Windbound: Brave the Storm REVIEW

Als die ersten Screenshots von Windbound: Brave the Storm auftauchten, kamen Erinnerungen an The Legend of Zelda: Breath of the Wild auf. Als weitere Elemente aus dem Spiel gezeigt wurden, die insbesondere das Meer und Boote in den Fokus stellten, wurden Orientierungen zu The Legend of Zelda: The Wind Waker laut. Mit den ersten Spielminuten verflüchtigen sich jedoch beide Vergleiche. Hinter Windbound steckt ein Survival-Adventure, welches die Protagonistin Kara in den Mittelpunkt stellt.

Schiffbruch in der Ferne

Kara wurde auf hoher See, inmitten eines Unwetters, von ihrer Gruppe getrennt. Sie erwacht auf einer kleinen Insel, die zwar von Getier bevölkert ist, auf die Anwesenheit von Menschen aber verzichtet. Natürlich besteht ihr Antrieb darin, wieder zurück in ihre Heimat zu gelangen. Da ihr Stamm scheinbar geübt ist, mit kleinsten Mitteln große Dinge zu erschaffen, sammelt sie erste Ressourcen. Nach ein paar Handgriffen steht das erste Boot bereit. Doch für eine große Überfahrt ist dieses nicht bereit. So heißt es, weitere Inseln erkunden, um bessere Rohstoffe zu sammeln.

Mit dem Besegeln weiterer Inseln, wird seltsames Gestein auffällig, das sich wie ein Turm aufbaut. An der Spitze des Gebildes erspäht Kara eine Art Altar, der mit seiner Berührung dem Amulett der jungen Frau eine seltsame Energie verleiht. Dank weiser Worte, die zudem aus dem Altar strömen, merkt sie, dass sie einem Geheimnis auf der Spur ist. So segelt Kara weiter, bis der nächste Turm in Sicht ist, um den Vorgang zu wiederholen. Ob euch dieser ständige Prozess nach Hause führt? Und was hat es damit überhaupt auf sich? Diese Fragen bleiben an dieser Stelle unbeantwortet…

Kara die Handwerkerkönigin

Der Hauptfokus in Windbound: Brave the Storm besteht nun darin, jeden Altar zu ebnen. Doch werden mit jedem Kapitel, welches nach erfolgreicher Erschließung ins nächste wechselt, die Wege immer weiter. So heißt es, mehr die Inseln erkunden und weitere Rohstoffe sammeln, um nachhaltigere Boote zu erbauen. Dabei bleibt es jedoch nicht, denn nicht immer werdet ihr von Angreifern überrascht. Um euch zur Wehr zu setzen, oder gar an den Gebeinen der Gegner wertvollen Fundus einzuheimsen, gibt es auch Waffen. Diese erbaut ihr ebenfalls aus Ästen, Steinen und Gras.

Mit neuen Ressourcen die ihr findet, werden eurem Menü immer weitere Rezepte beigefügt. Das ermöglicht euch ferner, ein stabiles Boot zu bauen, es mit einem Segel auszustatten und vielleicht noch in die Abwehr zu investieren, um Chancen gegen Haiangriffe zu haben.

Nicht alles kann aber einfach aus dem Ärmel geschüttet werden. Gelegentlich bedarf es eines kleinen Feuerchens, welches weitere Möglichkeiten stellt und auch bei der Zubereitung mancher Mahlzeiten hilft.

Laues Lüftchen?

Und so zieht sich das Prinzip durch die Kapitel. Boote bauen oder erweitern, Rohstoffe sammeln und Inseln erkunden, Türme ebnen und den Durchgang zum nächsten Kapitel suchen. In den ersten zwei Abschnitten wirkt dies noch spaßig und erfrischend, ab dem 3. Kapitel schwächelt das Spiel bei mir. Zwar werden die Orte umfangreicher und machen neue Gegner und Ressourcen zugänglich, die Wege zur nächsten Insel steigern sich aber deutlich und strecken dadurch die Spielzeit künstlich. So segelt ihr manchmal eine gefühlte Ewigkeit, bis wieder Land in Sicht ist.

Doch das eigentliche Ärgernis ist, dass ein Ableben mich weiter zurückwirft, als es mir lieb ist. Überlebt Kara nicht, weil die Lebensenergie aufgebraucht ist, setzt mich das Spiel erneut an den Anfang des Kapitels zurück. Dank meiner gewählten Schwierigkeitsstufe “Story” bleibt mir zumindest noch der gesammelte Fundus, doch die eroberten Türme samt Altar sind vom Winde verweht. Keine Leuchtfeuer sind mehr am Horizont zu sehen. Ihr müsst also nahezu wieder von Anfang starten.

