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Lightfield REVIEW

Als Redakteur auf einer Website für Games kommt man mit vielen Indies in Berührung. Dabei gestaltet sich das Feld der Genres sehr breit und lässt kaum Wünsche offen. Oft ist es nur die Qualität und der Umfang, der entscheidet, ob das jeweilige Spiel sich durchsetzen kann. Mit der täglichen Berichterstattung offenbaren sich jedoch einige augenscheinliche Perlen, die eine nähere Betrachtung verlangen. Für mich ist das futuristische Lightfield so ein Titel, der meine Neugierde erweckt und von mir verlangt, einen genaueren Blick auf das Rennspiel zu werfen.

 

Grenzenlose Freiheit

Wie kurz erwähnt, ist Lightfield, dessen Entwicklerstudio (Lost in the Garden) in Wien sitzt, ein futuristischer Racer. Natürlich besteht eure Hauptaufgabe darin, als erster durch das Ziel zu kommen oder neue Rundenrekorde aufzustellen. Der Weg dorthin ist aber das Besondere am Spiel, denn es nutzt keine starre Fahrbahn. Im von euch gesteuerten Gleiter, könnt ihr jedwede Oberflächen wie Wände, Tunnel und kuriose Objekte nutzen, um ein Vorankommen zu sichern. Um dies zu gewährleisten, ist es nicht nur möglich, sich an festen Untergründen fortzubewegen, sondern gar zu fliegen.

Wer nun denkt, er könnte schummeln, wird schnell enttäuscht werden. Das Sci-Fi Rennspiel setzt insbesondere dann auf Tempo, wenn ihr einen festen Untergrund nutzt. Dies veranlasst natürlich den Spieler, schnell von einer Oberfläche zur anderen zu wechseln. Dafür ist die Neigung entscheidend, die einen Crash verhindert und butterweich auf die nächste Route lenkt. Und dies kann sich durch die vielen Wege und gegebenen Freiheiten von Runde zu Runde immer ganz individuell gestalten. Wichtig ist hingegen, nie einen Checkpoint zu verpassen und so Platzierungen einzubüßen.

Um auf dem Weg zum Ziel und all den Wegen dorthin nicht in kompletter Orientierungslosigkeit zu verfallen, werden kleine Luftströme eingeblendet, die als Hilfestellung fungieren. Insbesondere wenn ihr den ersten Platz verteidigen wollt und euch dementsprechend nicht am Vordermann orientieren könnt, ist dies eine willkommene Stütze.

 

Wo geht’s entlang? Überall!

In Lightfield werdet ihr nie gezwungen sein, auf derselben Fahrbahn wie eure fünf Mitstreiter zu fahren. Ihr nutzen in Tunneln die Wände oder Decken und dreht euch so die gesamte Perspektive zurecht. Ihr schwebt bis zum nächsten Checkpoint oder gleitet kurzzeitig von einem fliegenden Gegenstand zum nächsten – immer auf der Suche nach Abkürzungen oder herausfordernden Levelabschnitten.

Nebenbei dürft ihr Expertenpunkte sammeln, die auf den Untergründen verteilt und oft so angeordnet sind, dass sie euch den Weg zeigen. Daran halten müsst ihr euch zwar nicht, dafür füllt jeder gesammelte Punkt einen Balken, der ferner neue Rennstrecken freischaltet.

Jede dieser Rennstrecken lassen sich in mehreren Schwierigkeiten erleben. Hinzukommen die drei Modis Rennen, Zeitfahren sowie Entdecker. Damit sind die Variationen aber noch immer nicht beschrieben, denn Lightfield ermöglicht es, das Tempo manuell herunterzuregeln oder hochzuschrauben. So wirkt es bei der höchsten Einstellung so, als wären die Anti-Gravity-Raumgleiter im Zeitraffer unterwegs. Dies macht durchaus Spaß und treibt die Spieler zu neuen Höchstleistungen an. Dafür gehen dem Auge einige Gefahren verloren, wie Laser, die mit einer Berührung euren Raumgleiter in Einzelteile zerlegen.

