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Lego City Undercover REVIEW

Lego City Undercover ist kein gänzlich neues Spiel. 2013 war der Titel noch exklusiv für die Nintendo Wii U erschienen. Nun erfährt das Lego-City-Abenteuer ein Re-Release auf gleich mehreren Konsolen, darunter auch die Nintendo Switch. Merkt man dem Titel sein Alter an oder gibt es vielleicht sogar einige Neuerungen, die das hochgelobte Spiel noch besser machen?

 

Der Sherif ist zurĂĽck in der Stadt



Kommissar Chase McCain gelang es zwei Jahre zuvor, den gemeingefährlichen Rex Fury zu fassen und einzubuchten. Trotz seines Ermittlungserfolges wurde er wegen eines Schnitzers während der Polizeiarbeit strafversetzt. Nun, da Rex von der Gefängnisinsel geflohen ist, kommt Chase zurück in der Stadt. In seiner Rolle sollt Ihr dem Halunken erneut das Handwerk legen!

Die namensgebende Lego City ist eine wirklich große, offene Spielwelt. Als Officer McCain folgt Ihr Furys Spuren durch die ganze Stadt und das umgebende Land. Wie von einem Lego-Spiel nicht anders zu erwarten, ist alles mit den bunten Bauklötzchen aus Dänemark gestaltet. Jeder, der einmal ein Kind gewesen ist, kennt es: Viel mehr Spaß, als etwas aus Lego zu bauen, macht es, das kleine Meisterwerk wieder auf spektakuläre Art und Weise auseinanderzunehmen. Genau darum kann man auch in Lego City alles kurz und klein kloppen. Jedes Auto, jeden Baum und jeden Automaten. Einfach alles. Dadurch sammelt Ihr sogenannt Bricks. Das sind die kleinen, eckige Lego-Steine mit einem Nupsi oben drauf. Aus ihnen lassen sich anderenorts „Superbauten“ errichten. Mal ist es eine Statue, mal eine Fähre. Mit ihnen hilft Chase, das Stadtbild von Lego City zu komplettieren. Und auch sonst ist in der Stadt an jeder Ecke etwas zu tun.

 

Das Lego-Prinzip



Aber wie läuft eigentlich das Spiel ab? Nun, Eure Polizeikollegen lotsen Euch mit Videobotschaften durch die Stadt und beauftragen Euch damit, bestimmten Orten einen Besuch abzustatten. Chase soll dort etwa Zeugen befragen oder gar einen Bankraub verhindern. Diese Gebiete sind die Level von Lego City Undercover. Im Gegensatz zur frei begehbaren Oberwelt sind sie sehr linear gestaltet, was den Legospiel-Veteranen unter Euch sicher bekannt vorkommt. Das bedeutet im Klartext, dass es immer genau einen Lösungsweg im Level gibt und Ihr erreicht das Ende immer auf dieselbe Weise: Zerkloppt alles Mögliche, erbaut aus den Trümmern Nützliches wie Trampoline oder Rampen und legt Euch im Zweikampf mit ein paar Schmalspur-Rowdys an. Immer wieder wird das Gameplay durch Parcours-Abschnitte aufgelockert. Chase ist nämlich ein richtiges Turnhallen-Ass! Er erklimmt mit Leichtigkeit Kletterwände und macht auch beim Saltosprung von einer Stange zur nächsten einen eleganten Eindruck. Eines der wesentlichsten Features sind aber die Verkleidungen. Ihr könnt auf Knopfdruck in die Haut dutzender anderer Lego-Charaktere schlüpfen. Darunter auch Polizisten, Verbrecher und Zivilisten. Sie haben spezielle Fähigkeiten, die Euch beim Vorankommen unterstützen. Ein Polizist etwa kann mit einer Greifhaken-Kanone an hochgelegene Orte gelangen. Die Diebe hingegen knacken mit Leichtigkeit jeden Tresor und jede Tür.

Das Kampfsystem hätte mehr Tiefgang vertragen könne. Beinahe alle Feinde sind mit zweimaligem Knöpfchendrücken wieder in Handschellen und können abgeführt werden. Dafür sind die Momente, in denen die Fäuste fliegen, richtig gut in Szene gesetzt. Sogar die Zeitlupe kommt zum Einsatz.

