Ratropolis REVIEW

Mit nahezu täglichen Neuerscheinungen auf der Plattform Steam, verliert man schnell den Überblick. Ständig gehen interessante Titel in der Fülle unter. Dies ist mir auch mit Ratropolis passiert, welches bereits am 1. November 2019 erschien. Doch manchmal gewinnt eine Pressemitteilung genügend Aufmerksamkeit, um das Spiel doch noch in den Fokus zu rücken. Genau dasselbe möchte ich nun mit dem Review schaffen, in der Annahme, dass auch euch das Spiel bislang verborgen blieb.

Ratten an die Macht

Dass in Ratropolis Ratten als Hauptfiguren agieren, ist fast schon anzunehmen. Das Spiel selbst beschreibt sich als Mischung aus Roguelite, Tower-Defense, Städebau und Deckbau (Karten). Selbstverständlich sind mir all diese Genres nicht unbekannt, was sogleich mein Interesse weckt.

Mit einer kleinen Einführung lernen wir die Ratten kennen, die ihre neue Heimat verteidigen. Entwickler und Publisher Cassel Games schaffen damit zugleich, eine Abneigung gegen Ratten entgegenzuwirken. Im realen Leben stehe ich eher distanziert den kleinen Wesen gegenüber. Im Spiel finde ich sie bezaubernd und verspüre den Drang, ihnen bei der Verteidigung letzter Stützpunkte zu helfen.

Wobei ich erwähnen möchte, dass sie meine Hilfe eigentlich kaum verdienen, da sie an ihrem Desaster selbst schuld sind. Wie viele Filme haben schon gezeigt, dass Versuche an Lebewesen komplett nach hinten losgehen können. Und so erschaffen die bis dahin liebenswürdigen Ratten ihre ganz eigenen Feinde – riesige, mutierte…. Ihr denkt jetzt Katzen? Aber nein, die eigene Spezies wurde für die Versuche missbraucht und die Apokalypse heraufbeschworen.

Sozialprojekt-Rattenrettung

Aber irgendwie kann man mit den Ratten ja Mitleid bekommen, denn ihre neuen Siedlungen sind sogleich in Gefahr. Also unterstützen wir sie doch einfach mit etwas Aufbauhilfe und Kursen in Verteidigung. Dafür steht ein Kartendeck zur Verfügung, mit denen wir beispielsweise weitere Häuser bauen können, die neue Bewohner anziehen. Aber was bringt das alles, wenn die Verteidigungslinien nicht stehen. Abwechselnd kommen die monströsen Gegner von der linken oder rechten Seite und versuchen das kleine Domizil plattzumachen. Ihr müsst also rechtzeitig Barrikaden erreichten und diese mit Wachen unterstützen. Wichtig ist hierbei, die Anzahl der Verteidiger regelmäßig zu erweitern und auch auf die Seite zu achten, aus der die Angreifer kommen.

Glücklicherweise werden Karten zugänglich, die mit einem verbesserten Wall die Häuser der Ratten schützen. Doch jede verwendete Karte kostet Gold. Diese Gold wird wiederum durch Steuern eingetrieben. Mehr Bewohner – mehr Steuern, mehr Steuern – mehr Karten einsetzbar. Sozusagen ebnet sich hier der ewige Kreis des Lebens.

Lass uns Karten spielen

Neben den Verteidigungskarten, liegen auch Wirtschaftskarten im Deck. Zwar müssen diese ebenfalls erst erworben werden, bringen mit ihrer Anwendung aber genügend Vorteile mit. Ist hingegen nichts Nützliches unter den Karten zu finden, darf ein neues Deck aktiviert werden, welches sich selbstverständlich zufällig zusammenstellt. Dies bedeutet aber zugleich, dass eine Abklingzeit abgewartet werden muss, bevor die Action erneut anwählbar ist. Wer keine Zeit hat, muss wiederum Gold investieren, um gleich ein neues Deck zu erhalten.

Sprudeln die Steuereinnahmen regelrecht, lohnt ein Blick beim Gelegenheitshändler. Hier können die Goldsummen für interessante Karten ausgegeben werden, die uns ferner aber vielleicht den Rattenschwanz retten. Ob Militär oder Wirtschaft, das Angebot ist breit gefächert.

