The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel REVIEW

Es gab eine Zeit, nein sogar eine ganze Ära, in der gute Next-Gen-JRPGs Mangelware waren. Zwischen 2007-2013 konnte man froh sein. wenn ein JRPG „ok“ war. Während dieser Zeit wussten die Entwickler scheinbar nicht, wie mit den neuen Möglichkeiten umgegangen werden sollte. Die etwas interessanteren Titel (Lost Odyseey, Blue Dragon, The Last Remnant) erschienen sogar nur auf der Xbox 360, was sie für viele zur besseren Konsole machte. Kurz bevor es auf der PlayStation 4 mit einem neuen Schwung in die Vollen ging, erschien The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel für die PS Vita und die PlayStation 3. Jetzt ist Trails of Cold als Remaster für die PlayStation 4 neu aufgelegt worden und macht den Titel für ganz neue Spieler zugänglich. Ob der Zeitpunkt diesmal günstiger ist und das Spiel mehr beachtet werden sollte, erfahrt ihr in meinem Test.

An der Schwelle zum Krieg

Es tobt ein erbitterter Kampf. Panzer rollen an und an beiden Fronten gibt es Verluste. Zwei riesige Kanonen sollen abgefeuert werden, was einen Kriegsakt in noch relativ friedlichen Zeiten darstellt. Die Class VII ist auf dem Weg diese Tat zu vereiteln und einen entsprechenden Krieg zu verhindern. Kampfroboter versperren ihnen zwar den Weg, aber die Schüler der Militärakademie sind bestens ausgebildet und vernichten die Angreifer. Ferner öffnen sich zwei riesige Tore und die Kanonen sind abschussbereit.

Kurz darauf vollzieht die Geschichte einen Sprung in die Vergangenheit und setzt 4 Monate zuvor an. An einem schönen Frühlingstag ist es endlich soweit, Rean Schwarzer darf als normaler Bürger den Unterricht in Class VII an der Militärakademie Thor beginnen. Hier startet sie, die Reise und die Geschichte der wagemutigen Class VII.

Die Spuren von Kaltem Stahl

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel ist einer der besten neueren JRPGs die es gibt. Völlig zu unrecht ist diese Reihe etwas untergegangen. Nun haben PS4 Besitzer die Chance das Spiel in seiner besten Variante kennen und hoffentlich lieben zu lernen. Ja, die Grafik war damals schon eher Mittel zum Zweck, aber das ist leicht verzeihlich. Ein Rundenkampfsystem das sehr viel Spass macht und einer der best geschriebenen Geschichten, sind die Zutaten die dieses Spiel großartig machen. Für Fans des Genres eine Bedingungslose Kaufempfehlung.

Das Herz dieses Spiels liegt in der Geschichte, der Erzählweise und den Figuren. Schon sehr schnell wird klar, diese Welt ist lebendig. Hier gibt es keine namenlose NPCs die einem nur einen Guten Tag wünschen. Jede Figur und sei sie noch so nebensächlich, hat seine eigene Persönlichkeit. Ich kann mit gutem Gewissen sagen, dass The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel einer der best geschriebenen JRPGs ist. Denkt man zu Beginn noch, dass die Figuren dem typischen Anime Klischee entsprungen sind, so wird man im Verlauf des Titels eines besseren belehrt. Jeder der 9 Klassenkameraden wird mit einer nachvollziehbaren Hintergrundgeschichte ausgestattet, nach der man weiß, wieso die Figuren so sind, wie sie sind. Einige eher unangenehme Themen werden aufgearbeitet, wie zum Beispiel, was ein Klassensystem für einen Einfluss auf die Gesellschaft hat.

Selten wird das in so einem Umfang und gleichzeitig so gut in einem JRPG zur Sprache gebracht. Darüber hinaus dreht sich die Geschichte um politische Intrigen und mysteriöse Mächte, was alles ganz wunderbar zusammenpasst. Insgesamt umfasst Trails of Cold Steel nunmehr 4 Teile, wobei der vierte mit dem Untertitel The End of Saga das Finale markiert. Bisher ist dieser Teil nur in Japan erhältlich, was sich vielleicht mit einem Erfolg des aktuellen Remaster ändert.

