Playerunknown’s Battlegrounds (PS4) REVIEW

Vor rund einem Jahr ist mit Playerunknown’s Battlegrounds der wohl bisher größte und bekannteste Battle-Royale-Shooter für den PC erschienen. Nachdem dann auch die Konsolenspieler von Microsoft vor einigen Monaten in den Genuss kommen durften, fehlte nur noch die Version für die PlayStation 4. Und die ist nun seit Anfang Dezember ebenfalls erschienen. Wir haben uns den größten Konkurrenten von Fortnite genauer angeschaut und nun ja, wir sind ein wenig enttäuscht.

Battle-Royale ist Kult

Seit den Veröffentlichungen von Playerunknown’s Battlegrounds und Fortnite ist die Bezeichnung Battle-Royale nahezu jedem Spieler ein Begriff. Inzwischen hat dieses Genre eine so breite Anzahl Spieler in den Bann gezogen, dass nun selbst große Spielereihen wie Call of Duty, Battlefield oder sogar Red Dead Redemption 2 eben jenen Modus in ihren Spielen anbieten, bzw. DICE es in Zukunft anbieten wird. Doch was ist das Erfolgsrezept hinter diesem immensen Hype? Wir wollen anhand von PUBG, so die bekannte Abkürzung des Spiels, ein wenig Aufklärung betreiben.

Eine Story hat Playerunknown’s Battlegrounds, wie gewöhnlich für ein Battle-Royale, nicht zu bieten. Vielmehr schreibt das Spiel bzw. seine Matches seine ganz eigenen Geschichten. Denn der größte Spielspaß kommt wahrlich nur dann auf, wenn ihr mit euren Freunden unterwegs zahlreiche Gefechte austragt oder einfach nur Spaß habt. Zu Beginn des Spiels müsst ihr euch einen Avatar erstellen. Diesen dürft ihr dann individuell aussehen lassen und mit zahlreichen Kleidungen ausrüsten. Diese könnt ihr wiederum über die Packs erhalten, die es im Shop für Ingame-Währung zu kaufen gibt. Aber auch Echtgeld ist natürlich im Einsatz, um beispielsweise neue Skins für eure Waffen zu kaufen. Alles allerdings ohne Vorteile im Spiel zu haben.

In Playerunknown’s Battlegrounds gibt es die gewohnten Spielmodi Solo, Duo oder Squad (4 Spieler Teams), aber auch einen Trainingsmodus, in dem ihr die wichtigsten Funktionen schnell erlernen könnt. In jeder Runde treten 100 Spieler auf einer der drei bisher verfügbaren Karten gegeneinander an – der letzte überlebende Spieler bzw. das zuletzt übrig gebliebene Team trägt den Sieg davon oder wie es in PUBG so schön heißt: „Winner, winner, Chicken Dinner“.

Leicht zu lernen, schwer zu meistern

Auch wenn das Spielprinzip in Playerunknown’s Battlegrounds sehr einfach klingt, so werdet ihr sicher einige Stunden damit verbringen, euch in das Spiel hineinzufinden. Zu Beginn einer Runde markiert ihr auf der Karte euren Landepunkt und springt aus dem Flugzeug. Nach der Landung macht ihr euch schnell auf die Suche nach Ausrüstung, Waffen und Munition. Diese ist auf der gesamten Karte zufällig verteilt, seltene Truhen wie in Fortnite werdet ihr aber vergebens suchen. Anders als beim großen Konkurrenten müsst ihr hier neben Waffen und der dazugehörigen Munition auch Kleidung ausfindig machen, die euch mehr Treffer einstecken lassen. Ganz wichtig ist also das Tragen eines Helmes sowie einer Weste, damit Treffer weniger Schaden bei euch verursachen. Die Kleidung sowie euren Rucksack, in dem euren gesammelten Loot tragen könnt, unterteilen sich in drei Stufen (1 die Schwächste, 3 die Stärkste). Während ihr die schlechten Items recht häufig finden werdet, so sind beispielsweise Stufe 3 Helme rein in den seltenen Abwürfen aus Flugzeugen zu finden.

Und natürlich dürfen die Waffen nicht fehlen, wovon es gleich ein recht breites Arsenal gibt. Über Handfeuerwaffen wie Pistolen, über Sturmgewehre und Schrotflinten, bis hin zum Scharfschützengewehr und gar einer Armbrust – Playerunknown’s Battlegrounds bietet eine enorme Vielfalt für jeden Spielstil solltet ihr die passende Waffe finden können. Und immer fein die Augen nach Munition offen halten, denn die kann gerade zu Beginn einer Partie euch schnell mal ausgehen. Ihr werdet sicher einige Zeit brauchen um herauszufinden, mit welchen Waffen ihr den größten Erfolg verbuchen könnt. Und eine Portion Glück gehört natürlich beim Durchstöbern der Häuser nach Loot sowieso immer dazu. Und denkt immer an Medizin und Verbände, denn diese hält euch das Spiel über am Leben.

