Bravely Default II PREVIEW

Bravely Default wurde im Jahre 2012 veröffentlicht und für Square Enix ein voller Erfolg, obwohl das JRPG nur für den Nintendo 3DS erschien, der im selben Jahr ebenfalls sein Debüt feierte. Das Spiel beinhaltete Gameplay, für das Square Enix bekannt war und stellte rundenbasierte Kämpfe in den Fokus, die eigentlich von vielen Rollenspielern totgesagt waren. Die Geschichte um die Helden des Lichts und deren Schicksal wurde zweieinhalb Jahre später fortgesetzt und behielt die technischen Eigenschaften sowie Optik bei. Bravely Second war ein grandioser zweiter Teil, der abermals für viele Stunden begeistern konnte und dafür sorgte, dass Spieler nach einer weiteren Fortsetzung gierten. Dieses wurde jüngst angekündigt, wird aber nicht mehr auf dem Nintendo 3DS einen Platz erhalten, sondern für die Nintendo Switch entwickelt. Noch dieses Jahr soll das frische Abenteuer erscheinen, dass schon mit dem ersten Blick seine Herkunft verrät.

Bravely Default II, wie sich der dritte Teil nennt, steht nun bereits als Demo zum Download im eShop bereit und zeigt die Richtung, in die Square Enix die Geschichte fortsetzen möchte. Auch wir haben die Gelegenheit genutzt und die zur Verfügung stehende Demo etwas genauer erforscht. Schon jetzt sei aber gesagt, dass der neuste Teil mit neuen Helden in einer neuen Welt aufwartet. Das heißt, es ist kein Anschluss-Abenteuer an die ersten beiden Teile.

Brave und Default

Im Mittelpunkt des JRPGs steht neben der Story das Brave(ly) und Default-System, das Teil der rundenbasierten Kämpfe ist. Wer den Punkt Brave anwendet, kann vorab mehrere Angriffe ausführen, muss dafür aber dementsprechend Runden aussetzen. Das heißt, geht ihr mit drei Attacken in Vorleistung, muss der erwählte Recke dieselbe Anzahl an Runden aussetzen und ist der Willkür der Gegner ausgeliefert. Dennoch kann dies taktisch gerade bei leichteren Feinden durchaus sinnvoll sein, wenn der Kampf selbst nicht über eine Runde hinaus geht und schnell zugunsten eurerseits gewonnen wird.

Genau in entgegengesetzte Richtung geht der Default-Punkt. Hier setzt ihr vorab die Runden aus und sammelt dadurch Actionen. Ferner dürfen die gesammelten Attacken zusammen mit dem Default-System kombiniert werden und bis zu 6 Handlungen nacheinander verfügbar gemacht. Dabei wird es euch ermöglicht, auf den Kampf mit Waffen zu setzen, einen Angriffs-Zauber oder eine Heilung auszulösen oder die Auswahl an Items vorzunehmen. Die richtige Kombination kann den Kampf entscheiden, denn schon der Einstieg in der Demo erweist sich als sehr herausfordernd – doch dazu später mehr.

Square Enix – Meister der JRPGs

Die rundenbasierten Schlachten kommen natürlich aber auch ohne das Brave und Default-System aus, wenn ihr eure Charaktere gut ausstattet und aufstuft. Denn auf ein Level-up System wird in dem dritten Teil natürlich nicht verzichtet. Zudem bringt ein gewonnener Kampf oft Fundus mit sich, der nützlich im Inventar lagert oder auf Wunsch verkauft werden kann, um dafür wiederum neue Ausrüstungsstücke für eure Helden zu erwerben. Schnell ist die Kopfbedeckung oder die Waffe der immer fordernden Umgebung angepasst.

Bravely Default II setzt zudem auf ein Jobsystem, welches nicht wenige Rollenspiele seit Final Fantasy III nutzen. Hier darf zusätzlich zum Hauptjob, noch ein Nebenjob auserkoren werden. Dadurch lässt sich beispielsweise der Schwarz- wie Weissmagier kombinieren, der Heil- sowie Angriffszauber beherrscht. Recken die auf den Nahkampf setzen, können nun ebenfalls zum Zauberer werden, wenn ihr ihnen einen entsprechenden Job zuteilt.

