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Sailor Moon Super S Box 7 Folge 128 -147 REZENSION

Das erste Anime von Sailor Moon erstreckte sich in den neunziger Jahren über 5 Staffeln, die alle eine ganz eigene Richtung aufwiesen. Die wohl größte Richtungsänderung war meines Erachtens die vierte Staffel, die sich Sailor Moon Super S nannte. Die namensgebende japanische Heldin, die bis dato immer im Mittelpunkt stand, musste sich ihre Hauptrolle nun mit Chibiusa teilen. Aber wie immer hat jede neue Geschichte einen Anfang und dieser startet mit der Folge 128.

 

Gefährliche Träume

Pegasus kämpft nun an der Seite von Sailor Moon und Sailor Chibi Moon

Alles beginnt wie in jeder Staffel mit neuen Gegnern. Urplötzlich taucht ein riesiges Zirkuszelt während einer Sonnenfinsternis auf. Von den Einwohnern der Metropole Tokio gar nicht als neues Objekt wahrgenommen, geschehen in dessen Inneren merkwürdige Dinge. Seltsame Kreaturen treffen in der Manege zusammen und schmieden finstere Pläne. Das geflügelte Einhorn Pegasus ist als Ziel auserkoren, denn nur mit seiner Hilfe kann die Welt von der bösen Macht übernommen werden. Pegasus selbst, der bislang nur als Fabelwesen bekannt war, hat jedoch eine Zuflucht gefunden. Das geflügelte weiße Pferd versteckt sich in den Träumen der kleinen Chibiusa. Doch keiner darf davon wissen.

So machen sich Fischauge, Tigerauge und Falkenauge auf, unter der Anweisung der bösen Zirkonia, den Menschen zu finden, in dessen Traum sich Pegasus versteckt. Dadurch werden unbescholtene Bürger plötzlich zu Opfern von Intrigen, damit die drei Schergen an dessen Träume gelangen. Selbstverständlich bleibt die neue Gefahr nicht ganz unbemerkt, denn das Sehen in den Traumspiegel ist für die Opfer mit großen Schmerzen verbunden. Die daraus resultierenden Schreie ruft zufälligerweise Sailor Moon und Sailor Chibi Moon auf den Plan, die natürlich versuchen, den Übergriff zu unterbinden. Leider anfänglich aber mit einem Misserfolg, denn die neuen Gegner sind noch stärker als all jene, die es zuvor gab. Und die Macht des heiligen Grals ist nicht mehr zugänglich.

Doch Pegasus, der in Chibiusas Traum verborgen ist, erkennt die Not der beiden Mädchen, die er durch sein Versteckspiel auslöst. Er schenkt den beiden Kriegerinnen für Liebe und Gerechtigkeit neue und vor allem stärkere Fähigkeiten, mit denen sie den neuen Feinden gewachsen sind. Super Sailor Moon und Super Sailor Chibi Moon sind nun geboren, die sich der Aufgabe annehmen, die Menschen und deren Träume fortan zu beschützen. Gerade die kleine Chibiusa übernimmt dabei eine wichtige Rolle. Nur sie alleine kann Pegasus herbeirufen, der in jenem Moment Sailor Moon genügend Macht verleiht, ihren Gegnern mithilfe des neuen Mondstabs Einhalt zu gebieten. Dadurch sind die beiden in fast jeder Folge nur noch im Doppelpack unterwegs – mitsamt den typischen Streitigkeiten, die diese Konstellation mitbringt.

 

Box 7

In Staffel 4 bekommen alle Kriegerinnen neue Kräfte

Wie in allen Staffeln wird die Geschichte wieder in einigen Füllepisoden erzählt, die gleichzeitig die einzelnen Nebencharaktere in den Fokus stellen. Denn abermals sind Sailor Mars, Sailor Venus, Sailor Jupiter und Sailor Merkus mit von der Partie. Und auch sie dürfen sich über neue Kräfte freuen, die Pegasus ihnen in ihrer größten Not und ihrem bislang schwersten Einsatz verleiht. Mamoru aka Tuxedo Mask darf natürlich ebenfalls wieder mitmischen und ist zudem immer zur rechten Zeit am rechten Ort, um Sailor Moon und den anderen Kriegerinnen aus ihren misslichen Lagen zu befreien – wie in all den Staffeln zuvor.

