Fast & Furious Crossroads REVIEW

Selten stand ein Spiel nach Release so sehr in der Kritik wie Fast & Furious Crossroads. Angeblich handelt es sich bei diesem Titel aus dem Hause Bandai Namco um das schlechteste Game des Jahres. Natürlich wollten wir dem nachgehen und haben uns den Titel für euch angeschaut. Ob das Rennspiel wirklich so schwach ist wie alle sagen oder ob man auf dem zweiten Blick vielleicht doch noch etwas Positives an Fast & Furious Crossroads finden kann, erfahrt ihr wie immer hier bei uns im Test.

Gewohnte Story und langweilige Action

Wie man es aus den Filmen bereits gewohnt ist, beginnt auch das Spiel mit durchgetretenem Gaspedal. Dom und Letty verfolgen eine Zielperson und werden direkt in eine actiongeladene Verfolgungsjagd hineingezogen. Am Ende der Szene fangen sie natürlich den bösen Jungen und erfahren von einer neuen geheimen Organisation, den sogenannten Tadakhul. Es folgt ein Szenenwechsel und wir befinden uns in Barcelona.

Hier steuern wir nun einen neuen Charakter namens Cam und diese ist gerade auf dem Weg zu Ihrem Freund Sebastian. In einer Unterhaltung erfahren wir, dass Sebastian Geldprobleme hat und bei richtig bösen Jungs in der Kreide steht. Es handelt sich bei den Geldeintreibern um die örtliche Mafia und – wie soll es auch anders sein – nennen sie sich Tadakhul. So nimmt die Geschichte rund um die Tadakhul in Fast & Furious Crossroads ihren Lauf.

Die Story an sich kann uns ungefähr fünf Stunden vor den Bildschirm fesseln. Neben gut inszenierten Actionszenen bietet das Spiel auch die originalen Stimmen von Vin Diesel und Co. An sich ist der Modus solide und unterhaltsam, kann aber trotzdem nicht über die schwache technische Umsetzung hinwegtrösten.

Schicke Modelle, veraltete Technik

Womit Fast & Furious Crossroads auf jeden Fall einige Punkte für sich gewinnen kann, sind die gut gestalteten Fahrzeugmodelle. Hier hat man sich Mühe gegeben und diese heben sich von der Umgebung und den anderen Straßenteilnehmern deutlich ab. Die Umgebung hingegen wirkt eintönig und lieblos in Szene gesetzt und andere Fahrzeuge im Spiel sehen aus, als würden Sie auf Schienen über die Landschaft gezogen.

Auch die Explosionen oder das Schadensmodell sind optisch eher auf PlayStation 3 Niveau und daher kann Fast & Furious Crossroads nicht wirklich lange an den Bildschirm fesseln. Hinzu kommen noch zahlreiche technische Höhepunkte wie Felsbrocken, die aus dem Himmel fallen, obwohl man sich überhaupt nicht in der Nähe eines Gebirges aufhält. Dann fangen hier und da die Hintergründe das Flackern an und ab und an schafft man es auch, sich in Felsbrocken zu verstecken. Schnell kommt die Frage auf, „Hey man wo ist mein Auto?“. Es kommt zu gelegentlichen Rucklern und auch die Texturen lassen zu wünschen übrig. Fast & Furious Crossroads ist grafisch absolut kein Hingucker und auch das Handling der verschiedenen Boliden lässt zu wünschen übrig.

In Fast & Furious Crossroads fährt man verschiedene Sportwagen, wechselt ab und an zu einem Geländewagen und am Ende hat man auch die Möglichkeit, hochmotorisierte Muscle Cars zu fahren. Sehr viele unterschiedliche Fahrzeuge warten also darauf, ausprobiert und gebändigt zu werden. Leider fühlt sich das Führen der Fortbewegungsmittel immer gleich an. Egal welches Modell man fährt, einen großen Unterschied gibt es kaum. Dabei erinnert es an einen Panzer, den man über eine Eisfläche steuert. Oftmals passiert es auch, dass das Auto in den Kurven ausbricht und man kurzzeitig die Kontrolle verliert. Gerade in einem Rennspiel sollte man doch Spaß daran haben, die verschiedenen Modelle auszuprobieren. In Fast & Furious Crossroads ist man einfach nur froh, wenn man die Mission endlich geschafft hat. Freude kommt hier eher selten auf.

