No More Heroes 2 REVIEW

Ja, Travis ist zurück und nachdem er im ersten Teil von No More Heroes schon eine Fangemeinde von sich und seinen Künsten überzeugen konnte, geht der Hack n’ Slay Spaß nun in die zweite Runde. Und für alle anderen die nun Fragen: „Wer ist Travis“? Eine Art Auftragskiller, der sich langsam auf der Rangliste der berüchtigten Schergen nach oben kämpft – für Geld, Macht und einen Namen, den jeder in der Szene kennt. Somit hätten wir auch die Story geklärt, die dementsprechend identisch mit dem ersten Teil ist und dennoch wieder für genügend Material sorgt, jedoch recht simpel daherkommt.

 

Nahtlose Fortsetzung

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Theoretisch ist alles beim Alten, Travis ist in seinem Apartment und bekommt des Öfteren Anrufe, in denen er von seinem nächsten Ziel erfährt. Wieder einmal kann man in seinem Domizil vieles entdecken, wie beispielsweise den Kleiderschrank, in dem man auch die Outfits wechseln darf. Als kleineres Highlight wartet die übergewichtige Katze Jennie auf euch, die auch Betätigung braucht. So dürft ihr jederzeit mit ihr spielen, damit sie langsam den Wohlstandsspeck los wird und noch agiler wird. Zudem könnt ihr es euch aber auch gemütlich machen und vom weniger abwechslungsreichen TV-Programm berieseln lassen. Zu sehen gibt es einen kunterbunten Anime Trailer, der ein kompletter Kontrast zu No More Heroes 2 ist. Aber sicherlich wollt ihr mit eurem Antihelden ja nicht nur TV schauen, oder? Sofern man die Toilette betritt, wird noch einmal der Spielstand gesichert und schon geht es ins knallharte Geschehen über, in dem sich Travis abermals beweisen muss.

Wie bereits erwähnt, sollt ihr euch nun die Rangliste nach oben kämpfen und das nicht nur mittels Fäusten, auch euer Laserschwert aus dem ersten Teil steht wieder zu diensten bereit. Leider hat es noch kein Upgrade bekommen und so muss es in regelmäßigen Abständen aufgeladen werden, sofern es in Gebrauch ist. So ziehen alle Treffer dem Laserschwert Energie ab, auch wenn ihr nur blockt. Ist die Energie aufgebraucht, erhaltet ihr mittels Lautsprecher der Remote Warnsignale. Nun also Taste-1 gedrückt halten und wild die Wii-Fernbedienung schütteln, um es wieder mit neuer Energie zeitweise zu versorgen. Mit etwas Glück findet ihr aber auch ein Item, das die Lebensenergie oder die Batterie des Schwertes wiederherstellt. Recht großzügig sind aber auch einige Kisten mit Items versteckt, die euch das Leben erleichtert. Und ein funktionstüchtiges Schwert könnt ihr immer gebrauchen, denn auch die Standardgegner sind nicht gerade rar und stellen sich euch regelmäßig in den Weg. Leider wird die KI hier sehr unvorteilhaft genutzt, sodass euch mehr oder weniger nur Kanonenfutter erwertet.

Die Bosskämpfe selbst stellen sich wieder als recht harte Nüsse dar. Sie zu blocken und anzugreifen reicht oft nicht aus, um mit einem Sieg belohnt zu werden. Gegnerischen Angriffen muss stets ausgewichen werden, um das Überleben eurer Spielfigur zu sichern. Aber auch die richtige Offensive ist ein guter Garant, sich langsam die oberen Plätze der Rangliste zu sichern. Damit sich das Spiel aber ein wenig von dem ersten Teil abhebt, gibt es gleich zwei Neuerungen. Zuallererst bekommt Travis zu dem Laserschwert noch zwei Laser Säbel gestellt, die sonst aber dieselben Eigenschaften haben wie die Zweithandwaffe. Nun kann er jedoch seine Angriffe wesentlich schneller ausführen, wenngleich das Laserschwert aber wesentlich effektiver ist. Die Taktik sollte auch wieder gut überlegt sein, denn die Gegner werde keine Minute zur Gegenwehr ungenutzt lassen und mit entsprechenden Fortschritt immer knackiger.

