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The Last Guardian REVIEW

Vor fast zwei Wochen hatte das lange Warten ein Ende: The Last Guardian, das vor 7 Jahren angekündigte Adventure ist endlich erschienen! Kaum zu glauben, aber wahr, bereits bei seiner Ankündigung 2009 schlug mich das Spiel durch seine magische Atmosphäre in seinen Bann, sodass ich mich umso mehr freute, also 2015 das Spiel als weiterhin in Entwicklung angekündigt wurde. Über all die Jahre hat sich nicht nur der Hype entwickelt, sondern auch die Erwartungen an ein Spiel, welches insgesamt 9 Jahre entwickelt wurde. Wie sich das Ergebnis schlägt und ob die Vorfreude begründet war, möchte ich euch in diesem Test erzählen.

 

Freundschaft über alles!

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Dunkelheit… Absolute Stille… Plötzlich erwachen wir als Junge und entdecken zahlreiche uns unbekannte, schwarze Tattoos an uns. Unsere Verblüffung weicht aber schnell Entsetzen, als wir bemerken, dass wir in einer Höhle gefangen sind. Aber wir sind nicht alleine, sondern zusammen mit einem gigantischen Monster, das eine Mischung aus verschiedenen Tieren zu sein scheint, welches auf den Namen Trico hört. Trotz unserer Angst und dem unberechenbaren, aggressiven Verhalten von Trico versuchen wir ihm zu helfen und suchen etwas Futter. Nachdem das erste Misstrauen beseitigt ist, trauen wir uns nah genug an Trico heran, um seine Verletzungen zu begutachten und die teilweise noch darin steckenden Waffen zu entfernen. Und so beginnt die wachsende Freundschaft zwischen dem Jungen und Trico, die sich durch das gesamte Spiel zieht und sich immer weiterentwickelt. Während zu Beginn Trico eher begleitend uns folgt, hilft er später aktiv und beschützt uns nicht nur, sondern macht sich auch bemerkbar, wenn wir aus seinem Sichtfeld verschwinden.

Die Story an sich ist sehr mysteriös gehalten und entwickelt sich erst nach und nach. Einige Geheimnisse bleiben auch unbeantwortet, sodass die Welt einige Mysterien behält, wobei die Story nicht darunter leidet, im Gegenteil, es passt perfekt zum Stil des Spieles. Die größte Stärke von The Last Guardian ist ohnehin die Entwicklung der Freundschaft von Trico und dem Jungen, die unglaublich gut ausgearbeitet wurde und sehr persönlich gezeigt und erzählt wird. Auch Trico wurde wunderbar persönlich gestaltet und verhält sich so, als würde tatsächlich ein lebendes Wesen uns auf unserem Abenteuer begleiten. Er reagiert auf die unterschiedlichsten Situationen authentisch, sei es die Faszination über vorbeifliegende Schmetterlinge, die Angst vor tiefen Gewässern oder die Neugierde in bestimmten Regionen. Dabei behält er aber auch die Charakteristika von einem wilden Tier, welches überaus vorsichtig und überlegt vorgeht. Auch Emotionen zeigt Trico sehr deutlich durch veränderte Körperhaltung und Gesichtsausdrücke. Vor allem die Augen zeigen nicht nur farblich, sondern auch vom Ausdruck seine jeweilige Stimmung an, sei es Neugierde, Angst, Wut oder Freude. Grade hier merkt man, das unglaublich viele Details beachtet wurden, um die Geschichte und die beiden Charaktere lebensecht wirken zu lassen.

 

Gemeinsam durchs Abenteuer!

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Auch beim Gameplay steht die Zusammenarbeit vom Jungen und Trico im Mittelpunkt. Während alles in einer Höhle beginnt, arbeitet man sich nach und nach weiter vor und erkundet unter anderem Ruinen, die voller Rätsel stecken. Wichtig ist dabei auch, dass man nicht nur als Junge weiterkommen will, sondern jeweils auch Trico mitnehmen muss. Während man selber durch kleine Passagen kommt, bleibt Trico währenddessen zurück, während andersherum Trico spielend leicht über für uns unüberwindbar hohe Mauern springen kann. Außerdem findet man immer wieder Möglichkeiten, zusammen zu arbeiten. So findet man direkt zu Beginn eines Spiegel, der mysteriöses Licht aussendet. An sich nicht wirklich nützlich, in Kombination mit Trico kann man allerdings die von ihm erzeugten Blitzen lenken und so leicht entzündliche Hindernisse wie etwa Holzwände zerstören und neue Wege entdecken.

