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Northgard REVIEW

Ich bin mit Spielen wie Sid Meier’s Colonization und Die Siedler aufgewachsen, was für den nachfolgenden Test zwar nahezu bedeutungslos ist, aber mir Einblicke in ein sehr interessantes Genre gegeben hat. Aufbausimulationen mit Strategieanteil sind bis heute für mich recht interessant und so schnuppere ich immer mal in neue Spiele hinein, um in den Genuss der Weiterentwicklung zu kommen. Durch viele unabhängige Entwickler, ist der Markt zwar schon lange übersättigt, doch manchmal schafft es ein Spiel dennoch in meinen Fokus. Genau so ist es mir bei Northgard ergangen, welches mich mit ersten Bildern und Videos recht schnell in alte Erinnerungen schwelgen ließ. Bei genauerer Betrachtung erwartete mich aber ein sehr komplexer Titel, mit einigen Eigenheiten, die meine Neugierde weiter weckten.

Große, vielfältige Spielwiese

Um gut in das Geschehen hineinzufinden, starte ich erst einmal das freie Spiel, welches mir genügend Instruktionen freigibt, um einen leichten Einstieg zu finden. Vorab darf ich aber frei wählen, welchem Clan ich angehören möchte, was mir zusätzliche Boni beschert. Entsprechend dessen darf ich mit der Auswahl des Hirsch-Clans mehr Rohstoffe zu Beginn verbraten, währenddessen der Bären-Clans seine Krieger gut durch den Winter kommen lässt.

Die Gebietsgröße oder Anzahl weiterer Mitstreiter darf ich ebenfalls optional festlegen. Kurz darauf geht es auf die generierte Karte, die mit einem einsamen Gebäude (Gemeindehaus) versehen ist. Hier fängt euer Abenteuer mit den ersten Siedlern an. Wie in vielen Aufbausimulationen, bedarf es Rohstoffe, die wiederum durch fleißige Arbeiter abgebaut werden. Ein kleines Holzfäller-Häuschen setzt somit den Spatenstich für weitere Gebäude. Mit genügend Holz geht es dann an weitere Einrichtungen, in denen eure Neuankömmlinge, sofern eine Zufriedenheit gegeben ist, wohnhaft anmelden.

Allgemein spielt die Zufriedenheit eine große Rolle, denn nur so kann das Wachstum eurer Zivilisation gewahrt und immer neue Gebäude auf den freien Landflächen erbaut werden. Schnell gesellen sich Fischer- und Jagdhütten, sowie Marktplätze und Farmen dazu. Damit die Produktion nicht zum Erliegen kommt, müssen die Bewohner per Mausklick einem Gebäude zugeordnet werden. Ohne lange Umschweife nehmen sie ihre neue Aufgabe an und versorgen dementsprechend den gesamten Clan. Ein gesundes Maß an Lebensmitteln, Holz und anderen Rohstoffen wie Stein und Metallen, sollte durch eine gute Verteilung gewährleistet sein.

Neue Landstriche gesucht

Leider kann in einem Abschnitt immer nur eine gewisse Anzahl an Gebäuden platziert werden, was Northgard strategisch erschwert. Dies bedeutet sogleich, dass ihr weitere Ländereien erschließen müsst. Sind genügend Lebensmittel in eurem Lager vorhanden, geht es schnell an die Besiedlung, sofern kein anderer Clan oder eine böswillige Fauna darauf ihr Unwesen treibt.

Selbstverständlich darf sich euer Clan militärische Unterstützung aufbauen. Das passende Gebäude errichtet und ein paar Bewohner zugeteilt und schon ist die Abwehr anfänglich gesichert. Die Aufrüstung muss jedoch mit dem Wachstum der Bevölkerung sowie den neu erschlossenen Gebieten immer auf Gleichstand sein, da die Gefahren nicht geringer werden. Schnell gieren andere nach euren erschlossenen Gebieten und möchten die Flächen ihr Eigen nennen. Der Feldzug darf aber gerne auch von euch aktiv eingeleitet werden.

Die kampftechnischen Gefahren sind leider nicht das einzige Problem, denn neben Rattenplagen, die eure Lebensmittelvorräte gerne reduzieren, kann der Winter ebenfalls für Knappheiten an Rohstoffen sorgen. Zusätzlich sind Naturkatastrophen wie Erdbeben Teil der Gefahren für eure Siedler. Ein optimales Planen und Vorausschauen ist daher unerlässlich.

Wissbegierig

In Northgard wird der Sieg optional durch mehrere Faktoren entschieden. So wächst das Wissen des Clans mit einigen eingebrachten Faktoren eurerseits immer weiter an. Dieses Wissen darf ab einem gewissen Wert gerne zu einer Gabe umgewandelt werden. Ob ein verbesserter Handel oder eine militärische Stärke, die im Winter keine Nachteile erfährt – ihr legt fest, wie euer Volk vorankommen soll.

