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G.O.D – Growth or Devolution REVIEW

In der 16-bit-Generation galten Rollenspiele bei uns in Europa noch als relativ obskures Spielgenre. Dementsprechend wurden nur wenige dieser Spiele bei uns veröffentlicht. In Japan sah das freilich ganz anders aus, da wurden haufenweise dieser Spiele für den Super Famicom, das japanische Equivalent des Super Nintendos, rausgehauen. Eines der letzten JRPGs für den Super Famicom war das am 20. Dezember 1996 veröffentlichte G.O.D Ein Kürzel welches für „Growth or Devolution“ steht und obendrein auch noch einen dieser lächerlich langen Untertitel auffährt, auf die die Japaner so abfahren. In der Fantranslation-Communitiy wird das Game jedoch schlicht und einfach als G.O.D – Growth or Devolution bezeichnet. Und ja, dank der netten Leute von „Dynamic Designs.“ kann man das Spiel dieser Tage in englischer Sprache spielen. Besagter Übersetzungspatch wurde am 01.04.2018 fertiggestellt und steht im Internet zum kostenlosen Download bereit. Wie man mit diesem Patch dann weiterverfährt, bleibt jedem selbst überlassen. Ich selbst habe ihn via SD-Karte und Originalmodul auf meinem Retron 5 zum laufen gebracht.

G.O.D ist deswegen interessant, weil es selbst in seinem Heimatland Japan als Obskurität angesehen wird. Ein Umstand, der freilich in erster Linie aufgrund der sehr späten Veröffentlichung innerhalb des Super Famicom-Lebenszyklus begründet liegt. Dementsprechend hatte G.O.D auch mit extrem harter Konkurrenz zu kämpfen, welche Titel wie Terranigma, Chrono Trigger, Metal Max Returns, Final Fantasy IV-VI, Star Ocean und viele viele weitere Hochkaräter beinhaltet.

Die Frage lautet also, ob G.O.D mit eben genannter Konkurrenz mithalten kann und einen lohnenden Kauf bzw. Spieldurchlauf für Genrefans darstellt oder nicht. Zeit dies im folgendem Review herauszufinden.

Das Independence Day unter den JRPGs?

G.O.D ist eines jener JRPGs, welches auf der Erde spielt. Die Handlung beginnt im Sommer des Jahres 1999. Man übernimmt die Rolle des kleinen Gen, welcher zusammen mit seiner alleinerziehenden Mutter in irgendeinem gemütlichen Vorort von Tokio lebt. Es ist der erste Tag der Sommerferien, was bedeutet, dass der langersehnte Fahrrad-Trip zur Großmutter im nördlich gelegenen Hokkaido ansteht.

Auf seinem Weg nach Hokkaido legt Gen eine kleine Rast in einem Bergdorf ein. Die örtliche Kinderbande versucht Gen durch die Mangel zu drehen, aber unser Protagonist ist härter als er aussieht und verprügelt den Anführer der Bande. Besagter Anführer ist daraufhin so beeindruckt, dass er Gen um Hilfe bittet. Der Berg, welcher als eine Art Territorium für die Bande dient, wird nämlich seit einiger Zeit von gewaltbereiten Tieren heimgesucht und irgendein Monster soll sich dort auch noch herumtreiben. Also wandert Gen zur Bergspitze und entdeckt neben dem Monster (eine riesige, großmäulige Fledermaus) auch noch ein mysteriöses Steinmonument, welches eine geheimnisvolle Höhle samt leuchtenden Steinartefakt beherbegt. Bevor Gen die Sache näher unter die Lupe nehmen kann, zwingt ihn ein Erdbeben aus der Höhle heraus. Kurz darauf wird er von der Bergspitze aus Zeuge, wie seine Heimatstadt von fliegenden Untertassen pulverisiert wird.