In anderen Situationen muss man versteckte Passagen finden oder auf Trico achten. Dieser verhält sich nicht nur authentisch, sondern beobachtet selber die Umgebung und kann so Hinweise geben, wo er einen Ausgang vermutet oder einen Blick riskieren würde. Außerdem kann er uns in ungeahnte Höhen befördern, indem wir auf ihn klettern und von dort aus auf höhere Plattformen springen.

Neben einigen Plattformer-Elementen gibt es aber auch einige Rätsel, die perfekte Zusammenarbeit voraussetzen oder bestimmte Mechanismen erfordern, die erstmal entdeckt werden müssen. The Last Guardian zeigt dabei jede Menge Ideen für Rätsel, die jede Menge Kreativität zeigen. Viel mehr möchte ich auch gar nicht verraten, da ich sonst spoilern würde. Nur so viel: Das Gameplay zeigt wie die Story, dass sich überall viele Gedanken gemacht wurden.

So perfekt das alles wirkt, leider hat The Last Guardian zwei Schönheitsfehler. Der erste ist die Kamera, die sich teilweise verselbstständigt und ohne Gegensteuern komplett andere Sichtwinkel einstellt. Das etwas nervigere Problem ist allerdings die Kamerasteuerung. Während meistens die Geschwindigkeit der Kamerabewegung in alle Richtungen gleich ist, wird hier teilweise die Geschwindigkeit willkürlich erhöht oder verlangsamt, wenn man bestimmte Bereiche anschauen möchte, wie etwa die Decke. Zweitens ist die allgemeine Steuerung weniger intuitiv und verwendet andere Knöpfe für Aktionen wir Ducken oder Springen und benötigt teilweise zusätzliche Eingaben durch Bewegungen, so muss für die Aktivierung eines Hebels nicht nur der Hebel gedrückt, sondern auch gezogen werden, aber in eine ganz bestimmte Richtung. An beide Probleme gewöhnt man sich, allerdings trübt vor allem die Kameraproblematik das sonst makellose Bild von The Last Guardian.

 

Eine mystische Welt

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The Last Guardian besitzt eine unglaubliche Atmosphäre, in die man auch nach längeren Spielpausen ohne Probleme wieder eintauchen und in ihr versinken kann. Während man seine Umgebung erkundet wird man immer wieder staunen, wie detailliert und schöne alles gestaltet wurde. Sei es eine mysteriöse, glühende Grotte, die einen blauen Schimmer auf alles wirft, ein grüner Wald an einer Klippe mit grandiosem Ausblick auf entfernte Landschaften oder alte Ruinen, die von magischen Soldaten bewacht werden. Auch hier zeigen sich unglaublich viele Details, sodass man immer wieder inne hält, nur um die Umgebung zu bewundern. Auch Trico ist sehr schön gestaltet worden und wirkt fast lebensecht. Und genau dadurch kann man so wunderbar eintauchen: Wie für den Jungen ist auch für uns alles neu, alles aufregend und doch irgendwie mysteriös, wodurch man sich sehr gut in ihn hineinversetzen kann und auch selber eine Freundschaft zum lebensechten Trico entwickelt.

Auch der Soundtrack von The Last Guardian ist durchaus beeindruckend und wurde komplett orchestral umgesetzt und zaubert viele schöne Melodien auf den Bildschirm, die ebenfalls die Atmosphäre untermalen. Alles in allem ist die technische Präsentation bis auf die Mängel bei Steuerung und Kamera nahezu perfekt gelungen und zeigt nicht nur, wie echt ein Spiel wirken kann, sondern auch wie lebensnah eine Geschichte von Geheimnissen und Freundschaft erzählt werden kann.

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Unsere Wertung
USK 1 PEGI 1
Singleplayer
89
89
-
Multiplayer

Tim sagt:

Das Warten hat sich gelohnt! Und man merkt, wie viel Zeit sich für alle Details genommen wurde. Sei es bei der mystischen Atmosphäre, die nicht nur grafisch, sondern auch musikalisch eindrucksvoll untermalt wird, oder die sich entwickelnde Freundschaft mit dem Wesen Trico, die nahezu lebensecht wirkt, genau wie Trico selber. Selten hat mich ein Spiel derat fasziniert und in seinen Bann geschlagen. Der einzige Haken, der diesen glänzenden Eindruck trübt sind die Probleme mit Kamera und Steuerung. Nichtsdestotrotz bleibt The Last Guardian ein tolles Adventure, das ich jedem empfehlen würde!
Playstation 4

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