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Uncharted 4: A Thief’s End Multiplayer PREVIEW

Uncharted 4 Preview Banner

Uncharted steht in erster Linie für toll inszenierte und vor allem technisch eindrucksvolle Singleplayer-Action. Oftmals übersehen wird, dass die Mehrspieler-Modi von Teil 2 und 3 in einer zwar überschaubaren, aber sehr ambitionierten Spielerschaft große Popularität gewinnen konnten und noch heute fleißig gespielt werden. Das wissen auch die Mannen von Naughty Dog und wollen für den Mehrspieler-Modus im kommenden Serienteil noch stärker in den Fokus der Aufmerksamkeit rücken. Um den Netzcode, die Stabilität der Server und das Feedback der Spieler zu testen, hat man daher am vergangenen Wochenende einen kleinen Teil des Multiplayers von Uncharted 4 öffentlich zugänglich gemacht. Auch wir haben uns in die öffentliche Beta gestürzt um einen ersten Blick auf das was noch kommen wird zu erhaschen.

 

Mehr als nur eine Dreingabe?


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Das SpielgefĂĽhl ist flĂĽssig, das Handling groĂźartig. Naughty Dog wissen, was sie tun.

 

Das Uncharted 4 einer der wichtigsten Exklusivtitel für die PlayStation 4 werden wird, ist kein Geheimnis. Während der Großteil der Spieler vor allem dem neuen (und vermutlich letzten ?!?) Abenteuer von Nathan Drake entgegenfiebert, dürfte der Multiplayer-Modus für die meisten zunächst eine untergeordnete Rolle spielen. Trotzdem will Naughty Dog mehr als nur eine Dreingabe zum Einzelspielererlebnis liefern und setzt daher große Hoffnungen in die überarbeitete Online-Komponente.

In der am vergangenen Wochenende abgehaltenen Beta haben Interessierte einen ersten Einblick erhaschen und sich auf insgesamt drei Karten im Modus Team-Deathmatch austoben dürfen. Wie weit fortgeschritten die Testversion bereits ist, teilte Naughty Dog zuvor nicht mit. Allerdings basiert die aktuelle Testphase auf derselben Version, wie die schon im Dezember 2015 abgehaltene geschlossene Beta. Insofern dürfte seitdem noch einiges passiert sein und bereits erhaltenes Feedback ausgewertet werden. Man kann aber davon ausgehen, dass sich am grundlegenden Spieldesign zwei Monate vor Release nicht mehr viel ändern wird.

 

Läuft!


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Deckung ist oftmals die beste Entscheidung.

 

Zumindest hinsichtlich der Performance läuft der Mehrspieler-Part von Uncharted 4 bereits recht ordentlich. Abstürze oder Verbindungsbrüche habe ich keine erlebt, allerdings braucht das Matchmaking noch recht lange, bis ich einer Partie zugewiesen werde. Wartezeiten von zwei Minuten und mehr sollte es beim Release nicht mehr geben.

Um ein flüssiges Spielgefühl zu gewährleisten, läuft der Multiplayer-Modus mit 60 Frames in einer Auflösung von 900p. Zum Vergleich: die Kampagne bietet eine höhere Auflösung von 1080p, dafür aber nur 30 Bilder pro Sekunde. Die teils bombastischen Szenen aus Nakes kommendem Soloabenteuer, die wir bereits aus Trailern und Gameplay-Sessions her kennen, sollte man also in den Online-Gefechten nicht erwarten. Hier zeigt sich Uncharted 4 auf einem guten, aber eben nicht überragenden Niveau. Trotzdem war die bewusste Entscheidung auf grafische Opulenz für ein flüssiges Spielgefühl zu verzichten, eine gute und richtige. Aktuell gab es aber noch merkliche Einbrüche in der Framerate. Da es Naughty Dog bisher aber immer geschafft hat technisch saubere Spiele zu veröffentlichen, habe ich keine große Sorge, das die aktuellen Probleme bis zum Release unter Kontrolle sind.

Vor allem, da Naughty Dog an anderer Stelle bereits zeigt, das sie einfach wissen, wie man ein stimmiges Spielgefühl schafft. Dies zählt vor allem für die sich sehr dynamisch anfühlende Steuerung. Gewohnt leichtfüßig rolle ich mich aus der Schussbahn hinter ein Versteck, aktiviere meinen Greifhaken und fliege über die Köpfe der Gegner oder Schluchten hinweg und schieße zielgenau aus der Hüfte auf meine Widersacher. Was das Gefühl von Kontrolle für die eigene Spielfigur angeht, da können noch viele andere Entwickler von Naughty Dog lernen!

 

Das Chaos regiert


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Aktuell sind die Gefechte oftmals noch sehr chaotisch. Gut, wenn das eigene Team mitspielt und, wie hier, verletzte Kollegen heilt.

