Giraffe and Annika REVIEW

Mit dem ersten Blick auf das Abenteuer Giraffe and Annika begrüßt uns eine zauberhafte Anime-Grafik, die einlädt, mehr zu entdecken. Doch ein süßer Look macht schon lange kein gutes Spiel aus, also schaue ich mir den Titel etwas näher an. Kann das Gameplay ebenfalls überzeugen oder ist dieses einfach nur ein Blender? Die nachfolgenden Zeilen klären es genauer.

Die Aufeinandertreffen

Zuallererst lernen wir Annika kennen, die eine Art Hybrid aus Katze und Mensch zu sein scheint. Große Kulleraugen, menschliche Gestalt, Katzenohren und ein Katzenschwanz zeichnen sie aus. Und das erste Kennenlernen offenbart zugleich, dass sie sich nicht an ihre Vergangenheit erinnern kann. Im Kleid und mit Kniestrümpfen eingehüllt, sowie mit Umhängetasche ausgestattet, geht es an die Erkundung der Umgebung. Dabei wird sie auf Giraffe aufmerksam, einem Jungen, der auch nicht nur menschliche Gene in sich trägt. Er betraut sie mit der Aufgabe, drei Sternenfragmente zu sammeln. Diese sollen in der Lage sein, den Schleier des Vergessens zu lüften und ihre Erinnerungen zurückzuholen.

Da die beiden jedoch nicht die einzigen Geschöpfe auf der Insel Spica sind, auf der das Abenteuer erzählt wird, geht es nicht ganz ohne Gefahren. Doch zwischen den Passagen, bei denen Annika passiv bleibt und den Feinden aus dem Weg geht, gibt es auch angenehmere Treffen. Die friedliebenden Bewohner geben dem Katzenmädchen unterschiedliche Aufgaben, die es zu bewältigen gilt. So lockert sich das Gameplay auf und bietet verschiedene Facetten. Sonderlich mitreißend wird es aber leider nie.

Die Erkundung

Durch all die kleinen Aufgaben, die Annika mitnimmt, erkundet sie immer weitere Gebiete und erlangt Schlüssel für fernere Areale. Zwischendurch werden verschiedene Utensilien gesammelt, wie beispielsweise Holzstämme, die ferner eine Brücke erschaffen. Und urplötzlich, ohne es vielleicht angesteuert zu haben, ist der erste Dungeon erschlossen. Hier übernehmen Geister das Hauptaugenmerk, die eher weniger schonend mit dem Katzenmädchen umgehen. Die vielen Sprungpassagen bringen aber noch eine weitere Gefahr mit, denn auch im Wasser verliert Annika Lebensenergie. So heißt es, immer schön auf dem Trockenen bleiben und jedweden Angriff vermeiden.

Ganz ohne Konfrontation geht es jedoch nicht, als Hexe Lily ins Spiel kommt. Der doch eher harmlose Schlagabtausch wird über Taktgefühl und Geschick in einem Minigame ausgetragen – und das nicht nur einmal. Dadurch zeichnet sich das Spiel als besonders kinderfreundlich aus. Letztlich kann hier aber der Schwierigkeitsgrad angepasst werden, sodass es nicht zu einfach wird.

Einen Freifahrschein für sorgloses Vorgehen gibt es jedoch nicht. Schwindet Annikas Lebensenergie, solltet ihr nach Obst oder Gemüse suchen und es verspeisen. Manchmal ist sogar noch etwas vorsorglich in der Handtasche gelandet. Ansonsten helfen blaue Kristalle weiter, die überall auf der Insel verteilt sind.

Technik

Giraffe and Annika ist ein niedliches und eher entspanntes Spiel, das keine 5 Spielstunden bedarf. Durch die verschiedenen Aufgaben oder das Erkunden der Dungeons gibt es dennoch einiges zu entdecken. Dabei zeichnet sich der Titel nicht durch spannende Kämpfe aus, sondern durch die niedliche Erzählweise. Die Gespräche der einzelnen Protagonisten werden durch Comic-Strips dargestellt. Wie in einem Manga sind die Bilder mit Sprechblasen unterlegt. Durch kleine Bewegungen bringen die Abschnitte aber noch ein wenig Dynamik mit ein.

Einzelne Gespräche abseits der Hauptstory werden ebenfalls mit schönen Zeichnungen und Textfeldern untermalt. Zu sagen ist aber, dass das gesamte Spiel nur in englischer Sprache veröffentlicht wurde. Dies ist zwar relativ vereinfacht, raubt jedoch jüngeren Spielern das Verständnis der Story.

Einige Umgebungen, wie insbesondere die Dungeons, hätten mehr Detaildichte vertragen. Dies liegt aber auch daran, dass die Arten der Gegner nicht wirklich vielfältig sind. Die Insel Spica hat aber definitiv ein paar andere schöne Ecken zu bieten, sowie den Jungen Giraffe, der immer wieder auftaucht und hilft. Zudem verzichtet das Gameplay nicht auf einen Tag- und Nachtwechsel, der wiederum bestimmte Aufgaben erschließt.

Eine charmante musikalische Begleitung untermalt die illustere Geschichte auf der sehr naturbelassenen Insel. Auf eine Sprachausgabe wird komplett verzichtet, was durch die Art der Manga-Sequenzen mitsamt Sprechblasen verständlich ist.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Süße Protagonisten
  • Erzählweise in Comic-Strips
  • Kinderfreundliches, entspanntes Spiel

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Kontra
  • Nur englische Textausgabe
  • Zeitweise keine Herausforderung
  • Sehr kurze Spielzeit

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Spiel Bewertung
Singleplayer
72
72
-
Multiplayer

FAZIT

Giraffe and Annika ist auch nach dem Test immer noch ein zuckersüßes Spiel in meinen Augen. Es richtet sich an Spieler und Spielerinnen, die eher einem ungezwungenen Abenteuer nachgehen möchten. Keine knallharten Bosskämpfe, keine ständigen Konfrontationen und viel Zeit für eine Erkundung, die immer und immer mehr Areale umfasst. Erzählt wird alles in niedlichen Comic-Strips, die leider auf eine deutsche Textausgabe verzichten. Nichtsdestotrotz gibt es tolle Momente, die dem Spiel seinen Charme verleihen. Wer sich Action erhofft, dem ereilt schnell die Ernüchterung. Wer einfach nur entspannt zocken möchte und dem Anime-Style liebgewonnen hat, sollte seinen Blick nicht weiter schweifen lassen.

- Von  Rena

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Giraffe and Annika REVIEW

USK 0 PEGI 3

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