Das Remaster kommt mit einem der nützlichsten Features für JRPGs daher: der Turbo Modus. Mit diesem laufen Kämpfe 4x und das Bewegen in Gebieten 2x so schnell ab. In der ursprünglichen Fassung gab es zwar schon eine Vorspulfunktion, indem man die Kreistaste gedrückt hielt, eine Skipfunktion war jedoch nicht Bestandteil. Eine Komfortfunktion, die es leider auch nicht in die PlayStation 4 Version geschafft hat ist das Autoscrolling (Textboxen werden automatisch weiter geklickt und es ergibt einen schönen Lesefluss). Andere Titel von Falcom haben diese Funktion, doch auch ohne schmälert es den allgemeinen Spielspaß nicht.

Kein Spiel von gestern

Die Grafik, die Optik oder die technische Seite – Ja, sie ist der Schwachpunkt dieses ansonsten hervorragenden Titels. Wenngleich es auf älteren Plattformen erschien, war es schon damals keine Augenweide und einige Animationen wirken etwas steif. In der Ortschaft Trista oder der Militär Akademie tummeln sich zwar einige Figuren, allerdings sind Gebiete teilweise etwas leer und gerade Dungeons wirken schon recht steril. Auf der PlayStation 4 sieht es natürlich am besten aus, was durch 1080p und stabiler Framerate zustande kommt. Für meinen Geschmack ist die Grafik ausreichend und eine Verbesserung zur PlayStation 3 und PSVita Fassung ist deutlich zu erkennen. Trails of Cold Steel ist einer dieser Titel, bei denen Spieler einfach über die grafischen Defizite hinwegsehen sollten und es wahrscheinlich sogar leicht können, da Story und Gameplay einfach hervorragend sind.

Musikalisch hingegen gibt es wenig zu bemängeln, die Hauseigene Band hat so manchen Ohrwurm produziert und auch sonst ist die musikalische Untermalung stimmig. Manchmal kann man zwar erahnen, dass nicht die allergrößte Produktion dahintersteht, aber das wird wohl nur dem promovierten Chorleiter auffallen. Wie schon in der überarbeiteten PC Version, gibt es auch in der PlayStation 4 Fassung über 5000 Zeilen mit neu eingesprochenem englischen Text.

Muss die Steuerung von einem rundenbasiertem JRPG erwähnt werden? Eigentlich nicht, aber Falcom gibt in den Optionen die Möglichkeit, seine Wunschkonfiguration einzustellen – und zwar für jeden Button. Die allerwenigsten Genrevertreter bieten so etwas an, was dementsprechend lobend erwähnt werden sollte. Ansonsten bleibt es beim bewährten Trails of System, was insbesondere Spieler der alten Stunde sofort zusagen wird.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
90
90
Super
-
Multiplayer

FAZIT

Um zu meiner Einleitung zurückzukommen, diesmal ist der Zeitpunkt sehr gut für die Veröffentlichung gewählt! Dragon Quest XI und Kingdom Hearts III sind schon seit einiger Zeit im Handel und digital erhältlich, eine neue Konsolengeneration des Weiteren noch nicht offiziell angekündigt. The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel ist einer der besten neueren JRPGs die es gibt und völlig zu unrecht ist diese Reihe etwas untergegangen. Nun haben PlayStation 4 Besitzer die Chance, das Spiel in seiner besten Variante kennen und hoffentlich lieben zu lernen. Ja, die Grafik war damals schon eher Mittel zum Zweck, aber das ist leicht verzeihlich. Ein rundenbasierte Kampfsystem, das sehr viel Spaß macht und einer der best geschriebenen Geschichten, sind die Hauptzutaten die The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel so großartig machen. Für Fans des Genres eine bedingungslose Kaufempfehlung und für alle JRPG-hungrigen das perfekte Festessen.

- Von  Stefan

Playstation 4
Playstation 3
PlayStation Vita

The Legend of Heroes: Trails of Cold Steel REVIEW

USK 12 PEGI 3

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