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Unsere Eindrücke von der Connichi 2017


Bis heute haftet Kassel der unrühmliche Ruf als einer der hässlichsten Städte Deutschlands an. Klar, der Bahnhof Kassel-Wilhelmshöhe zeichnet nicht gerade ein einladendes Bild und ja, die teilweise noch immer vorhandene Nachkriegsarchitektur (Beton, Beton und noch mehr Beton) lässt stellenweise auf nahezu grässliche Bauten blicken. Dennoch hat die nordhessische Stadt einiges zu bieten. Die Universität etwa, den Bergpark inklusive Herkules, die alle fünf Jahre stattfindende Documenta, das – und natürlich die Connichi.

Zum nunmehr fünfzehnten Mal hat Animexx, ein gemeinnütziger Verein zur Förderung der japanischen Popkultur, zur Convention geladen, die in diesem Jahr bereits ihren sechzehnten Geburtstag gefeiert hat. Dem Aufruf sind wieder tausende Fans von Anime, Manga und allem, was sonst noch mit Japan und seiner Kultur zu tun hat, aus ganz Deutschland und dem näheren Ausland gefolgt. Drei Tage, in denen sich das Stadtbild ganz schön verändert und die dem Klischee nach so graue Stadt ein bisschen schriller und farbenfroher wird.

 

Link trifft auf Mikasa, Elfe trifft auf Ork


 

Man braucht sich gar nicht erst dem eigentlichen Veranstaltungsort nähern, um zu wissen, dass die Connichi wieder in der Stadt ist. Schon im Zug nach Kassel, allerspätestens aber bei der Ankunft am Bahnhof sieht man bereits die ersten Cosplayer, die sich in Schale geworfen haben und die interessierten Blicke der Nicht-Verkleideten auf sich ziehen. Das bunte Bild intensiviert sich, je näher man dem Kongress Palais kommt, die sich im Vorderen Westen genannten Stadtteil – quasi dem Prenzlauer Berg Kassels – befindet.

Hier, wo sich Bioläden an schicke Altbauten und Kneipen reihen, geht es für gewöhnlich recht ruhig und gelassen zu. Ein bisschen alternativ, ein bisschen schick – größer könnte der Kontrast an den drei Connichi Tagen also fast nicht sein. Erstaunlich: trotz mehrerer Hundert und Tausend Menschen, die sich auf dem Gelände vor dem Kongress Palais tummeln, geht alles friedlich und ruhig zu. Gleichzeitig merkt man den Besuchern ihren Spaß an. Jeder lächelt und strahlt, man kommt ins Gespräch, trifft alte und neue Bekannte, staunt über manch aufwendiges Outfit und über manch vielleicht nicht ganz so ernst gemeinte Kostümierung: eine wunderbare Atmosphäre, die zeigt, wie familiär die deutsche Cosplay-Szene ist.

Auch innerhalb der ehemaligen Stadthalle ist die Stimmung ausgelassen. Hier ist die Connichi dann auch mehr, als nur ein Treffpunkt für Cosplayer und Japan-Begeisterte und bietet ein reichhaltiges Rahmenprogramm für seine Besucher. Auch in diesem Jahr gab es wieder verschiedene Workshops und Panels, Cosplay-Wettbewerbe, Talkrunden, Karaoke und verschiedene Auftritte von Show-Acts, darunter auch J-Pop von Chii Sakurabi und Performancekunst der Gruppe Karasu. Beim traditionellen Nudelschlürf-Wettbewerb wurden wieder um die Wette Instant-Ramen verdrückt, während im Bankettsaal unzählige Karten- und Brettspiele dazu einluden um gespielt zu werden. Im Gamesroom konnte man hingegen selbst Hand an Super Mario Odyssey, Fire Emblem Warriors und Skyrim anlegen und noch einige andere neue Titel aus dem Hause Nintendo zocken. Schön: im Vergleich zur Gamescom und anderen Veranstaltungen waren die Schlangen hier wesentlich kürzer und man musste nicht allzu lange warten, um selbst eines der Spiele antesten zu können.

 

Alles, was das Fanherz begehrt


 

Darüber hinaus finden sich auf dem Messegelände auch eine Vielzahl an Händlern. Mit dabei waren wie gewohnt die großen deutschen Anime-Verleiher, wie Kazé, Peppermint-Anime und KSM-Anime, die alte und neue Titel aus ihren Programmen am Start hatten. Ein besonderes Schmankerl hatte der Egmont Verlag im Gepäck, der auf der diesjährigen Connichi exklusiv den ersten Manga-Band zu Your Name vorab verkauft hat. Auch Solo-Künstler hatten wie in den Vorjahren die Möglichkeit ihre eigenen Werke im Rahmen des Manga-Marktes anzubieten.

Vor allem die Fülle an Merchandise-Händlern ist enorm und bietet so ziemlich alles, was das Fanherz begehrt. Figuren, Videospiele, Kostüme, Postkarten, Buttons, T-Shirts, selbst japanische Snacks (Matcha-Kit-Kat, die Kultlimo Ramune und Pocky) liegen zahlreich aus. Der Andrang auf die Stände war enorm, denn viele Händler haben auch Importware ausgestellt, an die man gerade in Deutschland und trotz diverser Online-Angebote oftmals noch sehr schwer herankommt.

Abgerundet wird das Bild von dem seit einigen Jahren abgehaltenen Matsuri, welches sich an traditionelle japanische Straßen-Feste orientiert und wie gehabt in einem Partyzelt im Innenhof des Kongress Palais zu finden war. Gerade in den Abendstunden wurde dank der schönen Dekoration und den Laternen wie Lichterketten eine stimmungsvolle Atmosphäre geboten, die sich auch auf den restlichen Innenhof ausgebreitet hat. Innerhalb des überdachten Matsuri konnte man sich an verschiedenen Ständen auch kulinarisch in Japan-Stimmung bringen und etwa Okonomiyaki, Onigiri und japanische Crêpes kaufen und essen. Vor allem letztere haben es uns sehr angetan! Daneben gab es auch einige Stände, an denen man kleine Jahrmarkt-Spiele, wie beispielsweise das aus diversen Anime bekannte Fisch-Angeln (natürlich mit Plastikfischen) spielen. Ein weiteres Highlight bot sich den Besuchern außerdem am Freitag- und Samstagabend, an welchen der Tag mit einem wirklich schönen Feuerwerk in den Schlaf geschickt wurde.

Abschließend bleibt zu sagen, dass das gesamte Event fantastisch organisiert ist und die Veranstalter aus dem nicht sonderlich großen Veranstaltungsort so ziemlich alles rausgeholt haben. Abgesehen vom gebotenen Rahmenprogramm ist es aber vor allem die sehr offene und familiäre Stimmung unter den Besuchern, Ausstellern und Organisatoren, die uns gefallen hat und die einen durchaus krassen, wie positiven Kontrast zu anderen Conventions darstellt. Schön war sie also, unsere erste Connichi – und wir kommen gerne wieder!

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Kommentare zu: "Unsere Eindrücke von der Connichi 2017"

  1. Rena sagt:

    Warum hast du das große Rabbid nicht für mich mitgenommen?

    i’m so sad! 🙁

    • Adrian sagt:

      Der musste noch arbeiten und die bösen Buben vor Ort vertreiben, die mit dem Gedanken spielten ne Switch mitgehen zu lassen. Konnte ich leider nix machen 🙁

  2. Rena sagt:

    Böse Buben wie dich?

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