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Handball 17 REVIEW

Handball 17

Nachdem im letzten Jahr mit Handball 16 zum ersten Mal eine Handball-Simulation für PlayStation 4 und Xbox One veröffentlicht wurde, war die Enttäuschung über die gebotene Umsetzung groß. Das Spiel konnte nur wenig Spielspaß bieten und war einer der größten Flops des Jahres 2015. Nun wollten die Entwickler aus den Fehlern lernen und haben tatsächlich mit Handball 17 einen Nachfolger veröffentlicht. Diese Simulation wird erneut vom Publisher BigBen Interactive vertrieben und aus dem Hause der französischen Entwickler EKO Software entwickelt. Wir haben uns in die Hallen der Nation gestürzt und finden für euch heraus, ob das erste Handball-Spiel für die Konsolen wirklich etwas taugt oder ob man besser die Finger davon lassen sollte.

 

Nur wenige Verbesserungen

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Nachdem Handball 16 bereits viele Fehler in Sachen Gameplay machte, haben wir beim ersten Anspielen die Hoffnung, dass sich die Entwickler diese Fehler zu Herzen nahmen und ausbessern konnten. Also haben wir uns erneut sofort in ein schnelles Spiel gestürzt und müssen schnell feststellen, dass sich in rund einem Jahr Entwicklungszeit nur sehr wenig getan hat. Wir wählen erneut den amtierenden, deutschen Meister, die Rhein-Neckar-Löwen aus Mannheim aus. In diesem Jahr wurde das Lizenz-Paket noch einmal etwas umfangreicher gestaltet, so haben wir durch die beiden deutschen, sowie die beiden französischen Ligen LIDL STARLIGUE und PROLIGUE und die spanische erste Liga enthalten. Mit diesem Update umfasst das Spiel nun rund 82 original lizenzierte Mannschaften aus dem Profisport des Handballs.

Wir wählen also erneut unsere Startformation, tauschen Spieler aus und starten unser erstes Spiel mit einer riesigen Vorfreude. Leider wird diese bereits beim Einlauf der beiden Mannschaften zunichte gemacht, denn die Präsentation ist sehr minimalistisch gehalten und wir sind bereits auf das Schlimmste vorbereitet. Zunächst fallen uns die beiden neuen Kommentatoren ins Gehör, welche zwar weiterhin weit von einer realistischen TV-Übertragung entfernt sind, aber dennoch eine Steigerung zu den beiden Sprechern aus dem Vorjahr darstellen. Auch wenn die teils lustigen Sprüche von Herrn Kretzschmar fehlen, so steckt noch ein wenig mehr Schwung in der Partie.

Fans der Handball-Simulation werden nun auf ein verbessertes Gameplay hoffen. Doch auch in diesem Punkt hat man ein Jahr lang nichts Produktives auf die Spiele-Disc bekommen. Das Spiel lässt sich weiterhin einfach nur schlecht kontrollieren und auch die Spieltempo ist weiterhin weit von der Realität entfernt. Auch wenn durch den leichten Schwierigkeitsgrad das Tore werfen ein wenig vereinfacht wurde, so erreichen wir dennoch, auch nach einiger Eingewöhnungszeit, nicht mal im Ansatz realistische Ergebnisse dieser Sportart. Der Torabschluss erweist sich nämlich in den meisten Fällen weiterhin als viel zu schwer und wenn ein Wurf dann doch mal auf das Tor des Gegners kommt, dann ist der Torwart zumeist nicht zu überwinden.

 

Keine neuen Spielmodi

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Nach dem Starten des Spiels erblicken wir im Hauptmenü bereits, dass Handball 17 nicht gerade mit unterschiedlichen Spielmodi prahlen kann. Wir haben die Wahl zwischen einem schnellen Spiel, dem Saison-Modus, einem Karriere-Modus, dem Online-Modus und den Optionen, in denen wir nun mit dem leichten Schwierigkeitsgrad eine neue Option für Einsteiger des Spiels finden. Eine Einführung in die Steuerung oder gar ein Tutorial, welche dem Spiel sicher gut getan hätte, sucht ihr leider vergeblich.

