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Riptide GP: Renegade REVIEW

Rennspiele sind eigentlich nicht so mein Ding. Jedoch gibt es einige Reihen, die ich immer wieder auspacke und in die Konsole schmeiße. Dazu gehören definitiv F-Zero, Need for Speed und Wave Race, die schon seit langer, langer Zeit keine (guten) Fortsetzungen mehr hatten. Umso mehr habe ich mich ĂŒber Riptide GP: Renegade gefreut, denn auf den ersten Blick verbindet dieses Spiel alle meine Lieblingselemente von diesen Rennspielen: Illegales Racing, futuristische Fahrzeuge und Rennen auf dem Wasser. Mit dem letzteren meine ich natĂŒrlich nicht Jesus, sondern Jet Skis. Wer also auf diese Art von Spaß steht, der darf sich gerne festhalten und auf einen Review-Rundkurs mitnehmen lassen!

 

Aller Anfang ist…gleich?

"Mit verschrÀnkten Armen wirke ich noch cooler"

“Mit verschrĂ€nkten Armen wirke ich noch cooler”

Wie in fast jedem Racer fangen wir damit an uns einen Charakter zu erstellen bzw. hier können wir uns zu Beginn zwischen zwei Spielfiguren entscheiden: Poison oder Impact. Ach, diese unglaublich coolen Namen… Diese Coolness zieht sich seit Minute eins durchs ganze Spiel und wird uns immer und immer wieder begegnen. Selbst in der Introsequenz, bei der versucht wird die Story ins Rollen zu bringen, klopfen die beiden Protagonisten lĂ€ssige SprĂŒche. Ja, richtig gehört: es gibt eine Story. Ich denke mal, es ist nicht zu viel gesagt, dass wir sofort nach der Charakterauswahl verraten werden und erst auf der Flucht von der Polizei, und danach auf der Suche nach dem BetrĂŒger sind. Klingt bekannt? Ja, fĂŒr mich auch, denn diesen Ansatz haben wir schon hunderte Male in Film und Spiel gesehen. Aber hey, es funktioniert! Eine simple Rachestory hat noch nie jemanden geschadet. Was jedoch schadet ist die ErzĂ€hlweise, denn die kleinen HĂ€ppchen vor und nach manchen Rennen sind ein netter Ansatz, aber nichts was einen am Ball halten kann. Rennspiele sind aber gar nicht dazu da um eine tiefgrĂŒndige Geschichte zu erzĂ€hlen. Es ist das Gameplay.

Hier weiß Riptide GP: Renegade an vielen Stellen was es zu tun hat. Es ist schnell, es hat eine intuitive Steuerung und es macht Spaß auf Rampen und Wellen zu tricksen. Da die Jet Skis sich eher wie Gleiter anfĂŒhlen, sind enge Kurven und die meisten SprĂŒnge durch die ziemlich lange Airtime selten ein Problem. Da wir immer wieder wĂ€hrend der Rennen vor der Polizei flĂŒchten mĂŒssen, kommt die Lenkung einem sehr gelegen. Es gibt aber auch Dinge sie kein Sinn ergeben. Interessant ist zum Beispiel das GeschwindigkeitsgefĂŒhl. Obwohl man eigentlich sehr flott unterwegs ist und die Streckenumgebung nur so ein einem vorbeizischt, wird durch den Wellenkontakt das Zusammenspiel der Optik mit der Immersion der Geschwindigkeit gebrochen. Es sieht einfach seltsam aus, wenn wir eigentlich langsamer werden sollten, aber entgegen der Erwartung fast schon schneller werden. Ja, ich weiß, wir sind auf hochtechnologisierten Jet Skis unterwegs, von daher drĂŒcke ich da mal ein Auge zu und plĂ€diere auf ‚Suspension of Disbelief‘. Trotzdem hĂ€tte ich gerne eine Geschwindigkeitsanzeige um das ganze einfach besser einordnen zu können.

