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Kholat (PS4) REVIEW

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Nachdem vor knapp einem Jahr das Horror-Adventure Kholat auf dem PC erschienen ist, so ist seit dem M√§rz 2016 nun auch endlich die Version f√ľr Sonys PlayStation 4 erh√§ltlich. Doch ob das Adventure dabei die¬†Schw√§chen der PC-Version ausbessern konnte und ob die mehr als gelungene Atmosph√§re auch auf der Konsole voll zur Geltung kommt, erfahrt in unserem Test zur PS4-Version von Kholat.

 

Mysteriöse Morde

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Die Story ist eigentlich recht schnell erz√§hlt, denn diese ist inhaltlich identisch mit die der PC-Fassung. Vor 56 Jahren machte sich eine Gruppe junger Studenten des Polytechnischen-Institutes zu einer beschwerlichen Winterexpedition auf, um den Berg Ortoten im Uralgebirge zu erreichen. Wenige Tage nach Beginn der Expedition verschlechterte sich das Wetter und zwang sie dazu, ihr Lager an einem Berghang mit Namen Kholat Syakhl aufzuschlagen. Drei Wochen sp√§ter startete man eine Rettungsmission mit dem Ziel, die Studenten zu finden, da sich diese nicht mehr gemeldet hatten und seitdem als vermisst galten. Am 25. Februar 1959 fanden die Ermittler schlie√ülich eine verlassene Lagerst√§tte: obwohl das Zelt eingerissen und mit Schnee √ľberh√§uft war, so befand sich trotzdem noch die komplette Ausr√ľstung der Studenten im Inneren.

Weitere Untersuchungen belegten, dass das Zelt von innen mit einem scharfen Gegenstand aufgeschlitzt wurde und dessen Besitzer mit gro√üer Panik und barfu√ü von der Lagerst√§tte flohen. Kurze Zeit sp√§ter fand man die ersten zwei K√∂rper ‚Äď nur in ihrer Unterw√§sche bekleidet, mit Schnitten und Kratzern √ľbers√§t. Drei weitere K√∂rper fand man knapp hundert Meter von dem ersten Fundort entfernt. Einem davon war der Sch√§del eingeschlagen worden, obwohl man sonst keinerlei Anzeichen eines Kampfes finden konnten. Erst als zwei Monate sp√§ter die Fr√ľhlingsschmelze einsetzte, konnten die restlichen vier K√∂rper unter einer dicken Schicht Schnee und Eis gefunden und geborgen werden. Deren Autopsie f√ľhrte die Ermittler zu noch bizarreren Funden: alle K√∂rper hatten innere Verletzungen, wie die Opfer eines schweren Autounfalls, doch fand man keine externen Hinweise oder Verletzungen die f√ľr eine Erkl√§rung gesorgt h√§tten.

Neben den bereits erw√§hnten Erkenntnissen fand man noch eine seltsame orangene Hautfarbe an einem der K√∂rper und au√üerdem wurde einem der Opfer die Zunge herausgerissen. Viele Spekulationen entsprangen aus diesem r√§tselhaften Vorfall, denn was war die Ursache f√ľr den grausamen Tod der Studenten? Ein Angriff wilder Tiere? Ein √úberfall der Stammesangeh√∂rigen der Mansen? Eine ausgel√∂ste Lawine? Jede Theorie warf bisher nur mehr Fragen auf und bis heute bleibt der Falls rund um den Kholat-Vorfall ein Mysterium. Es liegt nun an euch Licht in die dunkle Vergangenheit des Berghangs zu bringen‚Ķ

 

Das F√ľrchten kann beginnen

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√Ąhnlich wie in der PC-Version startet Kholat auch auf der PS4 mit einem kurzen Intro, welches uns in einem verlassenen Bahnhof ins sprichw√∂rtlich kalte Wasser wirft. Uns wird nicht wirklich klar, was wir hier nun genau machen und wo unsere Reise hinf√ľhrt. Also auf in den nahegelegenen Wald und nach einem kurzen Fu√ümarsch erreichen wir das besagte Zelt, in dem die Ausr√ľstung der Jugendlichen zu finden ist. Und ab dem Punkt startet das eigentliche Abenteuer rund um Kholat. Wir finden eine Karte, einen Kompass zur Orientierung sowie eine Taschenlampe, die uns in dunklen H√∂hlen n√ľtzliche Dienste erweist. Doch benutzen wir diese zu oft, sehen uns Feinde deutlich schneller, welche ebenfalls eine Gefahr im Spiel darstellen.

Unser Ziel ist es nun die auf der Karte notierten Koordinaten zu erreichen und die sich dort befindenden Notizen zu finden, um damit herauszufinden, was auf dem Berg Kholat so vor sich ging. Aber auch in der freien Welt kann man Notizen oder Zeitungsartikel finden, die ebenfalls ihren Teil zum L√∂sen der Geschichte beitragen, aber eben nur eine kleine Randnotiz sind. Die wichtigen Notizen sind eben jene 9, die man √ľber die Koordinaten aufsp√ľren muss. Doch das Ganze erweist sich sehr schnell als leichter gesagt, als es schlie√ülich getan ist.

