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Monster Hunter Stories REVIEW

Ich gehöre selbst zu den Spielern, die noch vor dem Release von Monster Hunter Stories die Demo ausprobiert haben. Zwar konnte man mithilfe von Videos und Pressetexten erahnen, wie sich das Rollenspiel gestaltet, wer aber Monster Hunter kennt, der weiß, dass die Reihe sehr komplex ist. Dennoch geht der aktuelle Ableger, der für den Nintendo 3DS erschienen ist, ganz eigene Wege und verlässt den bekannten Pfad. Ob Capcom damit einen Fehler gemacht hat, oder es eine gelungene Entscheidung war, habe ich in einigen Zeilen zusammengetragen.

 

Jetzt ist die Story im Vordergrund

Selbstverständlich bleibt der Hauptfokus der Monsterjagd bestehen, was die Bezeichnung „Monster Hunter“ weiterhin bekräftigt. Nun wird das gesamte Setting aber in eine Geschichte gehüllt, die schnell wieder die gute sowie die böse Seite auslotet. Eine düstere Bedrohung legt seine Schatten über das kleine Dorf Hakum. Es ist der schwarze Pesthauch, der ein Monster in Mitleidenschaft gezogen hat, das nun Angst und Schrecken verbreitet. So ist es an euch, schnell einen Helden oder eine Heldin zu erschaffen, der sich der Aufgabe annimmt, das Unheil von der Welt zu tilgen.

Sind eure Einstellungen komplettiert und die Optik eurer Spielfigur nach eigenen Wünschen gestaltet, habt ihr die erste Begegnung mit dem schwarzen Pesthauch. Natürlich seid ihr noch viel zu schwach, um dem Monster Einhalt zu gebieten, was eure Reise in die Länge zieht. Doch nicht allein nur euer Charakter muss gestärkt werden, sondern auch die Monster, die an eurer Seite kämpfen. Monster Hunter Stories erzählt nämlich die Geschichte der Rider, die das Vertrauen von Monstern gewinnen können und sie fortan trainieren.

 

Trainieren, trainieren und noch mehr trainieren

Und was wäre ein besseres Training als der direkte Kampf mit Monstern, die nicht unter der Kontrolle der Rider stehen. So geht es raus in die offene Welt, in der viele verschiedene Reptilien, Vogelarten und jedwede mutierte Säugetiere verteilt sind. Serienkenner werden von den über 100 verschiedenen Typen sicherlich einige wiedererkennen. Im Gegensatz zu den bekannten Monster Hunter Ablegern, setzt das Spin-off auf einen rundenbasierten Kampf, der auf dem Papier-Stein-Schere Prinzip ausgerichtet ist. In jeder Runde könnt ihr festlegen, ob ihr auf Technik, Stärke oder Geschwindigkeit setzt. Euer Monsties nehmt ihr ebenfalls die Entscheidung ab, in welche Richtung der Angriff tendieren soll. Bei gleicher Auswahl beider Seiten kann es sogar zu einem verstärkten Doppelangriff kommen. Dieser ist jedoch kein Garant für einen Sieg, denn jede der Auswahlmöglichkeiten hat einen Gegenpol. Dementsprechend kann die Geschwindigkeit die Stärke aushebeln, währenddessen die Technik die Geschwindigkeit schlägt. Die Geschwindigkeit ist wiederum gut gegen die Stärke einsetzbar. Natürlich klingt dies recht einfach in der Umsetzung, leider erfahrt ihr vorab nicht immer, wie sich euer Gegenüber entschieden hat. Das heißt für euch natürlich, dass eine Niederlage durchaus möglich ist, wenn ihr euch gleich mit zu starken Gegnern anlegt. Letztlich bedeutet das: trainieren, trainieren und noch mehr trainieren.

Da Monster Hunter Stories aber ein Rollenspiel ist, besteht die Möglichkeit, mit siegreichen Kämpfen den eigenen Charakter und die Monster, die sich in eurer Obhut befinden, im Status aufsteigen zu lassen. Sind genügend Expertenpunkte gesammelt und eine Leiste gefüllt, steigert sich unter anderem eure Stärke, die Abwehr sowie die Lebenspunkte. Und dies ist auch dringend von Nöten, denn mit der Begehung weiterer Domizile wie dem Babda-Regenwald, dem Darj-Schneefeld oder dem Dovan-Vulkan, werden auch die feindlich gesinnten Monster um einiges gefährlicher.

Dennoch gibt es ein paar Attacken, die sogar von größeren Brocken gefürchtet werden. Mit einem erfolgreichen Angriff oder einem harten Treffer bei euch selbst, wächst eine Skala heran, die im gefüllten Zustand einen sogenannten Bindungsangriff auslöst. Dieser zieht den gegnerischen Bestien nicht nur ordentlich Energie ab, sondern sieht auch noch grandios in seiner Darstellung aus. Zudem gibt es einige Situationen, in denen euer Monster seine Kraft mit dem Gegenüber misst. Dort müsst ihr für ein siegreiches Bestehen flink nacheinander den A-Button betätigen oder den linken Analogstick mit schnellen kreisrunden Bewegungen betätigen.

