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Monster Hunter World REVIEW

Am 11. März 2018 wird die Monster Hunter Serie genau 14 Jahre alt. Und dieses freudige Ereignis kommt nicht ganz grundlos, denn dahinter verbirgt sich ein großes Erfolgsrezept, was schon einige Male kopiert wurde. Insgesamt darf die Reihe bis heute auf ca. 40 Mio. verkaufter Exemplare zurückschauen, wovon aber ca. 80% dem japanischen Markt zuzuordnen sind. Auf dem westlichen Markt angekommen ist das Franchise bisher also noch nicht so recht, was jedoch in den letzten Jahren immer mehr Veränderung erfahren hat. Gerade auf dem Nintendo 3DS konnte Monster Hunter Ultimate 4 trotz einiger Schwächen punkten. Allgemein wurden in der jüngeren Vergangenheit eher die Nintendo Konsolen bevorzugt, was nun aber ein Ende findet. Denn Capcom möchte mit Monster Hunter: World nun endlich den großen Hype auch hierzulande auslösen, der auf der PlayStation 4, dem PC und XBox One den Anfang finden soll.

 

Auf in ein neues Abenteuer

Doch erst einmal von vorne! Monster Hunter: World ist ein Action-Rollenspiel, in dem es primär um das geht, was der Titel bereits andeutet: das Jagen (und Erlegen) von Monstern. Zu Beginn eures neuen Abenteuers erstellt ihr euch euren eigenen Helden und dürft euch dabei in einem enorm umfangreichen Editor austoben. Ist euer Jäger kreiert, geht es auch schon rein ins Geschehen und unvermittelt auf die erste Jagd. Thematisch zusammengehalten werden eure Jagdausflüge von einer Rahmenhandlung, die diesmal deutlich ausgebauter ist, als es bisher innerhalb der Reihe der Fall war.

Alle 10 Jahre taucht ein Drachenältester auf, der dieses Mal das „neu Land“ unsicher macht. Wir als Teil der 5. Flotte werden losgeschickt, das Lager zu sichern und mehr über den „Zorah Magdaros“ in Erfahrung zu bringen, um diesen später zu erlegen.

Auch wenn man keine allzu großen Ansprüche an die Story haben sollte, so unterhält sie gut und unterfüttert ihre Handlung mit reichlich Humor und lustigen Momenten. Was das Spiel nach wie vor aber auszeichnet, ist sein eigentlicher Gameplay-Loop. Jagen, erlegen, Rüstung und Waffen aus dem Monster herstellen – und das ganze Spiel wieder von vorne. Natürlich gibt es unzählige Quests zu erfüllen. Mal müssen wir bestimmte Monster jagen und erlegen, mal lebendig fangen oder auch bestimmte Pflanzen und Materialien sammeln. Auch gibt es einige Expeditionen, in denen wir uns mit der Welt vertraut machen dürfen. Das können wir sowohl alleine im Singleplayer, als auch online im entsprechenden Multiplayer – doch dazu später mehr.

Schöne, neue Welt?

Der Spieler wird von Anfang an an die Hand genommen und man fühlt sich auch als Anfänger zu keiner Zeit wirklich überfordert. Es wird einem ganz genau erklärt, was es zu tun gibt und wo man was findet. In der offenen Welt sind die Spähkäfer, welche wie kleine Glühwürmchen aussehen, dafür verantwortlich, uns den rechten Weg zu zeigen. Mit ihrer Hilfe lassen sich über Fußspuren diverse Monster, sowie Materialien oder Pflanzen finden. Das Ganze ist vergleichbar mit einem Öko-Navigationssystem, wenn man so will.

Erlegte Monster müssen, bereits leicht im oberen Textbereich angeschnitten, für die Sammelwut der Spieler herhalten. Es können verschiedene Teile entnommen werden, aus denen der ansässige Schmied neue Rüstungen und Waffen zusammenstellt. Mit immer besserer Ausrüstung, geht es dann auch an die größeren Brocken, die sogar aus der Luft angreifen. 

In dem Spiel bekommt ihr mehrere Waffen an die Hand, von denen ihr eine mit auf die große Jagd nehmen dürft. Dabei stehen unter anderem Schwerter, Äxte, Lanzen oder eine Armbrust zur Auswahl. Jedes Teil hat dabei seine ganz eigenen Vorteile, die die Kämpfe zudem abwechslungsreicher gestalten. So kann sich der Umgang und die Anwendung des Arsenals auf das Geschehen auswirken. Dennoch wird es kein Leichtes, die riesigen Bestien zu bezwingen. Mit einer gesunden Abwehrhaltung, getimeten Ausweichrollen und gezielten Hieben dort, wo das jeweilige Monster seine Schwachstelle hat, wird der Kampf eine wahre Herausforderung. Genügend Tränke und Items, die ebenfalls in den jeweiligen Aufeinandertreffen einfließen können, sind selbstverständlich wieder Teil des aktuellen Monster Hunter Ablegers.

Selbstverständlich ermöglicht Monster Hunter World abermals die Platzierung von Fallen, die noch vor dem eigentlichen Kampf die monströsen Gegenspieler schwächen. Somit fließen noch weitere taktische Gegebenheiten ein, die über Sieg oder Niederlage entscheiden könnten. Entsprechend dessen dürfen sich virtuelle Jäger komplett austoben und ihr halbes Inventar nutzen, um die Umgebung zu befrieden.