Es folgt ein Zeitsprung 10 Jahre in die Zukunft. Die Menschheit führt einen aussichtslosen Krieg gegen die grausamen außerirdischen Invasoren. Eine internationale Militärorganisation namens Bless leitet den Widerstand gegen die Aliens. Gen ist offensichtlich Mitglied von Bless, hat jedoch sein Gedächtnis über die letzten 10 Jahre verloren. Wie sich sehr schnell herausstellt, ist der Gedächtnisverlust eine lästige Nebenwirkung der Experimente des örtlichen Bless-Chefwissenschaftlers. Dieser hat parapsychologische Fähigkeiten in Gens DNS entdeckt und versucht seitdem den jungen Mann in eine Art übermächtigen Psi-Krieger zu verwandeln, welcher die letzte Hoffnung im Kampf gegen die Aliens darstellen soll. Der letzte Schritt zur endgültigen Aktivierung der Psi-Superkräfte, soll der Kontakt zum „God Stone“ sein, ein mächtiges Artefakt, welches angeblich die Leistungskraft des menschlichen Gehirns um 10 % steigern soll (das menschliche Gehirn arbeitet laut G.O.D nur mit 30 % seiner Maximalleistung). Und ja, richtig geraten: Das mysteriöse Artefakt, welches Gen vor 10 Jahren auf dem Berg gefunden hat, ist einer dieser God Stones, von denen insgesamt sieben Stück auf der Erde versteckt sein sollen.
Der Plan ist ein voller Erfolg. Gen berührt den Stein, erhält mächtige Psi-Kräfte und begibt sich auf die lange, weltweite Suche nach den übrigen God Stones. Nebenbei schließen sich ihm einige weitere Psi-begabte Menschen an, die ihm tatkräftig dabei unterstützen diverse Konfliktzonen von der Alien-Pest und deren Führungspersonal zu befreien. Doch was passiert eigentlich mit einem Menschen, dessen Gehirn das maximale Potential erreicht hat? Und was genau hat es eigentlich mit den Aliens auf sich?

Dem ein oder anderen dürften jetzt vielleicht Parallelen zu einschlägigen Sci-fi-Filmen wie „Independence Day“ (welcher zufälligerweise ein halbes Jahr vor G.O.D erschien) oder „2001: Odyssee im Weltraum“ auffallen. Aber es sind nicht nur Filme von denen sich G.O.D – Growth or Devolution hat inspirieren lassen, sondern auch andere SNES/SFC-Games wie Terranigma und Earthbound. Genau wie Terranigma erkundet man hier die gesammte Erde, und vor allem die ersten Spielabschnitte fühlen sich wie eine einzige Hommage an Earthbound an. Man bereist berühmte Schauplätze wie New York und Nazca und wird immer wieder mit schrägem Humor konfrontiert, welcher in seinen Höhepunkten auch gerne mal die vierte Wand durchbricht indem z.B. das Klischee des stummen Protagonisten persifliert wird. Leider erreicht der Humor aber auch immer wieder Tiefpunkte, da immer wieder auf nationale Stereotypen verwiesen wird (Beispiele: Die russische Regierung ist selbst angesichts einer Alien-Invasion korrupt und geldgierig, die Franzosen sind hingegen absolut schamlos, treibens in aller Öffentlichkeit und laden sogar dahergelaufene Fremde zum bumsen ein).

Ja, G.O.D – Growth or Devolution kann schon verdammt seltsam sein. Vor allem dann, wenn ernste und grausame Themen zur Sprache kommen. So werden Selbstmordattentate in Erwägung gezogen, der Spieler wird vor die Wahl gestellt, ob er einen Massenmord an Alien-Zivilisten verüben möchte und gegen Ende gibt es sogar eine Szene, die an einen dieser besonders abartigen Hentais erinnert. Wie gesagt: Die Handlung und das Storytelling von G.O.D kann verdammt seltsam werden. Aber vielleicht macht ja auch gerade das den besonderen Charme dieses Spiels aus.