 

Neue Tricks

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Zusätzlich hat unser Antiheld zu seiner Bewaffnung noch einige nette Tricks auf Lager. Dazu gehören nicht nur Faustschläge und Fußtritte, sondern zusätzlich wieder seine speziellen Wrestling-Moves, mit dem er für eine Überraschung beim Gegner sorgt. Und auch einige Finisher mehr beherrscht der gute Travis nun, die jedoch wieder genauso blutig wie im ersten Teil sind, was abermals die Altersfestsetzung auf 18 Jahren vorgibt. Gerade bei den Bosskämpfen wird das Match über den Finishing-Move entschieden, der alles andere als zartbesaitet mit dem Gegenüber umgeht und auch von euch starke Nerven fordert. Als weitere Neuerung bekommt ihr einen weiblichen Part zum Spielen gestellt. Die junge Dame hat auch so ihre Eigenarten, schafft es aber genügend Abwechslung ins Spielgeschehen zu bringen. Übrigens ist sie kein unbekannter Charakter, denn schon im ersten Teil hatte sie ihr Debüt, dort jedoch nicht als spielbare Figur.

Das restliche Spielprinzip ist unverändert, was in diesem Fall aber sehr gut für das Gameplay ist, da man sich gleich zurechtfindet und den zweiten Teil direkt im Anschluss spielen kann, ohne dass es langweilig wird. Dennoch ist es gegenüber dem ersten Teil ein wenig fade und sorgt so gerade bei Kennern für leichten Unmut, was aber hauptsächlich der oberflächlichen Story geschuldet ist und weniger den spielerischen Elementen. Gestreckt wird das Setting selbstverständlich wieder durch die Möglichkeit die Umgebung der offenen Spielwelt zu erkunden und Nebenaufgaben anzunehmen. Dabei versucht No More Heroes 2 aber keine Experimente anzufangen und bleibt dem Vorgänger in seiner Mechanik treu.

 

Ausstattung

Auch im technischen Bereich ist alles beim Alten – die Grafik ist genauso klasse wie bereits im Debüt, wenngleich die Wii schon lange nicht mehr zeitgemäße Darstellungen bietet. Jedoch macht die eigene Note von Suda 51 und dessen Stil in No More Heroes 2 einiges wett. Der grafische Mix ist wieder aus Comic, Krimi und düsteren Aspekten zusammengeschustert und ergibt ein perfektes Endprodukt, das einen ordentlichen Kontrast zu üblichen Spielen bietet. Ebenso wenig wird mit Blut gegeizt oder auf die Retro-Elemente verzichtet, was den zweiten Teil zur authentischen Fortsetzung macht, ohne aber langweilig oder verbraucht zu wirken.

Soundtechnisch gibt es wieder grandiose Songs die in Richtung Rock und auch Electro gehen. Somit wird immer die richtige Atmosphäre untermalt und gibt Lust, den Gegnern im Takt der Musik den Allerwertesten zu versohlen, wenngleich dies auch nicht immer auf Anhieb klappt. Teils warten wie schon einige grafische Retro Darstellungen, auch Retro Sounds auf euch, die einen fantastischen Mix im Spiel erschaffen. Abgerundet ist No More Heroes 2 mit einer guten englischen Sprachausgabe, die gerade in den Dialogen mit den Endgegnern sehr überzeugend auftrumpft.

Die Steuerung ist eine Mischung aus Quick-Time-Events, obligatorischem Knöpfchen gedrücke und dem Bewegen der Remote und Nunchuck, sofern ihr wie auch wir zur Wii-Fassung gegriffen habt. Beim Aufladen der Schwerter müsst ihr beispielsweise die Remote wie wild schütteln, bei den Spezial-Moves hingegen wird euch eine Richtung angezeigt, in der ihr die Remote und manchmal auch den Nunchuck schwingen sollt, um diese Action auszuführen. Dazu werden Pfeile im Retro-Stil eingeblendet, bei dem ein schnelles Reaktionsvermögen von Vorteil ist. Zudem gibt gerade die Bewegungssteuerung dem Spiel den letzten sowie perfekten Schliff und passt zum kompletten und verrückten Setting.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
79
79
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

EditierenGegenüber dem Fazit des ersten Teiles habe ich nichts weiter hinzuzufügen. Auch die Fortsetzung von No More Heroes ist durchaus gelungen. Das Spielprinzip bleibt unverändert, trifft jedoch auf kleine Schwächen wir eine unschöne KI der Standardgegner. Die Mischung aus Hack n Slay, Satire und typischen Suda 51 Elementen zaubert einen unverwechselbaren Titel auf die Bildschirme, der aber auch an Brutalität nicht geizt. Neben starken Nerven sind auch gute Reflexe nicht minder wertvoll, um die Facetten von No More Heroes 2 komplett zu genießen.

- Von  Rena

Nintendo Wii

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