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Project Cars 2 REVIEW

Ohne großartige Verschiebungen, wie noch beim ersten Teil, startet Project Cars 2 mit uns in den Herbst 2017. Und natürlich soll die Rennsimulation wieder eine Kampfansage an die großen Konkurrenten wie Forza Motorsport 7 und Gran Turismo Sport werden, die ab Oktober um die Spielergunst mitmischen. Da aber bereits der erste Teil die hohen Erwartungen nahezu erfüllen konnte, sollte der zweite Teil doch kaum Schwierigkeiten haben, dem Ganzen endgültig die Krone aufzusetzen. Oder?

 

Zurück auf der Piste

Im Startmenü angekommen, obliegt euch die Entscheidung, wie ihr bevorzugt eure Zeit verbringen möchtet. Die Auswahl unterscheidet den Karriere-Modus und das benutzerdefinierte Spiel. Grundlegend sind beide Varianten aber nahezu identisch in der Mechanik. Denn Project Cars 2 fordert gleich all meine Talente und zeigt mir, wie sehr mich Forza Motorsport 6 und Forza Horizon 3 verwöhnt haben. Und obwohl ich mir von ein paar (optional zuschaltbaren) Fahrhilfen assistieren lasse, bleibt das Spiel hartnäckig dabei, eine Simulation zu sein. Das bedeutet, ohne ein Quäntchen Feingefühl für die Mechanik, kommt ihr in Project Cars 2 nicht weit. Nach einer aber etwas längeren Eingewöhnungszeit mit dem Sportvehikel, ist eine Platzierung in den vorderen Rängen nicht mehr unwahrscheinlich. Dennoch gilt es, das Rennspektakel zu keiner Zeit zu unterschätzen, denn schon kleine Fehltritte werden mit Strafen verhängt, die ferner zu einer Disqualifikation führen können. Optional lassen sich die Strafen zwar ausstellen, rauben der Simulation dadurch aber Authentizität. Doch selbst wenn ihr darauf verzichtet, heißt das nicht, dass alle Gefahren gebannt sind. Immer weniger werdendes Benzin fordert zum Beispiel einen Boxenstopp ein, der wiederum wertvolle Zeit kostet und manchen Konkurrenten mit einer besseren Strategie an euch vorbeiziehen lässt. Die verschiedenen Fahreigenschaften können ebenso von Vor- wie auch Nachteil sein.

Doch bevor ihr alle Fahrzeuge in Verwendung habt und diese auf Unterschiede in der Fahrweise austesten könnt, solltet ihr euch vielleicht im Karriere-Modus erst einmal einen Namen machen. Eine spannende Story oder tiefgreifende Ereignisse erwarten euch jedoch nicht. Doch wenngleich die Geschichte recht klamm gehalten wird, kommt ihr langsam in den Genuss, immer neue Events freizuschalten oder durch gewisse Leistungen auf euch aufmerksam zu machen.

Logischerweise fangt ihr recht klein an und bekommt nicht unbedingt die schönste Karosse, um euch in den Rennen durchzusetzen. Da aber alle Teilnehmer auf demselben oder nur leicht erhöhten Niveau sind, ist das Vorankommen nicht zwangsläufig ein Hexenwerk. Natürlich muss der richtige Moment abgepasst werden, um in engen Straßen ein Überholmanöver erfolgreich abzuschließen und damit Schritt für Schritt alle hinter sich zu lassen. Die gegnerische KI ist so aufgebaut, dass sie euch gewährt vorbeizuziehen, wenn der richtige Moment gekommen ist. Selbiges beansprucht sie aber für sich selbst, wenn ihr den Blick vom Rückspiegel abwendet und nicht auf eure Verfolger aufpasst.

Wer jedoch zu jeder Zeit problemlos an seinen Gegnern vorbeizieht und davon gelangweilt ist, immer den ersten Platz zu belegen, der darf gerne in Onlinewelten eintauchen. Hier kristallisiert sich insbesondere die Möglichkeit heraus, das Spiel für den eSport zu nutzen, da es den Spielern viel abverlangt und Laien keine wirkliche Chance lässt.

 

Der Fuhrpark füllt sich

Wer erfolgreich im Karriere-Modus ist oder sich für das freie Spiel entscheidet, darf sich auf über 170 lizenzierte Wagen freuen. Ob Vehikel von Renault, Ford, Audi, Mercedes und Mitsubishi, ob die Jahrgänge der 70iger, 80iger, aktuelle Modelle oder gar Karts – Project Cars 2 versucht mit dem aktuellen Aufgebot das Debüt der Rennsimulation bestmöglich zu übertrumpfen.

Doch am meisten Spaß macht es unter anderem natürlich, auf originalen Strecken mit flotten Flitzern namhafter Hersteller wie Jaguar, Aston Martin, Ferrari und einigen anderen den Asphalt zum Glühen zu bringen. Auch hier sind die Lizenzen von gleich 60 Strecken erworben worden, die originalgetreu ins Spiel verfrachtet wurden.

Die Zeit, die ihr in den Karriere-Modus investieren müsst ist recht individuell. Wer Training, Qualifikation und dann das Rennen vollzieht, wird ordentlich beschäftigt sein. Wer hingegen sofort ins Rennen wechselt, kommt relativ flott voran. Dennoch kann mit dem übereiligen Verhalten schnell eine Überschätzung des fahrerischen Könnens einhergehen. Gerade im Training empfiehlt es sich, die Stärken der Konkurrenten und die Schwierigkeiten der jeweiligen Strecke auszuspähen. Wer merkt, dass das Können alleine nicht ausreicht, darf sein Fahrzeug individuell an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Ein wenig an einigen Stellen stabilisiert sowie die Bremse verstärkt, machen ggf. aus einem fast chancenlosen Fahrer einen wahren Überflieger. Letztlich heißt dies aber auch, dass viel getestet werden muss, denn die Wetterverhältnisse können jedwede positive Veränderung hinfällig machen, wie zum Beispiel ein verlängerter Bremsweg bei Platzregen.