Solides, aber unspektakuläres JRPG-Gameplay

Zum Gameplay von G.O.D habe ich ehrlich gesagt nicht viel zu sagen, denn es ist ein Standard-JRPG durch und durch. Ihr habt diese Beschreibung wahrscheinlich schon in anderen JRPG-Tests von mir gelesen, aber der Vollständigkeit zu liebe eben noch einmal die Erklärung (Kenner dürfen gerne überspringen und im nächsten Absatz weiterlesen): Man erkundet die Spielwelt aus der Vogelperspektive, erkundet Stadtgebiete und Dungeons, welche über eine begehbare Weltkarte betreten werden, tratscht in den Städten mit NPCs, um wichtige Infos zu erhalten oder zumindest einige witzige Texte zu lesen, bestreitet auf der Weltkarte und in Dungeons rundenbasierte Zufallskämpfe, welche mit Geld und Erfahrungspunkten belohnt werden, benutzt das Geld um Ausrüstung und Heilgegenstände in den Shops der Städte zu kaufen, levelt mit Hilfe der Erfahrungspunkte auf, damit die eigenen Charaktere immer stärker werden, öffnet hier und da Schatztruhen oder plündert das Mobiliar in den Siedlungen, um einige Gegenstände kostenlos abzugreifen … Sorry, aber wenn ihr erwartet, dass in G.O.D das Rad neu erfunden wird, oder das Spiel zumindest über wirklich interessante, einzigartige Spielelemente verfügt, dann werdet ihr hier enttäuscht.

Das einzige erwähnenswerte Spielelement ist das Chakra-System. Beseitigte Gegner werfen nämlich nicht nur reguläre Erfahrungspunkte ab, sondern auch die sogenannten Cosmo-Stones. Diese sind nichts weiter als ein zweiter Erfahrungspunkte-Pool, welcher benötigt wird, um die sieben Chakra-Nodes aufzuleveln, welche für jeden Hauptcharakter separat zur Verfügung stehen. Leider kann man immer nur einen Node auf einmal aktivieren, damit diesem die Cosmo-Stones zugeschrieben werden. Jeder Chakra-Node schaltet eine weitere nette Fähigkeit frei, wenn man ihn auflevelt. Insgesamt kann man jeden Node auf Stufe 7 hochpushen. Einen zusätzlichen Chakra-Level darf man aber nur erlangen, wenn man einen weiteren God Stone im Storyverlauf gefunden hat. Zunächst lässt sich nur ein Node ausrüsten, womit einem im Kampf auch nur ein Chakra-Skillset zur Verfügung steht. Sobald man jedoch einige Nodes auf Stufe 4 gebracht hat, darf man auch zwei Stufe 4 Nodes ausrüsten. Diese beiden Nodes bilden dann sogar einen besonderen Zusatzskill, welcher weitere spannende Möglichkeiten offenbart. So bekommt man mit dem Tech-Skill mehr Skillpunkte bei einem Level-Up, oder darf Kontakt zum Bun-Meister aufnehmen, welcher die Bun-Sammlung mit tollen Preisen belohnt. Hierbei handelt es sich um eine typische „Sammel soundso viele versteckte Gegenstände ein“-Sidequest, welche man in ähnlicher Form ja auch in anderen Spielen wie Illusion of Time (Rote Juwelen) oder Dragon Quest (Minimedaillen) vorfindet. Nichts besonderes, aber immerhin eine Motivation die Welt genauer zu erforschen.

Die regulären Chakra-Skills sind übrigens auch relativ interessant. Abgesehen von typischen Kampfskills gibt es auch hier spannende Sachen wie einen Skill, mit dem man mit den Gegnern kommunizieren darf, damit sie uns ein Geschenk oder Informationen geben, bevor sie sich friedlich aus dem Kampf zurückziehen, oder man darf die Zufallskämpfe auf der Weltkarte, zumindest für einen kurzen Zeitraum, deaktivieren. Vor allem letzterer Skill ist überaus nützlich, denn die Zufallskampfrate von G.O.D – Growth or Devolution ist unangenehm hoch angesetzt. Jedenfalls höher als man es sonst gewohnt ist. Glücklicherweise wurde der Umfang der Dungeon-Gebiete auf die hohe Rate der Zufallskämpfe angepasst. Diese wirken niemals zu lang oder zu kurz, sondern genau richtig im Zusammenspiel mit der Kampfrate.

