Minecraft Dungeons REVIEW

Grundsätzlich spielt eine Story bei einem Action RPG bzw. einem Dungeon Crawler nur eine untergeordnete Rolle. Sie ist schmuckes Beiwerk und dient quasi zur Erklärung warum ihr das tut, was ihr da tut. Im Kern geht es um das Leveln sowie das Ausrüsten eurer Charaktere und das wahlweise alleine oder doch vielmehr zusammen Lokal oder gar Online. Und genauso ist es auch in Minecraft Dungeons. Die Hauptkritik, welche von außen immer wieder zu hören war, war der geringe Spielumfang. Grund genug sich ein eigenes Bild zu machen und euch daran teilhaben zu lassen. 

Aller Anfang ist schwer

Dem Spiel stehen insgesamt drei Schwierigkeitsgrade zur Verfügung. „Standard“, „Abenteuer“ und „Das Ende aller Tage“.Des Weiteren warten neun Stroymissionen und zu Beginn ein Tutorial auf euch. Mit dem Start von Minecraft Dungeons sucht ihr euch einen klotzigen Charakter aus. Startet ihr das Spiel zum ersten Mal oder beginnt eine neue Story, steht euch nur der „Standard“ Modus zur Verfügung. Dieser dient quasi dazu, euch in einem moderaten Schwierigkeitsgrad das Spiel und seine Spielmechaniken zu erklären. Doch Vorsicht, auch im weiteren Verlauf werden die Gegner schwieriger. Hier solltet ihr euren Charakter schon ordentlich gelevelt haben.

Habt ihr den Boss am Ende besiegt, ist das Spiel jedoch noch nicht vorbei. Wer Minecraft Dungeons linear einfach durchzockt und seinen Charakter nur so weit wie nötig levelt, der dürfte nach fünf bis sechs Stunden den Abspann sehen. Wer die Story einmal durch hat und ab jetzt an dem Spiel und seinem Spielprinzip kein Interesse mehr hat, der darf sich berechtigt die Frage stellen, ob die 20 € dem Umfang gerecht geworden sind. Egal wie die Antwort aussieht, sie ist rein subjektiv und kann nur individuell von jedem selbst beantwortet werden. Denn Mincraft Dungeons will und kann vor allem auch deutlich mehr, denn ab jetzt geht das Spiel eigentlich erst richtig los.

Kritik berechtig

Habt ihr den ersten Run durch, schaltet ihr den nächsten Schwierigkeitsgrad „Abenteuer“ frei. Hier stehen euch nun wieder alle neun bzw. zehn Missionen zur Verfügung. Es sei erwähnt, dass jede Mission im jeweiligen Schwierigkeitsgrad sich noch einmal in sechs Stufen einstellen lässt. Also „Standard 1 – 6“, „Abenteuer 1 – 6“ und „Das Ende aller Tage 1 – 6“.

Ebenfalls sei noch gesagt, dass sich bis auf die erste und letzte Mission alle anderen neu generieren. Bedeutet, jede Map hat ihre HotSpots die immer gleich bleiben. Hier finden bestimmte Events statt wie zum Beispiel “befreit die Dorfbewohner” oder ein Zwischenboss taucht auf. Jedoch die Wege bis dorthin gestalten sich immer neu, wodurch keine Langeweile aufkommt und sich die Missionen trotz Bekanntheit neu anfühlen. Das ist, wie wir finden, ein cooles Feature.

Primär steht aber nicht im Fokus, die Story wieder und wieder durchzuspielen. Ab jetzt geht es darum weitere Secret-Level zu finden. Auch beinhaltet jede Mission einen secret Room, die es zu entdecken gilt. Auch gibt es jetzt Sammelbares zu entdecken. Um was es sich genau handelt, wo ihr es findet und wofür ihr es braucht, werde ich euch selbstverständlich hier nicht verraten. Ebenfalls solltet ihr nach dem ersten Durchspielen euer Lager, von dem wir alle Missionen aus starten und uns ausrüsten, genauer anschauen. Es sollte wohl reichen, wenn ich euch sage, dass ich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des schriftlichen Reviews über 45 Stunden in Minecraft Dungeons investiert habe und noch längst nicht alles gesehen habe.

