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Supermassive Games und Bandai Namco haben im Rahmen der Gamescom mit The Dark Pictures Anthology ein neues Projekt angekündigt. Wie der Name bereits nahe legt, handelt es sich hier um eine Anthology, welche aus mehreren Spielen bestehen soll, die in sich abgeschlossene Handlungen erzählen. Den Anfang macht Man of Medan, zu welchem es nicht nur


Metroid: Samus Returns REVIEW

Nintendo spendierte einem der besten Spiele, das es je auf dem Ur-Game Boy gab, eine gehörigen Frischzellenkur. Metroid 2 wird wiedergeboren und heißt nun Metroid: Samus Returns. Es ist viel mehr als nur ein grafisches Update. Das Remake nutzt beinahe alle Fähigkeiten des Nintendo 3DS voll aus und bietet etliche neue Features. Ist das Ergebnis noch besser als das Original oder war es vielleicht zu viel des Guten?

Mission auf Planet SR388

Genau wie das Original Metroid 2 von 1991 kommt auch Metroid: Samus Returns mit sehr wenig Story aus. Weltraumamazone Samus Aran schaltete in Ihrer Tätigkeit als Kopfgeldjägerin im ersten Metroid-Spiel auf dem NES die Weltraumpiraten aus, die auf dem Planeten SR388 mit der gefährlichen Lebensform Metroid experimentierten. Die Despoten wollten diese energieverschlingenden, parasitären Wesen als Waffe verwenden, um Schrecken im Universum zu verbreiten. Nun zeigt sich, dass 40 Metroid-Exemplare die verheerende Explosion im Hauptquartier der Weltraumpiraten überlebt haben. Samus erhält den Auftrag, nach SR388 zurückzukehren, um die verbliebenen Metroids zu jagen. Mehr als diese knappe Einweisung bekommt Ihr nicht und findet Euch schon kurz darauf auf der Oberfläche des metroid-verseuchten Planeten wieder.

Meister im eigenen Genre

Wie für die Serie üblich, nimmt Euch das Spiel ab diesem Punkt nicht mehr an die Hand. In Samus Kampfanzug, dem Power Suit, seid Ihr frei, den Planeten in 2.5D zu erforschen. Zu Beginn stellen sich Euch nur kleine Gegner in den Weg, denen Samus mit ein paar Feuersalven aus ihrem Waffenarm den Garaus macht. Früher oder später werdet Ihr auf unüberwindbare Hindernisse stoßen. Etwa auf Türen, die sich mit der aktuellen Ausrüstung nicht öffnen lassen, oder auf Schluchten, die Ihr nicht überqueren könnt. Um hier weiterzukommen, müsst Ihr zunächst eines der vielen, teils verflixt gut versteckten Upgrades für Samus Anzug finden. Davon gibt es eine ganze Menge. Etwa den Morph Ball, der es Samus ermöglicht, sich zu einem kleinen Ball zusammen zu kauern, um enge Korridore zu passiere, oder der Spider-Ball, mit dessen Hilfe die taffe Heldin sich als Ball an Wänden entlang fortbewegen kann. Daneben gibt es auch jede Menge Waffen-Upgrades neben dem von Beginn an verfügbaren Power-Beam. Der Ice-Beam etwa, lässt Gegner gefrieren und macht somit vorrübergehend zu Plattformen, mit denen man in neue Bereiche gelangt. Auch Super-Missles und Bomben dürfen in Samus Arsenal nicht fehlen. Mit den entsprechenden Upgrades werden Bereiche, in denen Ihr zuvor nicht weitergekommen seid, plötzlich passierbar. Dieses Prinzip nennt sich Metroidvania. Wie der Name schon verrät, war die Metroid-Serie wesentlich an der Prägung dieses Begriffs beteiligt. Kein Wunder also, dass das Prinzip in kaum einem anderen Spiel so gut aufgeht, wie in Metroid: Samus Returns.

Einsame Amazone

Ihr ballert und rätselt Euch also durch die Tiefen des Planeten, immer auf der Suche nach dem nächsten Upgrade, dass Euch weiteres Vorankommen ermöglicht. Immer wieder trefft Ihr auf einen der 40 Metroids und auch manchmal auf einen der wenigen anderen Endbosse. Dabei erfüllt Metroid: Samus Returns stets eine weitere Erwartung, die Fans an ein gutes Metroid haben: Die beklemmende und düstere Atmosphäre. Denn nachdem Samus die ihr bekannte und doch so unwirkliche Welt betreten hat, wird die Handlung nicht weiter erläutert. Vielmehr spricht die Präsentation des Spiels Bände. Schnell fühlt man sich wie das einzige menschliche Wesen auf einem unwirtlichen Planeten. Umgeben von extraterrestrischen Kreaturen, die es danach dürstet, das Leben aus einem zu saugen. Zu diesem Feeling trägt auch der starke Soundtrack bei, der die unterschiedlichen Areale absolut passend untermalt. Ob feurige Lava-Abschnitte oder in den Tiefen verborgene, verlassene Anlagen der Weltraumpiraten. Samus ist völlig auf sich gestellt auf SR388 und das Spiel schafft es, dem Spieler dieses Gefühl zu vermitteln.