Apropos Veränderung, von diesen gibt es einige im Spiel. Damit meine ich nicht etwa Abweichungen zum Vorgänger, sondern all die Optionen, mit denen ihr euer Fahrvergnügen auf eigene Wünsche anpassen könnt. Wie wäre es zum Beispiel mit 999 Runden auf kurvigen Straßen oder das Austesten der gegnerischen KI auf schneebedecktem Asphalt? Die ganz hartnäckigen Fahrer, denen keine Herausforderung zu groß ist, dürfen auf eigenen Wunsch sogar eigene 24 Stunden Rennen vollziehen. An Variationen und Einstellungen spart Project Cars 2 auf jeden Fall schon einmal nicht.

 

Alter Stärke oder neue Schwäche?

 

 

Project Cars 2 ist definitiv ein hübsches Spiel, was aber scheinbar mehr zeigen will, als es letztlich kann. Dadurch kommen kleinere Frameeinbrüche oder optische Schleier nicht unbedingt selten vor. Ständig ploppen Bäume auf, verschwinden wieder oder wechseln in wenigen Sekunden ihre Blattanordung. Dafür machen die Karossen wieder einiges an Fehlern wett, da sie bis ins Detail in die Simulation übertragen wurden. So ändert sich beispielsweise die Farbe der Karosse, wenn die Straßenbeläge durch Rasenfläche oder Markierungen ersetzt werden. Ebenso reflektieren die Außenspiegel das Sonnenlicht, wenn sich der Winkel entsprechend ändert. Durch die Dynamik des Wetters und der Tageszeit gewinnt die Simulation ebenfalls an Stärke.

Natürlich fragen sich nun Rennspiel-Veteranen, die sich noch nicht endgültig für den Erwerb entschieden haben, ob Project Cars 2 Schadensmodelle bietet. Leider muss ich ihnen hier eine Absage erteilen, denn egal wie hart ihr in die Mitstreiter oder Absperrungen rasselt, das Auto bleibt unbeeindruckt von dem Crash. Dafür müsst ihr aber nicht auf die Vielfalt an Perspektiven verzichten und dürft auf euren Wagen blicken, oder ihn aus der Ansicht des Cockpits steuern. Ein Tastendruck genügt und schon ist der Blickwinkel angepasst. Wem das noch nicht genügt, kann im Foto-Modus seine liebsten Karossen aus allen möglichen Winkeln verewigen lassen.

Die Rennsimulation legt den akustischen Hauptfokus mehr auf die obligatorischen Fahrgeräusche, wie dem Quietschen der Reifen oder dem Aufheulen des Motors. Eine musikalische Richtung gibt es dennoch, wenngleich sie nur in den Menüs zu finden ist. Oftmals trägt euch die Simulation klassische Musikstücke vor, die als perfekte Untermalung dienen. Auf beatlastige Sounds wie bei der Need for Speed Reihe kann Project Cars 2 komplett verzichten, ohne Abstriche zu machen. Das eigentliche Feeling wird des Weiteren durch Kommentare und Hinweise aus dem Dual Shock Controller der PlayStation 4 verstärkt. Wer den Racer mit Kopfhörer genießen mag, muss auf jene Beisätze leider verzichten, da sie zeitgleich nicht über das TV-Endgerät übertragen werden.

Selbstverständlich bleibt die Steuerung einer der Schwerpunkte des Titels. Diese ist gewollt schwerfällig oder butterweich, je nachdem, welches Fahrzeug ihr in Beschlag habt. Da die Rennsimulation aber versucht nahe an der Realität zu bleiben, kann es bei einer Übersteuerung schnell zu einem kompletten Kontrollverlust kommen, der kaum noch auszugleichen ist. So heißt es, insbesondere wenn ihr auf die Fahrhilfen verzichtet, immer mit Feingefühl zu agieren und vorausschauend Fahren. Dass viele Spieler jedoch recht frustriert sind, wenn gewisse Befehle nicht anstandslos umgesetzt werden wie zum Beispiel bei einem Forza Motosport, kann ich absolut nachvollziehen. Project Cars 2 zeigt nämlich recht schnell, dass es eher Vollprofis ansprechen möchten, die mit derart Games bereits in den Tag starten.

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Singleplayer
84
85
Gut
86
Multiplayer

FAZIT

Project Cars 2 nimmt euch leider nicht an die Hand, sondern verlangt selbst mit diversen Einstellungen an Fahrhilfen, dass ihr dem Genre zugeneigt seid. Bis die Karriere ordentlich in Schwung kommt, heißt es üben, üben und nochmals üben. Wer die Zeit investiert, bekommt aber ordentlich geboten abseits von 170 Fahrzeugen namhafter Hersteller und 60 Strecken. Durch verschiedene Wettereinlagen, Tageszeiten und sehr authentische Wagen, wird Project Cars 2 dem Begriff einer Simulation gerecht. Dennoch hat der Titel ein paar Schwächen, die insbesondere in der Optik auffallen, jedoch zu verschmerzen sind. Letztlich bleibt die Frage, für wen das Spiel geeignet ist. Ich sehe hier eher die Profispieler angesprochen, die nach einer Herausforderung suchen, Assistenzsystemen den Kampf angesagt haben und lieber selbst an den Fahrzeugeinstellungen Handanlegen. 

- By  Rena

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

Project Cars 2 REVIEW

USK 6 PEGI 3

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