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Marvel vs. Capcom: Infinite REVIEW

Zwei Universen treffen erneut aufeinander, denn es gibt einen neuen Ableger zu Marvel vs. Capcom, der diesmal aber auf eine Nummerierung verzichtet und sich schlicht „Infinite“ nennt. Mit dem Gameplay macht der Publisher Capcom jedoch keine Experimente und bleibt dem Beat’em’up Genre treu, was bedeutet, es fliegen wieder ordentlich Fäuste und Feuerbälle. Ob oder inwieweit das Spiel in eine typische Gamer-Sammlung gehört, möchte ich in den nächsten Zeilen einmal genauer beleuchten.

Warum, weshalb, wieso

Inzwischen ist es üblich, das Genre der Beat’em’ups in Storys zu hüllen, um zu erläutern, warum der Schlagabtausch stattfindet. Auch Marvel vs. Capcom: Infinite möchte in dem Falle nicht als Außenseiter dastehen und gibt dem Zusammentreffen beider Welten eine Begründung. Wer nun aber hofft, auf einem filmreifen Niveau unterhalten zu werden, wird schnell Ernüchterung verspüren. Denn geboten bekommt ihr eine Geschichte, die nicht zwangsläufig spektakulär, aber durchaus nett und vor allem mit deutschen Bildschirmtexten und englischer Sprachausgabe erzählt ist.

Natürlich sind in dem Falle gleich zwei Universen in Gefahr, was dazu führt, dass die Recken von Capcom sowie Marvel Seite an Seite kämpfen. Und wie schon in den letzten Marvel-Verfilmungen, sind die Infinity Steine nicht unerheblich für den Werdegang der Story. Nur mit dem Besitz der sechs Steine, kann das Unheil abgewendet und den Frieden wieder hergestellt werden. Und so kämpft ihr euch mit 24 Recken durch verschiedene Szenarien, die gleichzeitig einige Fronten verhärten und selbst Helden gegeneinander aufstellen.

Marvel vs. Capcom: Infinite 3.1?

Natürlich ist es schwer, das Genre immer wieder neu zu erfinden. Das versucht Marvel vs. Capcom Infinite aber erst gar nicht und bleibt dem Prinzip treu. So wird auf ein Duo gesetzt (im Vorgänger noch ein Trio), welches in den meisten Aufeinandertreffen ebenso zwei Gegner vor sich hat. Sieger ist jenes Gespann, welches die Gegenseite komplett vom Platz tilgt – egal ob 1, 2 oder teilweise gar 5 Feinde – wie im Story-Modus.

In den recht flotten Matches könnt ihr per Tastendruck den Kämpfer austauschen oder kurzzeitig sogar beide ins Geschehen einfließen lassen. Daraus resultiert oftmals ein gigantisches Feuerwerk an Effekten und bunten Bildern, die die jeweiligen Attacken in den Fokus drängen. Die Kämpfe sind trotzdem immer recht ausgewogen, denn jeder der Charaktere hat seine Vor- wie aber auch Nachteile. So ist Hulk zwar sehr stark und kann mit einem Treffer dem Gegenüber ordentlich Lebensenergie streitig machen, dafür ist er in den eigentliche Bewegungen recht träge und ein relativ leichtes Ziel für die schnellen Mitstreiter wie Dante (Devil May Cry) oder Chun-Li (Street Fighter).

Kampfentscheiden sind aber die Angriffe, die zur rechten Zeit am rechten Ort ausgeführt werden. So hilft oftmals ein Blocken der gegnerischen Nah- oder Fernattacken und ein flinker Gegenschlag, der sitzt und vielleicht das Blatt sogar wendet. Zudem füllt sich mit jedem Treffer – egal ob eingesteckt oder ausgeführt eine Anzeige, die ferner eine Spezialattacke heraufbeschwört. Der Hauptfokus liegt im neusten Ableger aber definitiv auf den sechs Infinity Steinen. Je nachdem, welche Steine ihr mitführt, wird es ermöglicht, verschiedene Vorteile zu aktivieren. So könnt ihr beispielsweise mit dem Soul Stone den Kontrahenten Lebensenergie streitig machen und euch selbst gutschreiben, währenddessen der Power Stone euch noch mehr Macht verleiht und Attacken kraftvoller ausführt.

Der Kader von Marvel vs. Capcom: Infinite büßt gegenüber dem Vorgänger einige Charaktere ein. Somit müssen wir auf Figuren wie Deadpool, Storm, Wolverine, Wesker, Dr. Doom oder Viewtiful Joe verzichten. Die 24 Mann starke Besetzung verzichtet aber nicht auf die Vorzeige-Elite ala Spider-Man, Captain America, Hulk, Ryu, Chris Redfield, Mega-Man und einige andere. Um aber nicht letztlich wie ein aufgeschöntes Remaster zu wirken, wurden ein paar neue Helden und Schurken ins Spiel verfrachtet, wie zum Beispiel Rocket Raccoon und Gamora aus Guardians of the Galaxy oder Frank West aus der Dead Rising Reihe. Die noch recht kleine Truppe soll mithilfe von DLCs später erweitert werden. Ein paar mehr Helden zum Launch wären dennoch wünschenswert gewesen.

