The Sinking City (Nintendo Switch) REVIEW

Mit The Sinking City erreicht uns ein weiteres, durch den Autor H.P. Lovecraft inspiriertes Spiel für die Nintendo Switch, das zuvor bereits auf anderen Plattformen erschienen ist. Es gilt eine überflutete Stadt zu erkunden und allerlei Geheimnisse zu lösen. Kann das Spiel auf der tragbaren Nintendo Konsole überzeugen oder geht es eher baden? Lest dazu einfach unseren Test, der weitere Details aufdeckt…

Albträume und eine versunkene Stadt

Wir beginnen die Geschichte als Privatdetektiv Charles Reed und befinden uns im Jahre 1920. Charles ist geplagt von düsteren Visionen und Albträumen. Nachdem er einen Brief erhalten hat, der die Lösung für sein Problem sein könnte, macht er sich auf in die Stadt Oakmont die seit einer übernatürlichen Flut von der Außenwelt abgeschnitten ist.

Direkt nach unserer Ankunft haben wir schon wieder eine Vision und diese scheint aber intensiver als jemals zu vor zu sein. Nachdem wir aus unserem Fiebertraum erwacht sind, scheint das weiterkommen unmöglich. Der komplette Hafen ist gesperrt und eine Weiterreise, beispielsweise in die Innenstadt von Oakmont, ist aktuell nicht möglich. Grund dafür ist das Verschwinden von Robert Throgmortons Sohn.

Natürlich werden wir als Privatdetektiv direkt auf die Sache angesetzt und erfahren somit in den ersten Spielminuten worum es in The Sinking City hauptsächlich geht. Fälle lösen, Umgebungen untersuchen und das Übernatürliche in Oakmont aufdecken.

Sherlock Holmes auf Abwegen

So wie der Fall im Hafen, sind die meisten Aktivitäten in The Sinking City aufgebaut. Ihr bekommt einen Auftrag, findet Hinweise und versucht mit Einfallsreichtum den Fall zu lösen. Nachdem man den Sohn von Robert Throgmorton gefunden hat, fällt man in Ohnmacht und wacht in einer Pension wieder auf. Ab hier kann man sich frei durch die Spielwelt bewegen.

In Oakmont habt ihr sieben Bezirke die man entweder zu Fuß oder mit einem Motorboot erreichen kann. Letztere Fortbewegungsmöglichkeit ist natürlich der Tatsache geschuldet, dass einzelne Bereiche des Spieles vollkommen überschwemmt sind und man sich hier nicht anders fortbewegen kann.

Neben zahlreichen Wohnvierteln gibt es auch sehr mysteriöse Rassen in der überfluteten Stadt. Gleich am Anfang lernt man die Familie Throgmorton kennen, die an die Affen aus dem Film Planet der Affen erinnert. Neben diesen Affenmenschen gibt es auch noch die sogenannten Innsmouther. Hier handelt es sich um Fischmenschen. Jedes Mitglied dieser Rasse ist auf seine Mutation natürlich sehr stolz und verurteilt die andere Rasse. So entstehen Konflikte die es in dem Spiel zu lösen gilt.

Üblicherweise werden dem Spieler mittlerweile in vielen Spielen alle Handlungen vorgekaut und der Weg zum Ziel wird auf dem Silbertablett serviert. Anders ist es in The Sinking City. Sobald ihr mal wieder einen Auftraggeber entdeckt und eine neue Quest erhaltet, war es das auch schon mit den nötigen Informationen für den Spieler. Es wird nichts auf der Karte markiert und die wichtigen Informationen müssen aus den Gesprächen oder Notizen gezogen werden.

Hat man beispielsweise die Information erhalten, dass das Hauptquartier der Expedition an der Kreuzung der Straße A und Straße b liegt, muss man die Karte öffnen und schauen in welchem Bezirk eine dieser Straßen liegen könnte. Dann folgt man der Zeichnung bis man auf die besagte Kreuzung trifft und setzt sich eine Markierung auf die Karte. Hat man alles richtig gemacht, gelangt man beim erreichen der Zielmarkierung an den Einsatzort und kann die Quest fortsetzen. Andernfalls muss man sich nochmal die Karte schnappen und die Hinweise durchgehen um den richtigen Ort zu finden. In der heutigen Zeit abschreckend aber gleichzeitig sehr fordernd und erhöht den Spaß enorm.

Danach folgt altbekanntes Sherlock Holmes Gameplay. Ihr untersucht den Ort, versucht alle Hinweise zu finden und aus diesen die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen. Sobald man alles erforscht hat und die Schlussfolgerungen richtig kombiniert, kann man die besondere Fähigkeit von Reed einsetzten. Der Spieler landet dann in einer Art Zwischenwelt und kann den Tathergang rekonstruieren. Hier erfährt man als Spieler noch wichtige Einzelheiten und findet ab und an auch noch versteckte Gegenstände. Auch eine Verfolgungsjagd ist hier möglich, um herauszufinden wohin der oder die Täter geflohen sind. Wie und warum man diese Fähigkeit besitzt ist eines der vielen Rätsel, welches man im späteren Spielverlauf enthüllt. Man darf also gespannt sein!

