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Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds REVIEW

Am 1. März 2017 wurde das langersehnte Horizon Zero Dawn veröffentlicht, welches glücklicherweise seinen Erwartungen gerecht werden konnte. Von der Presse gelobt und von Spielern geliebt, trat Hauptprotagonistin Aloy ihren Siegeszug an. Der Erfolg begründete sich hauptsächlich durch die gute Spielmechanik und einer Geschichte, die so völlig anders war als all das, was man den Spielern bisher vorgesetzt hatte. Die Entwickler von Guerrilla Games haben mit ihrer Zukunftsvision einen Bruch gewagt, der weit weg von dem ist, was sich andere futuristische Szenarien ausmalen. Statt ein übertriebenes Lichterfest durch fliegende Vehikel und eine Moderne, die von diversen Filmen geprägt wurde, geht Horizon Zero Dawn einen Schritt zurück. Denn durch einen fatalen Fehler hat die Menschheit ihren Fortschritt und die Erinnerung daran vollständig verloren. Längst sind sie wieder in Stämmen zusammengerottet und müssen sich Gefahren stellen, die ihre Vorfahren vor etlichen Jahren selbst verursacht haben.

 

Die weiße Hölle

Mit Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds erweitert Guerrilla Games die Hauptgeschichte, ohne eine absurde DLC-Politik zu fahren. Für knapp 20 Euro erhaltet ihr über 10 weitere Spielstunden, die aber nicht etwa die Erzählungen nach der eigentlichen Story fortsetzen, sondern sich inmitten dieser entfalten. Mit der Erweiterung wird ein neues Gebiet zugänglich gemacht, das Aloy in recht frostige Gefilde schickt. Der hohen Norden, der die Umgebung in weißen Schnee hüllt, ist sogar zugänglich, wenn noch keine Credits über den Bildschirm geflimmert sind. Dennoch sei gesagt, dass Aloy einen gewissen Charakter-Level ihr Eigen nennen sollte, um gegen die neuen Gefahren bestehen zu können.

Wer die Reise mit der jungen Jägerin vom Stamm der Nora antreten will, wird recht schnell auf das Volk der Banuk treffen. Der sehr eigenwillige Glauben der buntgeschmückten Banuk lässt Aloy aufhorchen, denn ein Fluch soll das friedliche Leben negativ beeinflussen. Seltsame Türme, die mitten aus dem Schnee prangen, scheinen für das Phänomen zu sorgen, dass Maschinen nicht nur stärker und aggressiver werden, sondern sich vollständig vom erlittenen Schaden erholen. Nur Aloy ist in der Lage, die seltsamen Ströme, die von den Türmen ausgehen, mithilfe ihres Speeres zu überbrücken.

Wer nach Monaten erneut mit der jungen Jägerin loszieht wird schnell feststellen, dass die Handgriffe gleich wieder sitzen. Als wären nur wenige Tage zwischen den letzten Abenteuern verstrichen, ist die Zielgenauigkeit mit dem Bogen und der Wechsel der verschiedenen Pfeile sowie Fallen sofort wieder präsent. Und das ist auch gut so, denn in The Frozen Wilds erwarten euch ganz neue Maschinen, die keinesfalls zu unterschätzen sind, wie die Frostbeulen oder die Scorcher. So bedarf es abermals euer zielgerichtetes Auge, um die Schwachstellen der metallenen Bestien auszuspähen und mit einem Pfeil vom restlichen Körper abzutrennen. Der teils lange Prozess ist zumeist aber lohnend, da die Einzelteile eurem Inventar zugutekommen und den Bedarf an einigen Stellen aufstocken, um immer eine optimale Bewaffnung gewährleisten zu können.

 

Nicht neu aber beständig

The Frozen Wilds scheint nicht zwangsläufig das Ziel zu verfolgen, das Gameplay mit frischen Elementen ausschmücken zu wollen. Stattdessen wird alles nur erweitert und die bekannte Linie fortgeführt. Durch den angezogenen Schwierigkeitsgrad levelt Aloy nun aber sogar nach der 50. Stufe. Somit lassen sich ihre Lebenspunkte auf einen neuen Höchstwert hieven und ermöglichen zudem neue Skills.

Um den gnadenlosen Maschinen mehr entgegenbringen zu können, teilt das Volk der Banuk ihre Waffen mit der toughen Nora. Ganz umsonst überlassen sie Aloy das hölzerne Arsenal aber nicht. Wer die neuen Kampfbögen für die Jagd einkrallen möchte, sollte einiges vom kristallenen Blauglanz dabeihaben. Dieser ist überall im neuen Gebiet verteilt und kann mithilfe eines Tastendrucks abgebaut werden.

Horizon Zero Dawn: The Frozen Wilds lässt euch allgemein die Freiheit, das Gebiet in aller Ruhe zu erkunden oder straff der Story zu folgen. Wer mehr das Entdecken in den Fokus stellt, wird dennoch einige Nebenquests eröffnen, die mit der Begehung bestimmter Areale automatisch starten. Das heißt jedoch nicht, dass ihr sie absolvieren müsst. Letztlich sind die zahlreichen Nebenquest recht ähnlich zum Hauptspiel. Das heißt, dass Aloy wieder störende Maschinen aus dem Weg räumen muss, Banditen aus besetzen Lagern vertreibt oder andere Krieger im Kampf um das Überleben unterstützt.

