Edge of Eternity PREVIEW

Ich muss zugeben, ich zocke zwar sehr gerne, aber nur selten packen mich Spiele, sodass ich sie kaum noch aus dem Kopf bekomme. Jüngst hat es wieder ein Titel geschafft, der mich aber noch in einem anderen Punkt begeistert. Edge of Eternity ist ein JRPG, welches von nur 9 Entwicklern geschaffen wird. Und wenn man sich dieses Projekt einmal genauer anschaut und in die Welt eintaucht, wird das Staunen umso größer.

Die ersten Einblicke in die Story

Die Geschichte ist eher simpel, baut sich aber in immer mehr Facetten auf. Am Anfang hören wir davon, dass die Welt im Kriegszustand ist. Plötzlich brechen Eindringlinge die Verteidigung durch und unser erstes Gespann muss an die Waffen. Darunter ist Daryon, der eigentlich seine kranke Mutter besuchen wollte, die von einer schweren Krankheit heimgesucht wurde. Der sogenannte Zerfall beschäftigt uns aber ständig wieder und scheint immer heimtückischer zu werden. So verliert der junge Recke einen seiner Mitstreiter durch den Schnellverlauf der Krankheit, währenddessen die anderen im Kampf fallen.

Daryon überlebt und setzt, trotz seiner Trauer über die Verluste, die Reise zu seiner Mutter fort. Dort wird er bereits von seiner Schwester erwartet, die glaubt, ein Heilmittel zu kennen. Nun geht das richtige Abenteuer los, das die beiden durch Städte und Dörfer trägt, aber auch viele Gefahren mit sich bringt.

Offene Welt und Nebenmissionen

Edge of Eternity erinnert an die ersten Kapitel von Final Fantasy XV und der zugehörigen offenen Welt. Eine offene Welt begrüßt uns auch jetzt, die zugleich auf einer kleinen Map angezeigt wird. Eine Orientierungshilfe am oberen Bildschirmrand zeigt uns das Ziel, das in Städten, Dörfern oder inmitten von naturbelassenen Arealen mündet.

Unterwegs erwarten uns nette und weniger nette Gespräche mit ansässigen Bewohnern sowie ein paar optionale Nebenquests. Diese verlangen nicht selten den Kampf gegen eine fiktive Fauna und Banditen. Mit etwas Glück überlässt euch der besiegte Gegner ein paar Utensilien oder neue Waffen. Etwas Geld kommt ebenfalls nach einem gewonnenen Match zusammen.

Auf dem Weg von einem zum nächsten Ziel sind aber auch einige Truhen versteckt, die ab und an ein wertvolles Innenleben verbergen. Ansonsten sind Tränke, Heilmittel oder Gegengifte darin verstaut, die die Reise durchaus angenehmer gestalten. Des Weiteren wurden die Speicherpunkte gut verteilt, die zudem einen Teleport-Punkt ebnen. So spart ihr teilweise viel Zeit, wenn ihr zu einem fern gelegenen Ort möchtet.

Das Kampfsystem

Das Kampfsystem von Edge of Eternity ist rundenbasiert aufgebaut. Beide Seiten bewegen sich über Hexagons. Die Befehle werden mithilfe eines gesonderten Systems freigegeben. Angreifen könnt ihr im Nahkampf nur, wenn ihr neben dem Gegner steht. Diverse Zauber dürfen wiederum von einem entfernten Feld freigesetzt werden. Die Flucht oder das Heilen der Charaktere hat keine Vorgabe des Standorts.

Individuell angepasst führt ihr oder euer Gegner die Züge aus. Natürlich ist es dabei wichtig, immer die jeweilige Lebensanzeige von eurem Protagonisten, sowie der gesamten Party, im Auge zu behalten. Interessanterweise sind manche Kampfareale so aufgebaut, dass sich auf einem Hexagon-Feld ein Kristall befindet. Diese erschließen für euch oder die Gegenseite bestimmte Vorteile. So bringen beispielsweise die grünen Kristalle einen Hauch an Gesundheit für jene mit, die auf demselben Feld stehen. Dies ist aber nicht nur euch vorbehalten, sondern kann genauso gut vom Feind genutzt werden. Die roten Kristalle steigern wiederum die Stärke der Angriffe und sorgen so für andere Vorteile im Kampfgeschehen.

Im Gegensatz zu diversen anderen rundenbasierten RPGs lässt es Edge of Eternity zu, dass mehrere eigene Einheiten auf einem Hexagon stehen dürfen. Bis zu vier Helden können sich ein Feld teilen und von dort aus die Attacken starten. Zugleich wird euch angezeigt, welches Hexagon im Fokus des Gegners ist, sodass ihr rechtzeitig auf ein anderes ausweicht und so dem Gegenschlag entkommt.

Level-up und Skills

Wie ein typisches JRPG verzichtet auch Edge of Eternity nicht auf ein Level-up-System. Sind genügend Expertenpunkte gesammelt, steigt der jeweilige Charakter in der Stufe auf. Doch nicht nur die Attribute verstärken sich dadurch, auch die Waffen gewinnen an mehr Kraft und können bis zu einem gewissen Punkt mitleveln. So sollte immer abgewogen werden, ob gut genutztes Arsenal oder doch lieber eine neue Waffe für den Kampf geeignet ist.

