The Liar Princess and the Blind Prince REVIEW

Es begab sich zu der Zeit, als das Angebot an sehr guten Videospielen so gut wie schon lange nicht mehr war. Zu jener Zeit wollten diejenigen, die das Handwerk der Videospielkunst erlernt hatten weiterhin ihr Handwerk ausüben. Was aber soll gemacht werden, um aus der Masse hervorzustechen? Da dachte sich Nippon Ichi Software:

„Wir machen einfach ein nettes Spiel und erzählen dabei ein Märchen!” „Ein Märchen?!“ fragte die Spielerschaft verwirrt. „Jawohl! Zusammen mit einem ungewöhnlichen Grafikstil!“ „Na ob das mal gut geht..“ erwiderte die Spielerschaft skeptisch. „Seid unbesorgt Spieler, es wird auch nicht teuer!“

Ob The Liar Princess and the Blind Prince tatsächlich Märchenhaft ist, erfahrt ihr nun in meinem Test.

Es war einmal…

Im Prinzip ist der Titel des Spiels auch schon eine recht gute Zusammenfassung um was es geht. Im Intro des Spiels erfährt man die Vorgeschichte. Eine Wölfin liebt es auf einem Fels zu singen und hat einen jungen Menschenprinz als Verehrer. Dieser soll allerdings nicht erfahren, dass es eine Wölfin ist, dessen Gesang er jeden Abend applaudiert. Als Lösung entschwindet die Wölfin sofort nach dem Gesang, sodass der Prinz niemals ihr Antlitz erblicken möge. Eines Abend ist der Prinz jedoch neugierig und erklimmt den Felsen. Die Wölfin, völlig überrascht davon, schlägt mit ihren Klauen zu und schlägt dem Prinz die Augen aus. Schockiert von dieser Tat bittet die Wölfin die Waldhexe darum dem Prinz sein Augenlicht zurückzugeben. Die Hexe willigt unter einer Bedingung ein und erklärt das die Wölfin den Prinzen schon zu ihr bringen muss. Außerdem gibt die Hexe der Wölfin die Fähigkeit, sich in eine Prinzessin zu verwandeln. Nach diesem, doch recht brutalem und überraschenden Intro, weiß man wie der Titel zustande kommt. Die Reise durch den Wald kann nun beginnen.

Folge meiner Stimme

Spielerisch hat man es in The Liar Princess and the Blind Prince mit einem sogenannten Puzzle Plattformer zu tun. Das heißt über Hindernisse hüpfen und nebenbei kleinere Knobeleien lösen. Ähnlich wie bei Ico muss man den Prinz bei der Hand nehmen, später gibt man ihm Befehle zum Aufheben. Manchmal sind Denkaufgaben gefragt, aber auch diese halten sich in Grenzen und verursachen keine Gehirnknoten. Zudem kann sich die Prinzessin  jederzeit wieder in einen Wolf verwandeln, um sich gegen angreifendes Getier zu wehren.

Das war es jedoch schon an verschiedenen Features, was aber nicht schlimm ist. Ich finde es sehr entspannend, ein entschleunigtes kurzweiliges Erlebnis zu haben. Ja, es ist zuweilen keine große Herausforderung, aber erfüllt seinen Zweck und ich konnte die Geschichte genießen. Die Knobeleien und die Sprungpassagen sind auf keinem anspruchsvollem Niveau. So besteht die Möglichkeit, einen ganzen Abschnitt zu überspringen. Darüber hinaus ist es möglich, den Abschnitt jederzeit neu zu starten. Leider ist das auch manchmal nötig, denn es kann sein, dass man sich in eine Sackgasse manövriert und man es noch einmal versuchen muss. Glücklicherweise sind die Checkpoint sehr fair und günstig gelegen, was frustrierende Momente vermeidet.

Nett und Hübsch

Wie ein wahres Gemälde sieht das Spiel leider nicht aus, dennoch macht der gezeichnete Artstil durchaus etwas her. Wie schon bei Yomawari trägt dieser eher eigenwillige Stil zur Atmossphäre bei, bzw. beeinflusst sie. Die Prämisse des Spiels ist es nun einmal, den Prinzen durch einen Wald zu begleiten, der sich in seiner Lichtgebung verändert. Allzu große Abwechslung sollte man in The Liar Princess and the Blind Prince nicht erwarten.

Bei der Vertonung ist die japanische Originalversion geblieben und es gibt nur englische Bildschirmtexte, die die Geschichte begleiten. Gesprochen wird aber ohnehin nur in den Zwischensequenzen. Die musikalische Untermalung des Waldes ist in Ordnung, nur leider gibt es auch da wenig Abwechslung und so hört man dasselbe Lied immer und immer wieder. Für ein Titel, der sich in den Köpfen verankern möchte, keine herausragende Leistung.

Nur ein Snack?

Wie gut ist das Mittel-oder gar das gehobene Mittelmaß von Videospielen eigentlich? Schreien die Kritiker, dass es kein Kracher ist, ist es automatisch ignorierenswert. Dumm nur, dass man mit dieser Einstellung ein paar gute Spiele verpasst, denn The Liar Princess and the Blind Prince ist genau das – trotz meiner leichten Kritik. Es ist gut für das, was es ist und für das, was es sein will. Ab und zu hat man einfach Hunger auf solche Titel ohne große Komplikationen in Kauf zu nehmen. Im Bereich der Puzzle Platformer stillt der Titel diesen Hunger bestmöglich.

Die reine Spielzeit hält sich sehr in Grenzen, denn lediglich 4-5 Stunden kann man einplanen. Kompensiert wird das Ganze durch seinen fairen Preis der 19,95 € beträgt. Spätestens in einem Sale sollten Puzzle Platformer und Fans schöner Geschichten unbedingt zuschlagen. Spieler die diese Art von Storys lieben, sollten erst gar nicht lange Warten.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
74
74
-
Multiplayer

FAZIT

Nippon Ichi Software versteht es diese kleinen aber feinen Geschichten zu erzählen. Eigentlich ist die Story recht tragisch und zuweilen brutal. Gepaart mit dem gezeichneten Artstil, ergibt The Liar Princess and the Blind Prince ein gutes, optisches Gesamtbild. Beim Gameplay muss man sich mit dem Nötigsten zufriedengeben und eine echte Herausforderung gibt es leider auch nicht, trotz der eingebrachten Rätsel. Dennoch, durch seinen fairen Preis, wird einem ein schön gemachtes Märchen geboten, welches unbedingt erzählt werden mag und zudem liebevoll eingebrachte Charaktere bietet.

- Von  Stefan

Playstation 4
PlayStation Vita
Nintendo Switch

The Liar Princess and the Blind Prince REVIEW

USK 1 PEGI 1

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