Der Obligatorische RPG Vergleich

Oft wird der Titel von Mircosoft mit Diablo verglichen. Ist das fair? Nun, in jedem Genre muss sich ein Spiel mit dem entsprechendem Klassenprimus messen. Ein Sonic Racer muss sich eben mit Mario Kart messen, ein Watch_Dogs oder Mafia mit GTA oder eben Minecraft Dungeons mit Diablo. Jedoch sollte man immer im Hinterkopf behalten, was das entsprechende Ziel der Entwickler war oder ist. Und so ist es hier weder eine Szeneastnische Kinodarstellung der Story in beeindruckenden Zwischensequenzen noch das Ansprechen der älteren Action RPG Fans.

Vielmehr dient Minecraft Dungeons dazu, dass Genre sowohl für Jung wie Alt zugänglich zu machen und so für Spielspaß bei der ganze Familie dank der Minecraft Lizenz zu sorgen. Dabei bietet das Rollenspiel weniger Tiefgang und Umfang als beispielsweise ein Diablo, jedoch genügend um den Nachwuchs an das Genre bzw. die Materie heranzuführen – Quasi die Diablo Gamer von morgen.

Wie viel RPG ist drin

In Minecraft Dungeons können wir unseren Charakter mit einer primären sowie einer sekundären Waffe ausrüsten und darüber hinaus mit einer Rüstung versorgen, die Schutz bieten soll. Je nach eurem Charakter-Level erhaltet ihr eure Waffen und Rüstungen in einem ähnlichen hohen Level. Diese könnt ihr durch Verzauberungen individualisieren und verbessern. Verzauberungen sind bis zu dreimal stapelbar und kosten Verzauberungspunkte. Diese erhaltet ihr nach einem Levelaufstieg. Eure Waffen und Rüstungen gibt es in den Ausführungen „Beliebig“, „Selten“ und „Einzigartig“. Die einzigartigen Utensilien beinhalten als besonderes Extra zumeist ein Zusatz-Feature. Solltet ihr eine einzigartige Rüstung oder Waffe entsorgen, bekommt ihr die Verzauberungspunkte zurück!

Darüber hinaus bekommt ihr maximal drei Artefakte mit unterschiedlichen Fähigkeiten, welche je nach Level unterschiedlich stark ausfallen. So benötigen manche Artefakte eine Abklingzeit oder Seelen von gefallenen Gegnern. Die Vielfalt, die sich dadurch ergibt, ist für ein niedliches „Klötzchen Diablo“ wirklich beeindruckend.

Multiplayer

Spielen könnt ihr sowohl Solo im Singleplayer, lokal mit bis zu vier Spielern auf einer Switch und Online mit ebenfalls bis zu vier Spielern. Was hingegen leider nicht geht, ist die Möglichkeit, zu zweit an einer Konsole Online mit zwei weiteren Mitstreitern zu zocken. Entweder nur Offline oder nur Online ist die Devise. Das finden wir etwas schade, denn es nimmt Minecraft Dungeons gutes Potenzial. 

Während der lokale Multiplayer richtig gut funktioniert und Spaß macht, läuft der Online Multiplayer leider nicht so, wie er eigentlich sollte. Eine öffentliche Lobby findet zumindest auf der Nintendo Switch praktisch nicht statt. Entweder ihr verabredet euch online mit Freunden oder ihr habt schlicht und ergreifend Pech. Und wenn ihr Mal online spielt, gibt es leider viel zu oft Laggs und Disconnects, was ziemlich frustrierten ist. Auch vermissen wir einen richtigen Chat. Okay, es gibt eine kleine Chatfunktion, wo ihr die Möglichkeit habt, euren Freunden kurze vorgefertigte Kommandos zu geben. Diese sind aber weder umfangreich, noch praktisch, wenn plötzlich mehrere Gegner auf euch zu kommen.

