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God Eater Vol. 2 REZENSION

Mit dem fulminanten Auftakt von God Eater Vol. 1, wird die Neugierde auf die Folgen 6-9 nicht geringer. Nachdem wir Lenka Utsugi näher kennenlernen durften, sind wir nun inmitten des Geschehens angekommen. Der junge Held und Alisa, die ebenso ein Newtyp ist, stellen sich Aufgaben, denen sie gar nicht gewachsen sind. Ein gigantischer Aragami, der eine Übermacht darstellt, bringt beide an ihre Grenzen und zudem in akute Lebensgefahr.

 

RĂĽckblicke

Ohne God Arc muss der Einfallsreichtum aushelfen

Die Vol. 2 von God Eater kümmert sich hauptsächlich um die Rückblicke und erklärt vieles. So geht es einige Male ca. 20 Jahre in die Vergangenheit zurück, in der Forscher eine neue Lebensform namens Oracle Zellen entdeckten. Sie beobachteten, wie aus diesen Zellen Aragami entstehen und sich rasant verbreiteten. Da die monströsen Wesen organische Materialien verzehrten, gelten sie fortan als eine Gefahr für die Menschheit. Im Laufe der Folgejahre verdrängten sie die Menschen immer mehr und sind eine Bedrohung für die Existenz, was die Organisation Fenrir in Leben ruft.

Jene Organisation, der auch Lenka angehört, erschuf die God Arcs, bei denen es sich um riesige Waffen handelte, die aus den Zellen der Monster hergestellt wurden. Und nur jene Waffen haben die Macht, die Aragami zu bezwingen. Jeder God Arc ist einzigartig und auf seinen Träger abgestimmt. Leider muss Lenka Utsugi seine mächtige Waffe im Kampf gegen einen gigantischen Aragami einbüßen. Nun heißt es Alternativen finden, um das Überleben aller Anwesenden zu sichern.

Auch Alisa zeigt sich nicht als große Hilfe, denn sie hat ihre Gedanken nur noch in der Vergangenheit und ruft sich ständig ein traumatisches Erlebnis vor Augen, was sie kampfunfähig macht. Und die restliche Einheit ist leider weit weg der Gefahrenquelle, was es nicht unbedingt einfacher für die Beiden macht.

Die Vol. 2 lässt sich ein wenig mehr Zeit mit den Erzählungen, inszeniert die Bilder aber so spannend, dass sich nach Beendigung einer Folge viele Fragen aufwerfen. Zudem setzt man nicht zwangsläufig auf einen guten Ausgang, was God Eater besonders macht. Und auch Lenka muss sich seinem Schicksal beugen, das leider nur einen Weg kennt. Nun steht er vor der Wahl, bleibt er bei den God Eatern, oder ignoriert er alle Warnungen und setzt seine Gesundheit aufs Spiel?!

Selbstverständlich bleiben die Kämpfe in God Eater Vol. 2 ebenso Bestandteil der Erzählungen. Die Folgen 6-9 werden aber um einiges Tiefgründiger und machen vieles etwas verständlicher. Zudem fügen sich nun endlich die Rückblicke mit den aktuellen Geschehnissen zusammen und bringen Licht in das Dunkel. Dennoch werden einzelne Figuren nicht vernachlässigt und bringen immer mehr Tragweite zum Vorschein.

 

Visuell

Ohne Hilfe geht es kaum

God Eater bleibt seiner Linie aus den ersten fünf Folgen natürlich treu. Statt aber nur auf die Action zu setzen, werden nun mehr die Hintergründe beleuchtet, um das Anime verständlicher zu machen. Die Folgen 6-9 bauen in einigen Momenten aber umso mehr Spannung auf und verstehen es bis zur letzten Minute zu unterhalten. Zudem gibt es einen Blick auf einen ganz neuen Aragami, der die Fenrir Organisation vor eine unlösbare Aufgabe stellt, da die Bezeichnung Gott in diesem Falle wirklich zutrifft.

Die postapokalyptischen Welt rückt weiter in den Vordergrund und lässt nur erahnen, was die blutrünstigen Wesen mit den Menschen und ihren Errungenschaften gemacht haben. Wie schon in den vorangegangenen Folgen, hält sich das Anime auch in Vol. 2 nicht zurück, die blutige Wirklichkeit zu zeigen. Dies lässt den Zuschauer regelrecht mitfiebern und die Ohnmacht erahnen, die die Überlebenden haben müssen.

Die Tonspur ist in deutsch und macht einen hochwertigen Eindruck, der durch die eingebrachten Emotionen nie an Gewichtung verliert. Angst, Freude oder Gleichgültigkeit nimmt man den Figuren in jeder Sekunde ab und unterstreicht die vorgetragenen Szenen. Beispielsweise wird Hauptprotagonist von Lenka von Konrad Bösherz vertont, der bereits in Filmen wie Zombieland, 300: Rise of an Empire oder Bad Santa 2 seine Stimme verlieh. Die Liste ist lang und die daraus gewonnene Erfahrung zu hören.

Wer dem Anime ein wenig mehr Authentizität abverlangen möchte, darf gerne die japanische Synchronisation einstellen und die Folgen im Originalton genießen. Die Vollendung der Akustik bringt die musikalische Kulisse mit, die die Dringlichkeit und Gefahr der jeweiligen Situation immer bestmöglich hervorhebt. Gleichzeitig werden aber auch ruhigere Töne eingeschlagen, wenn es das jeweilige Szenario erlaubt.

Statt fĂĽnf Folgen bietet die Vol. 2 Disk von God Eater nur noch vier Folgen, die mit einer Altersfreigabe von 12 Jahren festgesetzt sind. Somit reduziert sich die Spielzeit von 120 Minuten auf nun 95 Minuten. Dennoch schaffen es die Folgen 6-9 genĂĽgend Spannung einzufangen, sodass man sich der Vol. 3 nicht entziehen kann. Und nach der Spielzeit muss noch nicht Schluss sein, denn ĂĽber die Folgen hinaus, gibt es noch Bonusmaterial. Neben Trailern darf das Opening und Ending zum Anime genossen werden.

 

Fazit

Die Volume 2 von God Eater, die die Folgen 6 – 9 umfasst, bringt endlich Licht in die anfänglich undurchsichtige Geschichte. Endlich bekommt der Zuschauer Herkunft und Einzelheiten zu den Aragami erläutert. Auf die einzelnen spannungsgeladenen Kämpfe verzichtet das Anime dennoch nicht und wird an einigen Stellen sogar sehr blutig. Das heißt, die Bildgewalt aus Vol. 1 setzt sich fort und schafft sogar noch mehr Spannung anzuhäufen. Zumal sich durch die verschiedenen Erzählstränge die Tiefe des japanischen Trickfilms immer mehr entfalten. Daumen hoch und eine klare Empfehlung für alle, die spannende Unterhaltung suchen.

 

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