Gleichzeitig könnt ihr mit hinzugewonnenen Wissen die Segen von Freyas, Baldas und Jörgs freischalten, die euch weitere Boni zuteil werden lassen. Freyas beugt beispielsweise einer Hungersnot vor, währenddessen Baldas das Völkchen etwas glücklicher stimmt und somit die Produktion vorantreibt. Damit könnt ihr vielleicht sogar abseits von militärischen Streifzügen die Matches gewinnen.

Wer sich in den Multiplayer wagt, der online bestritten werden kann, wird alle Ausrichtungen des Strategiespiels nutzen müssen, da die Konkurrenz jeden kleinen Fehler bestraft. Wie aber im freien Spiel, können gewisse Wünsche bei der Suche nach Mitspielern berücksichtigt werden.

Der Feldzug

Wer nicht gleich das große Reich für sich beanspruchen mag, der sollte den Blick in die Kampagne wagen, die in mehrere Kapitel unterteilt ist und schon einige Zeit in Anspruch nimmt. Langsam tastet ihr euch vor und erfüllt kleinere Aufgaben, um eine Mission abzuschließen. So heißt es unter anderem genügend Ruhm einheimsen oder befreundete Clans vor den Gefahren der Fauna schützen. Gebiete erobern oder militärisch durchgreifen sind weitere Forderungen der einzelnen Kapitel.

In der Kampagne werdet ihr langsam in die Möglichkeiten von Northgard eingeführt und bekommt nebenher viele Tipps an die Hand, die die Komplexität des Strategiespiels zeigen. Damit wird natürlich jeder neue Akt, in dem ihr auch immer neue Clans verkörpert, um einiges anspruchsvoller. Schnell sind Stunden verschlungen und die Nerven strapaziert.

Was aber hier ein wenig nach Kritik klingt, ist genau das richtige Maß, welches man vor Beginn der Mission sogar noch auf die eigenen Erfahrungen zuschneiden kann. Ob einfach, mittel oder gar schwer, hier entscheidet ihr, wie die Aufgaben ausfallen und zu bewältigen sind. Dies steigert zudem den Wiederspielwert.

Technik

Ich verlange von derart Spielen kleine großen Grafikwunder und dieses bleiben bei Northgard auch aus. Wer die Anschaffung wagt, bekommt eine solide, aber liebevolle Optik geboten, die nicht an Animationen spart. Zwar sind die Bewegungsabläufe immer dieselben, eine lebendige Welt suggeriert die Grafik dennoch. Wer nun aber denkt, das Szenario mit nordischen Einflüssen versucht sich realitätsnah, der irrt. Stattdessen darf sich der Spieler auf einen recht eigenen Comic-Look freuen, der in der Kampagne sogar noch mit speziellen Charakteren ausstaffiert ist. So gibt es den Mannen Rig und einige seiner Gefolgsleute als Bild präsentiert.

Die Umgebungen sind gut erkennbar und mit harmonischen Bewegungen angereichert. Die wechselnden Jahreszeiten bringen weitere Dynamik in die Darstellung von Northgard ein. Lediglich die ganzen Menüs und Fenster, die ständig geöffnet werden müssen, um einen strategischen Überblick zu bewahren, mildern das Gesamtbild ab. Der Sound schafft es dafür wieder ein paar Punkte gutzumachen, da er sich optimal dem nordischen Setting und somit dem Gesamtbild anpasst. Zumeist werden wir mit heiteren Klängen versorgt, die bei Gefahren aber schnell umschwenken. Abgerundet wird dies noch mit einer englischsprachigen Lokalisation, die sich jedoch auf die Kampagne beschränkt. Deutsche Texte müssen die Spieler weder in der Story noch im Menü missen. Über einige Rechtschreibfehler sollte man aber hinwegsehen können.

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Singleplayer
82
83
Gut
84
Multiplayer

FAZIT

Nachdem die Early Access-Phase inhaltlich etwas knapper ausgefallen ist, sind im fertigen Spiel nun endlich Kampagnen verfügbar. Diese bleiben den Möglichkeiten des freien Spiels treu und richten sich ebenfalls nach der nordischen Mythologie aus. Wer alle Ziele erfüllen will, der kann einige Stunden investieren, die aber nie wirklich langweilig werden, da Northgard viele verschiedene Ausrichtungen zusammenfasst. Technisch muss man dafür ein paar Abstriche machen, was aber durchaus zu verschmerzen und mehr als Jammern auf hohem Niveau zu werten ist. Allen in allem bekommt der gewillte Käufer ein tolles Software Paket, welches wirklich wieder eine Lücke füllt und viele Spielstunden begeistern wird.

- By  Rena

MS Windows

Northgard REVIEW

USK 0 PEGI 3

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