Leider ist allerdings die allgemeine Kampfgeschwindigkeit zu träge. Es ist zwar nichts, was einem den Spielspaß zerstört, aber man hätte sicherlich die ein oder andere Spielstunde sparen können, wenn die Fights nur etwas flotter ablaufen würden. Die Zeit des Spielers wächst schließlich auch nicht auf Bäumen.

Abgesehen von den Chakra-Skills, gibt es noch Psycho- und Special-Skills. Die Psycho-Skills sind nichts anderes als die altbekannten Zaubersprüche, die man schon aus anderen Genrevertretern kennt (Angriffs-, Heil-, Buff- und Debuffzauber). Neue Psycho-Skills erhält man automatisch nach bestimmten Level-Up-Stufen. Die Special-Skills erhält man hingegen nur dann, wenn man zum richtigen Zeitpunkt mit den richtigen Personen redet. Diese lehren einem bestimmten Charakter einen Sonderskill, wie, zum Beispiel spezielle Schwerttechniken für Gen oder den Stehlen-Skill für Heat.

Im übrigen kann man, rein theoretisch, die Chakra- und Special-Skills auch komplett ignorieren. Die regulären Psycho-Skills und Heilgegenstände reichen aus, um das Spiel durchzuspielen. G.O.D – Growth or Devolution gehört nämlich zu den eher leichten Ablegern des JRPG-Genres. Auch Grinding kann man sich größtenteils sparen, da die hohe Zufallskampfrate ja ohnehin zu einer Art Grinding zwingt. Knifflig sind nur jene Spielpassagen, in denen man keine vierköpfige Gruppe zur Verfügung hat, was im Verlauf des Spiels auch immer wieder mal vorkommt (die eigene Gruppe besteht grundsätzlich immer nur aus maximal vier Leuten). Ein weiterer Mangel ist die zwar routinierte, aber auch dezent schwammige Steuerung. Gens Fortbewegung innerhalb der Maps wirkt nie so ganz flüssig. Keine Ahnung wie man so etwas verkacken kann (aber wie so oft gewöhnt man sich dran).

Was mir hingegen recht gut an G.O.D – Growth or Devolution gefallen hat, ist, dass viele Dungeons recht interessant aufgebaut sind und über die richtige Größe verfügen. Es ist auch schön, dass das Spiel ab und zu kleinere Rätsel- und Adventuresegmente auffährt, welche zwar nie sonderlich komplex oder anspruchsvoll wirken, aber durchaus ein gewisses Maß an Abwechslung ins Spiel bringen. Später bekommt man freilich auch Zugriff auf Fortbewegungsmittel, welche Zugriff auf optionale Ortschaften gewähren. Handfeste Sidequests sind hingegen nur spärlich vertreten. Nach dem Abspann wird man übrigens gefragt, ob man weiterspielen möchte, damit man sich einer letzten Aufgabe stellen kann, welche sich in Form einiger seltsamer Bosskämpfe äußert, die eher wie Rätsel funktionieren und wahrscheinlich den Blick in eine Komplettlösung provozieren. Abgesehen davon, sollte man das Spiel jedoch aus eigener Kraft lösen können.

Grafik, Sound und weiteres

Der größte Schwachpunkt von G.O.D – Growth or Devolution ist die veraltete Grafik. Ein Super Famicom-Spiel, welches kurz vorm Jahreswechsel auf 1997 herauskam, jedoch grafisch eher wie ein Spiel von 1993 wirkt, hat damals in Japan wohl kaum jemanden hinter dem Ofen vorgelockt. Selbst heutzutage muss man sich die Frage stellen warum man das Ding überhaupt zocken sollte, wenn man Sachen wie Star Ocean, Terranigma oder Chrono Trigger zur Auswahl hat, welche mit tollen 16-bit Spritegrafiken protzen. G.O.D sieht keineswegs schlecht aus, jedoch ist die Grafik zu pixelig, die Locations wirken viel zu häufig wie generische Ortschaften aus einem 08/15-JRPG und die Artworks der Protagonisten sehen im Kampfscreen ziemlich behämmert aus. Es ist zwar witzig, dass man manchmal Sehenswürdigkeiten wie die Kremel in Moskau, Stonehenge oder die Osterinseln vor die Nase gesetzt bekommt, allerdings hat Terranigma dieses Konzept bereits über ein Jahr zuvor schon wesentlich attraktiver umgesetzt. Einigermaßen erinnerungswürdig sind nur einige der Zaub… pardon ich meine natürlich Psycho/Chakra/Special-Effekte im Kampf, sowie einige der Gegnersprites. Wobei es aber auch viele Gegnersprites gibt, die einfach nur lahm sind, wie z.B. Smiley-Faces (ernsthaft!?).

