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Martian Memorandum REVIEW

Wenig überraschend habe ich mir auch den zweiten Teil der Tex Murphy-Serie reingezogen. Dieser wird auf GoG immerhin im Doppelpack mit Teil 1 verkauft, so dass man heutzutage für kleines Geld an die Anfänge des eigenwilligen Detektivs aus dem post-nuklearen San Francisco herankommt. Anders als sein Multi-Plattform-Vorgänger „Mean Streets“ wurde Martian Memorandum anno 1991 exklusiv für PC DOS veröffentlicht. Ferner hat man auf Experimente verzichtet und das Spiel zum reinen Point & Click-Adventure zurechtgestutzt. Und obwohl die eher lästigen Flug- und Action-Passagen des Vorgängers somit der Vergangenheit angehören, konnte mich dieser Teil nicht überzeugen. Warum das so ist erfahrt ihr im folgenden Review.

Tex verschlägt’s auf dem Mars

San Francisco im Jahre 2039: Sechs Jahre sind vergangen, seitdem Privatdetektiv Tex Murphy das fatale „Overlord“-Projekt vereitelt hatte und somit zum Nationalhelden wurde. Es stellt sich aber sehr schnell heraus, dass von seinem damaligen Ruhm nichts mehr übrig geblieben ist. Stattdessen stapeln sich die Mietschulden immer weiter. Sogar seine Sekretärin Stacy bekommt noch zwei Monatsgehälter (Vanessa aus dem Vorgänger hatte wohl rechtzeitig gekündigt ehe es mit Tex bergab ging). In dieser Situation kommt der neue Auftrag von Marshall Alexander, seines Zeichens Gründer und Geschäftsführer der TerraForm Corporation, wie gerufen. Seine Tochter Alexis wurde entführt und mit ihr verschwand ein mysteriöses Objekt, welches für den Großindustriellen wohl einen noch größeren Wert besitzt als seine eigene Tochter. Da Tex unter derben Geldproblemen leidet bleibt ihm keine große Wahl und nimmt den dubiosen Auftrag seines zwielichtigen Klienten daher dankend an.

Was Tex nicht ahnt: Er ist in eine äußerst brisante Sache reingerutscht, in dessen Zentrum ein ungesühntes Massaker an unschuldigen Mars-Siedlern sowie ein mächtiges Alien-Artefakt stehen. Um den Fall endgültig zu klären bleibt Tex nichts anderes übrig als auf den Mars zu reisen.

Auffällig ist die düstere Aufmachung der Handlung. Vor allem der Besuch der Überbleibsel oben genannter Marskolonie hat einen unangenehmen Nachgeschmack bereitet. Inmitten der zerbombten Ruinen wird man dann mit einem verwaisten Spielplatz, Grabsteinen und einem Denkmal, welches die Todesopfer beklagt, konfrontiert. Hart ist auch die Stelle, wo man einen potentiellen Zeugen vorfindet, der qualvoll am krepieren ist und nur noch hilflos vor sich hin röchelt. Eine Möglichkeit der armen Sau zu helfen hat man übrigens nicht. Und auch die bereits aus dem Vorgänger bekannte Rassismus-Thematik wird wieder aufgegriffen. Im Gegensatz zu Mean Streets bekommt man hier auch endlich mal eine angemessene Anzahl von Mutanten zu Gesicht, von denen einige witzig und andere übelst entstellt ausschauen.

Trotz alledem kommt auch der Humor nicht zu kurz. So trägt ein mafiöser Kegelkopf-Mutant den passenden Namen „Big Dick Castro“ („Dick“ ist sowohl der englische Begriff für „Pimmel“ als auch die scherzhafte Abkürzung für den Namen „Richard“) und die Game Over-Todes-Screens sind herrlich überzeichnet.

Manch einer wird eventuell parallelen zum 1990er Sci-fi-Film Total Recall mit Arnold Schwarzenegger ziehen. Der Vergleich liegt nicht nur hinsichtlich Szenario und einiger Story-Elemente auf der Hand, sondern auch der Tatsache, dass Arnolds Nachname an einigen Stellen scherzhaft erwähnt wird. Die Story weiß jedenfalls zu gefallen und bietet eine gelungene Erweiterung des Tex Murphy-Universums.