Im lokalen Multiplayer ist uns jedoch nur ein negativer Punkt aufgefallen. Spielt ihr zu zweit oder auch mit mehreren Leuten, könnt ihr nur bis zum Bildschirmrand laufen und seid immer darauf angewiesen, auf den Letzten zu warten, bis dieser hinterherkommt. Anders als zum Beispiel im bereits erwähnten Diablo, kreiert das Spiel ab einem gewissen Punkt keinen Splitscreen. Das kann hin und wieder etwas nerven aber ist noch verschmerzbar, denn Spaß hatten wir trotzdem eine Menge.

Technik und mehr

Der Grafikstil ist typisch Minecraft und bietet eine liebevolle und detaillierte Welt mit einer Menge Klötzchen. Auch die deutsche Vertonung der Story ist ordentlich umgesetzt. Doch wenn wir schon beim Thema Technik sind, kommen wir zumindest bei der Nintendo Switch Version zur Performance, welche nicht ganz so schön ist. Gefühlt läuft das Spiel zwischenzeitlich mit unter 20 FPS! Das kommt zum Glück nicht sehr häufig vor und macht Minecraft Dungeons nicht unspielbar, jedoch muss hier dringend nachgebessert werden. Der Sound sowie die Umsetzung der Steuerung kommt hingegen ohne Kritik unsererseits aus.

Zusammengefasst lässt sich sagen, Minecraft Dungeons ist ein wirklich ordentlicher Dungeon Crawler, welcher sich für Jung und Alt, sowie für die ganze Familie eignet. Viel Licht mit einigen dunklen Schatten, welche durch Updates in Zukunft aber hoffentlich nachträglich verschwinden. Wer sich auf das Genre und die Spielmechanik einlässt, bekommt auch im Basis Spiel viele Stunden Suchtpotenzial. Die DLC Politik darf generell durchaus kritisch gesehen werden, wenn Spielinhalte mit Preis und Datum gleichzeitig mit Erscheinen des Spiels bekannt gegeben werden. Und da der erste DLC noch im Juli erscheint, darf auch davon ausgegangen werden, dass der Content bereits fertig war.

Das können wir aber nicht negativ für das Spiel werten. Hier muss jeder für sich Entscheiden, ob er das okay findet oder eben nicht. Ab Juli folgen dann noch einmal drei weitere Missionen. Zum Ende des Jahres wird dann noch ein weiterer DLC folgen.

Video Review

 

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Multiplayer bis zu 4 Spieler
  • Langzeitmotivation
  • Kinderfreundlich
  • Liebevolle Minecraftwelt

thumbs-down-icon

Kontra
  • Technische Schwächen der Switch-Version
  • Kurze Story

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
79
Okay
78
Multiplayer

FAZIT

Grundsätzlich können wir Minecraft Dungeons wärmstes für Spieler aller Altersgruppen empfehlen. Gerade wer ein familienfreundliches Abenteuer in virtuellen Welten sucht, ist mit dem Titel bestens versorgt. Wer aktuell noch unsicher ist, macht zumindest mit der Basis Version für unter 20Euro nichts verkehrt. Auf Wunsch kann zu einem späteren Zeitpunkt für 9,99 € auf die Helden Version inkl. DLCs ein Upgrade erfolgen. Wir hatten auf jeden Fall viele Spielstunden unseren Spaß und investieren gerne noch weitere Stunden in den Titel, der viele gute Elemente anwendet und vor allem einen Multiplayer nicht scheut. Dennoch sei gesagt, dass diejenigen, die mehrere Konsolen daheim haben, nicht bevorzugt die Nintendo Switch Portierung wählen sollten, da diese doch ein paar technische Schwächen hat.

- Von  Gerrit

Playstation 4
Xbox One
MS Windows
Nintendo Switch

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