 

Regeln sind da um gebrochen zu werden?!

riptide-renegade

Tricks werden mithilfe der beiden Analogsticks ausgefĂŒhrt

Auch bei den Stunts gibt es einen Knackpunkt der ein wenig störend ist: Die Physik ist an manchen Stellen scheinbar komplett egal. Da man einen ‚Supermann‘ nicht ohne eine bestimmte Höhe versuchen sollte, mĂŒsste uns allen klar sein. Wer zu viel will, wird auch gnadenlos bestraft, landet bei den Fischen und verliert wertvolle Sekunden. Dass uns aber eine flachliegende, aus dem Wasser rausschauende, umgekippte SĂ€ule erlaubt darauf mit dem Kopf entlangkratzend, mehrere Saltos auszufĂŒhren, verstĂ¶ĂŸt gegen die eigenen Spielregeln. Entweder, oder. Bitte nicht beides. Schlussendlich muss man alles selbst ausprobieren und sich einfach merken, was wann geht und wann nicht. Die Tricks sind ja nicht einfach zum Angeben oder Punkte sammeln da, sondern um den Boost aufzuladen, denn hier gilt: Kein Boost – keine Chance. Die Gegner die in den ersten paar Rennen noch echte AnfĂ€nger sind und sich ohne grĂ¶ĂŸere Probleme anhĂ€ngen lassen, werden im Verlauf der Kampagne immer schneller. Nicht unbedingt besser, aber definitiv schneller. Darum gilt wie in jedem anderen Racer: Boosten was das Zeug hĂ€lt und nach Möglichkeit keinen Unfall bauen. Ach, und ganz wichtig – Strecken lernen!

Oh ja, die Strecken! Ob eine Venedig-artige Strecke in einer Stadt, oder eine Fahrt durch die GrĂ€ben eines Industriegebiets. Die Vielfalt der verschiedenen Designs kann man nicht bemĂ€ngeln. Da wir uns in einem ungewöhnlichen Setting befinden, konnten sich die Leveldesigner ja auch austoben. Was ich aber nicht erwartet hatte ist, dass ich erst durch den Untergrund eines VergnĂŒgungsparks gejagt werde und dann im nĂ€chsten Rennen eine versunkene Stadt befahren darf. Sehr, sehr cool gemacht. Aber auch da gibt’s Mankos, die ich gerne bei den liebevoll designten Strecken ĂŒbersehen wĂŒrde. Liebe Designer. Wenn ihr eine offene Strecke baut, achtet bitte darauf, dass man sich nicht nach den ersten 100 Metern verfahren kann! Ich habe es schon bei einigen Mario Kart-Strecken gehasst und hier ist es genauso. Ich wĂŒrde zumindest gerne grobe Anhaltspunkte haben, die in der Strecke selbst verankert sind. Zwar hat man gelbe Anzeigen, die einem helfen sollen in der Spur zu bleiben, aber sind diese leider zu transparent und einfach zu schwach. Man ĂŒbersieht sie zu leicht und wird von den wirklich gut gemachten (ja, ich kann es nicht oft genug sagen) Kulissen abgelenkt.

 

Technisch eine runde Sache

So toll auch einfache Rennen sind, irgendwann werden sie langweilig. In der Kampagne wird daher durch insgesamt vier Modi fĂŒr Abwechslung gesorgt: Rennen, Elimination, Slalomfahren und Zeitrennen. Zwar sind diese Genrestandards, aber bieten trotzdem solide Unterhaltung. Wer genug vom Fahren gegen den Computer hat, kann sich natĂŒrlich auch in den Multiplayermodus stĂŒrzen. Dort sind von Beginn an viele Fahrzeuge und Fahrer freigeschaltet und er bietet eine kleine Vorschau auf das, was man in der Kampagne zu sehen bekommt. Ob man sich online gegen menschliche Spieler messen will oder old school auf der Couch im Splitscreen – alles ist möglich.

Getestet habe ich Riptide GP: Renegade auf der Playstation 4 und auch wenn ich sagen muss, dass ich nicht der grĂ¶ĂŸte Fan das Gamepads bin, lief alles einfach von der Hand. Auch Framerate-Technisch braucht es sich nicht zu verstecken. Konstante 60-FPS sind bei einem Racer heutzutage ein Muss. Keine Slowdows oder Ruckler. Alles 1A! Und diese wunderschönen Kullissen
 Ok, ok, ich höre ja schon auf. Insgesamt ein tolles technisches Paket.

Hatte ich Spaß? – Ja! HĂ€lt es mich an der Stange? – Eher weniger. So schön ich es finde und so toll es sich fĂ€hrt, Riptide GP: Renegade bietet mir leider kein ‘signature move’. Es ist ein netter Racer, aber sticht leider nicht aus der Masse heraus. Und das obwohl es so ein besonderes Setting hat.

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Unsere Wertung
USK 12 PEGI 12
Singleplayer
75
75
75
Multiplayer

Daniel sagt:

Ein schneller Racer mit wunderschöner Optik, der jedoch an manchen Stellen nicht ganz poliert ist. Wer ein Rennspiel fĂŒr zwischendurch sucht, ist hiermit sehr gut bedient.
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