Der höchste Schwierigkeitsgrad “Überleben” katapultiert euch nach dem Bildschirmtod sogar ins 1. Kapitel zurück. Zudem verliert ihr sogar die Sammelobjekte, die vielleicht nicht alle einfach zu beschaffen waren. Besonders ärgert mich das, als ich vom Übergang des 3. zum 4. Kapitel einen Absturz des Games miterleben muss. Eine Stunde Spielzeit ist komplett verpufft und meine Wut groß. Ein weiteres Mal wacht Kara inmitten des Meeres auf und ertrinkt natürlich. Warum hasst das Spiel mich so? Hier ist natürlich zu hoffen, dass ein baldiges Update Abhilfe schafft.

Es dauert einfach

Die Überfahrt von einem zum nächsten Kapitel beansprucht einige Minuten. Dasselbe gilt ferner für die verschiedenen Inselgruppen, die sich immer anders darstellen. Besonders interessant ist, dass jeder Neustart die Schauplätze verändert, wodurch es nicht so schnell eintönig wird, wenn ihr vermehrt scheitert. Zudem steigert sich dadurch der eigentliche Wiederspielwert für virtuelle Survival-Fans.

Gleichzeitig werden einige Inseln üppiger. Damit steigen aber auch die Gefahren, denn die Natur herrscht noch vor. Während eurer Erkundung oder auf der Flucht vor wildem Getier, wird eure Ausdauer beansprucht. Zwar lädt sich diese nach dem Laufen wieder auf, dennoch verringert sich der geladene Balken nachhaltig. Daher muss dieser immer im Auge behalten werden. Gesammelte Beeren, Fleisch erlegter Tiere oder Pilze, die am Baum wachsen, spenden euch neue Energie und damit auch Zeit. Glücklicherweise findet ihr im Verlauf der Kapitel auch Orte, in denen ihr eure Balken für Lebens- sowie Ausdauerenergie aufwertet bzw. dauerhaft erweitert.

Da der Platz im Inventar begrenzt ist, könnt ihr euch leider nicht die Taschen bis obenhin vollstopfen. Das heißt, mit Bedacht wählen, welche Rohstoffe von welchen Inseln es wert sind, auf die Reise mitgenommen zu werden. Im Notfall dürft ihr aber Objekte ablegen und neue dafür aufnehmen.

Technik

Während der Spielstunden genieße ich die Grafik und die Erkundung der Kulissen. Jede Insel hat ihre Eigenarten und Farbfacetten. Durch den ständigen Tag- und Nachtwechsel habt ihr oft ein tolles Spektakel mit Licht und Schatten. Die Animationen sind ebenfalls gelungen und flüssig in der Darbietung. Insbesondere die Darstellung des Wassers sagt mir sehr zu und zeigt noch einmal die Liebe zum Detail deutlich. Optische Vergleiche zu The Legend of Zelda: Breath of the Wild kann ich in dem Fall vollkommen nachvollziehen.

Der Sound ist angenehm, begleitet Windbound: Brave the Storm aber eher im Unterbewusstsein. Ist Gefahr im Anzug, verändert sich die musikalische Untermalung und zeigt durch aggressivere Töne die Dringlichkeit der Situation. Eine Sprachausgabe gibt es hingegen nicht. Kara kommt ganz ohne Worte aus, was die Einsamkeit auf den Inselgruppen noch einmal verdeutlicht.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Wunderschöne Optik
  • Bei Kapitelneustart verändern sich die Schauplätze
  • Tolles Crafting-System

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Kontra
  • Bei Tod Neustart des Kapitels – oder Permadeath
  • Wirkt im Verlauf des Spiels immer eintöniger
  • In der Testphase Abstürze und Bugs

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Spiel Bewertung
Singleplayer
71
71
-
Multiplayer

FAZIT

Windbound: Brave the Storm ist nicht ganz das, was ich mir erhofft habe. Dies hat auch damit zu tun, dass ich kein geduldiger Mensch bin. Gerade die Reisen von einer zur nächsten Insel sind manchmal zu langatmig und wirklich viel zu zeitraubend. Da das Spielprinzip in den Kapiteln recht starr bleibt, wirkt der Titel irgendwann ermüdend. Dafür genieße ich jeden Moment auf den üppigeren Inseln. Die naturbelassene Kulisse lädt einfach ein, immer tiefer vorzudringen und jedwede Ressourcen einzusammeln. Das Crafting-Menü kann ebenfalls bei Laune halten, gerade da es sich mit jedem neuen Fundstück erweitert. Survival-Fans mit viel Geduld können mit Windbound: Brave the Storm spaßige Stunden erleben. Wer noch immer ein The Legend of Zelda-Klon erwartet, ist hier völlig auf dem falschen Pfad.

- Von  Rena

Playstation 4
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Windbound: Brave the Storm REVIEW

USK 12 PEGI 12

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