Armello (PS4) REVIEW

Brettspiele haben in der heutigen Gesellschaft noch immer ein hohes Ansehen und wird in gemeinsamen Runden immer mal wieder zur Unterhaltung ausgepackt. Diesen Trend möchte die Videospielindustrie gerne mitnehmen und so wurde das digitale Brettspiel Armello aus dem Hause League of Geeks nun offiziell für PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht. Wir haben uns das seit 2015 über Kickstarter (rund 200.000 € Kosten) finanzierte Projekt angeschaut und berichten, wie wir uns so über das Spielbrett schummelten, immer mit dem klaren Ziel zum Sieg. Auf geht’s in ein fabelhaftes Märchen in digitaler Form. Wir haben uns also die Version für PlayStation 4 angeschaut und schauen uns hierbei die Unterschiede zur bereits getesteten PC-Version an.

Der König wird gestürzt

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Die Story von Armello ist ziemlich kurz und knapp erzählt: Der König, ein mächtiger Löwe, wurde der von der dunklen Macht der Fäule befallen und droht das Königreich Armello ins Unglück zu stürzen. Und genau dies müssen wir vermeiden, dazu stehen uns zahlreiche Helden zur Auswahl, die wir auf eine spannende Reise schicken können. Um den böse gewordenen König zu entthronen haben wir einige Möglichkeiten. Wir können ihn töten, sprich zum Königsmörder und selbst befallen werden, was uns dank einer großen Kampfkraft dennoch zum Sieg reicht oder wir sammeln das meiste Ansehen in der Runde und werden ohne jeden Kampf gegen den König zum neuen Thronanwärter. Sammeln wir zuerst alle vier Geistersteine, so können wir den König von der Fäule heilen und haben ebenso die aktuelle Partie gewonnen. Wie man sieht kommt es also nicht nur auf Stärke an, um als Sieger aus dem Spiel zu gehen – es geht viel mehr um List und eine ganze Menge Glück.

Zu Beginn einer jeden Runde können wir uns für einen der Helden entscheiden. Dabei stehen uns eine ansprechende Auswahl aus einem Bär, einem Hasen, einer Ratte und einem Wolf zur Verfügung und diese besitzen jeweils mehrere Charaktere. Die diversen Spielfiguren bieten zum Start jeweils andere Vor- und Nachteile, so setzt der Wolf bevorzugt auf Angriffskraft, während der Hase viel mehr auf seinen Geist setzt. Wir empfehlen vor dem Start einer normalen Partie unbedingt die vier Kapitel des Prologs zu spielen, da man in diesem einige Kniffe sowie die Regeln des Spiels lernt.

Armello ist ein Brettspiel mit taktischen Kartenspiel- und RPG-Elementen. Das Spielbrett wird in jeder Session neu generiert und die Hexagon-Felder unterschiedlich angelegt. Das gestaltet sich aber nicht in Form von flachen Plättchen wie in (Siedler von) Catan, sondern in schön 3D-gestalten Bereichen wie Verliesen, Wäldern, Städten, Ebenen, Bergen, Sümpfen und Steinkreisen. Die Figuren an sich laufen in Riesengestalt über die Felder hinweg und lösen unterschiedliche Aktionen aus. Prinzipiell gibt es einen rundenbasierten Tag- und Nacht-Zyklus. Jede Runde stehen euch 3 Aktionspunkte (AP) zur Verfügung, die hauptsächlich zur Fortbewegung genutzt werden. Jedes Feld kostet eine Bewegung und Berge sogar zwei. Zum Start dürft ihr euch eine Aufgabe aussuchen, die ihr auf dem Spielbrett erreichen und erfüllen könnt.

Jeder Spieler besitzt Kampf-, Körper-, Verstand- und Geist-Werte, die sich je nach Charakter unterscheiden. Kampf bestimmt die Anzahl eurer Kampfwürfel, Körper bestimmt eure Lebensenergie, und geht diese zu Neige, werdet ihr zurück in euer Klangebiet versetzt. Der Verstand-Wert ist die Anzahl der Karten, die ihr bei Rundenbeginn auf die Hand bekommt bzw. wie viele Würfel euch beim Meistern von Gefahren zur Verfügung stehen. Am Abend wird eure Magie für Zauberkarten aufgefüllt und dieser Wert wird durch euren Geist bestimmt. Die Karten sehen mit ihren animierten Bildern nicht nur besonders cool aus, sondern bieten euch auch jede Menge strategische Vorteile. Sie sind unterteilt in Gegenstand, Zauber und Schwindelei. Gegenstände kosten Gold, was durch Einnahmen mittels besetzter Siedlungen zur Morgendämmerung gescheffelt werden kann. Bis zu drei Waffenkarten könnt ihr tragen, doch ab und zu gibt es auch Heiltränke oder andere Sachen. Die Zauberkarten schwächen eure Gegner, bauen mächtige Pflanzenmauern oder verhelfen euch, mit einem Teleport an weit entfernte Stellen zu gelangen. Schwindeleien sind für die Trickreichen unter euch, denn unter ihnen befinden sich unter anderem “Gefahren” , die man auf Felder setzen kann, damit der nächste Reisende auf dem Feld eine Würfelaufgabe erfüllen muss, um keinen Schaden zu erleiden.