Der Karriere-Modus klingt von diesen vorhandenen Modi noch am unterhaltsamsten, doch auch das stellt sich schnell als eine Täuschung heraus. Wir erstellen also unseren kommenden Handball-Star und wählen eine aus einer kleinen Auswahl zur Verfügung stehenden Mannschaften aus. Schon bei der Gestaltung unseres Spielers hätten wir uns ein klein wenig mehr Optionen gewünscht, doch darüber können wir noch gerade so hinwegsehen. Auch Fähigkeiten die wir verteilen können, suchen wir zunächst vergeblich. Diese müssen wir uns erst durch hartes Erkämpfen auf dem Platz erspielen, was aber durch die wenigen Tore eine gefühlte Ewigkeit dauert, bis wir unseren Spieler verbessern können. Das kann dann gerne mal 1-2 Spielzeiten dauern. Eine Katastrophe wer schnell zu einem großen Star heranwachsen möchte. Der Karriere-Modus macht auf mich einen nur halbfertigen Eindruck, die Grundidee mag gelungen sein, die Umsetzung wirkt nicht ausgereift genug, um überzeugen zu können.

 

Kuriose Ballphysik

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Handbälle oder Bälle im Allgemeinen haben die vielleicht kuriose Eigenschaft, dass sie durch Bewegung beginnen zu Rollen und je nach Kraft der Bewegung eine weitere oder kürzere Strecke zurücklegen können. Betrachtet man jetzt ein Handball-Spiel im Fernsehen oder Live vor Ort wird man feststellen, dass Torhüter Bälle prallen lassen und diese mit etwas Glück zum Angreifer zurückrollen können und so eine erneute Torchance entstehen kann. Spieler in Handball 16 suchen diese physikalische Reaktion leider völlig vergebens. Ein abgeschlossener Wurf welcher vom Tormann, wie so oft im Spiel, prallen gelassen wurde, bleibt nach gefühlt 5 cm auf dem Boden einfach liegen. Man hat das Gefühl der Ball bestehe nicht aus Gummi sondern aus einem schweren Steinblock, der geradewegs wie ein Klotz nach unten fällt. Schlechte Physikengine oder werden hier physikalische Gesetze gebrochen? Wir wissen es nicht, allerdings steht schnell fest: der Realismus blieb hier total auf der Strecke. Leider hat sich hier im Vergleich zum Vorgänger überhaupt nichts getan, es wirkt, als ob man die selbe Physik-Engine aus dem Jahr zuvor verwendet hättet.

Auch optisch kann Handball 17 weiterhin nicht gefallen. Während man bei der Lizenz die Anzahl der Mannschaften auf 82 erhöhen konnte, so gleichen sich die Hallen weiterhin zu sehr und auch die Fans sind lieblos eingefügt. Warum man hier nicht die Zeit genutzt hat, bleibt weiterhin ein Rätsel.

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Unsere Wertung
USK 0 PEGI 3
Singleplayer
52
52
52
Multiplayer

Christian sagt:

Man kann wirklich nur hoffen, dass das Entwicklerstudio ein Einsehen hat und die Entwicklung der Handball-Reihe spätestens mit diesem Teil wieder einstellt. Handball 17 kann die Fehler und Macken des direkten Vorgängers keineswegs ausmerzen und spielt sich wirklich nur geringfügig besser als die Simulation aus dem Vorjahr. Wer also bereits den Vorgänger besitzt, der sollte bloß nicht auf die Idee kommen, sein Geld dieses Jahr erneut in die Handball-Simulation aus dem Hause BigBen Interactive zu investieren, da findet ihr sicherlich bessere Möglichkeiten euren Geldbeutel zu erleichtern. Auch wirkliche Hardcore-Fans der Sportart werden hier eine pure Enttäuschung erleben.
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