Modis

Selbstverständlich bietet das Kampfspiel rund um die Charaktere von Marvel und Capcom noch mehr Optionen abseits der Story. Der obligatorische Versus-Modus ist für viele Beat’em’up Veteranen der wohl wichtigste Bestandteil des Spiels. Hier könnt ihr euch nicht nur gegen den Computer beweisen, sondern eure Matches mit menschlichen Gegenspielern schmücken. Zudem ist neben dem lokalen Multiplayer-Modus auch eine Online-Variante verbaut, sodass ihr euch mit Mitspielern aus der ganzen Welt messen dürft. Leider werdet ihr nicht drumherum kommen, das jeweilige und vor allem kostenpflichtige Abonnement (PlayStation Plus, Xbox Live) abzuschließen.

Des Weiteren setzt Marvel vs. Capcom: Infinite auf die Eroberung von Ranglisten, Missionen und das Training. Während ihr im Training wertvolle Tipps erhaltet, wie ihr die jeweiligen Attacken auslöst, müsst ihr euch in den Missionen an gewisse Vorgaben halten, um diese erfolgreich abzuschließen. Letztlich punkten die verschiedenen Online und Offline Modis und halten einige Zeit bei Laune, wie man es von so einem Crossover erhofft. Gleichzeitig können Kostüme freigeschaltet werden, wenn man sich lange genug mit den Modis und dessen positive Beendigung beschäftigt.

Technik

Technisch hat Marvel vs. Capcom: Infinite nicht die Macht eines Infinity Steines geerbt. Alles ist mehr im soliden Bereich und versucht mit Effekthascherei davon abzulenken, dass das Spiel hätte noch schöner aussehen können. Dies ist aber recht hochtrabende Kritik, denn im Ganzen ist alles relativ ordentlich ausgestaltet, ganz egal ob Kulissen oder Charaktere. Nichtsdestotrotz fällt mir schnell auf, dass einige Animationen bereits in Marvel vs. Capcom 3 ihre Verwendung hatten und lediglich portiert wurden. Dafür sind die Figuren, Schauplätze und Attacken nun viel farbintensiver und deutlich scharfer in ihrer Darstellung, was jedoch auch auf der aktuellen Konsolen-Generation verlangt wird. Mithilfe der Unreal-Engine versucht man sich ein wenig an dem optischen Vorbild von Street Fighter V zu orientieren, verzichtet dabei aber auf die übertriebene Aufmachung der Figuren.

Soundtechnisch ist alles im grünen Bereich und die Akustik perfekt gewählt. Abwechslungsreich und mit intensiven Akkorden kann man dem Titel nichts vorwerfen. Zudem treibt mich die musikalische Begleitung zu Höchstleistungen an! Gleichzeitig gibt es eine englischsprachige Vertonung der Dialoge, bei denen ich nicht immer ganz mit der Auswahl der jeweiligen Stimme zufrieden bin. Gerade der Wortwitz von Iron Man will dadurch nicht wirklich zum Tragen kommen. Hinzu gesellen sich die immer gleichen Worte, die durch gewisse Kommandos ausgerufen werden. Dies bringt die Ohren gelegentlich an ihre Grenzen und stört teilweise die angenehmen Musikstücke. Abgerundet ist der Sound mit einigen akustischen Effekten, die einfach in ein Beat’em’up gehören und dadurch den Schlagabtausch noch authentischer gestalten.

Der Schwerpunkt des Genres ist aber weiterhin die Steuerung, die oft darüber entscheidet, ob das Kampfspiel gut beim Publikum ankommt oder nicht. Wer jedoch glaubt, die Mechanik wurde von Street Fighter abgekupfert, wird schnell eines Besseren belehrt. Zwar bietet Marvel vs. Capcom: Infinite einige Kombos, viele von ihnen werden jedoch eher zufällig ausgelöst. Dadurch kommen Einsteiger aber auch gut ins Spiel hinein und haben eine reelle Chance, gehen Genre-Veteranen siegreich vom Platz zu gehen. Gleichzeitig schafft es das Spiel so, wirklich jedem den nötigen Schwung zu geben, um dauerhaft begeistert zu sein.

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Unsere Wertung
USK 12 PEGI 12
Singleplayer
78
80
82
Multiplayer

Rena sagt:

Marvel vs. Capcom: Infinite ist definitiv kein Überraschungshit, hält aber trotzdem ordentlich bei Laune. Mit den 24 Kämpfern gibt es einen soliden Kader, der ferner noch über DLCs heranwachsen wird. Dennoch sieht man stark, dass sich die Entwickler sehr an Marvel vs. Capcom 3 orientiert und diverse Animationen übernommen haben, sodass das Spiel ein wenig wie ein Remaster wirkt. Wer den besagten Teil also bereits daheim hat, muss nicht zwangsläufig zu Infinite greifen, wenngleich hier eine frische neue Geschichte rund um die Welten von Capcom und Marvel erzählt wird. Neueinsteiger hingegen, die ihre Beat'em'up Sammlung auf PlayStation 4, Xbox One oder PC erweitern möchten, sind herzlich eingeladen, genau bei diesem Titel halt zu machen. Gerade die Steuerung, die recht leicht Specialmoves auslöst, treibt zu immer neuen Höchstleistungen an - egal ob im Singleplayer oder Multiplayer.
Playstation 4Xbox OneMS Windows

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