Die Expertenpunkte erhaltet ihr über gewonnene Kämpfe oder abgeschlossene Aufträge. Wer die unterschiedlichen Fähigkeiten der Party weiter aufrüsten möchte, kann dies über verschiedene Kleidungsstücke, sowie Kristallen. Die Kristalle können gefunden oder erworben werden. Zudem ist es möglich, sie verschmelzen zu lassen und dadurch ggf. einen noch stärkeren zu erschaffen. Dies macht Spaß und bietet einiges an Abwechslung zwischen den Kämpfen.

Weitere hilfreiche Rüstungsteile für Rumpf, Hände, Füße, Kopf und Beine können ebenfalls erworben werden oder mit etwas Glück als Fund bei euch landen. Gleichzeitig besteht die Möglichkeit, die mitgeführten Kleidungsstücke zu verbessern. Ein paar Lagen von gefundenen Lederresten angebracht und schon bietet die Robe oder der Schuh noch mehr Robustheit gegenüber gegnerischen Angriffen.

Lange Wege mit wenigen Gegnern

Umso weiter ihr in der Story vordringt, desto stärker werden eure Kontrahenten. Dies bedarf natürlich eine gute Ausrüstung eurerseits, sowie einen hohen Charakterlevel, um nicht den Exitus zu erleiden. Leider zeigt sich hier eine kleine Schwäche von Edge of Eternity. Die Gegner sind nicht gerade üppig auf der Map verteilt. Teilweise müsst ihr minutenlange Wege zurücklegen, bis ihr auf das nächste Grüppchen trefft, welches ihr in einen Kampf zieht. Dies streckt unerfreulicherweise die Spielzeit und die Erfüllung so mancher Nebenquest künstlich hinaus.

Um die eigentlichen Kämpfe weiter aufzulockern, gibt es nebenher noch kleine Aufgaben zu erfüllen. So sollt ihr beispielsweise einen gewissen Schaden erleiden, oder Feinde bezwingen, ohne das Feld zu wechseln. Manchmal reicht es aber auch schon aus, weniger als 6 Züge zu nutzen, um den daraus resultierenden Bonus zu erhalten.

Early Access Grafik

Die Optik ist gerade in weitflächigen Arealen schön anzuschauen. Tage und Nächte gehen mit einem ständigen Wetterwechsel einher. Manchmal ist die Wetterscheide aber zu grob, sodass es sich nicht ganz natürlich anfühlt. Dafür ist es schön anzuschauen, wie die Umgebung auf schwachen oder starken Wind reagiert. Zwar ist die physikalische Umsetzung nicht ganz genau, die Spielwelt gestaltet sich dadurch aber noch dynamischer.

Die Mimik der Protagonisten wirkt leider etwas steif, was sich auch in hohen Grafikeinstellungen nicht wirklich entspannt. Allgemein finde ich die Optik aber schon im aktuellen Entwicklungsstand recht ansprechend und nahezu zeitgemäß. Da sich das Spiel wohl noch eine Weile in der Early Access Phase befinden wird, kann hier gut nachgesteuert werden. Dasselbe gilt für plötzlich aufploppende Umgebungsobjekte oder Schatten.

Sound und Steuerung

Der Sound und die englische Sprachausgabe sind sehr gelungen. Die orchestralische Klangwelt wird gelegentlich noch durch die Einwirkung von Chören unterstützt. Hier bekommt man schnell den Eindruck, als würde man gerade ein gigantisches Abenteuer erleben. Da nur neun Entwickler an diesem Projekt beteiligt sind, ist diese Leistung noch einmal deutlich hervorzuheben.

Die ausdrucksstarke Sprachausgabe ertönt leider nur in englisch. Dafür spart das sehr dialoglastige Spiel nicht an deutschen Bildschirmtexten. Es gibt aber Phasen, da wird die deutsche Übersetzung ausgeblendet und die Sätze in den Textboxen sind ebenfalls auf Englisch.

Sehr interessant ist, dass sich die Art des Kampfsystems auf das jeweilige Steuergerät einrichtet. Spielt ihr mit Maus und Tastatur oder doch lieber mit dem Controller? Das JRPG passt sich in der bevorzugten Art auch optisch an. Allgemein sind beide Methoden gut ins Spiel integriert worden und funktionieren ohne Probleme. Eine kleine Eingewöhnungsphase benötigt es dennoch, bis die Kämpfe sitzen, wenngleich sie rundenbasiert sind.

Pro & Kontra

thumbs-up-icon

Pro
  • Riesige wie fantasiereiche Open World
  • Wetterwechsel und Tag- / Nachtwechsel
  • Toller Sound und Sprachausgabe

thumbs-down-icon

Kontra
  • Mimik noch etwas steif
  • Nachladende Grafiken und kleinere Grafikfehler
  • Welt an manchen Stellen zu leer

Early-Access-Version – DAHER NOCH KEINE WERTUNG

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Spiel Bewertung
Singleplayer
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Multiplayer

FAZIT

Edge of Eternity ist ein Titel, der mit viel Liebe zum Details geschaffen wird. Die neun Entwickler, die hinter dem Projekt stecken, scheinen weitaus mehr zu wollen, was wir nur erahnen können. Es gibt viel zu entdecken und auch taktisch werden die Spieler wie Spielerinnen gefordert. Es gäbe noch so viel zu erzählen, doch da sich das JRPG weiterhin im Aufbau befindet, wird es recht spannend, welche Elemente in der Vollversion wirklich greifen. Das Spiel entwickelt sich aber definitiv in die richtige Richtung und die Erschaffer haben meinen größten Respekt für diese bislang gelungene Umsetzung. Es lohnt sich auf jeden Fall, das JRPG längerfristig im Auge zu behalten!

- Von  Rena

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Edge of Eternity PREVIEW

USK 12 PEGI 12

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