Assassin´s Creed Rebel Collection REVIEW

Die Nintendo Switch mausert sich immer mehr zur perfekten Gelegenheit, ältere Titel und Klassiker nachzuholen. Neben vielen anderen Entwicklern und Publishern, ist auch Ubisoft gut dabei und veröffentlicht nach und nach mehrere Ableger aus dem Assassin’s Creed Portfolio. Mit der Assassin’s Creed Rebel Collection erhält man aktuell den glorreichen Abschluss der Reihe zur PlayStation 3/Xbox 360 Ära und darf sich über die vielleicht ungewöhnlichsten Spiele der Franchise freuen.

Die Geschichte der Kenway Familie


Denn Assassin’s Creed IV: Black Flag, die dazugehörige Stand-Alone-Erweiterung Assassin’s Creed Freedom Cry sowie Assassin’s Creed Rogue haben der Marke zu einer Zeit etwas frischen Wind in den Segeln verpasst, als sich allmählich erste Abnutzungserscheinungen bemerkbar gemacht haben. Zum einen hat man in narrativer Hinsicht teilweise etwas anderes probiert, was sich vor allem in Rogue zeigt. Zum anderen hat man dem Gameplay mit der Seefahrer-Komponente ein neues Feature verpasst, welches in Ansätzen zwar bereits in dem mittlerweile ebenfalls für die Nintendo Switch verfügbaren dritten Hauptteil Einzug gehalten hat, aber erst in den in der Rebel Collection enthaltenen Spielen vollends zur tragenden Gameplay-Mechanik ausgebaut wurde.

Interessanterweise sind IV und III inhaltlich miteinander verknüpft, erzählen sie doch beide die Geschichte der Kenway Familie. Protagonist von Black Flag ist nämlich Edward Kenway, der Großvater von Connor, der wiederum die Hauptfigur von Teil 3 ist. Das ist gerade für Fans natürlich interessant, da es einige Anknüpfungspunkte gibt und sich mit den beiden Spielen die Geschichte einer Familie über mehrere Jahrzehnte entfaltet und dabei auch auf die amerikanische Historie zurückgeblickt wird. Wer ohne Vorkenntnisse an die Rebel Collection herangeht, braucht sich aber keine Sorgen zu machen, da jedes Spiel eine in sich abgeschlossene Geschichte erzählt.

Piraten der Karibik


Edward hat zu Beginn recht wenig mit dem Orden der Assassinen am Hut und zieht als Pirat durch die Karibik. In Freedom Cry wiederum schlüpfen wir in die Rolle von Edward´s Freund Adewale und führen den Unabhängigkeitskampf der Sklaven auf Haiti an. Rogue ist hingegen jenes Spiel, in welchem wir uns mit dem desillusionierten Assassinen Shay Cormac auf die Seite der Templer schlagen und Jagd auf die ehemaligen Gleichgesinnten machen.

In Hinblick auf die Story haben alle drei Titel einiges zu bieten und liefern einen beachtlichen Querschnitt aus allem, was Assassin’s Creed gut macht. Geschichtliche Ereignisse und Figuren werden mit eigens erdachten Komponenten vermischt und zu spannenden Geschichten verwoben, die mit einer Laufzeit von 20, 30 Stunden zwar umfangreich, aber wesentlich knackiger daher kommen, wie die aktuellen Spiele der Reihe, welche mittlerweile locker die 100 Stunden Marke pro Spiel knacken. Das Gameplay besteht aus der ebenfalls bewährten Erfolgsformel aus Schleichen, Erkunden und jetzt eben Seefahren. Es gibt massig Missionen, Nebenaufgaben und Aktivitäten, die man in den virtuellen Nachbauten der Karibik bzw. im Nordatlantik (Rogue) erledigt.

Endlich im Scheinwerferlicht?


Insbesondere Assassin´s Creed Rogue, welche bei Release ziemlich untergegangen ist, da es am gleichen Tag wie der PlayStation 4/Xbox One Einstand Assassin´s Creed Unity erschienen ist, bekommt durch die Sammlung hoffentlich noch einmal mehr Aufmerksamkeit, als ihm in der Vergangenheit zuteil geworden ist. Im Hinblick auf die Reihe, ist der Ableger nämlich einer der interessantesten Teile, nicht nur, da man diesmal keinen Assassinen spielt. Es ist eigentlich bedauerlich, dass Ubisoft später nie wieder zu den hier aufgeworfenen Ansätzen zurückgekehrt ist. Zwar ist das Spiel auch in der Retrospektive nicht perfekt und hat so seine Probleme, insgesamt muss man ihm seine Ansätze aber zugutehalten.

Portierung aus dem Bilderbuch


Offenbar hat man aus den anfänglichen Problemen des Assassin´s Creed III Remasters für die Switch gelernt und diesmal etwas mehr Zeit in die Portierung und Performance investiert. Altersbedingte Begleiterscheinungen außen vor gelassen, machen die Spiele nach wie vor einen grafisch guten Eindruck. Insbesondere die Gestaltung der Spielwelt lässt sich noch immer sehen. Und flüssig läuft das Ganze auch. Im Handheld-Modus fallen technische Schwächen natürlich deutlich weniger auf, dafür muss man sich mit einer Auflösung von 720p zufriedengeben. Im Docked-Modus geht es hingegen hoch auf 1080p, wobei gerade bei Rogue hier und da auch kleinere Ruckler aufgetreten sind, die aber insgesamt nicht weiter ins Gewicht fallen. Neben der Integration aller verfügbaren DLCs für die Spiele, hat Ubisoft außerdem noch ein HD-Rumble und eine Touch-Steuerung eingebaut. Beides nette Features, die nicht nötig gewesen wären, die aber zeigen, dass man sich durchaus Gedanken gemacht hat.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • drei tolle Spielerlebnisse
  • nahezu einwandfrei und mit neuen Features portiert
  • alle DLCs enthalten

thumbs-down-icon

Kontra
  • Rogue neigt etwas zu Rucklern

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
80
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

Für mich kommt die Assassin´s Creed Rebel Collection wie gerufen, denn ich habe bei Release weder Black Flag noch Rogue gespielt und Freedom Cry lediglich kurz angespielt. Insbesondere über Rogue habe ich mich gefreut, da das Spiel im Vergleich zu nahezu allen anderen Serienteilen noch ein paar interessante Twists in petto hat, die den Ableger im Gesamtkontext hervorheben. Technisch laufen alle drei Titel nahezu einwandfrei, insbesondere im Handheld-Modus. Inhaltlich bekommt man, was man von Assassin´s Creed gewohnt ist. Das ist alles nicht so poliert, wie die aktuellen Ableger, funktioniert aber dennoch in spielerischer Hinsicht wunderbar und ist launig wie eh und je.

- Von  Adrian

Nintendo Switch

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