Ein weiterer Punkt der in vielen JRPGs angewandt wird ist, dass Elemente eine wichtige Rolle spielen. So können Feinde, die ihre Stärke aus Feuer ziehen, größerer Schaden aus Eis ereilen. Des Weiteren wird durch den permanenten Levelanstieg eurer Protagonisten automatisch neue Zauber zugänglich gemacht, die dem Kontrahenten ordentlich einheizen können.

Hindernisse für Einsteiger

In der Theorie klingt alles recht einfach, was die Demo aber schnell aushebelt. Gerade Neulinge kommen zügig an ihre Grenzen und können nur wenige Kämpfe gewinnen, wie in unserer Redaktion Gerrit, der Bravely Default II schnell verteufelt. Die Gegner sind schon von Beginn an eine Herausforderung, was Neulinge sofort ausbremst. Dadurch verlieren diese die Lust, das Spiel näher kennenzulernen. Profis und fortgeschrittene Spieler werden hingegen gleich mit dem Einstieg ihren Spaß haben und kaum Probleme verzeichnen, das Gespann an vier Helden durch die Story zu begleiten. Dennoch müssen viele Kämpfe bestritten werden, um die benötigte Stärke zu ebnen und tiefer in die Story eintauchen zu können. Dank der Pflichtmissionen werdet ihr aber allgemein nicht selten in den Sog von Kämpfen gezogen, wie beispielsweise beim Beschaffen von Wolfspelzen. Inwieweit in der Vollversion die Schwierigkeit angepasst werden kann, wird die Zukunft zeigen.

Lustig mit anzuschauen ist, dass Gegner später vor euch Flüchten, wenn ihr euren Trupp an Lichtbringern auf eine gewisse Stärke dank dem Level-Up-System getrimmt habt. Bis dahin ist es zumeist aber ein langer Weg, der einige Niederlagen oder den Tod des ein oder anderen Kameraden einfordert.

Technik

 

Allgemein bleibt Bravely Default II optisch seinen beiden Vorgängern treu, nutzt aber natürlich die Möglichkeiten der Nintendo Switch aus, was grafisch mehr als deutlich auffällt. So bekommt ihr eine tolle Umgebung mit niedlichen Charakteren, die im japanischen Chibi-Look gehalten sind. Teilweise wirken die Figuren, die ihr aus der Vogelperspektive verfolgt, an manchen Stellen aber zu klein, was der jeweiligen Perspektive geschuldet ist. Die Kämpfe selbst setzen auf eine andere Ansicht, die mit der Berührung von Gegnern sofort angewandt wird. Hier sind die Helden deutlich erkennbar und das Kampfgeschehen bleibt jederzeit übersichtlich. Um die relativ offene Welt weitere Authentizität zu geben, ist ein Tag- und Nachtzyklus implementiert worden. Inwieweit dieser Einfluss auf das Spielerlebnis nimmt, wird wohl erst in der Vollversion beantwortet.

Die Musik ist passend gewählt, denn in der Demo wirkt der Bereich orientalisch, was die Klänge widerspiegeln. In den Kämpfen sind die Töne etwas aggressiver und untermalen daher die Situation der Konfrontation bestmöglich. Gepaart ist das Rollenspiel mit einer englischsprachigen Lokalisation im Ton. Damit alle die Dialoge aber hierzulande verfolgen können, wird auf eine deutsche Übersetzung der Texte nicht verzichtet.

Pro & Kontra

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Pro
  • Niedliche Charaktere und passender Atmosphäre
  • Durchdachtes rundenbasiertes Kampfsystem
  • Angenehme Klänge
  • Jobsystem integriert

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Kontra
  • Sehr schwer für Einsteiger

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Spiel Bewertung
Singleplayer
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-
Multiplayer

FAZIT

Das Square Enix versteht, wie sie Fans von rundenbasierten Rollenspielen anzieht, ist kaum zu leugnen. Bravely Default II ist aus Sicht der Demo nicht unbedingt Einsteigern freundlich gesonnen, doch wer bereits mit einem der beiden Vorgänger oder Octopath Traveler gute Erfahrungen gemacht hat, sollte sich dieses JRPG nicht entgehen lassen. Durch das Job-System und dem anspruchsvollen Kampfsystem, das auf die Kommandos Bravely und Default aufbaut, sind viele Spielstunden ohne Ermüdungserscheinungen gesichert. Eine komplett neue Story, hübsche Grafik und frische Helden runden das Abenteuer bestmöglich ab, auf das ich mich zumindest schon riesig freue.

- Von  Rena

Nintendo Switch

Bravely Default II PREVIEW

USK 12 PEGI 12

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