+++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++    +++  

Sid Meier’s Civilization VI – Australien DLC REVIEW

Sid Meier’s Civilization VI war das große Strategiespiel-Highlight des letzten Jahres. Meinen Test dazu könnt ihr hier dazu nachlesen. Nach der großen Begeisterung über das Hauptspiel habe ich mich natürlich gefreut zu hören, dass schon die ersten Erweiterungen unterwegs sind. Allerdings bin ich generell eher kein großer Fan von DLCs oder Season Pass Angeboten, da meist das Preis-Leistungsverhältnis nicht stimmt. Dementsprechend greife ich nur sehr selten zu den nachfolgenden Erweiterungen, sodass ich gespannt war, wie das Australien DLCs zu Sid Meier’s Civilization VI aussehen wird und ob es sich lohnt, in eine neue Welt einzutauchen.

 

Selber Geschichte schreiben!

civ-screenshot-5

Die Story von Sid Meier’s Civilization VI ist immer gleich und doch irgendwie anders. Nachdem man sich seine Ziviliation ausgesucht hat, beginnt man mit einigen Siedlern eine Gemeinde aufzubauen, die sich über die Jahrtausende hinweg zu einer großen Kultur entwickelt und dabei verschiedene Phasen durchläuft. Dabei bestimmt man nicht nur die eigene Herkunft, sondern auch den Pfad, den man einschlägt und somit die eigene Zukunft. Dabei bietet schon die Auswahl der Zivilisation jede Menge Besonderheiten, so finden sich bei den nun 24 Völkern asiatische Kulturen wie Japaner mit einem Shogun und europäische Kulturen mit Königen und Kaisern. Im Mittelpunkt des DLCs steht natürlich Australien als neue Zivilisation, welche wie allen anderen Völker ihre eigenen Vorteile und Besonderheiten besitzt. Egal ob man eine kriegerische Laufbahn plant oder in der gesamten Ära keinen einzigen Krieg führt – das bleibt einem komplett selber überlassen.

Aber nicht nur Kriege bestimmen die eigene Kultur, sondern auch Forschung, Spezialisierung, Spionage und Diplomatie spielen eine zentrale Rolle und ermöglichen unzählbar viele Möglichkeiten, die eigene Zivilisation aufzubauen und zum Erfolg zu führen. Jeder Bereich zeichnet sich durch einzigartige Möglichkeiten und Elemente aus, die jedes Spiel eine einzigartige Geschichte von den Hoch- und Tiefphasen der verschiedenen Völker erzählen lassen. Die Erweiterung integriert sich in dieses Spielprinzip optimal und versucht keine Experimente.

 

Unendliche Möglichkeiten

civ-screenshot-2

Doch unabhängig vom DLC bleibt die Frage, was unsere Aufgabe in Sid Meier’s Civilization VI ist! Das ist gar nicht so einfach zu beantworten, denn das Spiel ist sehr komplex und bietet viele Möglichkeiten und Optionen, die den Spieler im ersten Moment etwas erschlagen. Auch die ganzen Einflüsse einzelner Entscheidungen zu erkennen wirkt zunächst nahezu unmöglich. Gerade was die Beziehungen zu anderen Völkern angeht, sind enorm viele Handlungsmöglichkeiten gegeben.

Alles beginnt auf einer großen Karte aus Sechsecken, auf der man irgendwo ausgesetzt wird. Egal ob mitten im Grünen, in der Wüste oder am Meer. Direkt danach beginnt man die Züge des rundenbasierten Simulationsspiels zu nutzen, um den perfekten Punkt für die eigenen Hauptstadt zu finden und dort zu bauen. Bereits die Wahl des Ortes ist wichtig, um später von den Umgebung profitieren zu können. So benötigen bestimmte Gebäude Küstenfläche oder Flussfläche, andere wiederum Minenbauplätze, die sich vor allem in der Wüste finden. Dadurch legt man bereits zu Beginn die erste Entwicklung fest und sollte gut überlegen, wie man beginnen möchte.

Erst einmal angefangen, entfaltet das Spiel schnell sein Potential und zeigt die vielen Variationen, die eigene Zivilisation, wie nun auch Australien, zu entwickeln. Dabei läuft nie nur ein einzelner Prozess ab, sondern viele Prozesse gleichzeitig und nebenher. Zunächst sollte versucht werden, die Ressourcen weiter zu erschließen. Hierfür ist beispielsweise die Forschung nötig. In einem großen Forschungsbaum obliegt dem Spieler die Entscheigung, in welche Richtung geforscht wird und welche Errungenschaften als nächstes freigeschaltet und eingesetzt werden. Zusätzlich sollte man beginnen, seine Umgebung mit Spähern zu erkunden und eventuelle Nachbarn zu besuchen, um mit ihnen diplomatische Verhandlungen eingehen zu können. Dabei verfolgt jede Nation seine eigenen bestimmten Ziele: Während manche Völker sehr aggressiv und expansiv vorgehen, spezialisieren sich andere auf den Bau von Wundern und streben Frieden an. Genau so unterschiedlich wie ihre Pläne sind auch Vorlieben und Abneigungen. Während sich das eine Volk über die Entwicklung von Schiffen freuen kann und dies begrüßt, kann sich gleichzeitig eine andere Kultur darüber ärgern. Damit man nicht schnell in kriegerische Konflikte gerät, ist daher Diplomatie und Spionage nötig, um die Beweggründe der verschiedenen Herrscher zu verstehen und entsprechend handeln zu können. Trotzdem darf man sein eigenes Volk nicht vergessen und muss fleißig weiter forschen, die Zivilisation aufbauen mit verschiedenen Distrikten, Ressourcenförderungsanlagen und Wundern.