Während der Haupt- wie auch einigen Nebenquests, bekommt die junge Nora von tapferen Kriegern Unterstützung. Was nun wie ein leichtes Unterfangen klingt, um die jeweilige Mission erfolgreich abzuschließen, kann für einige Frustmomente sorgen. Die künstliche Intelligenz ist an einigen Stellen so miserabel, dass euch gelegentlich die Hutschnur platzt. Gerade die metallenen Bestien scheinen nur ein Auge für euch zu haben. Zudem könnt ihr Anweisungen, wie die Überbrückung des Turms nicht Folge leisten, da eure Mitstreiter anderes im Sinn haben, als euch den Rücken freizuhalten.

 

Passt nahtlos ins Hauptspiel

Zu den beibehaltenen RPG-Elementen paaren sich wieder einige Schalterrätsel. Diese sorgen für ein wenig Auflockerung zwischen den Actionparts und geben dem Spiel genügend Abwechslung, um wieder bis zur letzten Spielminute bei Laune zu halten. Schwer verständlich oder besonders kompliziert sind sie nicht, sodass die Lösung in binnen von wenigen Minuten erschlossen ist.

Selbstverständlich muss niemand den Einsatz des Fokus missen, der weiterhin ein ständiger Begleiter von Aloy ist und Objekte plötzlich sichtbar macht, die vorab noch im Verborgenen blieben. Der Kontrast zum Spurenlesen sind abermals die heiklen Kletterpartien der jungen Jägerin. Und diese ebnen nicht nur neue Felsabschnitte und Pfade, sondern ebenfalls den höchsten Punkt der mechanischen Langhälse.

 

Technik

Die Story, die sich dem bisherigen Schema annimmt und dieses fortführt, versucht an anderer Stelle mit neuen Elementen zu begeistern. Hauptsächlich wird dies über die Optik suggeriert, denn wo es bislang durch Wüsten, Grünflächen, vorbei an Seen und Steppen ging, ist nun alles von Schnee und Eis bedeckt. Doch nein, was nun vielleicht wie der Beginn einer Kritik klingt, ist stattdessen ein großes Lob. Die Umgebung ist einfach wunderschön ins Spiel verfrachtet worden und fühlt sich wie ein Winterwunderland an, welches manchmal durch den endlosen Schneefall mit eingegrenzten Sichtfeld beklemmend wirkt. Leider ist The Frozen Wilds nicht an jeder Stelle in Perfektion getränkt. Gelegentlich mildern kleinere Grafikfehler den Gesamteindruck, was sich aber schnell wieder in Wohlgefallen auflöst, wenn ihr eure Reise fortsetzt. Ein wunderschöner Wechsel vom verschneiten Tag, zur mit Polarlichtern umhüllten Nacht, entlocken dem DLC einiges an optischer Raffinesse.

Mahnende Worte kann ich der Akustik ersparen. Bekannte Klänge und eine gewohnt hochwertige Soundkulisse begleiten das Abenteuer der Jägerin. Zwar überzeugt die deutsche Lokalisation nicht in jedem Winkel, nichtsdestotrotz ist sie mehr als nur solide. Natürlich ist wieder jeder einzelne Satz vertont worden, ganz gleich, welche Auswahlmöglichkeit ihr in den Dialogen anpeilt.

Die Steuerung bleibt unverändert, was dafür sorgt, dass Spieler, die bereits die Reise in Horizon Zero Dawn begonnen haben, sofort wieder ins Geschehen hineinfinden. Selbst die Abstinenz von mehreren Monaten verlangt keine erneute Eingewöhnungszeit.

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Unsere Wertung
USK 16 PEGI 16
Singleplayer
84
84
-
Multiplayer

Rena sagt:

The Frozen Wilds ist eine gelungene Erweiterung, die den Preis von knapp 20 Euro definitiv rechtfertigt. Es fühlt sich alles so vertraut an und doch bietet der DLC ein paar kleinere Neuerungen, wie unter anderem bei Maschinen, Skills und Waffen. Der Storyverlauf ist an einigen Stellen etwas zu offensichtlich, sodass die Geschichte an Intensität verliert. Durch die neuen Charaktere und die perfekte Einbringung in das komplette Storykonstrukt des Hauptspiels, möchte man sie dennoch bis zum letzten Moment verfolgen und hofft insgeheim, dass das Abenteuer nie ein Ende findet. Aufgrund der nicht immer ganz so glanzvollen KI und ein paar kleinen Grafikschnitzern, hat The Frozen Wilds gegenüber dem eigentlichen Horizon Zero Dawn ein leichtes Nachsehen, was sich in der Wertung widerspiegelt. Nichtsdestotrotz bietet der DLC ein gelungenes Wiedersehen mit der fiktiven, postapokalyptischen Zukunft, die sich so keiner wünscht!
Playstation 4

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