Gleichzeitig sorgt eure gewonnene Stärke dafür, dass selbst wenn ihr beim Papier-Stein-Schere Prinzip die falsche Auswahl treffen, bei der feindseligen Bestie ein paar Verlustpunkte zurücklasst. Gerade wer dann noch den Gegenpol im Element auf seiner Seite verzeichnet, sollte relativ gut durch den Kampf kommen. Doch selbst wenn es einmal knapper wird, habt ihr in jeder Runde den Zugriff auf eure Items, bei denen ein paar heilende Kräuter zu finden sein sollten. Allerdings gesteht Monster Hunter Stories den Spielern sogar während der Aufeinandertreffen ein, ihre Begleiter ähnlich dem Pokémon-Prinzip auszutauschen und dementsprechend mit einem gestärkteren Monsties weiterzukämpfen.

 

So viel zu tun

Wer sich bereits mit der Monster Hunter Reihe bekannt gemacht hat, kennt die Anschlagbretter, die einige Nebenmissionen Optional anbieten. Eine gewisse Anzahl von Monstern aus der Welt radieren oder bestimmte Gegenstände zu sammeln sind zumeist die geforderten Missionen. Abseits vom Anschlagbrett warten die Bewohner auf einen Dialog mit euch, um gleich ihre Sorgen auf euren Charakter abzuwälzen. Wie schon bei den benannten Nebenmissionen gilt es auch hier, Botengänge erfolgreich auszuführen und sich mit etwas größeren Bestien zu messen.

Für jeden erfüllten Auftrag erhaltet ihr selbstverständlich Expertenpunkte sowie wertvolle Items. Und aus diesen dürft ihr wertvolle Tränke und weitere brauchbare Hilfsmittel, wie etwa eine Rauchbombe kombinieren. Damit seid ihr ferner gestärkt, um jeden Winkel der farbenfrohen Welt zu erkunden und dabei evtl. einige Poogies ausfindig zu machen. Diese kleinen Schweinchen sind in den entlegensten Winkeln zu finden und warten auf ihre Rettung. Wer eine gewisse Anzahl als Fund deklarieren kann, darf sich auf ein paar Belohnungen freuen.

 

Nicht nur Jäger

Um immer neue, gutgesinnte Monster um euch zu scharren, ist es nicht unumgänglich zum Dieb zu werden. Um an die kleinen Helfer heranzukommen, müsst ihr nämlich Eier entwenden, die ihr zum Ausbrüten in euer Dorf oder einer später verfügbaren Stadt wie Gildegaran bringt. Ist dies geschehen, erwarten den Spieler die üblichen Verdächtigen wie Bulfango, Aptonoth, Velocidrome oder Arzuros, die zudem noch ganz eigene Talente mitbringen, um euch ferner neue Abschnitte zugänglich zu machen.

Zwar könnt ihr eurer Sammelleidenschaft wie in Pokémon ordentlich frönen, doch von den 200 Gefährten dürft ihr nur fünf mit auf die beschwerliche Reise nehmen. Selbstverständlich könnt ihr aber mit jeder Begehung der Stallungen eure Weggefährten austauschen und so immer frischen Wind in die Kämpfe bringen. Wem aber auch das nicht genug ist, der kann seine Monsties mit neuen Genen ausstatten. Denn jedes Monster trägt nach dem Schlüpfen gewisse Gene in sich, die ihm Fähigkeiten und verbesserte Statuswerte gewähren. Über ein Ritual können diese Gene jedoch auf andere Begleiter übertragen werden und so eine kleine Kampfmaschine zückten. Letztlich wirkt dies ein wenig fummelig zu Beginn, kann aber Liebhaber des Genres über Stunden in der Variationsvielfalt begeistern.

Wer selbst nach Beendigung des Abenteuers einfach nicht von Monster Hunter Stories ablassen mag, darf sich freuen, denn der Publisher Capcom bietet regelmäßige Inhalte zum Rollenspiel, die sogar kostenlos bleiben sollen. Unter anderem gibt es einen The Legend of Zelda DLC, der euren Helden in ein Link-Kostüm mit entsprechender Bewaffnung steckt, das Pferd Epona bereitstellt und eurem Felyne die Majora’s Mask aufsetzt. Wer dann noch immer nicht genug an Inhalten hat, darf sich online oder im lokalen Modus mit Spielern aus aller Welt bzw. Freunden messen, um klarzustellen, wer der beste Rider ist.