Um uns in der zugeschneiten Gebirge zurecht zu finden, steht uns einzig unser Kompass zur Verf√ľgung. Wir haben zwar eine Karte dabei, diese dient allerdings nur als kleine Orientierung, da unsere aktuelle Position, √§hnlich wie in anderen Spielen, nicht angezeigt wird. Einzig Notizen oder das verlassene Zelt sind in der Karte als kleine Hilfe zu finden. Dadurch erschwert sich die Suche nach den n√∂tigen Notizen enorm. Hier h√§tte man sich f√ľr Einsteiger einige Hilfen erw√ľnscht, beispielsweise mehr eingezeichnete Hinweise auf der Karte zur besseren Orientierung in der Dunkelheit.

Doch dadurch, dass die Fundstellen sehr verstreut auf der Karte verteilt sind, bereisen wir manche Orte mehrmals auf dem Weg zur Aufkl√§rung. Diese Tatsache st√∂rte uns beim Anspielen nur sehr wenig. Viel zu sehr waren wir von der spannenden und mitrei√üenden Atmosph√§re fasziniert – eine Spannung die bis zum Ende des Spiels sehr hoch gehalten wird. Wir f√ľhlen uns in der Dunkelheit unwohl und haben immer dieses beklemmende Gef√ľhl, dass an jede Ecke eine dieser fiesen Schattengestalten lauern kann, vor der wir nur fliehen und uns verstecken k√∂nnen. Hat uns eine solche Kreatur erwischt, so m√ľssen wir am letzten Checkpoint unsere Reise fortsetzen und beim n√§chsten Versuch etwas vorsichtiger vorgehen.

 

Ein echter Hingucker

Auch optisch ist Kholat auf der PlayStation 4 mehr als gelungen. Besonders das kleine Dorf in der N√§he des Bahnhofes und die sch√∂nen Schneelandschaften haben uns besonders gut gefallen. Und auch bei Nacht tr√§gt die detailreiche Umgebung ihren Teil dazu bei, dass wir so einige Schreckmomente durchleben. Zwar wirkt die PC-Version noch ein gutes St√ľck runder und insgesamt sch√∂ner, dennoch kann man hier von einer mehr als gelungenen Umsetzung auf die Konsole sprechen.

Und auch der Sound, der das Geschehen mehr als gelungen unterst√ľtzt, konnte uns mehr als √ľberzeugen. Durchlaufen wir schneebedeckte Flussl√§ufe und dichte W√§lder begleiten uns st√§ndige Ger√§usche, die wie Wolfsgeheul oder andere nat√ľrliche Laute klingen. Andererseits diese Klangkulisse aber eine so starke G√§nsehaut hervorrufen, dass sie nur von einer anderen Welt kommen k√∂nnen. Abst√ľrze mussten wir w√§hrend des Spielens auch keinerlei hinnehmen, zudem lief das Spiel durchgehend fl√ľssig und hatte nur wenig Ladezeiten, die sich allesamt in einem akzeptablen Rahmen hielten.

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Unsere Wertung
USK 12 PEGI 12
Singleplayer
74
74
-
Multiplayer

Christian sagt:

Mir hat Kholat w√§hrend meines Tests den ein oder anderen Schrecken einjagen k√∂nnen und gleichzeitig aber auch einiges an Spielspa√ü bereitet. Auch wenn die Story keinen Preis f√ľr gro√üe Abwechslung und spannenden Twists gewinnen kann, so ist sie dennoch f√ľr ein Indie-Titel mehr als ausreichend. Au√üerdem hat das Spiel seine St√§rken auf einer anderen Seite: die Atmosph√§re. Wir hatten beim Anspielen durchgehend ein beklemmendes Gef√ľhl w√§hrend wir immer weitere Hinweise sammelten, welche uns die Hintergrundgeschichte immer weiter erz√§hlte. Mit 6-8 Stunden Spielzeit, je nachdem wie gut man sich zurecht findet und ob man alle Notizen aufsp√ľren m√∂chte, bietet Kholat einen soliden Umfang, dem allerdings der Wiederspielwert fehlt. Ich hatte nicht das Verlangen, das Abenteuer ein zweites Spiel zu spielen, nur um die fehlenden Notizzettel zu finden. Kurz gesagt: Kholat ist √§hnlich wie auf dem PC ein recht gutes Spiel, dass sich besonders Fan von schaurigen Horror-Spielen durchaus mal ansehen sollten, f√ľr alle anderen k√∂nnte dieses Horror-Adventure aber auch ein Abenteuer mit Grauen bedeuten.
MS Windows

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