Abwechslungsarmes Gameplay mit Multiplayer-Part

Im Grunde macht man in Fast & Furious Crossroads immer wieder das Gleiche. Man erhält einen Auftrag und fährt von A nach B. Ab und an erscheinen ein paar Gegner, die man dann mit einigen Gadgets aus dem Weg räumen kann. So abwechslungsarm die grafische Umsetzung des Spieles ist, so auch das Gameplay. Doch es gibt noch etwas Licht am Ende des Tunnels: der Multiplayer-Part von Fast & Furious Crossroads.

Ja, ihr habt richtig gelesen. In dem Rennspiel darf man sich auch zusammen mit Freunden auf zahlreiche Missionen begeben. Falls man einmal eine Gruppe voll bekommt, kann man LWKs nachjagen, um deren Ladung zu sichern oder aber verschiedene Bösewichte dingfest machen. Hier habt ihr dann die Möglichkeit, eine Menge Fahrzeuge freizuschalten und neue Gadgets auszurüsten, wie beispielsweise Raketen oder Harpunen. Diese lassen sich auch noch verbessern und so könnt ihr ein ziemlich starkes Team von unterschiedlichen Boliden zusammenstellen.

Unerwarteterweise macht der Online-Modus tatsächlich mehr Spaß als das Hauptspiel und konnte in unserem Test wirklich überzeugen. Vor allem liegt das daran, dass ihr im Multiplayer keine KI als Partner habt und euch somit viel besser absprechen könnt.

Ihr seid Teil von drei unterschiedlichen Teams. Es gibt Schurken, Helden und Polizisten. So habt ihr immer unterschiedliche Ziele, die ihr erfüllen müsst. Das bringt Abwechslung in das eher angestaubte Gameplay und kann einige Stunden begeistern. Auf der einen Seite sorgt ihr eher für Zerstörung. Aber wolltet ihr schon immer mal die Hand des Gesetzes spielen, entscheidet ihr euch im Spiel einfach dafür, die Polizei zu steuern. Leider hatten wir während unseres Tests auch häufig mit Verbindungsabbrüchen zu kämpfen und dadurch wurde der Spielfluss oft durchbrochen. Wir hoffen natürlich, dass dies bald mit einem entsprechenden Patch behoben wird, denn der Online-Modus macht Spaß, was man über den Rest von Fast & Furious Crossroads eher nicht behaupten kann.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Gut inszenierter Storymodus
  • Interessanter Mehrspieler-Part
  • Originale Stimmen

thumbs-down-icon

Kontra
  • Grafisch eher PS3-Niveu
  • Häufige Ruckler und lieblose Umgebungsgrafik
  • Abwechslungsarmes Missionsdesign
  • Fahrverhalten der Autos unterscheidet sich kaum
  • Viele kleine Bugs und Spielfehler

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Spiel Bewertung
Singleplayer
55
60
65
Multiplayer

FAZIT

An sich wurde die Story von Fast & Furious Crossroads wirklich gut umgesetzt und auch die zahlreichen Sequenzen brauchen sich nicht hinter der Filmvorlage verstecken. Leider fühlt sich das Fahrverhalten einfach nicht gut an und die zahlreichen Boliden steuern sich viel zu ähnlich. Hinzu kommen noch die zahlreichen grafischen Schwächen und so können wir Fast & Furious Crossroads eigentlich nur empfehlen, wenn ihr ein paar Freunde habt, die sich den Titel auch zulegen wollen. Der Multiplayer-Part macht wirklich Spaß und hier konnte das Spiel im Test noch einige Punkte gut machen. Alles in allem solltet ihr mit dem Kauf trotzdem noch etwas warten, denn für einen Vollpreistitel bietet Fast & Furious Crossroads eindeutig zu wenig.

- Von  Timo

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

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USK 12 PEGI 16

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