Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 REVIEW

Bis zur Eröffnung der Olympischen Sommerspiele in Tokyo im Juli 2020 ist es zwar noch eine ganze Weile hin. Das hält Sega und Nintendo aber nicht davon ab, ihre hauseigenen Maskottchen schon jetzt an den Start zu bringen und mit ihnen das kommende Ereignis auf der Nintendo Switch zu zelebrieren. Taugt Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 als spaßiger Warm-up für das kommende Großereignis?

Viel Spiel = viel Spaß?


Die uralten Sportspiele von Entwickler Epyx (Summer Games, Winter Games, California Games etc.) gehören zu einer meiner frühesten und liebsten Erinnerungen bezüglich Videospiele. Gemeinsam mit meinem besten Freund habe ich die Klassiker nämlich für viele Jahre immer wieder und gerne gespielt, auch wenn schon längst PlayStation, Super Nintendo und PCs Einzug in unsere Kinder- und später Jugendzimmer gehalten haben. Entsprechend hege ich bis heute eine große Sympathie gegenüber ähnlich gelagerten Spielen und war insofern auf Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 gespannt.

Mit der offiziellen Olympia-Lizenz in der Tasche, feiern Nintendo und Sega schon einmal die kommenden Spiele in Tokyo und laden zu etlichen Disziplinen ein. Dabei handelt es sich wie gewohnt um eine Sammlung von etlichen Minispielen, die vor allem auf Partien mit Freunden und der Familie vor der heimischen Konsole ausgelegt sind. Unter den über 30 Disziplinen finden sich 100 Meter Lauf, Boxen, Karate, Hürdenlauf, Bodenturnen und Badminton. Die Auswahl reicht dabei sowohl von traditionellen Olympischen Sportarten bis hin zu Exoten und neueren Disziplinen, wie etwa Skateboarden und Surfen. Das verspricht auf dem Papier zumindest einiges an Abwechslung und tatsächlich spielt sich jede Sportart angenehm anders, auch wenn letztlich ähnliche Muster vom Spieler abgefragt werden.

Zwischen wilder Fuchtelei und biederem Knöpfchendrücken


Wie sich eine Disziplin spielt, hängt auch von der Wahl der Steuerung ab. Man kann sowohl mit den Joy-Cons und deren Bewegungssteuerung spielen, als auch klassisch per Tastensteuerung (mit Joy-Cons und Pro Controller). Gerade die Knopfsteuerung ist aber selten spannend umgesetzt. Mal abgesehen von einigen Sportarten, wie etwa Fußball oder Klettern, wo die klassische Steuerung wirklich mehr Sinn macht bzw. man erst gar nicht auf Bewegungsteuerung zugreifen kann, kommt der Spaß eigentlich erst mit der wilden Fuchtelei via Bewegungssteuerung auf, die zu großen Teilen auch sehr präzise funktioniert. Unabhängig von der gewählten Steuerungsart, geht das Ganze recht simpel vonstatten. Die nötigen Anforderungen in der jeweiligen Disziplin werden vor dem Start in einem bündigen Tutorial erläutert.

Spielspaß in kleiner Runde


Die Stärken des Spiels werden vor allem im lokalen Multiplayer-Modus ausgespielt, allerdings gibt es hier einige Einschränkungen. So kann man zwar mit bis zu vier Spielern auf der Couch an den Wettkämpfen teilnehmen, allerdings gilt dies nur für die 3D-Disziplinen. Die 2D-Spiele kann man nur mit zwei Spielern angehen. Und auch bei manchen der 3D-Wettkämpfe, wie etwa Surfen oder Reiten, ist man auf zwei Spieler gleichzeitig beschränkt, während man bei anderen Sportarten auch zu viert gleichzeitig spielen kann. Mir vollkommen unverständlich ist die Entscheidung gegen eine Playlist. Statt das man sich aus den verfügbaren Disziplinen eine Liste zusammensetzen kann, bei der man nacheinander die unterschiedlichen Wettkämpfe spielt, muss man nach jeder beendeten Runde nämlich die nächste Sportart aus dem Menü wählen. Ausgerechnet der bei den Olympischen Spielen hoch gehaltene Wettkampfcharakter geht dadurch komplett flöten und unterbricht den Spielfluss. Überhaupt sind die einzelnen Runden meistens erstaunlich kurz, obwohl man bei manchen Aktivitäten durchaus die Anzahl der Runden oder die gespielte Zeit einstellen kann.