Dann heißt es auch schon Augen auf die Karte und Ausschau nach der sicheren Zone halten, denn diese wird im weiteren Verlauf des Spiels immer kleiner. Außerhalb des Kreises erleidet ihr pro Sekunde enormen Schaden. So wird der Ort des Geschehens immer kleiner, bis am Ende der große Endkampf ansteht, in diesem dann der große Sieger hervorgehen wird. Gelegentlich wird ein zufälliger Bereich auf der Karte rot markiert, dann heißt es schnell ein Dach über dem Kopf zu suchen. In diesem Bereiche hagelt es Bomben vom Himmel welche euch schnell das Zeitliche segnen lassen. Die Gefechte mit anderen Spielen spielen sich recht ordentlich, einzig fehlte uns ein wenig das Treffer-Feedback, wenn wir einen gegnerischen Spieler verwundet haben.

Für den Abschluss einer Runde erhaltet ihr je nach Position Münzen, die ihr im Ingame-Shop gegen Kisten ausgeben dürft. Ein Level-System wie in Fortnite gibt es hingegen nicht. Allerdings bietet das Spiel sowohl tägliche Aufgaben als auch solche, die über eine ganze Woche laufen. So soll die Motivation der Spieler über einen längeren Zeitraum erhalten bleiben. Für die wöchentlichen Aufgaben erwarten euch selbstverständlich auch bessere Belohnungen.

Playstation 4 oder doch eher 3?

Und nun kommen wir zur aktuell größten Schwäche von Playerunknown’s Battlegrounds auf der PlayStation 4: die Technik. Ähnlich wie bereits zum Release der Version für Xbox One, macht das Spiel einen äußerst gruseligen Eindruck. Während die PC-Version immerhin recht ordentlich ausschaut, so mussten wir beim Test mehrmals nachschauen, ob wir das Spiel nicht versehentlich auf der Vorgänger-Konsole PlayStation 3 installiert haben. Brauner Matsch, unscharfe Texturen und auch die Waffenmodelle haben nichts mit einer aktuellen Grafik-Engine zu tun. Durch die unscharfe Grafik ist es besonders auf Entfernung schwer Feinde zu entdecken, geschweige denn zu erledigen. Und auch die Framerate schwankte stark und erreichte nur selten die 30 FPS. Ebenfalls bezeichnet ist die Tatsache, dass die Texturen der gesamten Map noch während der Wartezeit vor einer Runde geladen werden müssen. Hier müssen sich die Entwickler unbedingt etwas einfallen lassen und an einer Lösung arbeiten, denn so darf kein Spiel auf einer PlayStation 4 (Pro) aussehen.

Die Verbindung zu den Servern war größtenteils in Ordnung, kleinere Hänger kamen erfreulicherweise nur sehr selten vor. Die Steuerung mit dem Controller ist schnell zu erlernen und auch in Gefechten gut zu beherrschen. Wenngleich das Inventar-System auf dem PC natürlich einfacher und schneller zu handhaben ist, so wurde dies gut an das Gamepad angepasst und verschafft keine Nachteile.

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Spiel Bewertung
Singleplayer
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72
72
Multiplayer

FAZIT

Nach ausgiebigem Anspielen gehen wir bei Playerunknown's Battlegrounds leider mit sehr gemischten Gefühlen in die endgültige Wertung. Das Spiel hat ähnlich wie auf dem PC durchaus seinen tollen Momente. Besonders mit Freunden macht der Battle-Royale-Shooter sehr viel Laune und kann auch auf lange Sicht seine Spieler bei Laune halten. Die meisten Gefechte mit anderen Spielern sind spannend und fordern teilweise unser ganzes Können ab. Doch die Schattenseite sind leider nicht verachten. Und da drängt sich besonders die Grafik in den Vordergrund, die 2018 in diesem Zustand einfach nicht mehr in einem Spiel enthalten sein darf – schon gar nicht in einem Titel mit solch einer enormen Fanbase. Hier müssen die Entwickler dringend nachbessern, denn sonst wird Playerunknown's Battlegrounds immer mehr Spieler an das derzeit wohl in diesem Genre unschlagbare Fortnite verlieren.

- Von  Christian

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