Fishing Adventure REVIEW

Langsam geht es Richtung Frühling und die ersten Sonnenstrahlen kommen gerne für ein paar Stunden zu Besuch. Den ein oder anderen treibt es bei diesem Wetter sofort raus in die Natur, manch anderer zählt die Tage bis zum ersten Angelausflug. Wer gerne an die frische Luft möchte, aber noch nicht den Weg zum See wagt, oder gar keine Ausrüstung im Besitz hat, darf sich nun freuen. Mit Fishing Adventure könnt ihr das Angeln und die Freude an der Natur miteinander verbinden, denn der Titel ist für die Nintendo Switch veröffentlicht worden.

Angel rein, Flott raus

Sofern ihr euch für den virtuellen Ausflug entschieden habt, findet ihr euren Protagonisten an einem See in Polen wieder. Die ersten Instruktionen sind selbsterklärend und die Angelschnur, das Flott (Schwimmer), der Haken und der Köder schnell im Wasser verschwunden. Wie am richtigen See heißt es nun Geduld beweisen und das Flott beobachten. Ein paar wenige Minuten später hat der erste Fisch angebissen, was nun bedeutet, das Prachtstück aus dem Wasser zu ziehen.

Hier greif das zweite Mal eine Geduldsprobe an euch, denn die Originalausrüstung hat ihre Tücken. Es dauert gelegentlich eine gefühlte Ewigkeit, bis der erste Fisch in euren Händen ist. Wahrscheinlich müsst ihr gar mit einem Plötze Vorlieb nehmen, der kaum Gewinn noch Gewicht einbringt. Letztlich ist es anfänglich aber nahezu egal was am Haken ist, denn jeder Fisch beansprucht eine längere Zeit, was erst durch bessere Ausrüstung entgegengewirkt werden kann. Leider geht dadurch das authentische Feeling schon etwas verloren, was durchaus schade ist und den Charakter einer Simulation zerstört.

Gewinn und Level-Up?

Euer virtueller Angelfreund verdient mit seinem Hobby glücklicherweise Geld. Und nun geht der bekannte Kreislauf wieder los. Geld bedeutet neue Ausrüstung, neue Ausrüstung bedeutet stärkere und größere Fische, die wiederum mehr Geld bedeuten. Unterschiedliche Köder, Angelschnüre und Ausrüstungen stehen zum Verkauf und sorgen für die Motivation, einige Flossen-Bewohner aus dem Teich zu holen. Zudem ist noch eine Abnutzung gewisser Gegenstände verbaut, die eine ständige Investition abverlangt.

Das Spiel bringt aber noch einen anderen Vorteil mit, denn Fishing Adventure hat ein Level-Up-System integriert. In den ersten Spielstunden steigt euer Protagonist relativ schnell im Charakter-Level auf, was ferner immer mehr von der Schnelligkeit abschwächt. Doch ein wenig beeinflussen könnt ihr das, denn wer beispielsweise seine Fische wieder freilässt, erhält die doppelte Menge an Erfahrungspunkten. Dennoch bleibt gerade die Frage offen, was mit einem Aufstieg passiert? Jeder neue Level schaltet weitere Items frei, die frische Vorteile für das Hobby mitbringen.

Mit dem erhaltenen Geld könnt ihr sogar an Turnieren teilnehmen und Teil einer Gruppe werden, die versucht, ein gemeinsames Preisgeld einzuheimsen. Dafür gibt es immer ein vorgegebenen Zeitintervall, in dem die Spieler beitreten müssen, um die Chance wahrzunehmen. Und wenn ihr gut seid, findet ihr euch vielleicht sogar in den Bestenlisten wieder, die im Startmenü einzusehen sind.

Ferne Länder

Wer sich den ersten Teich sattgesehen hat, darf später weitere Länder für sich entdecken, die aber einen negativen Beigeschmack mitbringen. Denn leider steigen die Preise mit der Wanderung ins nächste Areal und selbst Lizenzen müssen erst erworben werden, bevor das Abenteuer weitergeht. Dafür lädt ein neues Land ein, weitere bislang unbekannte Fische aus dem Wasser zu ziehen. Mit Plötze, Barsch, Regenbogenforelle, Karausche sowie Amur sind nur wenige Fische benannt, die ihr in Fishing Adventure fangen könnt. Über 30 Arten umfasst das Spiel letztlich.