Natürlich spielt man nicht ziellos sein Spiel, sondern hat zwei bestimmte Aufträge, die auch das Verhalten der einzelnen Herrscher erklären. Dabei ist einer der Aufträge zufällig und der Andere immer gleich, so muss die englische Königin Viktoria auf jedem Kontinent eine Stadt bauen. Entsprechend ist sie aber auch argwöhnisch, wenn man vor ihr auf einem Kontinent gebaut hat und sieht dies als Bedrohung, sodass es nahezu unmöglich ist, im späteren Verlauf keinen Krieg mit ihr zu führen. Ähnlich verhalten sich auch alle anderen Völker, sodass es durch die verschiedenen Vorlieben und Abneigungen schwer ist, alle zufrieden zu stellen. Ferner stellt auch der Krieg eine gut ausgearbeitete Facette von Sid Meier’s Civilization VI dar. Hierbei punkten die verschiedenen Zivilisationen durch einzigartige Einheiten, sowie bestimmte Basiseinheiten, die mehrere Völker besitzen. Jede Einheit besitzt bestimmte Stärken und Schwächen und eignet sich verschieden gut gegen unterschiedliche Einheitstypen oder Gebäude.

Kommen wir nun zu Australien als neue Zivilisation. Grundlegend spielt sie sich nicht großartig anders als ihre Counterparts. Interessant dürfte sein, dass Australien hier sein Debüt bei Sid Meier’s Civlization feiert und bisher in keinem der Vorgänger auftrat. Allerdings besitzt sie einige interessante Eigenschaften. Wird euch der Krieg erklärt, oder befreit ihr eine Stadt, so bekommt ihr einen nicht zu unterschätzenden Bonus von ganzen 100 Prozent auf die Produktion. Das klingt jetzt nach einer ganzen Menge – und das ist es auch. Wenn man mehrfach Runden spielt, wird schnell klar, dass Australien nicht wirklich ausgeglichen ist. Stattdessen hat der Kontinent die Nase klar vorne und einen Vorteil, der grade bei Online-Matches ziemlich störend ist.

 

Die Welt ist bunt!

civ-screenshot-4

Die Welt zeigt sich in Sid Meier’s Civilization VI sehr hübsch und bunt. Insgesamt ist der Stil sehr comichaft gehalten worden und zeigt viel Liebe zum Details. Seien es die verschiedenen Landschaften, Gebäude, Einheiten oder Anführer, überall wurden sich viele Gedanken gemacht und schöne Texturen verwendet. Überall finden sich Details, die man durch Zoomen erst anschauen und bewundern kann. Insgesamt ist die grafische Gestaltung des Spieles durchaus gut gelungen und zeigt viel Abwechslung und breite Farbpaletten, welche Sid Meier’s Civilization VI einen optimistischen Charme verleihen. Selbstverständlich wirkt es dadurch weniger „ernst“ als etwa Anno oder Age of Empires, aber aus meiner Sicht ist das keineswegs negativ zu sehen.

Der Soundtrack ist ebenfalls gut gelungen und passt sich dem Spiel und den verschiedenen Regionen und Situationen an und begleitet die Entwicklung der eigenen Zivilisation. Natürlich wurde eine Sprachausgabe ebenso implementiert und sogar in deutscher Sprache eingebaut. Hier wurden auch die Dialekte beachtet, was das gesamte Szenario noch authentischer in Sachen Akustik gestaltet. Der DLC bringt keine musikalischen Veränderungen mit, steigert aber die Voicelines um einige Sätze an, die speziell für die Australien-Erweiterung eingesprochen wurden.

Die Steuerung war leicht mit der Maus zu vollziehen und mit wenigen Klicks konnten die Einheiten befehligt werden. Ebenso ließen sich die Menüs einfach per Tastatur aufrufen, die anfangs aber noch etwas überforderten. Viele Schaltflächen, wie das überspringen einer Runde waren ebenso auf der PC-Tastatur mit einer Schnellwahl versehen.

Facebook
Twitter
Google+
Unsere Wertung
USK 12 PEGI 12
Singleplayer
75
75
75
Multiplayer

Tim sagt:

Sid Meier's Civilization VI gewinnt zwar durch das Australien DLC eine weitere interessante Zivilisation, allerdings schadet es etwas dem Balancing des Spiels. Es bleibt zu hoffen, dass das noch behoben wird. Auch der Preis für eine Zivilisation ist nicht wirklich gut, wenn man bedenkt, dass man für 50€ ursprünglich 23 Zivilisationen bekommen hat. Auf der anderen Seite sind 5€ nicht die Welt. Nichtsdestotrotz ist Sid Meier's Civilization VI ein tolles Spiel, sodass sich der DLC für Fans lohnt – ansonsten aber eher weniger.
MS Windows

Das könnte dir auch gefallen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Partner:

Blogverzeichnis - Blog Verzeichnis bloggerei.de Blogverzeichnis blogli.de - Blog-Verzeichnis Webverzeichnis - Webkatalog www.inetcomment.de Blogverzeichnis Blogverzeichnis TopBlogs.de das Original - Blogverzeichnis | Blog Top Liste Blog Button
GACC  |  Games-Mag  |  Gameplay Gamers  |  Pixelbirnen  |  Gamer83  |  Heavenly-Mangas  |  MarioFans  |  PixelOr  |  TrueGamer  |  XBox-Home  |  AlphaOmegagaming  |  Gameplaynews  |  Nintendo Switch Forum  |  Spielkritik  |  Videospielgeschichten  |  N-Mag  |  NAT-Games  |  Indieflock  |  GamingNerd  |  Nintendo-Magazin  |  Game-2  |  Zockerheim  |  twitch/noviiq  |  TVGC  |  RLC-Gamer  |  Zockwork Orange  |  Collect a Box  |  X-Nation.at