Zudem gibt es in The Sinking City neben der Erkundung und Detektivarbeit noch den Bereich Survival-Horror. Hier erinnert das Gameplay eher an die alten Silent Hill Teile. Bei bestimmten Erkundungen bekommt ihr es mit Monstern zu tun, die euch ans Leder wollen. Diese müsst ihr ausschalten, sonst landet ihr auf dem bisher leeren Speiseplan. Zusätzlich zu diesem Element müsst ihr auch noch eure Geistesanzeige im Auge behalten. Sollte diese zu weit sinken, tauchen weit mehr Monster auf.

Natürlich bekommt ihr im Spiel zahlreiche Waffen mit denen ihr euch wehren könnt. Hier sei nur kurz erwähnt, dass jede Patrone so wertvoll wie Nahrung ist. Patronen sind rar in The Sinking City und so werden sie hier als Zahlungsmittel oder Missionsbelohnungen gehandelt.

Auch ein Fähigkeitssystem steht euch in The Sinking City zur Verfügung. Hier könnt ihr Punkte investieren die ihr im Laufe eures Abenteuers freischaltet und so eure Gesundheit verbessern, den Erhalt der Erfahrungspunkte beschleunigen oder euren Umgang mit Waffen perfektionieren.

Genau wie man es von solcher Art Spiel erwartet, lässt euch The Sinking City auch Freiräume bei der Wahl eurer Antworten oder Taten in der Geschichte. Je nachdem wie ihr euch entscheidet, ändert sich der Spielverlauf und ihr erarbeitet euch verschiedene Enden im Spiel. Dadurch erhöht sich natürlich der Wiederspielfaktor enorm und gerne nimmt man nach der Endsequenz nochmals den Drücker in die Hand, um zu erfahren wie es denn hätte anders laufen können.

Stimmige Atmosphäre, nicht so beeindruckende grafische Umsetzung

Da es sich um ein Open-World Spiel handelt, hat diese Art Spiel leider auch mit einigen Problemen zu kämpfen. Und in The Sinking City sind diese leider etwas zu vorherrschend. Zum einen ärgert man sich über zu spät nachladende Texturen oder auf einmal verschwinden vor einem auf einmal einfach die Questgeber oder wichtige Persönlichkeiten die den Spielverlauf vorantreiben sollten. Auch die wirklich langen Ladezeiten trüben den Spielspaß.

Die KI unserer Gegner lässt manchmal zu wünschen übrig und so laufen diese manchmal lieber gegen Wände oder Objekte als sich um uns zu kümmern. Manchmal scheinen Sie auch vollkommen Brain-AFK in der Spielwelt rumzustehen und sich für nichts zu interessieren.

Grafisch kann das Spiel im Test auch nicht vollkommen überzeugen. An manchen Stellen wirkt die stimmige Beleuchtung und der Mondschein lässt die Straßen unheimlich erscheinen. An anderer Stelle sind Texturen verschwommen oder aber Animationen wirken abgehackt bzw. kommen gar nicht vor. Türen öffnen hat Reed anscheinend nie gelernt und so schmeißt er sich immer mit seinem kompletten Gewicht gegen die Tür. Sieht die ersten paar Mal lustig aus, doch irgendwann nervt es leider nur noch.

Alles in allem wirken aber die Umgebungsgrafik, Soundkulisse und auch die verschiedenen Charaktere sehr stimmig und entführen uns in ein düsteres und heruntergekommenes Oakmont. Was zu Erkundungen und auf eine einzigartige Entdeckungsreise einlädt!

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • tolle & stimmige Atmospähre
  • einzigartige Charaktere
  • fesselnde & wendungsreiche Story
  • man wird gefordert

thumbs-down-icon

Kontra
  • zu oft verschwinden NPCs
  • teilweise verwaschene Grafikdetails
  • dümmliche KI

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Spiel Bewertung
Singleplayer
84
84
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Auch wenn The Sinking City an manchen stellen grafisch ziemlich veraltet wirkt, so kann es trotzdem mit seiner Atmosphäre und seinen Charakteren punkten. Auch die Story, die nach und nach an Fahrt gewinnt ist spannend und fesselnd zu gleich. Zusätzlich dazu kann man sich über eine sehr gelungene deutsche Synchronisation freuen. Das Gameplay kann komplett überzeugen und bietet euch Abwechslung in jedem der zahlreichen Fälle. Auch die Nebenquests sollte man gespielt haben und so schafft es The Sinking City auf über 30 Stunden Spielspaß. Natürlich kann man das locker verdoppeln, wenn man alle Enden des Spieles erleben will. Mit The Sinking City erhaltet ihr ein tolles Detektivabenteuer, welches euch Stunden an den Bildschirm fesselt. Klare Kaufempfehlung der Redaktion!

- Von  Timo

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

The Sinking City (Nintendo Switch) REVIEW

USK 18 PEGI 18

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