möglich ins Ziel zu bringen. Als Bonusaufgabe muss pro Level eine gewisse Anzahl an Klonen überleben.

Das hört sich einfach an, in der Praxis gestaltet sich dies oft schwieriger als gedacht. Zu Beginn wirken die Spielabschnitte noch recht einfach, je weiter man jedoch voranschreitet, desto schwieriger wird die Mission „Überleben“ jedoch. Nach den ersten 40, der über 100 Level, steigen die benötigte Zeit pro Level und Frustpegel sprunghaft an. Bei dem einen oder anderen Spieler könnte der Controller da unter Umständen mit der Zimmerwand kollidieren. Die kleinen Teilerfolge sorgen im späteren Spielverlauf für große Glücksgefühle und Erleichterung. Es ein tolles Gefühl, wenn man endlich die rettende Röhre am Ende eines Levels erreicht, die den kleinen fliegenden Igel einsaugt und im nächsten Spielabschnitt wieder ausspuckt.

Ist euch das Hauptspiel noch nicht genug, wartet in der „Game of the Year Edition“ ein großes Paket voller neuer Level auf euch. Darin enthalten sind zwei größere Kapitel, die euch einige Stunden bei der Stange halten. Ist das noch immer nicht genug, dann könnt ihr das ganze Spiel dutzendmal neu spielen, um auch noch die letzte Mission zu erfüllen und die Nummer eins der Weltrangliste zu werden. In der „Game of the Year Edition“ bietet BADLAND insgesamt an die 15 bis 20 Stunden Spielspaß

 

Technik und Multiplayer:

Optisch erinnert BADLAND an den etwas abstrakten Grafikstil des Indie-Titels Limbo, jedoch mit einer größeren Farbenpracht. Die Objekte im Vordergrund sind vollends in Schwarz gehalten, während der Hintergrund mit kontrastvollen, bunten Farben gestaltet wurde. Jeder Tagesabschnitt wird von einem anderen Farbschema begleitet. Gelb am Morgen, Grün zu Mittag, Rot am Nachmittag und Blau bei Nacht. Die Spielwelt und die dazugehörigen Hintergründe wurden ansprechend gestaltet. Wer Limbo und dergleichen mag, bekommt auch mit BADLAND etwas fürs Auge. Die Grafikpracht eines AAA-Titels darf man hier natürlich nicht erwarten.

Untermalt wird der künstlerische Grafikstil mit einem ruhigen Soundtrack, gemischt mit gewöhnlichen Geräuschen, die ein Waldstück hervorbringt. Leider wird dabei eine eher traurige Atmosphäre erzeugt. Offenbar will BADLAND bewusst keine fröhliche bzw. witzige Stimmung erzeugen, sondern sogar ein gewisses Gefühl der Einsamkeit hervorrufen. Dennoch sind gerade die Geräusche, die der Aufprall des vogelartigen Wesens an Hindernissen erzeugt, sehr amüsant. Das musikalische Gesamtwerk kann sich also durchaus sehen lassen.

BADLAND glänzt zwar mit vielen Physikspielereien, einen großen technischen Meilenstein stellt der Titel jedoch bei Weitem nicht da. Das Spiel läuft weitest gehend flüssig, ist jeoch einmal viel los auf dem Bildschirm, geht die Framerate hin und wieder spürbar in den Keller. Diese kleinen Ruckler sollten zwar nicht sein, treten aber auch nicht oft auf und stören nicht weiter. Die Auflösung beläuft sich auf FullHD, was selbst bei der aktuellen Konsolengenration nicht immer der Fall ist. Die Steuerung mittels Controller wird gut und ohne Verzögerung verarbeitet.

Wie bei jedem Titel heutzutage warten auch hier wieder Achievements bzw. Trophäen auf den Konsolen und Steam-Sammelkarten auf PC, auf euch. Die Errungenschaften lassen sich zum Teil recht einfach freischalten, erfordern jedoch einen vergleichsweise hohen Zeitaufwand. Achievement-Jäger haben mit BADLAND also ein ganzes Stück Arbeit vor sich. Daneben verfügt BADLAND über Online-Ranglisten, in denen sich jeder mit den weltweit besten Spielern messen und vergleichen kann. Das sorgt für zusätzliche Motivation und gibt einen Überblick über die persönlichen Bestleistungen.

Wer genug von der Alleinunterhaltung hat und zufällig Freunde zu Besuch hat, darf sich im Multiplayer versuchen. Entweder lokal oder online dürft ihr mit bis zu drei anderen Spielern euer Glück versuchen. Gerade der lokale Koop-Modus kommt heute nur noch viel zu selten zum Einsatz. Ist ein Mitspieler gefunden, lassen sich alle Levels, die bereits im Einzelspieler-Modus absolviert wurden, noch einmal gemeinsam spielen. Aufgrund der kurzen Spielabschnitte eignet sich BADLAND außerdem gut als Partyspiel. Natürlich tritt die Atmosphäre in diesem Fall in den Hintergrund, aber dafür erwartet euch der geballte Mehrspieler-Spaß. Der Online-Multiplayer war zum Zeitpunkt unseres Tests leider noch nicht verfügbar.

 

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Spiel Bewertung
Singleplayer
70
70
70
Multiplayer

FAZIT

BADLAND ist ein Spiel, in dem augenscheinlich viel Herzblut steckt. Die Steuerung ist einfach zu erlernen, die Spielwelt ist liebevoll gestaltet, die Soundkulisse ist stimmig und der Schwierigkeitsgrad steigt immer weiter an. Gesamt fehlt es dem Titel aber leider an Abwechslung und Vielseitigkeit. Das Spielerlebnis beschäftigt zwar über mehrere Stunden, gerade Core-Gamern ist der Spielablauf jedoch zu simpel. Casual-Gamer, die hin und wieder gerne kurzweilige Spiele spielen, können hier durchaus einen Blick wagen. BADLAND ist eine Mobil-Umsetzung für die Heimkonsole, die eine annehmbare Spielzeit für kleines Budget bringt, für aktuelle Konsolenverhältnisse aber einfach zu minimalistisch daherkommt und schlecht optimiert wirkt.

- Von  Fabian

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BADLAND Game of the Year Edition REVIEW

USK 6 PEGI 7

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