Technik

Die Optik von Fishing Adventure wirkt nicht wirklich ausgereift. Zwar hinterlässt das Wasser und der Wellengang noch einen relativ authentischen Eindruck, die restliche Umgebung des Schauplatzes wurde aber stark vernachlässigt und durch fehlende Bewegungen leblos zurückgelassen. Überall sieht man nur das Nötigste und selbst die Hände eures Protagonisten sind alles andere als gut ausgestaltet worden. Zudem fehlen mir einige Animationen, wie beispielsweise ein kurzer Clip, der die Freilassung der Fische zeigt.

Akustisch wird ein Vogelgezwitscher vorgetragen, jedoch an der Lebhaftigkeit der Fauna gespart. Am Himmel bewegen sich zwar langsam die Wolken, Vögel sucht man jedoch vergeblich. Springende Fische, oder Frösche am Schilf sind ebenso wenig bedacht worden, was eine gelungene Atmosphäre restlos vernichtet. Da kann selbst das unterschiedliche Wetter und die Tageszeit nichts mehr wettmachen. Optisch ist die Nintendo Switch Version aber insbesondere im Handheld-Modus schöner anzuschauen, als die PC-Version (selbst auf hohen Einstellungen).

Die Steuerung von Fishing Adventure ist kinderleicht, verzichtet aber bei der Nintendo Switch Version auf die Bewegungsteuerung, deren Umsetzung normalerweise ideal bei dem Gerne gewesen wäre. Nichtsdestotrotz seid ihr recht schnell im Geschehen drin und zieht den ersten Fisch aus dem Wasser, ohne wirkliches Know-How zu haben. Kommen die schwereren Brocken hinzu, schweift das Angeln auch schon einmal in einen kleinen Kampf aus, was Fans aber eher selten erleben und daher viel authentisches Feeling klaut.

Ein kleiner Pluspunkt ist aber die Sprachvielfalt, die nicht nur deutsch und englisch bedacht haben, jedoch nur ein Textformat aufweisen.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Leicht erklärt und perfekt für Einsteiger
  • Items zu erwerben
  • Leicht Steuerung
  • Wettbewerbe mit anderen Spielern möglich – inkl. Online-Bestenliste
  • Geringer Preis

thumbs-down-icon

Kontra
  • Grafik spart an vielen Elementen
  • Immer gleiche Animationen
  • Viele Simulationselemente nicht gut umgesetzt

 

Facebook
Twitter
Google+
Spiel Bewertung
Singleplayer
69
69
-
Multiplayer

FAZIT

Fishing Adventure ist mit oberflächlichem Blick ein gelungenes Spiel und kann auf der Nintendo Switch sogar Platz gegenüber der PC-Version gutmachen. Leider hat die Simulation einige Schwächen, die hauptsächlich in der Präsentation zu finden sind. Nur selten wirkt das Angelerlebnis komplett authentisch. Durch die Freischaltung von weiteren Plätzen und Ausrüstungen, mit denen ferner weitere Fische zugänglich werden, schafft es der Titel aber eine gewisse Zeit bei Laune zu halten. Und mit einem Verkaufspreis von 8,99Euro sollten sich insbesondere Neulinge angesprochen fühlen, die eh nur gelegentlich in das Gerne abtauchen wollen.

- Von  Jan

MS Windows
Nintendo Switch

Fishing Adventure REVIEW

USK 0 PEGI 3

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Partner:

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogli.de - Blog-Verzeichnis Webverzeichnis - Webkatalog www.inetcomment.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste Blog Button
GACC  |  Games-Mag  |  Gameplay Gamers  |  Game 2  |  Gamer83  |  Heavenly-Mangas  |  MarioFans  |  PixelOr  |  TrueGamer  |  XBox-Home  |  AlphaOmegagaming  |  Gameplaynews  |  Nintendo Switch Forum  |  Spielkritik  |  Videospielgeschichten  |  N-Mag  |  NAT-Games  |  Indieflock  |  GamingNerd  |  KodyBits  |  Zockerheim  |  twitch/noviiq  |  TVGC  |  RLC-Gamer  |  Zockwork Orange  |  Collect a Box  |  Gametainment.at  |  


NEWS:

Allgemein  |  Handhelden  |   Indie  |   Kickstarter  |   Microsoft  |  Nintendo  |  PC Gaming  |  Sony

  +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++