 

Multiplayer

In direkter Konkurrenz mit den anderen fünf Mitstreitern steht ihr nur bedingt. Selbstverständlich möchtet ihr den ersten Platz einheimsen, dies wird allerdings nur in defensiver Haltung möglich sein. In Lightfield müsst ihr nämlich ganz ohne Waffen auskommen und könnt eure Gegner auch nicht crashen. Alleine eurer Können und die auserkorene Strecke entscheidet, ob ihr es als Erster ins Ziel schafft. Dadurch bekommt auch der Multiplayer einen ganz besonderen Stellenwert, der veranlasst, immer wieder neue Routen zu ebnen und kein Beschleunigungsfeld auszulassen.

Lokal oder Online könnt ihr euer Können mit anderen Spielern vergleichen. Der lokale Multiplayer, der auf den Splittscreen setzt, schafft es endlich wieder, bis zu drei Freunde bzw. Bekannte auf die heimische Couch zu verfrachten. Somit ist Lightfield besonders für jene Spieler interessant, die schon lange nach einem Titel suchen, der auch in den eigenen vier Wänden für mehrere Leute geeignet ist. Online geht das Unterfangen dann weiter und lädt die ganze Welt ein, den Platz an der Spitze nicht der Konkurrenz zu überlassen. Letztlich dürft ihr mit viel Talent einen Platz auf der Bestenliste für euch beanspruchen!

 

Technik

 

 

Zu den schier unbegrenzten Optionen die beste Strecke für sich zu finden, punktet Lightfield hauptsächlich mit dem eigenwilligen aber großartigen Stil. Dieser erinnert optisch leicht an den Film Tron und bindet nicht wenige neonfarbene Elemente ein. Die futuristische Kulisse macht dadurch einen sehr authentisch Eindruck. Alles wirkt aufgeräumt, strukturiert und schafft es dadurch sogar, die Übersichtlichkeit der einzelnen Bereiche zu steigern. Angelehnt an den jeweiligen Planet, bleiben die Strecken einem gewissen Farbschema treu. Beispielsweise ist der Wasserplanet hauptsächlich in blauen Nuancen gehüllt. Leider kommt der Sci-Fi Racer nicht ganz ohne kleinere Ruckler aus, die den Spielfluss leicht ankratzen, aber dennoch zu verschmerzen sind.

Gepaart ist der Look mit der perfektesten Musikuntermalung, die ich seit langem gehört haben. Schon 5 Minuten und 2 Songs reichen aus, um mich komplett zu packen. Die elektronische Musik stammt vom Wiener Künstler Zanshin und schafft es, das Spiel so abzurunden, dass jede Minute ein Genuss ist – egal wie gut ihr spielt. Wer einzelnen Stücken nichts abgewinnen kann, darf diese über das Pausenmenü anwählen und entsprechend überspringen. Ansonsten läuft der Soundtrack nahtlos durch alle Stages.

Die Steuerung ist grandios umgesetzt und bedarf nicht vieler Befehle. Zwar müsst ihr einige Minuten investieren, bis der Übergang aus der Schwebe zur nächsten Plattform ohne Crash gelingt, doch sitzt dies erst einmal, hält euch nichts mehr auf. Mit ein paar Übungsstunden werdet ihr zudem immer mutiger und lasst die Manöver immer rasanter und knapper ausfallen. Schlussendlich werdet ihr die Steuerung so verinnerlichen, dass ihr während der Fahrt sicherlich noch einige Tricks wie Drehungen einfließen lassen werdet.

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Unsere Wertung
USK 0 PEGI 3
Singleplayer
85
86
87
Multiplayer

Rena sagt:

Lightfield hat mich vollends begeistert, denn es lebt regelrecht die Redewendung: Viele Wege führen nach Rom. Trotz mehrfachen wiederholen aufgrund verpasster Checkpoints, macht jede einzelne Minute riesigen Spaß! Ob als Singleplayer, lokal daheim im Multiplayer oder gar online, der futuristische Racer begeistert auf ganzer Linie. Hinzu kommt der eigenwillige Stil der Anti-Gravity-Raumgleiter, der verschiedenen Level und der geniale Sound, der Lightfield aus der Masse hervorhebt. Für mich persönlich ist das Spiel 2017 in der Sparte Indie einer der besten Titel und definitiv die Investition wert!
Nintendo Wii UPlaystation 4Xbox One

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