Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers REVIEW

Wer gerne japanische Rollenspiele spielt, der kennt zumeist auch Final Fantasy, hinter dessen Ableger phantastische Welten mit epischen Abenteuern stecken. Neben den fortlaufenden Nummerierungen, die bald mit Teil XV angereichert werden, gibt es auch einige Titel, die sich an dem Namen bedienen, jedoch so völlig anders sind. Einer dieser Titel ist Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers, welches seinerzeit für die Wii erschien und eine neue Geschichte aus der Crystal Chronicles erzählt.

 

Auf neuen Pfaden

FFCC5

Nach einer längeren Einleitung lernt ihr euren Helden kennen, der als Kristalljäger agiert. Natürlich wird alles wieder in einer sehr verwirrenden Geschichte vorgetragen, die im groben das Retten der Welt fordert. Und damit euer Protagonist auch in der Lage ist, die fiktive Welt vor dem drohenden Unheil zu schützen, werden ihm besondere Kräfte zuteil. Denn nicht im klassischen Sinne seid ihr mit Schwert und Schild unterwegs, sondern setzt Magie als Waffe ein. Ein Arsenal werdet ihr allgemein nicht benötigen, denn eure Kraft macht es möglich, Gegenstände zu bewegen und als Geschosse zu missbrauchen.

Ihr könnt also Kisten, Personen oder andere Gegenstände mit dieser Macht anheben und von einem Ort zu anderen bewegen. Schon jetzt wird die Bewegungssteuerung der Remote ein wichtiger Bestandteil von Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers, denn mittels dieser bewegt ihr alles. Dazu müsst ihr sie auf den Bildschirm richten und per eingeblendetes Fadenkreuz das Zielobjekt fixieren. Mit etwas Schwung werft ihr nun das Objekt im unsichtbaren Griff oder bewegt es langsam zu einem anderen Ort, um es dort wieder sanft abzusetzen. Gelegentlich findet ihr während dieser Aktionen auch Goldmünzen, die ihr für euren eigenen Bedarf ansammeln könnt. Grundsätzlich dient die Fähigkeit aber als Waffe, denn wenn ihr plötzlich einem großen Drachen gegenübersteht, müsst ihr ihn mit kleineren Gegnern bewerfen. Praktischerweise finden sich auch alte Schwerter auf dem Boden verteilt, wenn ihr grade in einem Kampf hineingezogen werdet. Diese nehmt ihr aber ebenso wenig in die Hand, sondern nutzt sie auch als Geschoss.

Das typische Level-Up System gibt es in Crystal Chronicles: The Crystal Bearers leider auch nicht. Ihr müsst mit dem Lebensbalken auskommen, der euch zur Verfügung steht. Um den Schutz eures Körpers und die restlichen Attribute positiv beeinflussen zu können, ist es jedoch möglich, euch mit Ringen auszustatten. Je nachdem welche Gaben ihr zusätzlich erhalten möchtet, können die dementsprechenden Ringe angelegt werden, sofern sie in eurem Fundus vorrätig sind. Und wer keine findet, kann sie natürlich erwerben. Dennoch sind in der Spielwelt genügend Truhen verteilt, die besondere Items in ihrem Inneren verstecken.

Zu den typischen RPG Szenarien gesellen sich aber auch neue Elemente hinzu, denn Crystal Chronicles möchte auf den Zug der Abwechslung aufspringen. So werdet ihr schon kurz nach Beginn in einen Kugelhagel hineingeworfen. Hier schießt ihr im freien Fall die Gegner ab. Doch auch wenn das noch nicht wirklich spektakulär vonstattengeht, ist es damit noch nicht getan, denn ihr dürft beispielsweise sogar ein Luftschiff steuern. So manövriert ihr es durch enge Schluchten und setzt es so sanft wie möglich auf dem Boden ab.

Ansonsten fühlt sich der Ableger dennoch wie ein Final Fantasy an, wenngleich die Charaktere recht kindlich gehalten sind. Dafür gibt es wieder massenhaft Aufträge zu erfüllen, die abseits von der Hauptquest eure Zeit beanspruchen. Gleichzeitig ebnet ihr dadurch immer neue und vor allem tolle Orte, die eine Mitte aus Altertum und Moderne zeichnen. Und in diesen fiktiven Schauplätzen blüht das Leben, denn an jeder Ecke gibt es Menschen wie auch Fabelwesen zu entdecken, die eine sehr individuelle Optik ihr Eigen nennen und gar einen eigenen Gemütszustand vorweisen. Auch agieren sie von ganz alleine und bereichern das Geschehen in Crystal Chronicles: The Crystal Bearers.

 

Technik

Die Grafik ist zwar nicht unbedingt beeindruckend, doch recht nett anzuschauen. Gerade die lebhafte Umgebung ist ein wahrer Blickfang und wird durch eine wunderschöne fiktive Welt ergänzt. Hinzu kommen selbstverständlich einige Monster, die mit neuen wie auch bekannten Ideen aus der Final Fantasy Saga ausgestattet wurden. Zwar sind einige Texturen recht verwaschen, die Möglichkeiten der Nintendo Wii hat man aber weitestgehend ausgeschöpft. Hauptsächlich überzeugen aber wieder die Charaktere, die dem Stil der JRPGs treu bleiben.

Der Sound ist da schon interessanter, denn es gibt viele bekannte wie auch neue Elemente für euer Ohr. Man könnte sagen, es wird viel ausprobiert, wie beispielsweise die Verwendung eines Dudelsacks, der die Umgebung akustisch untermalt. Hinzu gesellt sich noch eine englische Sprachausgabe der Charaktere, die vernünftig vorgetragen wird und das Setting noch ein wenig stimmiger gestaltet. Gleichzeit dürft ihr euch aber wieder an den deutschen Textboxen erfreuen, die den angefangenen Dialog für euer Auge übersetzen.

Am interessantesten ist derweil die Steuerung, die auf die Möglichkeiten der Wii angepasst wurden. Möchtet ihr einen Gegenstand anheben, fixiert ihr ihn via Remote. Per Schütteln könnt ihr selbigen dann werfen und gar auf Gegner schleudern, was durchaus gut funktioniert. Das restliche Steuerungsprinzip wird dann über die obligatorische Tastenbelegung befehligt und ergänzt sich optimal mit der Bewegungssteuerung. Die Umsetzung ist dabei gut ausgeglichen und wirkt daher nie belastend für die Hand.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
80
80
Okay
-
Multiplayer

FAZIT

Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers ist irgendwie ein klassisches Rollenspiel, irgendwie aber auch nicht. Ihr kommt ganz ohne Waffen aus, könnt aber mittels Zauberkraft riesige Bestien bezwingen. Und das Prinzip geht erfolgreich auf, wenngleich ein klassisches Level-up System nicht geschadet hätte. Fiktive Figuren und schön ausgestaltete Schauplätze lassen das Gesamtpaket wieder wie ein richtiges Final Fantasy wirken, auch wenn das Gameplay komplett andere Wege geht und mit Serienablegern wie Final Fantasy VII-XIII kaum etwas gemeinsam hat. Dennoch ist Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers einen Blick wert und kann durchaus über Stunden begeistern.

- Von  Rena

Nintendo Wii

Final Fantasy Crystal Chronicles: The Crystal Bearers REVIEW

USK 12 PEGI 12

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