Die ersten 20 Episoden (insgesamt 39), die in der siebten Box und auf 5 DVDs verteilt sind, bringen aber noch einen weiteren Charakter hervor. Die kleine Diana feiert in der vierten Staffel ihr Debüt. Wer Diana ist und woher sie kommt, möchte ich jedoch nicht vorwegnehmen. Nur soviel sei gesagt, es kommt zu kleineren Konflikten aufgrund ihrer Ankunft…

 

Visuell

Die Qualität der Szenen bleibt auf einem soliden Niveau, wie man es aus den 90igern kennt

Die erste Hälfte der vierten Staffel führt natürlich noch zu keinen großartigen Endzeitszenarien. Stattdessen ist das Anime damit beschäftigt, den Zuschauern die Figuren auf beiden Seiten näher vorzustellen und auch wieder den gewohnten Humor und Klamauk einzubringen. Nun endlich sind auch neue Animationen der Verwandlungen und Attacken aller Sailor Kriegerinnen eingebracht, was den Folgen ein wenig mehr visuelle Abwechslung gegenüber der dritten Staffel verleiht.

Wer richtiges Anime-Feeling genießen mag, darf sich alle Folgen in der japanischen Originalsprache anhören. Hinzu kommt, dass damit auch das Opening dem Original angepasst wird. In der deutschen Version ist dieses nämlich seit der ersten Staffel unverändert und mit einem Song der Super Moonies unterlegt. Der deutsche Sprechercast bleibt seit der zweiten Staffel unverändert. Gelegentlich darf Sabine Bohlmann, die noch in der ersten Staffel Bunny Tsukino sprach, einige Nebencharaktere mit ihrer Stimme ausstatten. Wer bereits die vorangegangenen Staffeln angeschaut hat, hat die besetzten Stimmen sicherlich längst lieb gewonnen. Dabei sind insbesondere die vier Sailor Kriegerinnen Mars, Merkur, Venus und Jupiter unverändert seit dem Debüt des Animes.

Unverändert bleibt ebenfalls die Bildqualität gegenüber Staffel 2 und 3. Und auch wenn man merkt, dass Sailor Moon in die Jahre gekommen ist, bleibt ein grandiose Charme in jeder Minute erhalten. Dies liegt zum Teil aber auch daran, dass das Anime noch komplett gezeichnet und nicht am Computer erstellt wurde. Die Hintergründe wirken in vielen Abschnitten eher spärlich, zum Gesamtbild passen sie aber dennoch. Viele lustige Szenen bekommen wieder ihre Berechtigung und bringen die Zuschauer oft zum Schmunzeln.

Da das Anime aus dem Jahre 1996 stammt, ist das Bildformat weiterhin auf 4:3 festgesetzt. Eine optionale Anpassung ist leider nicht auf den DVDs zu finden. Bonus-Material sucht man ebenso vergebens. Dafür ist der Schuber und dessen Inhalt wieder sehr hochwertig gestaltet. In der leicht rosafarbend angehauchten Box sind nicht nur die 5 DVDs sorgfältig verstaut, sondern noch ein kleines und edles Booklet beigelegt. Unter anderem gibt es einen Episodenguide und die Vorstellung der wichtigsten Figuren der Folgen 128 – 147. Wie bereits in den anderen Boxen, darf sich der Käufer auf 4 Aufkleber freuen.

Fazit

Die pure Nostalgie findet mit der vierten Staffel des ersten Sailor Moon Animes seine Fortsetzung. Allgemein mag aus meiner Sicht jene Season die wohl Schwächste sein, einige Folgen sind aber so witzig gestaltet, dass man um die Box dennoch keinen Bogen machen sollte. Der altbekannte Charme bleibt komplett erhalten und hat durch die Füllepisoden Sailor Moon Crystal einiges voraus. Das Anime aus den neunziger Jahren nimmt sich einfach mehr Zeit, um seine Geschichte zu erzählen. Allgemein ist es aber weit weg von der Manga Vorlage, was sich in vielen speziellen Interpretationen aufzeigt. Ein Kritikpunkt? Mitnichten, denn dies verlief schon in den anderen Staffeln so und hat den Erfolg des Erstlingswerk keineswegs gemindert.

Für viele bleibt Sailor Moon eher dem jüngeren Publikum vorbehalten, für mich ist es aber ein zeitloses Vergnügen für jede Altersklasse, die zumindest meine Art von Humor teilt.

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