 

Erwecke den Sammler in dir

Wie schon in der Hauptreihe, ermöglicht auch Monster Hunter Stories eure Taschen mit viel Nützlichem und auch ein wenig Unnützen zu füllen. In erster Linie sind gewonnene Kämpfe ein Garant dafür, euer Inventar schnell aufzustocken. Aber auch Wiesen, schneebedeckte Areale sowie kahle Landstriche beherbergen den einen oder anderen Rohstoff, der schnell in eurem Gepäck verschwindet und erst später wieder das Licht der Welt erblickt.

Die Rohstoffe sind zwar nicht in allen Belangen wichtig, doch lassen sich daraus nützliche Tränke erzeugen, wenn ihr sie miteinander kombiniert. Gerade zwischen den Kämpfen lassen sie eure Lebenskraft zurück in euren Körper fließen und zögern eine Übernachtung, die ebenfalls euren Charakter heilt, länger hinaus.

Auf gewisse Körperteile der Bestien, mit denen ihr euch bessere Waffen und Rüstungen erschaffen könnt, müsst ihr hingegen verzichten. Dieses Element obliegt weiterhin der Hauptreihe, wenngleich es perfekt in Monster Hunter Stories integrierbar gewesen wäre. Ganz auf Rüstungsgegenstände und austauschbare Waffen müsst ihr dennoch nicht verzichten, wenngleich die Anzahl recht bescheiden ausfällt.

 

Technik

Schon die Demo versprach mir eine bezaubernde Optik, die natürlich während dem gesamte Spiel präsent war. In einem Look, der dem von bunten Animes gleichkommt, verzaubert mich Monster Hunter Stories nahezu jede Sekunde. Hinzu kommt noch der eingebrachte Slapstick der Felyne, der viele Situationen in einem witzigen Muster darstellt. Allgemein sind die Katzenwesen an vielen Punkten in der Geschichte zu finden und ermöglichen eine Schnellreise durch die farbenfrohe und liebevoll gestaltete Welt.

Zu der stimmigen und detailreichen Optik der Schauplätze, Charaktere und natürlich Monster, gesellt sich ein angenehmer 3D-Tiefeneffekt hinzu. Dieser verleiht der gesamten Grafik mehr Feinheiten und ist daher recht unterstützend für die optische Darbietung. Als kleiner Kritikpunkt bleibt dennoch zu erwähnen, dass manche Objekte erst später aufploppen oder bis zu einer gewissen Nähe farblos sind und wir Schatten wirken. Erst mit der zunehmenden Nähe wird das Objekt oder die Person mit den korrekten Farben bedacht.

Die Klänge sind größtenteils heiter, was perfekt zum bunten Setting passt. Bekannte Töne, wie bei dem Sammeln von Items, sind direkt von der Monster Hunter Reihe übernommen worden. Dadurch wird gleichzeitig das typische Feeling der Reihe vermittelt. Nichtsdestotrotz setzt Monster Hunter Stories einen ganz anderen Schwerpunkt. Zwar gibt es weder eine deutsche noch englische Sprachausgabe, dafür aber sehr witzig formulierte Bildschirmtexte, die relativ locker verfasst sind.

Die Steuerung ist sehr eingängig. Hauptsächlich wird alles über die obligatorischen Knöpfe gesteuert. Da die Kämpfe rundenbasiert sind, darf dort in aller Ruhe die Auswahl getroffen werden, die zudem die Nutzung des Touchscreens ermöglicht. Nur während der Quick-Time-Events kann es zu einem hektischen Einsatz der Buttons kommen. Wer die neueren 3DS Modelle zum Spielen nutzt oder ein Circle-Pad sein Eigen nennt, darf zudem mit Leichtigkeit die Perspektive in der offenen Welt anpassen. Selbiges kann aber auch über die R- bzw. L-Taste befehligt werden.

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Singleplayer
87
86
Gut
85
Multiplayer

FAZIT

Monster Hunter Stories ist ein überraschend gutes Spin-off, das seinen eigenen Weg vollkommen zurecht bestreitet. Zwar sind viele Ideen nicht neu erfunden und aus mehreren Spielen zusammengetragen worden, dennoch funktioniert die Mischung sehr gut und macht bis zum Ende Laune. Monster sammeln und aufziehen, Aufträge abarbeiten und Gene kombinieren ist abseits der Hauptstory genug an Inhalt, um euch weit über 50 Spielstunden zu begeistern. Zudem punktet Monster Hunter Stories mit einer tollen Optik, die auf dem Nintendo 3DS schier konkurrenzlos ist und die kleinen Schwächen daher schnell verzeiht. Wenngleich das Zielpublikum eher jünger ausfällt, kann auch aus meiner Sicht das Spin-off gerne mit weiteren Ablegern fortgeführt werden.

- By  Rena

Nintendo 3DS

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