 

Team-Play soll in Uncharted 4 eine noch größere Rolle spielen, als zuvor. Wie wichtig eine gut funktionierende Truppe ist, das habe ich bereits in meinen ersten Spielstunden erfahren dürfen. Aktuell galt noch sehr stark die Devise „Chaos regiert“ und keiner weiß eigentlich, was er machen soll, außer den Gegner umzunieten. Partien, in der jeder macht, was er wollte, während das gegnerische Team als solches agiert hat, endeten daher oftmals in Frust.

Richtig Laune macht es erst, wenn beide Truppen gut eingespielt sind. Denn es reicht eben nicht nur mit Kills die eigene Punktzahl nach oben zu treiben. Ebenso wichtig ist es auch, dass man seine Kollegen heilt, wenn diese verletzt am Boden liegen. Ein Kill wird nämlich erst dann als solcher gewertet, wenn der Gegner nicht nur niedergeschossen, sondern endgültig KO gemacht wurde.

Die Spielgeschwindigkeit ist zumindest im Team-Deathmatch sehr hoch. Obwohl es auch Waffen für eher defensiv agierende Spieler gibt, herrschte aktuell noch der schnelle Kampf aus nächster Nähe vor. Wie gewohnt kann man dabei nicht nur auf die Schusskraft seiner AK-47 und Pumpgun vertrauen, sondern den Gegner auch aus nächster Nähe mit treffsicheren Schlägen ins digitale Nirwana schicken. Es bleibt abzuwarten, wie sich der Ablauf in den anderen Modi gestalten wird.

 

Mehr Abwechslung bei den Maps und Balancing bitte


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Mit Ingame-Geld lassen sich Sidekicks, mystische Fähigkeiten und mehr kaufen. Hier sollten die Entwickler aber noch an der Balancing Schraube drehen.

 

Zum Start von Uncharted 4 sollen 8 unterschiedliche Maps vorhanden sein. Das klingt noch nach wenig und macht mir aktuell etwas Sorge. Denn die drei, in der Beta verfügbaren Maps spielten sich bisher doch sehr ähnlich. Die Karten sind asymmetrisch gestaltet, sprich man hat viele Höhenunterschiede, die auch zum taktischen Vorteil genutzt werden können. Auf der Karte Island kann man sich sehr gut auf höher liegenden Positionen verschanzen, während Madagascar City etwas offener und weitläufiger gestaltet ist. Die auf Dächern spielende Karte Rooftops hat ebenfalls einige Winkel und Verstecke, die genutzt werden können. Positiv: Naughty Dog hat es gut geschafft offene, aber nicht zu große Maps zu schaffen. Negativ: irgendwie fehlt es den Karten an individuellen Nuancen. Den Langzeitspielspaß könnte dies abkömmlich machen. Warten wir also ab.

Ein weiteres Problem der aktuellen Version war das Balancing. Während die Waffen einigermaßen ausgeglichen sind, so werden die sogenannten Sidekicks schnell zum Game Changer. Denn in Uncharted 4 kann man sich durch den Einsatz von in den Partien erspielten Geld (etwa für Kills oder aufsammeln von Schätzen) Power Ups kaufen, zu denen eben auch die von der KI gesteuerten Helfer gehören. Hier gibt es einen Jäger, der Gegner in die Mangel nimmt, einen Sniper, einen schwer bewaffneten Infanteristen und einen Medic. Vor allem der Infanterist wirkt aktuell noch stark overpowert und kann binnen Sekundenbruchteile ein unvorbereitetes Team lahmlegen.

Auch kann ich mich aktuell noch nicht so ganz mit den mystischen Artefakte anfreunden. Auch diese kann man durch erspieltes Geld erwerben und mit ihnen für kurze Zeit übernatürliche Kräfte entfesseln. Mit dem Gegenstand El Dorado kann man beispielsweise für einige Zeit Umgebungsschaden anrichten, während man sich mit Dschinn blitzschnell zum Gegner hin- oder weg teleportieren kann.

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Unsere Wertung
USK 16 PEGI 16
Singleplayer
82
82
82
Multiplayer

Adrian sagt:

In der aktuellen Version macht der Multiplayer-Modus von Uncharted 4 bereits ordentlich Laune, hadert aber noch mit einigen Kinderkrankheiten. Das Design der drei spielbaren Maps ist stimmig und überzeugt mit asymmetrischer Gestaltung, die viele Möglichkeiten eröffnen. Allerdings wirken die Maps recht austauschbar und weisen kaum individuelle Merkmale auf. Die Steuerung ist flüssig, das Waffengefühl überzeugend und das Gameplay ohne große Zeitinvestition zu erlernen. Allerdings sollte bis zum Release noch am Balancing geschraubt werden, insbesondere bei den Power Ups (Helfer, mystische Fähigkeiten etc.). Und auch stellt sich die Frage, wie lange das repetitive Gameplay Spaß machen wird. Trotzdem freue ich mich mittlerweile nicht nur, auf das Soloabenteuer von Nate, sondern hoffe auch auf einen stimmigen Multiplayer-Modus mit ordentlich Langzeitspielspaß.
Playstation 4

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