Dummerweise kann auch der Soundtrack nichts herumreißen. Der Maintheme hat ja noch einen schönen Flair und einen gewissen Ohrwurm-Charme, aber die meisten übrigen Melodien gelangen nicht wirklich über generische JRPG-Songs hinaus. Sobald man seine Konsole ausschaltet, entfleuchen die Tracks aus dem Gedächtnis. Dementsprechend weiß ich auch nicht, was ich noch groß dazu sagen soll. Naja, wer etwas Recherche betreibt, findet heraus, dass sich „Demon Kogure“ ein Sänger einer japanischen Rockband für die Direktion des Soundtracks von G.O.D verantwortlich zeichnet. Hat in diesem Fall leider nicht viel gebracht einen Rockstar zu engagieren. Auch das schicke Coverartwork vom Manga-Zeichner Tatsuya Egawa (Golden Boy) bringt hier keinen echten Mehrwert ins Spiel, da sich das Artwork lediglich aufs Cover (und vielleicht das Handbuch) beschränkt und nicht im eigentlichen Spiel präsent ist.

Trotz G.O.Ds Status als Obskurität, entschloss man sich ein Playstation-Remake für das Spiel zu kreieren, welches den Namen G.O.D Pure: Growth or Devolution trägt. Das Remake erschien am 26.02.1998 und soll viele Mängel des Super Famicom-Originals beseitigen. So wurde die langsame Kampfgeschwindigkeit beschleunigt und die mickrigen Dorf- und Stadtgebiete bekamen einen wesentlich glaubwürdigeren Umfang. Freilich wurde auch die Grafik bis zu einem gewissen Grad angepasst. Die Spritemaps wurden mit Renderbildern ausgetauscht und es gibt nun 3D-Zwischensequenzen. Auch bei der Story hat man nachgebessert und wohl auch einige Zusatzinhalte beigefügt. Im Zweifelsfall sollte man also besser zur PSone-Version greifen. Allerdings gibt es für diese Version keine Fanübersetzung.

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75
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Multiplayer

FAZIT

G.O.D – Growth or Devolution ist ein gutes JRPG, welches abgesehen von seinem Setting (die Erde der Neuzeit) und einiger Storyelemente leider nichts wirklich nennenswertes zu bieten hat. Es ist eben ein Standard-JRPG mit einigen Stärken (sehr große Skill-Auswahl und spannende Story) und ein paar Schwachpunkten (hoch frequentierte und zu langsame Zufallskämpfe). Das große Problem von G.O.D ist ganz einfach, dass es auf dem SNES/SFC eine sehr sehr große Anzahl hochwertiger Konkurrenten gibt. Es gibt keinen Grund G.O.D zu spielen, so lange man noch nicht Terranigma, Chrono Trigger, Metal Max Returns und und und durchgezockt hat. Dementsprechend lohnt sich das Spiel nur für echte Genrefans, welche alle besseren Titel schon durchgeknüppelt haben und unbedingt neuen Stoff brauchen. Das klingt jetzt zwar recht hart, da G.O.D seine Sache ja eigentlich recht gut macht, aber wenn die Qualität eines Spiels/Produkts so wirkt, als sei es zwei bis drei Jahre zu spät auf den Markt gekommen, dann sollte man auch keine Jubelrufe erwarten.

- By  Volker

Super Nintendo

G.O.D – Growth or Devolution REVIEW

USK 0 PEGI 3

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