Kirby und das extra magische Garn REVIEW

Geht es mit dem Nintendo 3DS nun doch zu Ende? Die Vermutung liegt nahe, denn Stand jetzt ist nur ein weiteres Spiel angekündigt, das in den nächsten Monaten erscheinen soll. Das aktuell letzte hauseigene Spiel von Nintendo nennt sich Kirby und das extra magische Garn und ist eine Portierung das Wii-Titels Kirby und das magische Garn, das um einige Inhalte erweitert wurde. Und tatsächlich wurden bisher viele Nintendo-Konsolen mit einem Kirby-Titel als letzten Titel zu Grabe getragen. Ob das nun auch so ist, muss die Zukunft zeigen, aber für den Moment verrate ich euch, ob es sich denn lohnt für Kirby und das extra magisch Garn noch einmal zu einem Gerät der 3DS-Familie zu greifen.

Fade Story, kreative Welt

Die Geschichte in Kirby und das extra magische Garn ist im Großen und Ganzen wenig innovativ – ein typisches Kirbyspiel eben. In Dreamland ist es für den Moment ruhig und beschaulich, so wie es seine Bewohner gernhaben. Doch es gehen bereits Gerüchte um, dass ein böser Zauberer sein Unwesen treibt. Und tatsächlich begegnet Kirby ihm eines Tages und wird von ihm in eine andere Welt hineingesogen, die vollständig aus Stoff besteht – Stoffland. Auch Kirby selbst hat sich in Garn verwandelt und kann nicht mehr von seiner geliebten Fähigkeit Gebrauch machen, alles und jeden einzusaugen. Doch nicht verzagen, denn schnell arrangiert er sich mit neugewonnenen Attacken. Gut so, denn auch in Stoffland sind böse Monster unterwegs und es ist wieder einmal an Kirby die Welten zu retten. Hilfe bekommt er vom Prinzen von Stoffland, von dessen Schloss in Filzingen aus gestartet wird.

Soweit, so einfach. Doch die kreativen Stärken des Spiels, die in der Regel Nintendo-Plattformer ausmachen, sind zum Glück an anderer Stelle zu finden, wenn auch nicht in der übergeordneten Story. Stattdessen liegen viele kreative Feinheiten in der Details der Welten und der Stoff-Thematik. Die Charaktere sind aus Garn, neue Abschnitte auf der Weltkarte sind beispielsweise von einem Teppich verdeckt und in den Levels zeigen mal mehr, mal weniger dezent sichtbare Knöpfe oder Nähte den Weg zu versteckten Objekten oder Wegen an. Auch Wortwitze wurden wieder zu Hauf eingebaut, die sich auf die Thematik stützen. Diesbezüglich läuft es bei Kirby und das extra magische Garn wie am Schnürchen!

Mittelmäßiger Schwierigkeitsgrad, abwechslungsreiche Spielmechaniken

Ganz im Geiste der meisten Kirby-Titel ist auch Kirby und das extra magische Garn einer der eher leichteren Nintendo-Plattformer. Am überwiegenden Großteil der Level wird man kaum scheitern, schon allein deshalb, weil man eben überhaupt nicht sterben kann. Angehoben wird die Schwierigkeit jedoch durch die Möglichkeit beim Abschluss der Level abhängig von der gesammelten Zahl Diamanten unterschiedliche Medaillen zu erhalten. Um einen Level mit Goldstatus abzuschließen muss man dann doch schon versuchen, sich möglichst selten von Gegnern treffen zu lassen, da man dadurch jedes Mal einige Diamanten verlieren kann. Ebenfalls schwieriger wird es, wenn man in jedem Level der Hauptstory die drei versteckten Items finden möchte. Das sind Gegenstände, die man in seiner persönlichen Wohnung in Filzingen zum Dekorieren nutzen kann.