Trial & Error statt Notizblock

Zu Beginn findet ihr euch nach einem kurzen Einleitungstext in Murphy’s Büro wieder. Ihr könnt Tex entweder bei inaktiver Aktionsleiste per Mauscursor oder, wie schon im Vorgänger, mit den Pfeiltasten durch die Ortschaften im Spiel lenken. Zum interagieren mit der Spielwelt verfügt ihr über eine Reihe von Befehlen die in der Aktionsleiste am unteren Bildrand gelistet werden – ganz ähnlich funktionierte es ja auch schon in Mean Streets. Eine klare Verbesserung in Martian Memorandum ist aber die Cursorsteuerung mit der die Befehle direkt mit der Maus angewählt werden können, statt sie umständlich per Pfeiltasten durchzuschalten. Die meisten Befehle sind selbsterklärend: Da hätten wir zunächst einmal „Look“ (Anschauen), „Open“ (Öffnen), „Move“ (Bewegen/Verschieben), „Get“ (Aufsammeln) und „Use“ (ein Item aus dem Inventar nutzen). Mit „Goto“ (Gehe zu) lassen sich geöffnete Türen oder Durchgänge durchschreiten, während mit „Talk“ (Reden) logischerweise Personen angesprochen werden können.

„Travel“ (Reisen) dient dazu von Punkt A nach B zu gelangen. Der Speeder wurde in Martian Memorandum quasi komplett abgeschafft, man sieht noch nicht mal ne kleine Flugsequenz wenn unser Privatdetektiv auf der Erde unterwegs ist (zum Mars geht’s erst in der zweiten Spielhälfte). Stattdessen wählt man das Reiseziel aus einer simplen Tabelle aus. Interessant ist die unter „Help“ (Hilfe) integrierte Spielhilfe. Diese fungiert zum einen als eine Art vorsintflutliche Hotspotanzeige, die alle relevanten Hotspots und Items im Gebiet zumindest auflistet, und zum anderen erhält man klare Infos und Anweisungen zu den jeweilig aufgelisteten Punkten, sollte man einen anklicken. Es handelt sich sozusagen um eine Art integrierte Lösung, die zumindest in den regulären Adventure-Screens eine ordentliche Unterstützung darstellt. Was bleibt ist das kleine „Diskettensymbol,“ welches freilich die Möglichkeiten des Speichern und Ladens symbolisiert.

Damit ist dann auch schon der Löwenanteil des Spielinhalts erläutert. Wie in jedem Adventure geht’s primär darum Items aufzusammeln und gegebenenfalls am korrekten Hotspot einzusetzen. Was noch bleibt sind die Verhöre bzw. Gesprächsabläufe mit NPC’s und eine Handvoll speziellerer Spielpassagen.

Die Gespräche an sich funktionieren ähnlich wie im Vorgänger. Der große Unterschied ist aber, dass man nichts mehr selber eintippen muss, sondern einfach nur die Themen aus einer Tabellenliste abklappert. Neue Themen und Personen werden dann automatisch in diese Liste integriert, so dass man sich den Notizblock für Martian Memorandum sparen kann. Was sich weiterhin geändert hat, ist die Art und Weise unkooperative Individuen zum reden zu bekommen: Statt Bestechungsgelder oder Drohungen rauszuhauen gilt es nun den korrekten Dialogbaum abzuklappern. Der Spieler muss in einem nervigen und öden Prozess aus bis zu drei

Antwortmöglichkeiten die richtige Wahl treffen um zum nächsten Auswahlsegment zu gelangen, wobei man nie genau weiß, ob man sich nicht doch schon in eine Sackgasse manövriert hat und die folgenden Segmente nur noch Geplänkel sind. Im Endeffekt läufts auf übelstes Trial & Error hinaus, da man nie abschätzen kann, worauf der Gesprächspartner anspringt. Das sich die Dialogsegmente auch gerne mal über 5-7 Stufen hinziehen, hilft da auch nicht weiter – ich habe es gehasst! Darüber hinaus bekommt man nach manchem dieser „Rededuelle“ auch lediglich einen Hinweis darüber, mit welchen Gegenstand der jeweilige Gesprächspartner letztendlich bestochen werden muss, damit er dann endlich wirklich anfängt zu singen … Immerhin kann Tex auf seine Sekretärin Stacy bauen, die sich jederzeit per Comlink kontaktieren lässt.

Und wo wir jetzt schon mal beim Thema Trial & Error sind: Da gibt’s noch andere Klöpse, wie z. B. die unnötige Treibsand-Passage oder das Laser-Sicherheitssystem. Bei Ersteren soll man aus einer Reihe von Trittsteinen die Richtigen anwählen, ansonsten versinkt Tex im Treibsand. Und wie findet ihr die richtigen Steine heraus? Richtig! Durch stures Trial & Error. Noch schlimmer ist das Sicherheitssystem. Hier müsst ihr die Laser umgehen, damit Murphy kein Loch in die Brust gebrannt bekommt (ein Bildchen was ihr sehr oft sehen werdet, genauso wie jenes in dem Tex im Treibsand versinkt). Dummerweise hat sich bei dieser quälenden Prozedur ein visueller Bug eingeschlichen. So bekommt man Laser ab bei denen es optisch absolut nicht nachzuvollziehen ist. Andersherum geschieht beim eindeutigen Körperkontakt mit anderen Lasern wiederum gar nichts. Ohne dieses Wissen, welches ich nach unzähligen Versuchen erworben hatte, war diese Stelle nicht zu meistern. Sehr schlecht gemacht. Wenigstens das Lüftungsschacht-Labyrinth funktioniert tadellos, nachdem man es begriffen hat.

