Tropico 6

Tropico 6 REVIEW

Tropico 6

El Presidente ist zurück – rund fünf Jahre nach dem erfolgreichen Tropico 5 ist nun das von vielen Fans erwartete Tropico 6 endlich erschienen. Doch lohnt sich der Griff zum neuesten Teil wirklich? Wir haben in zahlreichen Stunden diverse Inseln besiedelt, Touristen angelockt und eben all jene Aufgaben erledigt, die wir als Staatschef unseres eigenen Inselreiches zu erfüllen haben. Ob wir dabei Spaß hatten oder ob das Paradies auf Erden eher eine Last war, erfahrt in unserem Test zum Spiel.

Wir basteln uns einen Präsidenten

Zu Beginn des Spiels dürfen wir uns einen eigenen Präsidenten basteln. In einem umfangreichen Charakter-Editor können wir neben dem Geschlecht auch das Aussehen unseres Präsidenten detailreich verändern. Wenngleich dies keine spielerischen Auswirkungen hat, so kann man hier bereits vor dem eigentlichen Start des Spiels einige Zeit verbringen. Und nicht nur El Presidente darf ein hübsches Aussehen spendiert werden, sondern auch der Residenz aus der wir unseren Inselstaat regieren werden. Dementsprechend können wir unserem Palast ein ganz individuelles Aussehen geben.

Doch leider wurde im Vergleich zu den großartigen Vorgänger auf eine tolle Hintergrundgeschichte verzichtet, wie wir beispielsweise zum Präsidenten aufgestiegen sind. Während wir diese in den Vorgängern noch selbst wählen konnten, wurde bereits in Tropico 5 nur noch eine zur Verfügung gestellt. Diese fiel den Autoren in Tropico 6 dann traurigerweise ganz zum Opfer.

Gestrichen wurde auch eine feste Kampagne und nun durch 15 eher lieblose Szenarien ersetzt. Schade, denn gerade hier hat Tropico 6 ein enormes Potenzial um eine packende Geschichte zum Aufstieg und Leben des El Presidente, welches leider nicht im Ansatz ausgeschöpft wird. Vielleicht lassen sich die Entwickler für einen möglichen siebten Teil der beliebten Aufbau-Simulation etwas mehr einfallen. Positiv zu erwähnen ist allerdings, dass wir die vorgegebenen Missionen in beliebiger Reihenfolge abarbeiten können und wir so keinen Zwang ausgesetzt sind, falls wir einmal nicht so recht vorwärts kommen wollen.

Besonders gut gefallen hat uns hingegen das sehr ausführliche Tutorial, damit auch Einsteiger der Reihe nicht völlig planlos auf der Insel stranden und dem sicheren Konkurs entgegen schwimmen. In fünf Kapiteln lernen wir die notwendigsten Schritte, um bereits erfolgreich einen Inselstaat zu führen und vor Gefahren wie Rebellen zu behüten.

Es gibt immer was zu tun

Eine Insel zu führen und zu wirtschaften ist nicht so ganz leicht, dennoch haben sich Entwickler gedacht: „Hey, eine Insel ist ja gut und schön – warum nicht gleich drei auf einen Schlag?“. Gesagt, getan und schon können wir in Tropico 6 die Herrschaft über bis zahlreiche teils kleinere, aber auch gigantische Inseln auf einmal besitzen. Also steht uns allerhand Arbeit ins Haus. Wir werden an allen Ecken und Kanten als El Presidente gefordert und müssen immer wieder wichtige Entscheidungen treffen – Mal mehr und mal weniger zum Wohle unserer Bevölkerung. Und Rebellen sind das Letzte was wir in unserem wunderschönen Inselparadies haben möchten.

