NASCAR Heat 5 REVIEW

Die Rennserien der NASCAR haben in den USA eine lange Tradition und finden wie die Indycars fast ausschließlich auf Ovalkursen statt. Rennen wie zum Beispiel auf der „Road America“ sind davon ausgenommen. Und wenn etwas erfolgreich ist, darf kaum die passende Videospiel-Adaption dazu fehlen. Daher dürfen wir nun auch NASCAR Heat 5 bei uns willkommen heißen. Natürlich haben wir uns die Simulation etwas näher angeschaut und geben unser Resümee insbesondere an Fans von Rennsimulationen weiter. Das heißt, hier werden für Spieler, die nicht viel mit den Genre am Hut haben, einige Fremdwörter fallen.

Der Einstieg

In NASCAR Heat 5 dürfen wir aus den einzelnen Rennserien wählen. Da wären die „NASCAR Cup Series“ (die Königsklasse), Xfinity Serie oder auch die Outdoor Truck Series und Xtreme Dirt Tour. Für Abwechslung wird also gesorgt.

Grundsätzlich sei gesagt, wer sich mit der NASCAR Heat Serie auskennt und die Vorgänger bereits besitzt, dem wird vieles vertraut vorkommen. Ein gänzlich neues Spiel darf man jedoch nicht erwarten. Auch ist nach unseren Informationen nach NASCAR Heat 5 der letzte Teil, welcher auf die Unity Engine setzt. In Zukunft wird es hier wahrscheinlich einen größeren Schritt mit einer neuen Engine geben. Dennoch hat der Entwickler 704Games den Käufern in Spe die ein oder andere Neuerung sowie Verbesserung spendiert.

Während der Story Modus praktisch gleich zu den Vorgängern ist, bekommen NASCAR Fans und Sim-Racer mit der „Testing Session“ die Möglichkeit, ihre erstellen Setups frei auf den Rennstrecken zu testen. Und bei der ordentlichen Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten, macht dies auch durchaus Sinn. Doch nicht nur beim Erstellen eines individuellen Setups kann man sich ausgiebig austoben. Selbst sein eigener Charakter lässt sich in einem Editor erschaffen. Des Weiteren darf man auch seine ganz eigene Fahrzeuglackierung wählen. Für einige interessante Spielereien abseits der Rennen ist also wieder gesorgt.

Fahrverhalten und mehr

NASCAR Heat 5 lässt sich sowohl mit Controller, als auch mit Lenkrad steuern. Man merkt jedoch, dass man den Fokus auf das Steuern mit dem Lenkrad gelegt hat. Hier kommt definitiv der meiste Spaß auf. Gab es in den Vorgängern hier und da gelegentlich Probleme bei der Erkennung der Hardware, so konnten wir nun mit dem Logitech G29 auf der PlayStation 4 sofort ohne Probleme oder Einschränkungen loslegen.

Das Fahrgefühl ist grundsätzlich okay. Aber eben auch nicht mehr. Als reine Simulation würde ich den Ableger nicht betrachten. Zu oft gibt mir die Fahrphysik ein teilweise unlogisches Feedback. Egal wie sehr ich am Setup arbeite, egal ob ich alle Fahrhilfen deaktiviert habe, es ändert nichts. Viel zu oft kommt mir das Fahrzeug komplett quer und zieht Richtung Mauer, auch wenn ich nur die Bremse antippe. Ich habe selber noch kein 5,7L V8 im Oval bewegen dürfen, aber unter diesen Voraussetzungen wäre es lebensgefährlich. Man kann sich vom Fahrstil her anpassen und es macht den Fahrspaß nicht gänzlich kaputt, nur muss man sich darauf einstellen. Dies tritt allerdings hauptsächlich auf Strecken mit einem Infield auf. Bedeutet, klassische Strecken die nicht ausschließlich im Oval gefahren werden. Im Oval selbst, wird maximal das Gaspedal gelupft und ansonsten Flatout!

Auch fehlen mir für eine reine Simulation einige Einstellungsmöglichkeiten. Zwar kann ich die Stärke des Force Feedbacks mit einem Regler anwählen, nur betrifft es das Force Feedback grundsätzlich und ist hier nicht in Unterkategorien aufgeteilt. Des Weiteren wird es mir ermöglicht, die „Impact Effects“ ein- oder auszustellen. Aber wie stark ich den Rollwiderstand, die Randsteine, Bodenwellen usw. spüren möchte, fragt man mich nicht… All das kann man nicht einzeln Weitergeben. Ebenso wenig ist es Einstellbar, ob ich ein informatives Feedback bekomme oder einfach nur rohe Gewalt am Lenkrad taste. Das alles ist in einem Rennspiel, welches Grundsätzlich ein Lizenzprodukt für Fans ist, kein Problem. Wenn jedoch der Ladebildschirm dazu genutzt wird, dem Spieler Werbung für ein 400 € teures Fanatec Club Sport Lenkrad (ohne Wheelbase und Pedale wohlgemerkt) vorzusetzten, sollte das entsprechende Spiel auch etwas mehr bieten, als nur rauf und runterschalten, sowie nach links und nach rechts lenken.