Eine weitere Art das Deck aufzubessern ist noch simpler zu erreicht – zumindest anfänglich. Denn immer wenn eine Welle an Gegnern überstanden ist, gibt es eine Truhe spendiert. Und der Inhalt ist frei wählbar. Eine Karte aus einer netten Auswahl herauspicken oder doch lieber ein Gebäude erweitern? Die Qual der Wahl obliegt euch!

Hilfe, sie kommen von überall

Wer den Ratten ein Erfolgserlebnis verschaffen möchte, muss ganze 30 Wellen überstehen. Dies kann sich je Wahl der Schwierigkeitsstufe als durchaus knifflig erweisen. Selbst im leichten Schwierigkeitsgrad ist es alles andere als einfach, die Wellen zu überstehen. Denn ferner kommen immer böswilligere Gestalten hinzu, die auch in ihrer Anzahl ansteigt. Gleichzeit greifen sie dann noch beidseitig an, was schnelle Reaktionen von euch einfordert.

Und als wäre das alles noch nicht schwierig genug, gibt es in der Siedlung weitere Probleme. Stirbt eine Wache, wird gleich angefragt, ob ihr die Familie unterstützen möchtet. Wer nicht auf die Hälfte seines Goldes verzichten mag, kann auch die harte Tour gehen und stattdessen Geld einfordern. Sind die Bewohner mit euch als Anführer unzufrieden, könnt ihr Steuererlass geben, um gute Miene zum bösen Spiel zu machen. Weden gar ein paar eurer Untertanen durch eine Flut weggespült, könnt ihr Karten zur Rettung nutzen, oder sie ihrem Schicksal überlassen, was jedoch die Anzahl der Bürger schwinden lässt.

Rattenloch? Mitnichten!

Als weiterer Auswahlfaktor steht die Umgebung an. Sollen sie Ratten die Wüste, die Küste oder lieber den Wald bevölkern? Egal wie die Entscheidung ausfällt, die Umgebungen weisen nur weniger Unterschiede auf, die aber sowieso keinen Einfluss auf das Gameplay nehmen. Einfluss auf euch werden die Ratten selbst nehmen, denn die sind sehr niedlich gestaltet worden. Die niedlichen Nager gibt es als normale Bewohner oder Krieger zu sehen. Die mutierten Artgenossen sehen da schon deutlich furchterregender aus und zeigen sich ebenfalls in mehren Variationen. Gepaart ist Ratropolis mit einem harmonischen Tag- und Nachtzyklus. Dieser hat einen so feinen Übergang, dass ihr fast gar nicht merken werdet, dass eine andere Tageszeit angebrochen ist.

Begleitet wird der Genremix mit eher ungeordneten, mittelalterlichen Musik. Sie spielt nahezu unbemerkt vor sich hin. Dafür ragen die Effekte deutlich hervor, was keinen Kampf unbemerkt ablaufen lässt. Eine Sprachausgabe gibt es nicht. Die Kommunikation der Ratten findet über Quick-Geräusche statt. Damit aber auch ihr Teilhabe im tierischen Spiel habt, gibt es deutsche Bildschirmtexte.

Pro & Kontra

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Pro
  • Angenehme Animationen
  • Eine üppige Kartenauswahl
  • Schneller Einstieg

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Kontra
  • Die 30 Wellen sind eine große Herausforderung

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Spiel Bewertung
Singleplayer
83
83
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Ratropolis beiweist, dass ein guter Gerne-Mix durchaus gefallen kann. Das Spielprinzip beinhaltet die Aufgabe, 30 Wellen an Gegnern zu überstehen, die immer fieser werden. Doch auch wenn die Siege eher überschaubar sein werden, verliert der Titel kaum seinen Reiz. Zwar ist man nach mehreren gescheiterten Versuchen etwas geknickt, bekommt aber mit einer gewissen Punktezahl neue Karten freigeschaltet, die wieder zurück ins aktive Spiel führen. Niedliche Ratten, viele verschiedene Karten und die eingeforderte Taktik schaffen es, Ratropolis auch nach Stunden des Spielens nicht in der Steam-Bibliothek einstauben zu lassen. 

- Von  Rena

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