GAME РComputerspielförderung in Deutschland ist immer noch unzureichend

Der GAME Bundesverband der deutschen Games-Branche e.V. weist als ideeller Träger des Deutschen Entwicklerpreises anlässlich der heutigen Verleihung in Köln darauf hin, dass Deutschland als Standort der Entwickler von Computerspielen im internationalen Vergleich eine vollkommen unzureichende Rolle spielt.

Dazu hat der Verband im Rahmen einer Vorveranstaltung, dem Entwickler-Summit, eine Reihe von Diskussionsveranstaltungen organisiert. So diskutiert der Experte f√ľr unabh√§ngige Entwicklungsstudios, Andre Bernhardt, gemeinsam mit Experten und Vertretern von aufstrebenden Entwicklern und unabh√§ngigen Publishern ¬†die Notwendigkeit einer nationalen Interessenvertretung. Am sp√§teren Nachmittag diskutiert der Medienwissenschaftler und √Ėkonom Prof. Dr. J√∂rg M√ľller-Lietzkow gemeinsam mit Vertretern der beiden Branchenverb√§nde GAME und Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) √ľber die F√∂rderlandschaft in Deutschland.

Die Reform der F√∂rderung von Computerspielen in Frankreich und dessen Freigabe durch die Europ√§ische Union unterstreicht die Akzeptanz der Branche als ernstzunehmender Wirtschaftszweig. Andere L√§nder wie etwa Kanada, Frankreich, die USA oder Finnland f√∂rdern die Branche umfangreich √ľber Steuerverg√ľnstigungen in einer H√∂he von teilweise hohen zweistelligen prozentualen Anteilen auf die eingesetzten Ausgaben.

‚ÄěDer Deutsche Entwicklerpreis und auch die Reform des Deutschen Computerspielpreises mit einem erh√∂hten Engagement f√ľr die Branche, auch in Bezug auf die ausgesch√ľtteten Preisgelder, zeigt, dass sich die Rahmenbedingungen in Deutschland kontinuierlich verbessern. Leider geschieht dies nur sehr langsam. ¬†Es ist zu bef√ľrchten, dass wir ¬†im internationalen Vergleich noch weiter zur√ľckfallen”, merkt dazu Thorsten Unger, Gesch√§ftsf√ľhrer des Bundesverbandes der deutschen Games-Branche (GAME) an.¬†Die j√ľngsten Entwicklungen in Frankreich und England, mit zu erwartenden zweistelligen Millionen-Effekten zu Gunsten der dortigen Branche, zeigen, wie wesentlich eine starke nationale Interessenvertretung zur Sicherstellung dieser Ziele ist.

Der GAME stellt in diesem Zusammenhang heraus, dass nationale Rahmenbedingungen unmittelbar auch an die Durchsetzungskraft einer nationalen Interessenvertretung gekoppelt sind.

“Games-F√∂rderung wird auf nationaler und europ√§ischer Ebene realisiert. Finnland, England und Frankreich verf√ľgen √ľber starke nationale Verbandsstrukturen, die sich unabh√§ngig vom Einfluss multinationaler Konzerne bewegen”, f√ľhrt Thorsten Unger weiter aus. Die Schaffung von nationalen Standortbedingungen sollte unvoreingenommen und ohne den Einfluss von √ľbergeordneten multinationalen Konzerninteressen erfolgen. “Ein japanischer, amerikanischer oder franz√∂sischer Konzern kann naturgem√§√ü keine nationale Standortpolitik f√ľr deutsche Unternehmen realisieren. Es muss im Interesse der deutschen Wirtschaft sein, nationale Unternehmensinteressen zu sch√ľtzen. Dies sollte sich auch in der Verbandslandschaft niederschlagen”, so Thorsten Unger weiter.

 

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