Spielspaß für Jedermann

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Nachdem alle teilnehmenden Spieler ihre Spielfigur gewählt haben geht es auch schon auf das Spielbrett. Das Königreich Armello sieht auf den ersten Blick idyllisch aus und lädt ein zum gemeinsamen Spielen. Zunächst können wir aus einer von drei Aufgaben wählen, welche uns beim erfolgreichen Abschließen unterschiedliche Boni und Belohnungen verschaffen. Doch unser Ziel, welches auf einem Feld auf der Karte erscheint, müssen wir erst einmal erreichen. Unser Held hat pro Runde jeweils 3 Aktionspunkte pro Runde zur Verfügung, die wir benötigen, um uns auf den Hexfeldern fortzubewegen. Pro Feld wird uns ein Aktionspunkt abgezogen, nehmen wir den Weg über die Berge, in denen wir einen zusätzlichen Punkt Schutz erhalten, so kostet uns dieser Schritt hingegen zwei Aktionspunkte. Außerdem können wir in Ruinen wertvolle Schätze finden oder Siedlungen einnehmen, die täglich Gold einbringen und einmalig unser Ansehen erhöhen.

Nach einigen Runden kann es natürlich auch zu einem direkten Duell der Helden kommen. Auch hier kann man im Falle eines Sieges Ansehen gewinnen, aber auch als großer Verlierer aus dem Kampf gehen und wieder am Startpunkt starten müssen. Kämpfe laufen recht simpel ab, denn im Grunde ist es ein Ausfechten eines Würfelduells. Durch das Einsetzen von Items, die wir über Karten anlegen können, wir unser Angriffs- und Verteidigungswert erhöht. Um diesen Wert zu verbessern, können wir im Kampf auch die Werte durch Verbrennen unserer Karten erhöhen. Die Würfel entscheiden über unseren Schaden, den wir am Gegner ausüben und wie viele Angriffe wir blocken können. Am Ende des Duells verlieren beide Kontrahenten die Anzahl Herzen, die sie im Kampf an Schaden erlitten haben. Sinken unsere Herzen auf 0 so sind wir besiegt und wir müssen zu unserem Startpunkt zurück und die Reise erneut antreten.

Neben den drei konkurrierenden Helden setzt auch der König am Ende einer Runde seine Wachen ein, die uns ebenfalls zur Gefahr werden können. In Armello kann nach Angriffen von uns ein Kopfgeld auf uns gesetzt werden und schon sind wir ein schnelles Ziel der Wachen. Diese werden uns über das Spielbrett verfolgen und uns ebenfalls in Duellen versuchen zu erledigen.

Optisch ein absoluter Hingucker

Armello macht für ein digitales Brettspiele auch auf der PlayStation 4 einen optisch sehr guten Eindruck. Der Detailgrad des Spielbrettes mit seinen zahlreichen Hexfeldern hat uns sehr gut gefallen und der stilistisch toll animierte Comiclook in den Kämpfen ist wirklich gut gelungen. Auch ein Tages- und Nachtwechsel findet nach dem Zug der Charaktere statt, besonders der Wechselt mit seinen Schatten sehen richtig gut aus für ein Brettspiel.

Auch technisch haben wir keinerlei Mängel zu vermelden, unsere Partien in unserem Testzeitraum liefen flüssig und auch die Framerate blieb größtenteils sehr stabil. Auch die Leistung der KI ist anspruchsvoll und forderte uns in einigen Runden so einiges an taktischer Leistung ab.

Die Steuerung mit dem PS4-Controller geht gut von der Hand, jedoch wird uns hierbei auch nicht sonderlich viel abverlangt. Wir steuern unseren Charakter ganz normal mit dem linken Stick über das Brett. Auch die weiteren Interaktionen gehen gut von der Hand, die Befehle werden schnell umgesetzt.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
74
78
Okay
82
Multiplayer

FAZIT

Nachdem die PC-Version von Armello in unserer Test-Redaktion bereits mit viel Freude angespielt wurde, so haben wir uns nun die PS4-Version des Brettspiels vorgenommen. Und auch hier hatten wir zahlreiche Spielstunden voll gepackt mit Unterhaltung und spannender Patien. Besonders im Multiplayer-Modus hat Armello seine Stärken, gegen die KI könnte dem Spiel hingegen recht schnell die Luft ausgehen.

- Von  Christian

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