Unter der Haube

Zudem sind wir von der Technik etwas enttäuscht. Okay, wir haben es bereits eingangs erwähnt, dass wir hier wohl zum letzten Mal die Unity Engine zu sehen bekommen. Für die Zukunft wird es an der Serie weitere Verbesserungen geben. Das jetzt kein komplett neues Technikfeuerwerk zum Ende der Konsolengeneration auf uns wartet, war abzusehen. Aber wenn sich der Fangzaun am Oval 100 Meter vor uns aufbaut, ist das nicht gerade schön. Auch sind einige Texturen auf den Fahrzeugen recht unscharf. Ein wenig Trost findet man lediglich in den originalen Lizenzen, die das Spiel mitbringt.

Nachdem wir NASCAR Heat 5 jetzt sehr kritisch angegangen sind, wollen wir uns wieder mehr dem Licht als dem Schatten widmen. Was mich sehr gefreut hat war die Möglichkeit, lokal im Splitscreen zu fahren. Generell ist es immer positiv, dem Spieler möglichst viele Optionen mit an die Hand zu geben. Neben dem Splitscreen Modus kann man selbstverständlich auch Online mit bis zu 40 Spielern aus aller Welt fahren. Ferner lässt sich gar eine eigene Meisterschaft fahren. Einen einzelnen Grand Prix, die neu hinzugekommene Testfahrt, Herausforderungen und natürlich der Karriere Modus sind Teil des Komplettpakets. Dort kann man sich entweder von der Dirt Tour bis zur NASCAR Cup Series hocharbeiten, oder lieber gleich frei wählen, .

Auch ein sinnvolles Detail ist die Möglichkeit, den Spotter, also den Renningenieur, welcher euch während des Rennens mit Informationen versorgt, wahlweise dem Headset, die TV Lautsprecher oder das Gamepad zuzuweisen. Doch sei erwähnt, sowohl die Sprachausgabe als auch der Text ist auf Englisch. Wer mit NASCAR Heat 5 neu einsteigt, sollte dies zumindest im Hinterkopf haben. Dadurch gewinnt das Spiel aber auch an noch mehr Authentizität gegenüber des originalen Events.

Auch muss ich zugeben, selten in einem Rennspiel so schön und spektakulär in Szene gesetzte Boxenstopps gesehen zu haben. Hier kommt das US TV-Format gut rüber und generell wird die Atmosphäre der Rennen bestmöglich eingefangen, was gerade für Fans ein wichtiger Faktor sein sollte.

Video-Review

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Spittscreen Modus
  • Richtige Atmosphäre
  • Alle Lizenzen
  • Unterstützt diverse Lenkräder

thumbs-down-icon

Kontra
  • Fahrphysik nicht auf dem Niveau einer echten Simulation
  • Grafik nur mittelmäßig
  • Nur oberflächliche Force Feedback Einstellungen
  • Sprachausgabe und text nur in Englisch

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Spiel Bewertung
Singleplayer
67
68
69
Multiplayer

FAZIT

Für wen eignet sich jetzt eigentlich NASCAR Heat 5? Das ist ehrlich gesagt gar nicht so einfach zu beantworten. Grundsätzlich werden hier NASCAR Fans angesprochen. Diese haben wahrscheinlich aber schon die Vorgänger in ihren heimischen Gefilden. Dementsprechend muss jeder für sich entscheiden, ob der Neupreis die wenigen Neuerungen rechtfertigt oder nicht. Wer wiederum den Simulationsaspekt in den Vordergrund legt, sollte lieber auf andere Alternativen ausweichen. Auf dem PC findet zum Beispiel in iRacing die offizielle eNASCAR Serie statt. Wer allerdings noch kein Nascar-Ableger Zuhause liegen hat und abseits von Simulationen einfach ein solides Rennspiel sucht, dürfte mit NASCAR Heat 5 einen ordentlichen Kandidaten vorfinden. Der neuste Streich der Heat-Serie ist kein schlechtes Spiel, wird aber dem eigenen Anspruch einer Simulation nur bedingt gerecht.

- Von  Gerrit

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

NASCAR Heat 5 REVIEW

USK 0 PEGI 3

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