Grafisch erwartet Euch ein schöner 3DS-Titel mit makellosem 3D-Tiefeneffekt. Dieser beeindruckt schon beim Titelbildschirm. Hier ist SR388 aus dem Weltraum betrachtet zu sehen. Die Darstellung des Himmelskörpers ist vermutlich eine hübschesten 3D-Spielereien, die es bisher auf Nintendos Handhelden zu sehen gab. Auch im Spiel selbst wertet der Effekt die Präsentation auf.

Moderner Klassiker

Was wäre ein Remake ohne neue Features? Und Samus Returns quillt nur so davor über. Darunter auch solche, die wesentlichen Einfluss auf das Gameplay nehmen. An erster Stelle stehen hier die neuen Aeion-Kräfte, von denen es vier Stück gibt. Der Scan-Impuls ist eine Energiewelle, die einen Teil der Karte um Samus herum aufdeckt und zerstörbare Blöcke zum Aufleuchten bringt. Somit wird das Auffinden geheimer Passagen zum Kinderspiel. Im Original Metroid 2 war es häufig pures Glück, wenn man einen Geheimgang ausfindig gemacht hat. Der Volt-Panzer schützt Euch vorrübergehend vor gegnerischen Angriffen und aggressiven Substanzen sowie extremen Temperaturen. Beam-Bosst eliminiert Gegner mit einer Barriere aus Feuer und mit Phasen-Drift kann Samus die Zeit verlangsamen. Diese mächtigen Fähigkeiten haben natürlich ihren Preis. Sie kosten Aeion-Energie, die Ihr von besiegten Gegnern erhaltet.

Auch das Repertoire an Samus´ Kampfähigkeiten ist gewachsen. Im Game Boy-Spiel konnte Nintendos Kopfgeldjägerin lediglich nach oben, links und rechts feuern. Nun könnt Ihr fein abgestimmt im 360° Umkreis zielen. Ebenfalls neu ist der Nahkampf-Konter, mit dem Ihr frontal angreifende Aliens umhauen könnt. Direkt im Anschluss zielt Samus automatisch auf den Aggressor und Ihr könnt ihm Saures geben. Die Konter wurden gut in das Gameplay implementiert, so dass sie den Spielfluss sogar noch verbessern.
Trotz dieser Neuerungen ist Metroid: Samus Returns nicht zu leicht geworden. Gerade zu Beginn, wenn Samus noch mit wenigen Energietanks gesegnet ist, knipsen Euch die Bewohner von SR388 noch häufig das Licht aus. Etwas zu gut gemeint haben es die Entwickler allerdings mit den Rücksetzpunkten. Wird man von einem der Metroids besiegt, startet man direkt vor der Tür zu dem Raum, in dem man das letzte virtuelle Leben ließ. Ein Ableben hat somit kaum negative Folgen, was dem Spiel ein wenig die Spannung nimmt.

Im Vergleich zur Vorlage ist das Gameplay nun wesentlich geschmeidiger und komfortabler. Dank Scan-Impuls verbringt Ihr weniger Zeit damit, vergeblich nach dem richtigen Weg zu suchen. Ebenfalls hilfreich bei der Orientierung ist die neue Karte. In Metroid 2 musste sich der Spieler den Weg noch merken und rätselte häufig, wie die einzelnen Räume untereinander verbunden sind. Nun ist das Geschichte. Doch die Karte ist auch bitter nötig, denn SR388 ist im Ramake nochmal spürbar gewachsen. Immer wieder betretet Ihr neue Areale, die es 1991 noch nicht gab. Bei der komplexen Struktur und all den Geheimgängen ist es umso erstaunlicher, dass man schon nach einigen Spielstunden beginnt, Wege ohne Blick auf die Karte, selbstständig aus dem Gedächtnis zu nehmen. Das zeugt von der vielschichtigen, verwinkelten Spielwelt.

Nach ca. 15 Stunden wird Samus ihren Auftrag erfüllt haben. Wer jedes einzelne Upgrade mitnehmen will, wie etwa Missle-Container und Energietanks, wird vermutlich noch etwas länger brauchen. Im Anschluss erwartet Euch ein härterer Schwierigkeitsgrad. Einen Multiplayer-Modus gibt es nicht. Wer noch mehr Content möchte, wird leider nochmal zur Kasse gebeten. Mit dem neuen Metroid-Amiibo schaltet Ihr im Spiel den „Fusion-Modus“ frei, ein neuer Spielmodus, in dem Samus den blauen Fusion-Suit trägt, der aus Metroid Fusion für den Game Boy Advance bekannt ist. Es ist eine fragwürdige Politik, die Big N in diesem Fall verfolgt.

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Singleplayer
89
89
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Nintendo weiß eben, wie man ein Remake macht! Die neuen Aeion-Kräfte krempeln das Gameplay um und die Spielwelt erfuhr eine deutliche Vergrößerung. Und doch, auch trotz grafischen und akustischen Faceliftings, man kann das Original Metroid 2 dahinter noch immer erkennen. Vor allem die beklemmende Atmosphäre hat den Sprung in die neue Zeit makellos gemeistert. Samus ist und bleibt für mich die coolste Sau im Nintendo-Universum und somit habe ich jede Sekunde auf SR388 genossen. Für viele Fans ist es sicher auch eine Wiedergutmachung für das ungeliebte Metroid Prime Federation Force, das bis auf den Namen nichts mit dem, was das Franchise ausmacht, gemein hat.

- By  Johannes

Nintendo 3DS

Metroid: Samus Returns REVIEW

USK 12 PEGI 12

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