Den größten Mangel in diesem Adventure habe ich jedoch noch gar nicht angesprochen. Unvorsichtige Spieler können sich in eine dauerhafte Sackgasse manövrieren (ja, mir ist es passiert, ich klage also aus erster Hand)! Vor allem nach der Reise zum Mars guckt man eventuell dumm aus der Wäsche. Wer nämlich nicht die notwendigen Informationen und Adressen auf der Erde zusammengesucht hat, gerät hier in eine Sackgasse und muss entweder einen alten Spielstand laden oder von Vorne beginnen. Dementsprechend habe ich letztendlich ausgiebigen Gebrauch von der Help-Funktion gemacht und ab und zu in eine Internet-Komplettlösung geschaut, um das Game abzuschließen. Meine Geduld wurde in Martian Memorandum leider überstrapaziert, obwohl das Spiel nicht einmal sonderlich lange dauert. Ich habe zwar nicht auf die Uhr geschaut, aber es hat definitiv einen geringeren Umfang als Mean Streets.

Sorry, aber in Sachen Gameplay konnte mich das Spiel nicht überzeugen. Zu viel Trial & Error und ein ganz dicker Fehler aus der Computerspiel-Steinzeit, gemeint sind die permanenten Sackgassen, verderben einem die Freude.

Grafik und Sound

Ehrensache, dass für die Erstellung der Charaktere erneut reale Personen verpflichtet wurden (wobei ich gerne wissen würde, ob das auch für die Mutanten gilt^^). Chris Jones stand erneut Modell für den Hauptcharakter Tex Murphy und die nun etwas regelmäßiger auftretende Sprachausgabe verstärkt das FMV-Prototypen-Feeling nochmals. Die Locations wurden stimmig gestaltet, leiden jedoch etwas unter der grobpixeligen Darstellung. So wird z. B. ein Notizzettel auf den Boden in Form von zwei weißen Pixelchen dargestellt. Man sollte also schon genau hingucken, damit man nichts übersieht. Ferner wird, wie schon im Vorgänger, nicht der gesamte Bildschirmscreen ausgenutzt. Das untere Bildschirmdrittel ist in tristen schwarz gehalten und wird lediglich durch die Aktionsleiste genutzt.

Die Anzahl der Musiktracks kann man an einer, vielleicht zwei Händen abzählen. Das ist zumindest eine quantitative Steigerung zu dem einen Track aus dem Vorgänger. Die Qualität der Tracks wirkt jedoch erschreckend spartanisch. Die minimalistischen, manchmal chaotischen Klänge sind schwierig zu beschreiben, wirken an gewissen Spielstellen aber überraschend stimmig. Ich persönlich habe ja eine Hassliebe für den eigenwilligen OST entwickelt. Manchmal passen sie perfekt zum jeweiligen Szenario, aber oftmals kommt es einem vor als wolle der verantwortliche Komponist/Programmierer nur das Gehör der Spieler vergewaltigen.
Inwiefern sich Martian Memorandum in audiovisueller Hinsicht mit vergleichbaren Spielen der damaligen Zeit schlägt kann ich freilich nicht objektiv beurteilen, da ich mit DOS-Spielen wenig Erfahrung habe. Behaltet dies bitte im Hinterkopf.

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Singleplayer
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Multiplayer

FAZIT

Schade. Nachdem mich Mean Streets so gut unterhalten konnte, entpuppte sich der Nachfolger Martian Memorandum leider als recht enttäuschendes Adventure-Relikt aus der Gameplay-Steinzeit. Auf permanente Sackgassen und unnötige Trial & Error-Passagen hat zumindest heutzutage keiner mehr Bock. Ob man seinerzeit gnädiger mit solchen Schwächen umgegangen ist mag ich nicht beurteilen, tut für meinen Bericht aber auch nichts zur Sache. Fakt ist, dass mir Tex Murphys zweiter großer Fall aufgrund der Mängel keinen Spaß bereitet hat. Würde Story und Szenario nicht den gewohnten Tex Murphy-Charme verbreiten, hätte ich hier knallhart eine schlechte Wertung vergeben. So kann ich zumindest noch einen gewissen Aufschub in der Gesamtwertung gewähren. Aber auch dies hievt Martian Memorandum nicht über die Mittelmäßigkeit hinaus. Dieses Adventure kann ich nur jenen Spielern empfehlen, die alle Tex Murphy-Games gezockt haben wollen. Alle anderen nehmen besser Abstand oder ziehen sich bei Interesse besser ein Let's Play oder ähnliches Format auf Youtube und Co. rein.

- By  Volker

MS Windows

Martian Memorandum REVIEW

USK 0 PEGI 3

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