Wie bereits im Vorgänger, erleben wir in Tropico 6 vier verschiedene Zeitalter, welche beginnend beim Kolonialzeitalter bis hin zur modernen Technologie reichen. Während wir zu Beginn unser Geld noch mit Ackerbau und dem Anbau diverser Rohstoffe wie Mais, Zucker und Co. verdienen, so wächst unser Konto im späteren Spielverlauf durch den Export von Alkohol und Medizin. Mit jedem Aufstieg in das nächste Zeitalter schalten wir neue Forschungen und Gebäude frei, die unseren Staat wachsen und mächtiger werden lassen. Im späteren Spielverlauf reicht dann Geld nicht mehr aus, denn dann benötigen wir auch zusätzlich Strom, um unsere Produktionsgebäude in Betrieb halten zu können.

Und die Forschung kommt in Tropico 6 ebenfalls nicht zu kurz, denn erneut dürfen sich unsere Wissenschaftler an die Arbeit begeben, um neue Verbesserungen zu entdecken, die uns nicht nur finanziell nach vorne bringen. Netter Nebeneffekt: Gebäude müssen nicht mehr erforscht werden, sondern können nach einem Wechsel in ein neues Zeitalter sofort und ohne Wartezeit mit einem Kauf der entsprechenden Blaupause ganz einfach erworben werden. Das erspart uns kostbare Zeit beim Expandieren unseres Staates.

Optisch sehr überzeugend

Auch optisch macht Tropico einen durchaus guten Eindruck. Das Inselparadies lädt wahrlich zum Verweilen ein und auch das Meer hat uns positiv überrascht. Doch leider fielen uns aber einige Bugs und kleinere Fehlerchen während des Testens auf. So kommt es nicht selten vor, dass sich Transportschiffe durch Brückenpfeiler bewegen oder gar mitten durch Ölplattformen, welche wir ebenfalls auf hoher See erbauen dürfen, fahren. Gleichzeitig ist der Straßenbau manchmal etwas hakelig, wenn wir mal wieder eine Kurve nicht bauen dürfen, weil sie vermeidbar zu scharf sei.

Die musikalische Untermalung ist gewohnt klasse und sorgt für ein stimmiges Urlaubsfeeling. Speziell für Youtuber und Streamer wurde sogar ein Option eingefügt, das nur Musik abgespielt wird, welche ohne Probleme ins Internet gestellt werden darf. Thema Urheberrecht und so. Die deutsche Synchronisation kann den Humor der Dialoge gut vermitteln, auch wenn nur immer ein bestimmter Teil der Unterhaltung vertont wurde.

Die Steuerung mit Maus und Tastatur funktioniert zum größten Teil ohne größere Probleme, allerdings ist das Rein- und Herauszoomen während des Bauens manchmal etwas kompliziert. So müssen wir das Bauen immer wieder Abbrechen, um den geeigneten Platz für unser kommendes Projekt zu finden. Hier hätte man sicher eine bessere Lösung finden können.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Größere Inselstaaten dank mehr Inseln möglich
  • Tolle Atmosphäre
  • Humor kommt nicht zu kurz

thumbs-down-icon

Kontra
  • Fehlende Kampagne
  • Teilweise komplizierte Steuerung
  • Einige Bugs vorhanden

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
80
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

Im großen Konkurrenzkampf mit Anno 1800 legt die Insel-Aufbausimulation bereits einen guten Start hin und wird es der Städtebau-Simulation schwer machen es vom Thron zu stoßen. Die Neuerung, dass wir in Tropico 6 jetzt mehrere Inseln auf einmal besitzen dürfen, sorgt für mehr Herausforderung, sodass es wahrlich nun immer etwas zu erledigen gibt. Ein wenig enttäuschend ist die Tatsache, dass dieses Mal auf eine Kampagne verzichtet wurde und wir stattdessen nur kleinere Missionen freischalten und abarbeiten können. Dafür macht die Technik einen durchweg positiven Eindruck, sodass wir zum Ende hin jedem Fan zu einem Kauf raten können, wenngleich die Reihe wohl ihren vermeidbar schwächsten Ableger präsentiert. Letztlich sund wir aber zuversichtlich, dass zumindest die Bugs noch entfernt werden können und vielleicht ferner noch ein paar Inhalte dazukommen werden.

- Von  Christian

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USK 12 PEGI 16

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