Wer schon mal ein Lego-Spiel gespielt hat, dürfte das Prinzip kennen. Innerhalb der Level gibt es immer wieder Momente, an denen man eine Fähigkeit braucht, die erst im späteren Verlauf des Spiels freigespielt wird. In der Konsequenz muss jeder Level mindestens zweimal, wenn nicht sogar häufiger, abgeschlossen werden, um auch wirklich alle Goodies auzuklauben. Die Einen nennen das eine hohen Wiederspielwert, die Anderen Backtracking. Das kann man sehen, wie man möchte. Unstreitbar ist jedoch, dass der Schwierigkeitsgrad absolut gering ist. Eigentlich gibt es kaum eine Herausforderung. Lego City Undercover spielt sich quasi wie von selbst.

 

Bauklötze staunen



Ebenfalls in keinem Videospiel mit Lego-Lizenz fehle darf der einzigartige Slapstick-Humor. Er hat die Serie seit jeher begleitet. In beinahe jeder Textzeile nimmt sich das Spiel selbst oder andere Videospiele, Filme und auch bekannte Persönlichkeiten auf die Schippe. Ein großes Lob an die Gagschreiber und Gagschreiberinnen! Nicht zu unterschätzen ist dabei auch der Beitrag der Synchronsprecher, die bei Lego City Undercover sehr gute Arbeit geleistet haben. Grafisch mag es bessere Titel geben. Dies ist der Tatsache geschuldet, dass das Original schon auf der Vorgänger-Konsole erschienen ist. Doch die wuselige Lego-Stadt ist voller Leben und bietet so einige Hingucker. Der dicke, fette Haken ist, dass die Framerate im mobilen Modus nahezu konstant gedrosselt zu sein scheint. Daher ist das Bild häufig etwas stockend, jedoch nicht so, dass es das Spielgeschehen negativ beeinflussen würde.

 

Ein Set mit tausend Teilen



Schon die Urversion von Lego City Undercover war umfangreich. Mit über 100 verschiedenen Fahrzeugen auf den Straßen der Stadt und mit unzähligen von Verkleidungen für Chase gab es immer wieder etwas Neues zu sehen. Doch birgt die Switch-Version ein Plus an Umfang? Darauf könnt Ihr Euer Lego-Piratenschiff verwetten! Eine marginale Verbesserung am Rande sind die Ladebildschirme. Sie sind nun nicht nur wesentlich interessanter, da sie den Spieler mit Tipps versorgen, die Ladezeiten haben sich auch merklich verringert.

Die eindeutig größere Neuerung ist der Koop-Modus. Wie in anderen Lego-Spielen auch, ist es nun in Lego City Undercover ebenfalls möglich, dass ein zweiter Spieler dem Geschehen beitritt. Doch hier wurde Potential verschenkt! Man kann zwar zu zweit die Stadt unsicher machen, doch es gibt keine speziellen Aufgaben für zwei Spieler. Zudem ist im Test aufgefallen, dass sich der Titel nicht mit einem Joy-Con pro Spieler steuern lässt. Ihr benötigt also entweder einen zusätzlichen Pro-Controller oder ganze vier Joy-Con. Schade!

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Unsere Wertung
USK 6 PEGI 3
Singleplayer
83
77
70
Multiplayer

Johannes sagt:

Ich denke, es ist eine gute Entscheidung, Lego City Undercover erneut für andere Konsolen zu veröffentlichen. Aufgrund der sehr geringen Verkaufszahlen von Nintendos Wii U würde dieser wirklich gute Titel ansonsten dem Großteil der Spieler vorenthalten werden. Wer das Wii U-Original schon kennt, muss nicht erneut die Geldbörse zücken. Das rechtfertigen die wenigen Neuerungen nicht. Alldiejenigen, die Lego City Undercover noch nicht gespielt haben, können ohne Bedenken zugreifen. Am ratsamsten ist wohl die Switch-Variante. Trotz kleiner Performance-Einbrüche genießt sie den Vorteil der Mobilität.
Nintendo Wii UPlaystation 4Xbox OneMS WindowsNintendo Switch

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