Auch der Online-Modus ist ausbaufähig. Will man sich in der Rangliste nach Oben kämpfen, muss man nämlich mitunter einiges an Geduld mitbringen. Hier wählt man nämlich zuvor eine Disziplin aus und sucht erst dann nach anderen Spielern. Hat gerade niemand auf der Welt Lust sich im 100 Meter Lauf zu messen, bleibt die Lobby leer und man kann lange warten. Flotter geht es hingegen im Freien Spiel, wo man sich erst in eine Lobby einklinkt und dann gemeinsam über die zu spielenden Disziplinen abstimmt.

Redselige Geschichtsstunde


Natürlich kann man sich auch als Solist an den Wettkämpfen beteiligen. Neben einem schnellen Spiel gibt es für Einzelspieler auch wieder einen Story-Modus. Dieser dreht sich nicht primär um die aktuellen, sondern um die Olympischen Spiele von 1964, die ebenfalls in Tokyo stattgefunden haben. Genau zu diesen reisen Mario und Sonic nämlich unfreiwilligerweise mit ihren Widersachern Bowser und Dr. Eggman. Und da sowieso die Sportspiele stattfinden, vertreiben sich der Klempner und der blaue Igel eben die Zeit im alten Tokyo, während Luigi in der Jetztzeit versucht seinen Bruder und Anhang zu retten. Leider ist die Story mäßig spannend und vollgestopft von langweiligen Dialogen. Weder auf Nintendo, noch auf Sega Seite haben die Figuren etwas Interessantes zu sagen und zu allen Überfluss wird sich in der Redseligkeit selten kurz gehalten. Ganz nett: hier und da erhält man einige Hintergrundinformationen zu den Olympischen Spielen von 1964, zu Tokyo und zum Super Mario und Sonic Universum.

Noch viel netter: die in 2D gehaltenen Disziplinen, die man in klassischer Pixel-Optik im Abenteuer-Modus spielen kann. Hinzu kommen noch einige Minigames, die ebenfalls für etwas Abwechslung sorgen und den Story-Modus dann doch noch zu einem „brauchbar“ verhelfen.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • große Auswahl unterschiedlicher Disziplinen
  • gelungene Umsetzung der Steuerung
  • stimmige Präsentation

thumbs-down-icon

Kontra
  • keine Möglichkeit eigene Playlists zu erstellen
  • ziemlich öder Story-Modus

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Spiel Bewertung
Singleplayer
72
75
Okay
78
Multiplayer

FAZIT

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 ist natürlich kein Spiel, welches ich dauerhaft und lange am Stück spielen will. Doch in einer kleinen Runde mit Familie und Freunden wird der Titel in den kommenden Monaten sicherlich regelmäßig herausgeholt. Spaß machen die unzähligen Disziplinen zum überwiegenden Teil nämlich vor allem, da sie sich unterschiedlich spielen und stimmig umgesetzt wurden. Man sollte aber schon jemanden haben, mit dem man regelmäßig an den virtuellen Sommerspiele teilnehmen kann. Alleine macht das Ganze aufgrund der mäßigen KI nämlich wenig Spaß, auch der dank 2D-Optik und weiteren Minigames eigentlich ganz nette Story-Modus ist nicht unbedingt ein Garant für Solisten-Spaß. Selbst online kommt nicht so viel Spaß auf, wie beim gemeinsamen Spielen auf der heimischen Couch. Nimmt man all dies in die Rechnung, wird man aber eine gute Zeit mit Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 haben.

- Von  Adrian

Nintendo Switch

Mario & Sonic bei den Olympischen Spielen: Tokyo 2020 REVIEW

USK 0 PEGI 3

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