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Outlast: Whistleblower REVIEW

Angesichts der positiven Kritiken vonseiten der Fachpresse und der Spieler, sollte es wohl nicht verwundern, dass die Entwickler ca. acht Monate nach dem Release von Outlast noch einen DLC mit dem Untertitel „Whistleblower“ nachgeschoben haben. Whistleblower dient dabei sowohl als Prequel, als auch als Sequel zu den Geschehnissen aus dem Hauptspiel.

 

Temporeiche Flucht

Der DLC versetzt den Spieler in die Rolle von Waylon Park, einem Softwaretechniker und Angestellten des skrupellosen Unternehmens Murkoff Psychiatric Systems. Im Gegensatz zu allen anderen Murkoff-Mitarbeitern verfügt Waylon jedoch über eine Eigenschaft, die seinen Arbeitskollegen abhanden scheint – ein Gewissen. Als er begreift an welchem Ort er eigentlich gelandet ist, beschließt Park dem grausamen Treiben seines Arbeitgebers einen Riegel vorzuschieben. Er verfasst eine E-Mail an den Reporter Miles Upshur und setzt somit die Ereignisse des Hauptspiels in Gang. Dummerweise wird Waylons Verrat aufgedeckt, sein Boss in Form des ebenso schmierigen wie grausamen Anzugträgers Jeremy Blaire lässt ihn von den Sicherheitskräften zusammenschlagen und anschließend als neues Versuchskaninchen ins Labor verfrachten. Doch der Whistleblower hat Glück im Unglück. Wenige Stunden nach seiner Gefangennahme gerät das Walrider-Forschungsprojekt außer Kontrolle und ermöglicht unserer Petzliese somit eine Chance zur Flucht aus dem bluttriefenden Irrenhaus.

Spielerisch ist der DLC identisch zum Hauptspiel. Es ist immer noch eine Mischung aus Erforschung, Stealth, Versteckspiel und Batterien-Management für die Nachtsichtfunktion des Camcorders. Sämtliche Spielelemente dienen eigentlich nur dazu die Horror-Atmosphäre des Spiels aufzubauen und zu fördern. Dementsprechend sollte man auch eher einen virtuellen Höllentrip, als ein anspruchsvolles Computer-/Videospiel an sich erwarten. Ein paar kleinere Unterschiede gibt es dann aber doch. Das Tempo in Whistleblower ist weitaus höher angesetzt als im Hauptspiel. Dies liegt natürlich auch daran, weil der Umfang nun etwas geringer ausfällt.

Nach ca. 3 Stunden sollte man den DLC durchgespielt haben, was in Relation zum Hauptspiel jedoch eine zufriedenstellende Spieldauer darstellt. Aber auch unabhängig von diesem Aspekt ist Whistleblower das temporeichere Erlebnis. Man wird häufig in Hetzjagden reingezwängt und Mr. Park muss während seiner Flucht wesentlich mehr Schaden einstecken als sein Leidensgenosse Miles Upshur. Mehr als zweimal stürzt unsere Petze etwa aus einer Höhe herab, die jeden anderen Menschen getötet oder zumindest Bewegungsunfähig gemacht hätte – aber dafür bleiben immerhin seine Griffel heil.

 

Die Suche nach dem Schlupfloch

Abgesehen von eben angeschnittener Unlogik ist mir eigentlich nur ein Mangel in Whistleblower aufgefallen: In der ersten Spielhälfte neigt das, nach wie vor lineare, Leveldesign ein wenig zur Unübersicht und Verwirrung. Mir sind jedenfalls zwei Stellen im Gedächtnis verblieben, die mich etwas mehr Zeit gekostet haben, als angemessen gewesen wäre. Besonders eine dieser Stellen hätte mich beinahe dazu verleitet eine Komplettlösung zu rate zu ziehen. Das hätte echt nicht sein müssen, da die „Suche nach dem versteckten Levelausgang“ nicht unbedingt in dieses Horror-Game hineinpasst.

Das Hauptspiel hat in dieser Hinsicht schließlich auch keine größeren Probleme bereitet. Als Entschädigung hierfür hält Whistleblower aber einige echt heftige Entdeckungen, Situationen und Begegnungen parat. Wer das Hauptspiel mochte, darf also auch hier bedenkenlos zugreifen.

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Unsere Wertung
USK 18 PEGI 18
Singleplayer
82
82
-
Multiplayer

Volker sagt:

Whistleblower ist ein gelungener DLC, der im Großen und Ganzen mehr vom Selben bietet, die Handlung ergänzt und ein paar besonders widerwärtige Überraschungen parat hält. In der ersten Spielhälfte wird das hohe Tempo manchmal durch das etwas undurchsichtige Leveldesign ausgebremst, aber abgesehen davon gibt es hier nichts zu meckern.
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