Damit es nicht langweilig wird, haben sich die Macher der Wii-Vorlage schon lange vor Super Mario Odyssey etwas einfallen lassen, was einem jetzt im 3DS-Remake dann eben aus dem letzten Mario-Hit bekannt vorkommt. Kirby verwandelt sich, immer zum Ende eines Levels, in verschiedene Dinge, wie zum Beispiel ein Feuerwehrauto, eine maulwurfähnliche Grabmaschine, einen kleinen Monstertruck oder ein Ufo. All diese Gefährte haben unterschiedliche Steuerungsmechanismen und unterschiedliche Fähigkeiten, mit denen die unterschiedlichen Wege im letzten Levelabschnitt ergründet werden können. Das Feuerwehrauto zum Beispiel kann mit einem Wasserstrahl Brände löschen, indem mit den Schultertasten der Schlauch des Autos hin und her bewegt wird. So kommt immer wieder Abwechslung ins Gameplay. An das prominentere Beispiel dieser Funktion, Super Mario Odyssey, kommt Kirby und das extra magische Garn aber aufgrund geringerer Vielfalt und weitaus simpleren Fähigkeiten nicht heran. Dennoch gibt es einige witzige und spaßige Ideen.

Zusätzliche Inhalte

Im Aufbau entspricht Kirby und das extra magische Garn in der Hauptstory seinem Vorgänger auf der Wii. Doch es sind sowohl innerhalb der Hauptlevel, als auch darüber hinaus einige Neuerungen eingebaut worden.

In den Leveln selbst kann Kirby nun trotz des Verlusts seiner Fähigkeit Gegner einzusaugen wieder verschiedene Spezialfähigkeiten erhalten. Dazu sind unterschiedliche Mützen in den Leveln verteilt, die man sich schnappen muss, um zum Beispiel größere Garnknäuel zu erzeugen oder wie ein Wirbelwind Gegner zu überrennen. Dazu lassen sich auch Kirby-amiibo scannen, wobei das angesichts der Tatsache, dass die Mützen ohnehin nicht allzu selten zu finden sind, relativ überflüssig ist. Außerdem neu ist, dass sich sämtliche Level im so genannten Teufelsmodus absolvieren lassen. Das ist ein erhöhter Schwierigkeitsgrad, bei dem ihr dauerhaft von einem kleinen, fliegenden Teufel verfolgt werdet, der euch gehörig zu nerven versucht.

Außerhalb der Hauptstory gibt es zwei neue Minispiele, die ihr von Beginn an ebenfalls spielen könnt. In „Meta-Knights Schlacht“ fliegt ihr mit dem schwertschwingenden Anti-Helden durch verschiedene Level und sammelt Bügelperlen. In „Düsender Dedede“ geht es darum mit König Dedede, oder König Nickerchen, wie er im deutschen auch genannt wird, so schnell wie möglich durch verschiedene Level zu renn und Hindernissen auszuweichen. In beiden Minispielen müsst ihr Level erfolgreich abschließen, um weitere freizuschalten. Spaß machen die Minispiele schon, aber es ist schade, dass sie so isoliert stehen und nicht sinnvoller in die Gesamthandlung eingebaut wurden.

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Spielbewertung
Singleplayer
83
83
Gut
-
Multiplayer

FAZIT

Kirby und das extra magische Garn sieht auf dem Nintendo 3DS schick aus und macht technisch eine gute Figur. Die Level sind kreativ gestaltet und abwechslungsreiche Spielmechaniken sorgen dafür, dass es rein spielerisch nicht langweilig wird. Ein etwas höherer Schwierigkeitsgrad und eine etwas komplexere Story, in der die Zusatzinhalte berücksichtigt würden, anstatt isoliert dazustehen, wären schön gewesen. Dennoch ist Kirby und das extra magische Garn eine gelungene, „erweiterte“ Portierung und gut für den kleinen Jump´n´Run-Spaß zwischendurch - auch unterwegs. Wer einen guten Koop und lustige, bunte Grafik mag, ist hier genau richtig.

- Von  Florian

Nintendo 3DS

Kirby und das extra magische Garn REVIEW

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