Der Umfang von Monster Hunter: World ist ebenfalls gigantisch und beeindruckend, wie manch Bestie. Wer das Spiel ausreizen will, darf wieder mit über 100 Std. Spielzeit rechnen. Die eigentliche Story lässt sich dabei deutlich schneller durchspielen. Je nach Spielertyp und je nachdem, wie strikt ihr die Story durchspielt, kann man dies innerhalb von ca. 40 Std. schaffen.

Jäger-Treff

In Monster Hunter World befindet sich ein Online-Multiplayer platziert, der es erlaubt, allein oder kooperativ mit bis zu drei weiteren Jägern eine Quest anzunehmen und auszuführen. Und dies geht sogar länderübergreifend. Denn der Online-Modus ermöglicht es erstmals, das Spieler aus Japan und dem Westen zusammen in die Schlachten ziehen können, so dass sich unzählige Hunter-Kompagnons finden lassen. Über die neue Online-Drop-In-Funktion wird es des Weiteren erlaubt, dass Einzelspieler die weltweite Hunter-Gemeinschaft jederzeit während einer Quest um Unterstützung bitten können. So müssen sie sich nicht zwangsweise alleine den übergroßen Bestien stellen.

Gerade im Dreiergespann oder einer Viererkonstellation lassen sich Bestien gezielter Erlegen, da sich auf die jeweilige Schwachstellen fokussiert werden und zudem die perfekte Balance zwischen Nah- wie Fernwaffen mit in die Schlacht genommen werden kann. In der Vergangenheit hatte der Multiplayer noch einen recht geringen Stellenwert in der Reihe, dem Monster Hunter World nun aber eine ordentliche Gewichtung verleiht.

Technik

In Sachen Grafik ist Monster Hunter: World zwar nicht ganz auf dem Niveau wie beispielsweise ein Horizion Zero Dawn, macht aber dennoch einen guten Job. Das heißt unter anderem, die Welt ist abwechslungsreich und schön in Szene gesetzt. Egal, ob das bunte Korallenhochland, der grün und dicht bewachsene Dschungel oder tiefe Schluchten mit einem schönen Panorama, an Facetten fehlt es dem Action-Rollenspiel nicht. Monster Hunter World weiß zu überzeugen und ist definitiv das schönste Monster Hunter bisher.

Die deutsche Sprachausgabe ist ebenfalls eine willkommene Neuerung und die Synchronsprecher machen dabei einen soliden Job. Leider sind die Lippenbewegungen der Charaktere nicht immer ganz synchron, was zwar meckern auf hohem Niveau ist, aber nicht unerwähnt bleiben sollte. Ansonsten hinterlässt die akustische Umgebung einen guten Eindruck. Die Monster brüllen den Jägern direkt ins Gesicht und die Umgebung wirkt in jeder Szenarien einfach lebendig. Im Hauptquartier bekommt man ruhige Melodien geboten, die das Kaufen, Ausrüsten und auch Vorbereiten einer Quest liebevoll untermalen.

Die Steuerung ist einfach, wie aber auch komplex. Gerade wenn wir abseits der normalen Kampfmechaniken Items einsetzen möchten, kann dies schon etwas vom Geschehen ablenken. Des Weiteren kann die Kamera an einigen Stellen wieder recht ungünstig ausfallen, was bedeutet, dass sie manuell nachjustiert werden muss.

Video-Review

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Singleplayer
89
90
Super
91
Multiplayer

FAZIT

Nun bleibt zum Schluss die Frage aller Fragen offen - und diesmal ist die Frage wirklich interessant. „Kann ich euch das Spiel empfehlen?“ Diese Frage richtet sich jetzt nicht nur an Genre-Experten, Serien-Kenner und Fans, sondern auch an dich! Ja, genau du, der eigentlich mit Monster Hunter noch nie etwas anfangen konnte. Kann ich es euch trotzdem empfehlen? Kurz und knapp, „JA!“ Denn wer jetzt nicht einsteigt, verpasst eine sehr gute Gelegenheit! Capcom hat das wirklich schwierige Kunststück geschafft, die eigentliche DNA der Monster Hunter Games nicht zu verändern, so dass Fans sich gleich wohlfühlen und alles vertraut wirkt, jedoch alle Neulinge gleich zurecht kommen und Stück für Stück an Monster Hunter herangeführt werden. Hier muss man Capcom ein großes Lob aussprechen. Sie hatten einen Plan und den haben sie optimal umgesetzt, sei es technischer Natur, oder im ausgeklügelten Gameplay!

- By  Gerrit

Playstation 4
Xbox One
MS Windows

Monster Hunter World REVIEW

USK 12 PEGI 12

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Kommentare zu: "Monster Hunter World REVIEW"

  1. Fabian sagt:

    Sehr schön, sowohl das Review als auch das Test-Video. Ich habe Monster Hunter damals auf der PSP angespielt und es war mir ehrlich gesagt etwas zu sperrig und einsteigerunfreundlich. Monster Hunter World wäre damit der richtige Einstieg für mich, auch wenn ich eher der Solo-Spieler bin. 😀

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